Ein irrer Duft im Frühlingswald

Ein irrer Duft im Frühlingswald

Es ist wieder soweit – ein zwiebelartiger Geruch breitet sich im Plänterwald aus, denn der sogenannte „Berliner Bärlauch“ sorgt für grüne Teppiche am Waldboden!

Seine richtige Bezeichnung ist „Seltsamer Lauch“ oder auch „Wunderlauch“ (Allium paradoxum). Er ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium), von der es weltweit ca. 800 und in Mitteleuropa 25 Arten gibt.

Der Wunderlauch stammt ursprünglich aus der kaukasischen Region und wurde ab Mitte des 19. Jhd. im damaligen Berliner Botanischen Garten kultiviert. Seitdem haben sich die Wunderlauchbestände in Berlin und auch schon Brandenburg stark ausgedehnt.

Einerseits schafft diese Pflanze ihre Verbreitung aus eigener Kraft, denn ein Exemplar kann in einer Vegetationszeit bis zu 20 Brutzwiebeln bilden. Andererseits hatte gewiss auch der Mensch seine Hand im Spiel, wollte er doch das schmackhafte Kraut in seiner Nähe haben, um in kargen Zeiten seine Speisen aufzuwerten.

Bereits ab Mitte März bildet der Wunderlauch ausgedehnte Teppiche mit zwiebel-, leicht knoblauchartigem Duft. Seine lanzettlich aussehenden Blätter haben ein saftiges Grün.

Die Mittelrippe des Blattes wölbt sich auf der Oberseite gut sicht- und fühlbar und ist somit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu Blättern von Schneeglöckchen oder der giftigen Herbstzeitlose.

Ab April bildet der Wunderlauch auf einem 3-kantigen Stängel seine blassgelben Brutzwiebeln mit teilweise weißen, zarten Glöckchen.

Dieser doch recht seltsam aussehende Blütenstand war für diese Pflanze namensgebend.

Spätestens im Juni ist die ganze Pracht vorbei – die vorher saftig grünen Blätter liegen gelb am Boden und sind bald nicht mehr zu sehen. Die Brutzwiebeln verharren bis zum nächsten Frühjahr im bzw. auf dem Boden und verhelfen dem Wunderlauch weitere Flächen im Wald zu erobern.

Wunderlauch ist ebenso wie der bekanntere Bärlauch eine Bereicherung in der Wildkräuterküche, denn auch er verfügt er über entschlackende und blutreinigende Inhaltsstoffe, die gern für eine Frühjahrskur genutzt werden. Und als „Lauch ohne Hauch“ ist er sogar verträglicher und für die „Umwelt weniger belastend“ als die viel gepriesene Knolle Knoblauch.


Empfohlene – weil schon oft ausprobierte – Rezepte der Waldschule Plänterwald:

Erntetipp: Ein Bündel Wunderlauchblätter umfassen und mit der Schere weit unten abschneiden. Das Erntegut in ein Körbchen legen.

Beim nächsten Schnitt aufpassen, dass die Blätter dann in die gleiche Richtung wie zuvor abgelegt werden.

Das erleichtert die weitere Verarbeitung ungemein, denn nach dem Waschen und Trocknen können die Blätter in kleinen Bündeln weiterhin mit der Schere geschnitten werden.

Hier also die Rezepte…

Wunderlauch-Zitronen-Butter
eine Handvoll Wunderlauchblätter
250 g zimmerwarme Butter,
Saft und Schale vor ½ unbehandelten Zitrone,
Salz

So geht’s: Wunderlauch gut abbrausen, gut trocken tupfen und sehr fein schneiden. Die Butter mit Wunderlauch und Zitronensaft und -schale verrühren, mit Salz würzen.

(Das kleine Wildkräuter-Kochbuch, A. Kösslinger; S.Reiter)


Wunderlauch-Remoulade
ca.30 g Wunderlauch
50 g Salatcreme
100 g Radieschen
150 g Joghurt
1Gewürzgurke
½ EL Gurkenwasser
Salz, Pfeffer, Zucker

So geht’s: Gesäuberten Wunderlauch in feine Streifen schneiden, Radieschen und Gewürzgurke in feine Stifte hobeln. Alle Zutaten miteinander mischen. Aus dem Joghurt, der Salatcreme und dem Gurkenwasser eine Soße rühren und mit Salz, Pfeffer, Zucker würzen.

Die Soße in die übrigen Zutaten geben und gut vermischen. Wunderlauch-Remoulade schmeckt gut gekühlt zu Pellkartoffeln und zu Kurzgebratenem bzw. Gegrilltem.

(Birte Böhnisch – http://www.habondia.de)


Wunderlauchöl
150 g Wunderlauch
750 ml Olivenöl (extra vergine)

So geht’s: Den gesäuberten und gut getrockneten Wunderlauch in Streifen schneiden und in eine dunkle Literflasche geben. Mit Olivenöl auffüllen und ca. 3 Wochen bei Zimmertemperatur möglichst lichtgeschützt stehen lassen. Abseihen und in kleine Flaschen füllen. Das Wunderlauchöl ist bis zu 10 Monate haltbar.

(Das kleine Wildkräuter-Kochbuch, A. Kösslinger; S. Reiter)


Noch ein paar spannende Links:

Infos über und weitere Rezepte mit Wunderlauch
(Link zu kostbarenatur.net)

Wenn es im Wald nach Knoblauch riecht…
(Link zur Seite des NABU)

Achtung, giftige Doppelgänger!
Bärlauch von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen unterscheiden
(Link zum Plantura Magazin)

Weitere leckere Rezepte mit Wunderlauch
(Link zu smarticular.net)

Amphibienschutz an der Havelchaussee

AMPHIBIENSCHUTZ AN DER HAVELCHAUSSEE

Was sind Amphibien?

Kröten, Frösche und Molche haben eine „amphibische“ Lebensweise: Sie verbringen einen Teil ihres Lebens an Land, brauchen aber ein Gewässer zur Fortpflanzung.

Die Eier werden unter Wasser abgelegt und auch dort befruchtet. Je nach Art werden die Eier als Laichballen (Frösche), Laichschnüre (z.B. Erdkröten) oder einzeln (z.B. Teichmolche) zwischen oder an den Wasserpflanzen abgelegt.

Aus dem Laich entwickeln sich bei allen Arten Kaulquappen. Wenn sich die Beine entwickelt haben, verlassen viele Tiere das Gewässer wieder. Zur Entwicklung der Kaulquappen seht euch gerne diesen Film an: Sendung: ÜberLeben in zwei Welten – Froschlurche – Planet Schule – Schulfernsehen multimedial des SWR und des WDR (planet-schule.de)

Ein Erdkrötenpaar: das kleinere Männchen klammert sich an das Weibchen

Warum brauchen wir Zäune für Kröten, Frösche und Molche?

Teichmolche

Den Winter verbringen die Tiere geschützt, meist im Boden vergraben. Nur wenige Arten können am Boden der Gewässer überwintern.

Dazu zählen Teichfrösche, sie bleiben immer in unmittelbarer Nähe ihres Gewässers. Grasfrösche kennen viele aus der Kindheit auf Wiesen oder in Wäldern, Moorfrösche machen ihrem Namen Ehre und sind in der Nähe von Mooren anzutreffen. Erdkröten sind so manchem Gärtner in der Erde begegnet. Teichmolche werden schon mal mit Eidechsen verwechselt, wenn sie das Wasser verlassen.

Die einzelnen Arten haben ganz verschiedene Lebensräume, die sich oft für Sommer und Winter unterschieden.

Am Amphibienschutzzaun an der Havelchaussee gibt es viele Erdkröten und Teichmolche. Hier ein Steckbrief für diese Arten.
Steckbriefe zu allen in Berlin vorkommenden Arten gibt es bei der Stiftung Naturschutz.

Die amphibische Lebensweise bewirkt, dass die Tiere zur Paarungszeit ihr Winterquartier verlassen und den Paarungsort aufsuchen müssen.

Mit den steigenden Temperaturen kommen sie im Frühjahr aus der Kältestarre heraus und haben alle ein Ziel: sie wandern zu den Laichgewässen, in denen sie sich entwickelt haben.

Dort findet die Paarung statt, begleitet von einem wahren „Froschkonzert“. Jede Art hat nicht nur ihre eigene Stimme, sondern auch eigene Ansprüche an den Lebensraum sowie Zeit- und Temperaturfenster für die Wanderung.

Viele stoßen bei der Wanderung auf ein von uns Menschen errichtetes Hindernis: Auch wir mögen den Aufenthalt an Gewässern und haben Straßen gebaut, die nun zum Problem für die Amphibien werden: wenn die Straßen die Lebensräume der Tiere voneinander trennen, müssen sie auf dem Weg zum Laichgewässer überquert werden. Das ist für die Tiere oft ein unüberwindbares Hindernis. Die Gefahr, dabei überfahren zu werden ist groß, weil die Tiere den Asphalt nur langsam überqueren. Schon ein Verkehr von wenigen Autos in der Stunde endet für viele Tiere tödlich.

Eine Erdkröte

Wie hilft der Zaun?

Die Tiere überqueren die Straße in jedem Jahr an den gleichen Stellen. Dort stellen wir einen Zaun aus einer Plastikplane auf, um das zu verhindern. Der Zaun wird immer im Frühjahr nach dem Frost aufgestellt und wieder abgebaut, wenn die Laichsaison beendet ist.

Am Zaun gibt es Fallen, darin bieten wir den Tieren mit Moos und Blättern ein wohnliches Umfeld. An jedem Morgen tragen helfende Hände die gefangenen Tiere sicher über die Straße, damit sie ihren Weg zum Wasser fortsetzen können. Wenn der Zaun aufgebaut ist, müssen alle Fallen täglich morgens früh kontrolliert werden, egal bei welchem Wetter.

Das Schauspiel dauert in diesem Jahr sicher bis nach Ostern, denn noch sind die Nächte kalt. Amphibien können aber nicht wie wir ihr Blut aufwärmen. Sie brauchen etwas wärmere Temperaturen.

Bei Kröten sind das nachts etwa 5 Grad, die Teichmolche vertragen etwas niedrigere Temperaturen, aber keinen Bodenfrost. Dann warten sie noch mit dem Wandern und es kann sein, dass sehr viele Tier gleichzeitig loslaufen, wenn es warm wird. Das Phänomen ist bekannt als „Krötenwanderung“.

Freiwillige beim Zaunbau
und beim Kontrollieren der Fallen

Das letzte Stück Weg zum Wasser müssen alle Tiere alleine gehen. Für die Teichmolche ist das besonders wichtig: Sie verwandeln ihr Aussehen: Am Rücken wächst ein Zackensaum, wenn sie ins Wasser gehen. In dieser Wassertracht sehen sie aus wie kleine Drachen und können gut schwimmen.

Haben die Tiere noch andere Probleme?

Ein Teichmolch

Mit der zunehmenden Trockenheit in unseren Wäldern trocknen kleinere Laichgewässer aus. Bei den vorhandenen Wasserflächen sind die Uferbereiche nicht immer so gestaltet, dass sie von den Amphibien genutzt werden können.

Darüber hinaus gibt es Fraßfeinde, die den Amphibien zusetzen. So ist unter Krötenfreunden z.B. der Waschbär nicht gerne gesehen, denn er lauert seinem Futter am Wasser, im Wald und eben auch an den Fallen auf.

Auch Lebensräume für den Sommer und den Winter werden immer knapper, so dass es immer weniger Amphibien gibt. Einen Überblick darüber gibt es bei der Koordinierungsstelle Fauna der Naturschutzstiftung Berlin.

Kann man sich das mal angucken?

Seit 2001 werden an der Berliner Havelchaussee im Grunewald in jedem Frühjahr Plastikplanen und Fallen aufgestellt. Bei einem Spaziergang sind sie nicht zu übersehen. In Jahren ohne Kontaktbeschränkungen können dort Führungen zur Zaunkontrolle organisiert werden, das ist in diesem Jahr leider nicht möglich.

Es ist sehr wichtig, dass niemand Tiere ohne Absprache mit dem Ökowerk entnimmt. Vor dem Freilassen auf der anderen Straßenseite werden Art und Alter der Tiere bestimmt und die Anzahl gezählt. Die Daten werden in jedem Jahr für das Bezirksamt erfasst und in eine Schutzzaundatenbank eingetragen. Wer sich für die Ergebnisse interessiert, kann hier den Bericht des letzten Jahres aus dem Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. lesen.

Beim Leeren der Fallen werden die Tiere bestimmt und gezählt

Danksagung

Möglich sind der Aufbau und die Betreuung des Zaunes nur, weil es viele helfende Hände gibt. Vielen Dank an dieser Stelle für alle, die auch in diesem Jahr wieder dabei sind! Weitere helfende Hände sind immer willkommen, Infos gibt es unter info@oekowerk.de.


Dieser Artikel wurde von Dr. Karin Drong, welche im Ökowerk e.V. arbeitet, geschrieben.
Dort ist sie für die Organisation und inhaltliche Gestaltung der Umweltbildung zuständig. Karin Drong und Antonius Gockel-Böhner koordinieren den Aufbau und die Kontrolle des Amphibienschutzzaunes entlang der Havelchaussee.

Einen Baum umarmen

EINEN BAUM UMARMEN

„Can’t hug a person? Hug a tree!“

Neues Jahr – alte Regeln

Wieder mal lautet die Devise: Kontaktbeschränkung und Abstandhalten sind die Zeichen der Fürsorge und Solidarität! Wieder mal sind die Möglichkeiten, unseren Bedürfnissen nach Nähe und Anlehnung zu entsprechen, sehr eingeschränkt. Und wieder mal bietet uns der Wald, der Park oder die benachbarte Grünanlage die einzige Ablenkung aus dem anstrengenden Alltag und ausreichend Raum für kleine Verschnaufpausen, ausgedehnte Spaziergänge und/oder sportliche Betätigung.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist das Bedürfnis nach häuslicher und menschlicher Wärme besonders ausgeprägt. Letzteres ist aber unter den derzeitigen Umständen kaum möglich. Deshalb möchten wir nochmal den Vorschlag der isländischen Forstbehörde aus dem letzten Frühjahr aufgreifen und Sie anregen, einen Baum in Ihrer Umgebung als einen Ort der besonderen Begegnung auszuwählen.


Bereits für unsere Vorfahren war der Baum ein Symbol der Stärke und Hoffnung und genau diese Attribute sind momentan für viele besonders wichtig, um diese herausfordernde Zeit meistern zu können. Daher möchten wir Sie hiermit ermutigen, sich einem Baum zu nähern, dort zu verharren, sich an ihn anzulehnen, an ihm aufzuschauen, ihn zu berühren, zu umarmen oder oder oder
Machen Sie Ihre Baumbegegnung zu einem besonderen Moment, aus dem Sie dann entspannt und gestärkt in den Alltag zurückkehren können!

…. und wer vom Bäume umarmen gar nicht genug bekommen kann und Wettbewerbe mag, kann seine Umarmfähigkeiten auch bei der World Treehugging Championship im August 2021in Finnland unter Beweis stellen.

So schön kann’s sein:

HIER DER BEITRAG VOM APRIL 2020:

Baumgesichter

Baumgesichter
oder
Eine ungewöhnliche Begegnung mit Bäumen

Bereits im ersten Lockdown waren die Kulturschaffenden zum Nichtstun verdammt.  Ihr Elan, ihre Kreativität und Phantasie waren ausgebremst worden und deshalb suchten viele die erwachende Natur als Ausgleich und Inspirationsquelle.

Spencer guckt in die Luft…

So kam es im letzten Frühjahr zu folgender Begegnung:

Zwei Ensemblemitglieder des Theaters Pforzheim trafen sich im Stadtpark.
Der Eine ging auf sehr ungewöhnliche Art von Baum zu Baum, darauf meinte der Andere: „Hey Spencer, heißt deine nächste Hauptrolle Hans, guck in die Luft?“ Die Antwort kam prompt: „Schön wär’s! Nee, ich kann hier ganz viele skurrile Baumwesen entdecken. Schau mal hier!“

Sein Kollege folgte dieser Einladung und seitdem kann man im Stadtpark des Öfteren zwei Männer beobachten, die ihre Blicke gen Himmel richteten und somit so manche originelle Baumbegegnung hatten.

…und entdeckt Baumgesichter

Besagter Spencer frönt seinem Hobby schon seit Jahren und veröffentlicht seine „Baumgesichter“ auf der homepage: www.spencermason.de

Hier können Sie auch etwas über seine Person, Motivation und Arbeitsweise erfahren.

Folgendes haben wir von seiner Website entnommen:

VIVIEN SIGMUND ÜBER SPENCER MASONS BAUMGESICHTER

„Manchmal schaut man eine Fotografie von Spencer Mason an und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Da starrt man auf ein Blättergewirr, das sich fröhlich auf der Bildfläche ausbreitet, ungezähmt, nur seiner eigenen Ordnung gehorchend,…
…Und endlich… macht es klick und wie bei einem Vexierbild starrt man gebannt in ein Gesicht, das sich aus dem Wirrwarr herauskristallisiert hat.

Da formieren sich Blüten oder Blätter zu Augen, Zweigchen zeichnen eine feine Nasenlinie nach, Gestrüpp sprießt mit einem Mal auf Köpfen, Astgäbelchen konturieren Wangenknochen.
Ganz unprätentiös nennt Spencer Mason seine Fotografien denn auch „Baumgesichter“ und vage fühlt man sich an das Mondgesichtprinzip erinnert: Punkt, Punkt, Komma, Strich…
…Es gibt Alte und Junge, Große und Kleine, Comicartige und Abstrahierte, Picassos und Piktogramme, Zarte und Kräftige, Deutliche und Versteckte…

…Der Blick nach oben vermag es, ganz gegenläufig den smartphonegegängelten Bürger zu erden, herunterzuholen aus der atemlosen Hektik des Alltags. Vielleicht beantwortet das, zusammen mit der Tatsache, dass Mason über 700.000 Bilder pro Jahr schießt, die Frage, ob Spencer Mason je nach unten blickt beim Laufen. Er tut es nicht. Er hat sogar Plastiküberzieher für seine Schuhe in der Fototasche, um nicht auf die allzu profanen Hundehaufen achten zu müssen. Denn die können einen auch herunterholen. Auf den Boden der Tatsachen allerdings nur…“


Wir möchten Sie hiermit anregen, auf dem nächsten Spaziergang durch den Park oder Wald Ihren Blick zu schärfen und den Blickwinkel zu ändern, um somit mal ganz andere Eindrücke erhalten zu können.

Solch ein Perspektivwechsel tut in jedem Falle gut, so lenkt er vom Alltag ab, regt die Phantasie an und verleitet zum Austausch mit anderen. Ganz gewiss kann er aber ein Lächeln ins Gesicht zaubern, das ist zwar in der Zeit der Masken nicht immer sichtbar, aber besonders wohltuend…


Spencer Mason

Pilze – Wer oder Was seid ihr eigentlich?

Pilze – Wer oder Was seid ihr eigentlich?

Ein eigenes Reich

Was haben Ochsenzunge, Schweinsohr und Ziegenbart gemeinsam? Keine Ahnung?

Diese skurrilen Namen beschreiben oft bizarre Formen und Farben von wundersamen Organismen, die allgegenwärtig unter uns sind. Zugegeben sind Frauentäubling und Austernseitling vielen unter uns bekannter und spätestens bei Maronen, Pfifferlingen und Champignons lüftet sich der Schleier.

Willkommen im Reich der Pilze! Ein eigenes Reich? Ja, und das vollkommen zurecht! Lange genug waren Pilze im Reich der Pflanzen eingegliedert, da sie wie Farne auch Sporen für ihre Vermehrung nutzen. Jedoch fehlt Pilzen das Blattgrün und so können sie keine Photosynthese betreiben. Sie müssen also fressen!

Aufgrund ihrer Ernährungsweise stehen sie den Tieren also viel näher und neueste DNA-Forschungen bestätigen dies.

Pilze – ein eigenes Rech (von Rita Lüder)

Was wir manchmal bei einem Waldspaziergang an der Oberfläche entdecken können, sind nur die Früchte eines weitaus größeren Lebewesens. Der eigentliche Pilz lebt die meiste Zeit für unsere Augen versteckt im dunklen Untergrund oder in den verschiedensten Substraten.

Myzel an Holz und Laub

Auf der Suche nach Nahrung wächst das vernetzte spinnenwebenartige weiße Geflecht (Myzel), welches den eigentlichen Pilz bildet, stetig weiter, teils bis zu gigantischen Ausmaßen. Wie zum Beispiel im Bundesstaat Oregon. Im Malheur National Forest ist der dunkle Hallimasch mit einem Alter von ca. 2400 Jahren und einer Ausdehnung von 9 km² das größte Lebewesen der Erde.

Pilze besitzen im Gegensatz zu Tieren keine Zellmembran, sondern eine hauchdünne aber feste Zellwand. Der komplexe Stoff Chitin, aus dem auch Insektenpanzer bestehen, verstärkt diese. Innerhalb einer jeden Zelle finden sich zwei haploide Zellkerne, also Zellkerne mit je einem einfachen Chromosomensatz. Ganz schön eigen oder?

Recyclingspezialisten, Feinschmecker, Mediziner und Ingenieure

Ein harter Auftrag? Kein Problem für die Zersetzerpilze (Saprobionten), denn sie sind für alles gerüstet.

So hat jeder eine andere Vorliebe. Tote Pflanzen, Früchte, Samen, Insekten, ja sogar Säugetiere und deren Hinterlassenschaften. In der Natur findet alles einen Abnehmer!

Dabei zerlegen Pilze unterschiedliche komplexe organische Verbindungen mit Hilfe von Säuren und Enzymen die sie über hauchdünne Zellfäden (Hyphen) absondern. Die Nahrung wird äußerlich vorverdaut und dann durch Osmose zu sich genommen. Dabei entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser. Mit den gewonnenen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten bauen sie ihren Körper auf und wachsen weiter und weiter.

Holzzersetzer zaubern dabei verschiedene Farben ins Holz und manche von ihnen spalten neben Cellulose sogar den komplexen Stoff Lignin.

Kreislauf des Lebens (von Rita Lüder)

Vor etwa 360 Millionen Jahren lagerte sich dieser Stoff in der pflanzlichen Zellwand ein und bewirkte dadurch ein Verholzen der Zelle, was wiederum zu Druck und Standfestigkeit führte. Damit waren Pflanzen zum ersten Mal in der Evolution befähigt, in die Höhe zu wachsen.

Und wenn sie einmal fallen, dann räumt ja zum Glück jemand auf! Da Pilze alles Organische verwerten und in seine Bestandteile zerlegen können, schaffen sie optimale Bedingungen für neues Leben. Sie ernähren andere Mitglieder des Ökosystems und sind somit ein unersetzbares Bindeglied im ewigen Stoffkreislauf.

Ihr Appetit auf allerlei Organisches wird im professionellen Pilzanbau sehr geschätzt und sie bereichern unsere Speisekarte: Während Austernseitlinge auf Stroh und Holzschnipseln gut gedeihen, fühlen sich Kultur-Champignons in Pferdemist besonders wohl.

Aber auch Heil- und Medizinalpilze wie Shitake, Reishi und viele andere werden auf verschiedenen Substraten angebaut und können unser Immunsystem stärken und Heilungsprozesse unterstützen. Durch ihre chemisch komplexen und hochwirksamen Verbindungen werden Heilpilze beispielsweise begleitend bei Krebstherapien eingesetzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind sie seit Jahrtausenden hoch geschätzt.

Austernseitlinge auf Stroh

Auch in unseren Breiten lassen sich hervorragende Heilpilze unter den Zersetzern finden. Während der Birkenporling bei Magen-Darm-Beschwerden Linderung verschafft, stärkt die Schmetterlingstramete das natürliche Immunsystem, indem sie die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöht.

Da Pilze wahre Recyclingspezialisten sind, werden sie von Wissenschaftlern außerdem im Rahmen der biologischen Sanierung angewandt. Kontaminierte Böden oder Gewässer können nach Umweltkatastrophen durch Pilze bereinigt werden, indem sie giftige Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) zu unschädlichen Substanzen abbauen.

„Parasiten“ oder Wächter des Ökosystems?

Hallimasch

Bestimmte Pilze gefährden aber auch das Leben ihrer Wirtsbäume. So sind beispielsweise für viele der Zunderschwamm oder der Hallimasch gefürchtete Pilze, da sie in und an lebenden Bäumen wachsen und diese zersetzen.

In der Natur spielen sogenannten „Parasiten“ eine wichtige Rolle in der Regulation von Ökosystemen. Nicht angepasste und/oder durch Umwelteinflüsse geschädigte Individuen werden mit Hilfe diese Pilze aus dem Ökosystem entfernt. So sehen wir manche Saprobionten oft missverständlich als parasitär an.

Denn sie nützen andere Lebewesen, da ein in im Zerfall stehender Baum letztendlich mehr Lebewesen Nahrung sowie ein Zuhause bietet als ein vitaler.

Wir Menschen nehmen die Rolle von Zunderschwamm und Hallimasch aus der ökonomischen Perspektive oft ganz anders wahr. Jährlich entstehen in der Forst- und Landwirtschaft Milliardenschäden durch pathogene Pilze.

Jedoch sollten wir immer im Auge behalten, dass sich die sogenannten „Krankheitserreger“ vor allem in solchen Systemen ausbreiten, welche sich im Ungleichgewicht befinden und nicht an den jeweiligen Standort angepasst sind.

Hier können Pilze ein natürliches Gleichgewicht wiederherstellen und sind unbestreitbar die Grundlage für neues Leben. Der gefürchtete Hallimasch im Malheur National Forest in Oregon verrichtet vielleicht einfach nur seine Aufgabe?

Letztendlich bieten diese Pilze auch eine neue Chance für die Entwicklung eines intakten Ökosystem, indem sich Pflanzengesellschaften ansiedeln, welche mit den Standortbedingungen besser zurechtkommen

Zunderschwamm an Birke

Innige Partnerschaft

Eine weitere Gruppe von Pilzen hat sich eine andere Taktik überlegt, um an den lebenswichtigen Zucker zu kommen. Sie besitzen zwar auch Enzyme und Säuren, mit denen sie Organisches zerlegen können, bauen aber zusätzlich auf einen starken Pflanzenpartner.

Dabei verbindet sich das unterirdische Fadengeflecht mit den Feinwurzeln der Bäume. Ungefähr 90 % aller Pflanzen sind im wahrsten Sinne des Wortes vernetzt und profitieren von dieser Symbiose, der sogenannten Mykorrhiza (altgr. mýkēs, Pilz und rhiza, Wurzel).

Dies ist keine neue Überlebensstrategie. Bereits vor 460 Millionen Jahren gingen Pilze mit den ersten Landpflanzen eine innige Beziehung ein. So fand man in fossilisierten Wurzeln von Bärlappgewächsen und auch in der Gattung der Urfarne erste gesicherte Beweise einer Mykorrhiza. Somit hat diese symbiotische Beziehung den Landgang der ersten Pflanzen wohl überhaupt möglich gemacht.

Mykorrhiza – Partnerschaft zwischen Baumwurzel und Pilz (von Rita Lüder)

Um den richtigen Lebenspartner ausfindig zu machen und Heiratsschwindler auszuschließen, kommunizieren die beiden Partner vorab durch den Austausch von Hormonen und besonderen Molekülen. Stimmt alles, treffen beide Partner wichtige Vorbereitungen und es kommt zur einvernehmlichen Vereinigung.

Dabei unterscheidet man zwei Arten. In mitteleuropäischen Wäldern ist die häufigste Form die  Ektomykorrhiza. Dabei umschlingt das Hyphengeflecht die Feinwurzeln der Bäume mantelartig und verzweigt sich zusätzlich zwischen den Wurzelzellen der Rinde. Noch inniger geht es bei der Endomykorrhiza zu. Hierbei darf die hauchdünne Pilzhyphe sogar bis in die Wurzelzellen hineinwachsen und bildet bäumchenartige Strukturen aus.

Das Tauschgeschäft

Doch was für Vorteile ziehen die beiden Partner aus der innigen Beziehung?

Indem Pilze mit ihren feinen Hyphen bis in die kleinsten Poren des Erdreichs vordringen, vergrößern sie die potentielle Wurzeloberfläche ihres Partners um das Vielfache. Das lebenswichtige Nass und die begehrten Nährstoffe übergeben sie dann ihrem Pflanzenpartner. Symbiotische Pilze unterstützen also das Wachstum ihrer Partner durch eine gute Versorgung, was sich wiederum auf deren Gesundheit positiv auswirkt und das Immunsystem stärkt.

Zudem bildet der Pilz eine Art Barriere vor vielen Krankheiten und kann sogar schädliche Stoffe wie Schwermetalle oder andere Umweltgifte herausfiltern. Ganz schönes Komplettpaket, oder?

So beträchtliche Dienstleistungen wollen natürlich gut honoriert werden. Bis zu 25 Prozent der produzierten Glukose erhält der Pilz für seine Bemühungen. Energie, die der Pilz für seinen Stoffwechsel und Zellaufbau gut gebrauchen kann.

Auf diesen attraktiven Tauschhandel gehen übrigens etwa ein Drittel der 6000 Großpilze in Deutschland ein. Alle Röhrenpilze, wie zum Beispiel Steinpilze oder Maronen, und viele essbare als auch giftige Blätterpilze (Fliegenpilze, Knollenblätterpilze) pflegen so eine Partnerschaft.

Vor allem Nadelbäume auf nährstoffarmen Standorten freuen sich über einen innigen Austausch. Wie herrlich, Zusammenleben kann so schön sein!

Ein bisschen Abwechslung in der Beziehung darf es übrigens auch geben, denn oft besitzt ein Baum gleich mehrere Pilzpartner!

Mykorrhiza – Pflanzen und ihre Pilzpartner
(von Rita Lüder)

Mehr als nur Wachsen

Der Waldboden unter unseren Füßen ist dadurch von kilometerlangen Myzelfäden durchzogen und bildet ein gigantisches unterirdisches Netzwerk. In harten trockenen Zeiten darf das Nährstoffreservoir auch mal angezapft werden und junge wie auch alte Bäume werden darüber mitversorgt, innerartlich als auch unter verschiedenen Baumarten.

Das Hyphengeflecht ist aber keineswegs nur ein reiner Umschlagplatz für Nährstoffe. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass neben Nährstoffen auch Nachrichten ausgetauscht werden. Bei Insektenangriffen verschicken Bäume über das Netzwerk chemische Botenstoffe. So werden andere Individuen in weniger als 6 Stunden informiert und können ihre Verteidigungsstrategien vorbereiten. Ein Grund mehr einen verlässlichen Pilzpartner auf seiner Seite zu haben.

Dieses Netzwerk ist heutzutage vielen von uns unter dem Namen „Wood Wide Web“ bekannt und der weltweit anerkannt Mykologe Paul Stamets spricht sogar vom „neurologischen Netzwerk der Natur“.

Pilze reagieren sehr empfindlich auf Bodenverdichtung, Stickstoffeinträge, Versauerung und Umweltgifte. Diese Umwelteinflüsse beeinträchtigen das Wachstum der Pilze und dadurch auch die der Bäume bzw. des ganzen Waldes.

Eines ist klar: Ohne Pilze wäre ein Überleben auf unserem Planeten nicht möglich gewesen. Sie spielten in der Evolution des Planeten und unserer Menschheitsgeschichte eine große Bedeutung und werden auch in Zukunft wichtige Helfer für uns sein. Umso wichtiger ist ein respektvoller und achtsamer Umgang mit diesen geheimnisvollen Kreaturen.


Vielen lieben Dank an Rita Lüder für die Bereitstellung ihrer wunderbaren Illustrationen und die vielen tollen Bücher von Rita und Frank Lüder, zu Pilzen und anderen Themen, mit welchen wir so gern arbeiten.


Andere Beiträge zum Thema Pilze

„Die Stinkmorchel- der Pilz des Jahres 2020“, „Wilma Wusel entdeckt das Reich der Pilze“ und Podcast: „Tolle Früchtchen“


Quellen


Internet:


https://www.dgfm-ev.de/infothek/lebensweisen-der-pilze
https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-undwaldpflanzen/pflanzenoekologie/mykorrhiza
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/mykorrhiza/7904
https://www.spektrum.de/news/die-vernetzte-welt-der-pflanzen/1598658


Bücher:

Robert Hofrichter; 2017; „Die geheimnisvolle Welt der Pilze“
Paul Stamets; 2005; „Mycelium Running“


Video:

Im Königreich der Pilze: https://www.youtube.com/watch?v=tH7U-Nbxg0s

Die Stinkmorchel – Der Pilz des Jahres

Igitt! Was riecht hier so?
Die Stinkmorchel – Pilz des Jahres 2020

Immer der Nase nach…

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es im Wald manchmal ganz schön stinkt?

So richtig doll und irgendwie nach totem Tier?

Wenn ich diesen seltsamen und etwas ekligen Geruch wahrnehme, mache ich mich am liebsten sofort auf die Suche…..

Wo kommt der Wind her, der mir diesen Geruch zuträgt? Vorsichtig – damit ich nichts zertrete – schleiche ich mich in diese Richtung und – aha! – da steht sie auch schon in voller Pracht: die Stinkmorchel!

Und ich muss feststellen: andere waren viel schneller als ich. Schnecke, Fliegen, Mist- und andere Käfer sind bereits kräftig am Futtern.

Tierischer Transport

Die Fliegen – das sehe ich – mögen am liebsten diese komische grüne Glibberschicht, mit der das glockenförmige Hütchen bedeckt ist. Und genau das beabsichigt die stinkende Morchel!

Diese übelriechende, grüne Masse beinhaltet nämlich die Sporen des Pilzes, die durch aasliebende Insekten wie diese Fliege weit verbreitet werden. Irgendwoanders wächst aus diesen Sporen im Boden ein neues Geflecht von „Pilzmycel“ oder „Pilzwürzelchen“ heran. Und daraus entsteht bei günstigen Bedingungen vielleicht wieder eine neue Stinkmorchel…

Bei den meisten Pilzen sorgt der Wind für die Verbreitung der Sporen.

Die Stinkmorchel hat da ihre eigene Strategie entwickelt. Funktioniert offensichtlich ganz prima.

Hexeneier

Aber eigentlich suche ich noch etwas anderes! Und tatsächlich: nahe dem fertigen Pilz sind Laub und Moos auffällig aufgewölbt und es schimmert etwas Weisses durch. Vorsichtig grabe ich es aus, das HEXENEI!

Es ist ungefähr so groß wie ein grosses Hühnerei. Gleich einen halben Meter weiter finde ich noch eines! Das reicht mir aber auch, ich will ja den Tieren nicht ihr Essen wegnehmen.

Diese „Hexeneier“ sind die noch ganz jungen Stinkmorcheln. Und die riechen gar nicht – bestenfalls ein wenig nach frischer Erde mit einem Hauch von Rettich. Der Stiel und die grüne Sporenschicht sind in diesem Ei noch ganz fest und klein und von einer Hülle umgeben, die mich an Gelatine erinnert.

Diese Hülle schützt das empfindliche Innere vor Wasser und Luft. Denn erst wenn der Pilz schön gross ist, soll sich der typische „Duft“ an der Luft entfalten und all die sporentransportierenden Tierchen anlocken. Die Stinkmorchel wächst nämlich ganz schön schnell. Morgens noch als Ei im Boden, steht sie mittags aufgerichtet da und ist nachmittags bereits fast aufgefressen.

Nicht nur für Fliegen genießbar!

Und letzteres – nämlich das Aufessen – ist auch mein Plan.

Zuhause pelle ich die Gallertschicht sauber ab, schneide das Innere in dünne Scheiben und belege mein Butterbrot damit. Eine Prise Salz darüber – fertig ist meine Brotzeit.

Schmeckt ein bißchen nach knackigen, zarten Radieschen.

Ich finde, Hexeneier sind eine kleine Delikatesse. Man sollte sie nur ganz frisch essen und erst gar nicht in den Kühlschrank legen. Man sie auch in Scheiben schneiden und in der Pfanne braten. Auch lecker!

Die Stinkmorchel wird in der Naturheilkunde und auch der traditionellen Chinesischen Medizin als Heilpilz zur Behandlung von Gicht und Rheumatismus betrachtet. Im Volksmund nennt man sie deshalb auch „Gichtmorchel“.

Wegen Form und Geruch heißt sie manchmal „Leichenfinger“. Wächst sie auf einem Grabhügel, soll der Verstorbene seine ungesühnten Untaten mit ins Grab genommen haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. wählte die Stinkmorchel zum Pilz des Jahres 2020 – auch, um mit diesem beeindruckenden Pilz auf das Insektensterben aufmerksam zu machen!

Mit der Speisemorchel ist sie übrigens nicht verwandt, die beiden sehen sich nur entfernt ähnlich.


Spannende Links:

Naturheilpraxis.net: Stinkmorchel ist Pilz des Jahres 2020

Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V.