Wilma Wusel entdeckt eine weihnachtliche Zauberpflanze

Wilma Wusel entdeckt eine weihnachtliche Zauberpflanze

Hallo du,
der Winter ist da, juhu! Es wird gerade bitterkalt und frostig draußen, aber das hält eine Naturforscherin, wie ich es bin nicht davon ab, raus zu gehen. Mein dickes und borstiges Winterfell hält mich schön warm. Vor allem die feinen Wollhaare speichern die warme Luft an meinem Körper und helfen mir nicht auszukühlen. Ihr könnt dafür eure wetterfesten Winterjacken mit nach draußen nehmen.

Mit diesem dicken Fellmantel ausgestattet, hatte ich große Lust die Stadt zu besuchen. Ich kenne das schon von meinen Wildschweinverwandten, dass sie öfter mal den Wald verlassen, um zu schauen was in der Stadt so los ist. Sie erzählen mir immer die spannendsten Geschichten. 

Auf meinem Weg habe ich einen Fluss gefunden, der sah so einladend aus, dass ich ihm gleich gefolgt bin.

Als ich so spazierte, juckte plötzlich mein Winterfell ganz furchtbar. Ich fand zum Glück gleich eine Robinie mit ihrer dicken Rinde zum Kratzen. Als ich mich so schubberte, sah ich an ihr herunter und entdeckte Fraßspuren. Die waren riesig! Jemand hat ein großes Loch in den Baum geschnitzt? Die Rinde war ganz abgefressen und kahl an der Stelle. Jetzt wird die Robinie von einem Draht geschützt. Ich habe schon so eine Ahnung, wer das gewesen sein könnte.

Auf meinem Spaziergang habe ich auch noch andere Hinweise entdeckt!

Meine Augen folgten dem Baumstamm hoch in seine Krone. Was das für ein schöner Robinien-Kratzbaum war! Seine eiförmigen Blätter lagen schon alle verstreut am Boden. Huch, was ist denn das? Dort hängen mehrere grüne Bälle ganz oben in den Ästen? Das sieht fast aus wie grüne Weihnachtskugeln. Es ist ja auch bald Weihnachten, aber wer würde hier die Bäume schmücken? Das musste ich mir genauer anschauen.

Ich suchte den Boden ab und fand einen grünen Pflanzenzweig. Der sah genau so aus, wie das, was in der Baumkrone hing und muss bestimmt heruntergefallen sein.

Beim Näherkommen konnte ich kleine grüne Blätter erkennen. Die hingen immer zu zweit an einem gegabelten Ästchen. Die Blätter hielt ich an meine Wange und fühlte, dass sie dick wie Leder waren.

Dazwischen hingen runde kleine Beeren. Die waren durchscheinend weiß und ganz prall! Wie wunderlich, sonst werden Beeren meistens im Sommer reif, aber jetzt haben wir den kalten Winter vor uns.

Ich war einfach zu neugierig und habe die Beeren mit meiner Schnauze untersucht. Eine ist dabei zerplatzt und dann ist es passiert, ich habe einen naturgemachten Kleber entdeckt! Meine Schnauze klebte ganz fest zusammen und ich bekam meine Nasenlöcher nicht mehr auseinander. Da bin ich wohl wie ein Sprichwort sagt „auf den Leim gegangen“.

Wisst ihr woher das Sprichwort kommt? Früher wurden Vögel mit diesem klebrigen Saft gefangen. Die Menschen haben Äste mit dem Leim (Kleber) eingeschmiert. Wenn Amseln, Drosseln oder Rotkehlchen sich daraufsetzten, konnten sie nicht mehr wegfliegen. Die Menschen haben die gefangenen Vögel dann mit nach Hause genommen, um im Winter ihre gezwitscherte Musik zu hören. Vor allem die Rotkehlchen waren als „Vogelradio“ begehrt. Zum Glück ist das jetzt verboten! Wir können alle Musik der Welt mit Spotify und Youtube hören, auch das Singen der Rotkehlchen.

Misteldrossel (Pixabay)
Amsel neben der Zauberpflanze (Pixabay)
Rotkehlchen (Pixabay)

Aber die weißen Beeren sind für die Wintervögel ein großer Leckerbissen. Nicht nur die Misteldrossel frisst sie gerne, sondern auch andere kleine Vögel wie die Amseln, Spechte, Meisen, Rotkehlchen, Kleiber und ganz viele mehr. 

Kleiber (Pixabay)

Da hatte ich einen Gedankenblitz! Ich habe diese runden Blätterbälle schon einmal in einer Tür hängen sehen. Ja doch, als meine Freundin Enja das Eichhörnchen und ich darunter standen, hat sie mir einen Kuss auf die Wange gegeben (da bin ich ganz rot geworden). Sie meinte: Wer unter einem Mistelstrauch steht, der bekommt einen Kuss“. Jetzt habe ich es, das sind Misteln! 

Nun habe ich mich gefragt, wie die Misteln eigentlich in die Bäume kommen? Früher dachte man nämlich, dass Misteln vom Himmel gefallen sind und die Götter sie in die Bäume gehangen haben. Dafür gibt es bestimmt auch eine andere Erklärung.

Um das herauszufinden, habe ich mir ein tolles Buch aus der Bibliothek geholt.
Dort stand: Eine Misteldrossel frisst die Beeren und fliegt dann weite Strecken weiter.
Wenn ihr Vogel-MIST auf einen Ast trifft, entsteht dort eine neue MISTel. 

Eine Amsel macht es dafür ganz anders: Das Fruchtfleisch der Beere ist nämlich nicht nur lecker, sondern auch klebrig und schützt den erbsengroßen Samen im Herzen der Beere. Sie muss deswegen ständig ihren Schnabel putzen und schmiert den klebrigen Schleim an einem Zweig ab. Dabei werden die Samen auf dem Baum verteilt. 

Moment mal, wie können die Misteln ohne Wurzeln in der Erde leben? Um das herauszufinden, habe ich eine Mistel ganz vorsichtig am Ast abgeschnitten. Ich konnte sehen, dass aus dem Samen eine kleine Wurzel in den Ast reingewachsen ist. Die Mistel wird also vom Baum gefüttert mit Wasser und Nahrung. Davon sterben die Bäume nicht ab, aber sie werden geschwächt. Deshalb haben Mistel auch den komischen Namen „Schmarotzer„.

Jetzt ist auch das Geheimnis gelüftet:
Die Vögel bringen die grünen Mistelbälle also in die Kronen der Bäume und die Bäume halten die Misteln am Leben! 

Bei meinem Spaziergang traf ich die Mistel wirklich überall!

Eine Pflanze mit Zauberkräften

Aus den tollen Büchern habe ich auch erfahren, dass die Menschen sich früher nicht erklären konnten, wie die Misteln in den Bäumen leben konnten. Deshalb dachte man, dass sie magische Zauberkräfte haben mussten

 

Beim Wort Zauberkraft, fällt mir sofort der Zaubertrank von Asterix und Obelix ein. Die beiden Freunde konnten mit Hilfe eines Zaubersaftes übermenschliche Kräfte bekommen und sich gegen die übergroße Truppe der Römer wehren. Ihr schlauer Druide Miraculix kannte das Geheimnis und wusste, dass nur die Misteln dem Trank seine Zauberkraft verlieh. Aber nicht irgendwelche, sie mussten auf einer Eiche gefunden und mit einer goldenen Sichel geerntet werden.

Auch woanders hat man der Pflanze Zauberkräfte zugesprochen. In der dunklen Jahreszeit hingen die Menschen Mistelzweige an Dächer, Ställe und Haustüren. Dadurch sollten böse Gäste wie Geister, Hexen, Feuer und Blitzeinschläge ferngehalten werden. Liebe Gäste wurden aber besonders herzlich mit einem Kuss empfangen. 

Ich freue mich, dass man diese schöne Idee auch noch heute, zur Weihnachtszeit und im neuen Jahr, bei uns findet. Probiert es doch selber zu Hause aus, das wird bestimmt ein herzlicher Weihnachtsspaß hihi: 

Schaut in der Natur ob ihr Misteln findet, schneidet sie ab, hängt sie auf und gebt euren Liebsten
– Mama, Papa, Oma, Opa, Onkel, Tanten und vielen mehr –
einen dicken Kuss! 


Hier erfährst du noch mehr:

Misteln bei der Sendung mit der Maus

Warum man sich unter dem Mistelzweig küsst

Eine schöne Weihnachtsgeschichte mit der Mistel und der Stechpalme

Wilma Wusel pflanzt einen Baum

Wilma Wusel pflanzt einen Baum

Ich sitze unter einer schönen kleinen Buche, die vor ein paar Jahren von einem Kind gepflanzt wurde. Sicher fragt ihr euch, wieso wir in den Wald zum Bäume pflanzen gehen. Wachsen die dort nicht von alleine?

Hier ist die Erklärung: Die kleine Buche wurde in einen Kiefernreinbestand gepflanzt. Es standen auf der Fläche also nur Nadelbäume. So wie auf diesem Bild.

Doch jetzt wachsen in dem Wald viele kleine Buchen und in einiger Zeit wird es ein Wald sein, in dem Nadel- und Laubbäume gemischt stehen. So ein Mischwald bietet unterschiedliche Lebensräume und ist zum Beispiel besser gewappnet gegen Borkenkäfer oder Wetterextreme.

Ich freue mich besonders, wenn aus Eicheln oder Bucheckern kleine Laubbäume nachwachsen, aber ich helfe auch gerne ein bisschen nach, an Stellen, wo kaum Eichen oder Buchen stehen. Egal ob gekeimt oder gepflanzt, wer Bäume liebt, braucht viel Geduld!

Heute will ich euch mal erklären, wie man einen Baum pflanzt, so dass er eine gute Chance hat, groß und stark zu werden.

Wir haben letztes Jahr kleine Eichen und Buchen gekauft, die schon drei Jahre in einer Baumschule lesen und schreiben gelernt hatten. Nee, Baumschule heißt es nur. Da werden Eicheln oder Bucheckern ausgesät und nach einem Jahr in Reihen auseinandergepflanzt, das nenne man dann tatsächlich verschulen. Nach ein paar Jahren werden sie wieder ausgegraben und dort hingebracht, wo sie endgültig zu Bäumen heranwachsen sollen.

Jetzt haben wir die Pflanzen mit den bloßen Wurzeln auf unserer Pflanzfläche. Sie sind in Tüten gepackt, denn gerade die kleinen Wurzeln sind sehr empfindlich und dürfen nicht austrocknen.

Bevor wir die Bäumchen aus der Tüte nehmen dürfen, muss das Pflanzloch und alles andere perfekt vorbereitet sein. Ich zeige euch, wie es geht:

Zunächst werde ich einen guten Platz für mein Bäumchen aussuchen. Nicht zu nah einen großen Baum, denn er braucht ja Licht und Wasser.

Dann geht es los. Wir benutzen zum Pflanzen einen Pflanzspaten. Der ist sehr praktisch, denn man kann damit ein Loch aus dem Boden ausstechen. Und wenn alles gut geht, dient der Pfropfen im Spaten wieder zum Schließen des Pflanzlochs. Vor dem 1. Spatenstich schiebe ich das Laub oder was sonst den Boden bedeckt etwas zur Seite. Damit keine Blätter oder ähnliches in das Loch fallen und dadurch später Hohlräume entstehen.

Ganz wichtig ist, dass das Pflanzloch tief genug ist, denn die kleine Baumwurzel soll unten nicht geknickt werden. Sonst verbraucht der Baum die ersten Jahre viel Energie, damit alles wieder in die richtige Richtung wächst.

Als nächstes teste ich, ob das Loch passt, dafür darf das Bäumchen aus der Tüte. Wenn das Loch nicht tief genug ist, helfe ich mit der Pfote nach. Die Profis benutzen dafür natürlich den Spaten. Vom Wurzelhals bis zu Wurzelspitze muss alles gerade nach unten in das Pflanzloch reinpassen.

Wenn es passt, kommt der große Moment. Ich halte den Baum fest, so dass er gegen die Wand des Loches lehnt. Der Pflanzpfropf kann das Loch wieder schließen, die Bodenschichtung bleibt intakt.

Der kleine Baum wird so leicht zwischen der Wand des Pflanzlochs und dem Pflanzpfropf eingeklemmt. Die Wurzeln brauchen Kontakt zum Boden, damit sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen können und um besser in die neue Umgebung ein zu wachsen. Damit das klappt, wird das Bäumchen noch vorsichtig festgetreten. Dabei darf man die noch dünne Rinde auf keinen Fall verletzen.

Wichtig ist zum Abschluss noch die Zweifingerprobe. Da wird mit Daumen und Zeigefinger vorsichtig getestet, ob das Bäumchen feststeckt. Das lasse ich lieber ein Kind machen. Mit meinen Pfoten geht es nämlich schlecht.

Dann bekommt die kleine Buche noch viele gute Wünsche wie zum Beispiel: genug Wasser, genug Sonne, einen guten Platz im Kronendach. Und natürlich bekommt der Baum einen schönen Namen.

Bald geht es wieder los. Ich darf wieder mit Kindern Bäume pflanzen! Sobald Vegetationsruhe ist, das heißt, wenn die Bäume alle Blätter verloren haben und für den Winter bereit sind, wird gepflanzt!

Dieses Jahr ist die Buche ja Baum des Jahres, da werden wir viele Buchen pflanzen. Vorher wird noch ein Zaun um die Fläche gebaut, damit nicht im Winter die hungrigen Rehe alle wichtigen Knospen abfressen, denn dann wird das nichts mit der großen kräftigen Buche in 100 Jahren.

Wir pflanzen die Bäume für unsere Kinder, Enkel und Urenkel und für die Tiere, die ganze Natur und unser Klima!

Probiert doch mal eine Eichel oder Buchecker einzupflanzen. Um zu beobachten, wie ein kleiner Baum wächst, funktionieren auch Kastanien prima. Manchmal findet man sogar Eicheln, aus denen schon kleine Wurzeln herauswachsen, dann Vorsicht, dass sie nicht abbrechen. Diese Baumsamen brauchen nur Erde, Wasser und irgendwann Licht zum Wachsen. Ihr könnt das dieses Jahr super ausprobieren, denn es gibt viele Eicheln und Bucheckern.

Ach und Eicheln und Bucheckern sind ja meine absolute Lieblingsspeise, da muss ich mich immer bremsen, dass auch welche liegen bleiben um groß zu werden, aber hier ein Tipp für Euch: Rohe Eicheln enthalten viele Gerbstoffe, die könnt ihr nicht essen! Aber Bucheckern schmecken auch für Menschen sehr lecker! Nur auch da nicht zu viele roh essen!


spannende Links

Wo kommen die Samen her und wie geht es los in der Baumschule
(Link zu kinder.wdr.de)

Ein Baum wird gefällt
(Link zu wdrmaus.de)

Was wird aus dem gefällten Baum?
(Link zu wdrmaus.de)

Wie pflanze ich eine Eiche?
(Link zu kruschel-kinder.de)

Warum macht es Sinn Bäume zu Pflanzen?
(Link zu Naturdetektive.bfn.de)

Informationen für Erwachsene
(Link zu Utopia.de)

Hier könnt ihr bei richtigen Pflanzeinsätzen mitmachen
(Link zu berwaldprojekt.de)


Detektivblatt „ein Wald beginnt“

Wilma Wusel entdeckt Spinnen

Wilma Wusel entdeckt Spinnen

Hallo du,
der Herbst beginnt!!! Und wenn ein Herbstanfang schöne sonnige Tage hat, dann nennt man ihn auch Altweibersommer. Das hast du sicher schon einmal gehört. Aber wieso heißt er so?

An sonnigen Tagen kannst du jetzt nämlich viele weiße Fäden zwischen den Pflanzen entdecken und diese erinnern angeblich an die weißen Haare von alten Frauen. Hihi – eine schöne Vorstellung: Alte Frauen kämmen sich, säubern dann ihre Bürsten und lassen ihre langen weißen Haare vom Winde verwehen…

Aber in Wirklichkeit sind ja Spinnen für den zarten Zauber verantwortlich. Denn zum Herbstanfang spannen besonders viele Spinnen ihre Netze. Ihre Spinnfäden schweben dann in der Luft oder sind an Gräsern und Büschen zu sehen.


Erst neulich habe ich ein schönes Netz einer Spinne entdecken können: Wow, das sah im Morgenlicht besonders schön aus!!

Solche kleinen Tiere können solche wunderbaren Gebilde zustande bringen. Wie machen die das bloß??? Und verheddern sie sich nicht mit ihren acht Beinen?

Zu Hause fand ich eine super Erklärung für meine Frage.

Später entdeckte ich noch andere Spinnennetze, die gar nicht rund waren. Das Gespinst von einigen war fast so dicht wie Stoff…

Aha, es gibt also verschiedene Netzformen bei den Spinnen! Und die Art ihrer Netze ist namensgebend für die verschiedenen Spinnengruppen. Es gibt z.B. Winkelspinnen, Baldachinspinnen, Radnetzspinnen und Dreiecksspinnen.


Na, erkennst du welche Netze von welcher Spinnengruppe gebaut wurde?


Nun hatte ich aber auch von Wolfsspinnen gehört.

Bauen die etwa keine Fangnetze? Jagen die ihre Beute am Boden? Und wenn ja, verfolgen sie die wie Wölfe?

Ich machte mich also auf die Suche nach diesen Bodenspinnen. So richtig Glück hatte ich leider nicht. Ich entdeckte zwar eine kleine Spinne, die im Laub winzig kleine Netze webte, und auch einen langbeinigen Weberknecht – doch eine Wolfsspinne fand ich nicht.


Deshalb baute ich eine Bodenfalle. Ich buddelte ein Loch für eine Schale. Dann klopfte ich die Erde am Rand der Schale fest und achtete darauf, dass der Schalenrand direkt mit dem Boden abschließt. Eine Abdeckung sollte vor Regen schützen. Am nächsten Tag schaute ich nach und …
… war enttäuscht ☹. Es waren zwar einige Krabbeltiere in meine Falle gegangen, jedoch keine Wolfsspinne. Als ich die kleinen Tierchen freiließ, entdeckte ich, dass unter ihnen auch eine winzige Spinne war. Nach meinem Fangversuch beseitigte ich meine Bodenfalle und gestaltete alles wieder so, wie ich es vorgefunden hatte. Denn das ist wichtig, schließlich war es ja eine TierFALLE.


Nun gut, dann musste mir eben ein Spinnenbuch weiterhelfen. Ich las tolle Dinge über die Wolfsspinne. Es gibt ganz viele Arten von Wolfsspinnen. Sie jagen anderen Bodentiere mit ihren langen Beinen hinterher, springen diese dann an und töten sie mit einem Giftbiss. Ist doch so ähnlich wie bei Wölfen, oder?

Ich erfuhr aber auch noch andere interessante Dinge über Spinnen:

Wusstest du, dass Weberknechte ihre Beine abstoßen können, um ihre Fressfeinde zu irritieren?

Wusstest du, dass Spinnenfäden stärker als Stahl und trotzdem elastisch sind und dass lange daran geforscht wurde, um solch ein Material herstellen zu können?

Wusstest du, dass es von 100.000 Spinnentieren weltweit nur eine Wasserspinne gibt?

Wow – die Spinnenwelt ist ja super interessant!!! Von wegen PFUI SPINNE!


Obwohl, vor einem Spinnentier sollten wir uns alle in Acht nehmen. Weißt du wie es heißt?

Es heißt:  EKCEZ  


Hier erfährst du noch mehr über Spinnen

Was ist typisch für Spinnen? Kurz zusammengefasst…
(Link zu Löwenzahn)

Spinnenrettung leicht gemacht
(Link zu pindactica.de)

Eine Spinnenforscherin ist bei Fritz zu Gast
(Link zu Löwenzahn)

Anna und die wilden Tiere: Keine Angst vor Spinnen
(Link zu YouTube)

Lexika für Kinder:
Klexikon
Naturdetektive


Forscherblatt zum Thema Spinnen

Wilma Wusel entdeckt Baumkinder

Wilma Wusel entdeckt Baumkinder

Hallo du, der Frühling ist da!!! Freust du dich auch so darüber wie ich? Überall blüht und zwitschert es – ich habe sogar auch schon eine Nachtigall gehört, die nun nach langem Flug aus dem Winterquartier auf Partnersuche ist. Hast du auch schon zurückgekehrte Zugvögel wie den Weißstorch, Kuckuck und die Schwalbe gesehen oder gehört?

Ja, ringsumher beginnt nun wieder neues Leben! Viele Vögel haben bereits ein Nest gebaut und bei einigen sind sogar schon kleine Vogelbabys geschlüpft.

Auf meinem letzten Spaziergang habe ich auch Babys entdeckt, und zwar Baumbabys! Doch es war mir erst gar nicht klar, dass es kleine Bäume waren. Sie sahen so ganz anders aus!

Das eine Baumbaby erinnerte mich an einen Propeller und das andere sah wie eine Muschelpflanze oder besser noch, wie eine Pflanze mit Elefantenohren aus!

Erst später erfuhr ich, dass diese Baumbabys Keimlinge genannt werden und ich sah dann auch, dass aus dem Propeller Spitzahornblätter wuchsen. Aha, so also begann auch das Leben von meinem Baumfreund Hartmut!!!

Wow, und aus der Muschelpflanze reckten sich dann Buchenblätter!

Jaja, auch ein großer, starker Baum fängt eben klein an und muss sich auch gedulden, bis er zu den Großen gehört!

Beim nächsten Erkundungsgang konnte ich sogar noch größere Geschwister meiner Baumbabys, oh pardon der Keimlinge, entdecken.
Daraus machte ich ein Spiel: Ich suchte zunächst ein Bäumchen was genauso groß war wie ich, dann schaute ich nach größeren, bis ich eines fand, unter das ich mich stellen konnte. Beim Spitzahorn fand ich schnell die verschiedenen Größen, ohne dass ich den Ort verlassen musste.

Bei der Buche musste ich länger suchen. Woran das wohl liegt???



Außerdem machte mich noch etwas stutzig; so viel ich auch suchte, ich fand in der Nähe der Spitzahornkinder nirgends einen großen Ahornbaum. Bei den Buchenkindern fand ich dagegen schnell die „Mutter“.

Ich überlegte: Ob das mit den Früchten der Bäume zu tun hat? Denn ich kann mich noch gut erinnern, dass die Ahornnasen beim letzten Herbststurm wie Propeller durch die Luft flogen (ach, deshalb sehen wohl auch die Keimlinge so aus). Und beim Pilze sammeln fiel mir eine Buchecker fast auf den Kopf!

Hm, da ist es wieder – ein neues Naturrätsel, was es zu lösen gibt!!!


Ich bin davon überzeugt, dass mir dies gelingen wird, doch jetzt werde ich erstmal die Frühlingstage genießen und mich an dem frischen Grün des Blätterdachs im Wald erfreuen. Kommst du mit?


Detektivblatt Baumkinder

Drucke dir das Detektivblatt aus und gehe auf Entdeckungstour im Wald.

Spannende Links:

Anna und der Ahorn (YouTube ab Minute 2:10)

Anna und die Buche (YouTube ab Minute 3:13)

Umfangreiche Fotosammlung von Baumkindern
(Website des Schulbiologiezentrums Hannover)

Basteln:

Wie passt das Buchenblatt in die Knospe und was ist eigentlich Bionik?
(Buchenblattfaltung auf pindactica.de)

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Eine Stechpalme

Die Stechpalme

Ich hab‘ Hollywood entdeckt!! Lieber wäre mir natürlich gewesen, wenn ich von Hollywood entdeckt worden wäre, zumal ich ja schon Filmerfahrung habe😉

Ich erzähle euch mal wie es dazu kam:
Der Baum des Jahres für 2021 ist die Gewöhnliche Stechpalme auch Hülse oder Ilex genannt. Natürlich wollte ich über unseren Baum des Jahres mehr wissen und habe bei meinen intensiven Recherchen viel Interessantes erfahren: Es geht um Zauber, Weisheit, ewiges Leben und Schutz vor dem Bösem.

Hollywood

Die Stechpalme oder Hülse ist besonders in England weit verbreitet und sehr beliebt. Unsere Hülse wird dort Holly genannt.

Ja und im 19. Jahrhundert hatte ein amerikanischer Grundbesitzer eine Begegnung mit dem Fahrer eines Holztransporters, welcher wahrscheinlich Stechpalmenholz geladen hatte. Dieser Mann fühlte sich bei dem Gespräch an seine alte Heimat erinnert und nannte deshalb sein neues Land „Hollywood“ (Stechpalmenwald), obwohl dort weit und breit keine Stechpalme wuchs.

Das ist doch wahrlich eine filmreife Story mit den nötigen Irrungen und Verwirrungen, oder?

Wilma schaut sich Hollywood ganz genau an
Wilma mit Hedwig und Zauberstab

Stechpalmenholz

Apropos Film- wusstet ihr eigentlich, dass die Harry Potter- Filme in Hollywood gedreht wurden und viel wichtiger, dass der Zauberstab von Harry Potter aus Stechpalmenholz ist, „Stechpalme und Phönixfeder, 11 Zoll, handlich und geschmeidig“?  

Wegen der tollen Zauberkräfte der Stechpalme hat man sie früher schon gerne für Zauberstäbe verwendet. Und weil das Holz auch sonst als handlich und geschmeidig galt, also sich schön anfühlt, wurde es gerne für Spazierstöcke benutzt.

Noch so ein berühmter Typ, Johann Wolfgang von Goethe hat deshalb wohl zu seinem 70. Geburtstag einen Spazierstock aus Stechpalmenholz geschenkt bekommen.

Schutz gegen Böse geister und Blitzeinschläge

In der kalten Jahreszeit wurden früher gerne Stechpalmenzweige in die Stuben und Ställe gehängt, um böse Geister abzuschrecken und das Haus vor Blitzschlag zu schützen.
Bin ich froh, dass es heute Blitzableiter gibt, denn das hat sicher nicht so gut funktioniert.
Ehrlich gesagt, ich habe gegrinst, als ich über diesen Brauch gelesen habe. Doch dann fiel mir auf, dass heutzutage immer noch sehr gern die Adventskränze und Weihnachtsträuße mit den immergrünen Zweigen und den leuchtenden roten Früchten der Stechpalme geschmückt werden.
Da frage ich mich: Machen das die Leute, weil es hübsch aussieht oder wollen sie doch damit Böses vertreiben?

Wilmas Kerzenständer sind mit Stechpalmen-Beeren und Nelken verziert.

Winterliche Dekoration

Früher haben so viele Leute die Stechpalme für ihre Weihnachtsdekoration benutzt, dass sie ganz selten in unseren Wäldern geworden ist. Jetzt steht sie unter Naturschutz.

Also wenn ihr ein Adventsgesteck mit den hübschen Ästen der Stechpalme und lustigen roten Beeren dekorieren wollt, müsst ihr sie leider kaufen oder aus einem privaten Garten bekommen und dürft sie nicht einfach im Wald abpflücken, das ist schon lange verboten!

Ich habe mir also einen schönen Zweig gekauft:
Na wie gefällt dir meine Bastelidee? Ich habe die Clementine noch mit Gewürznelken verziert und nun sieht mein Kerzenständer nicht nur schön aus, sondern er duftet auch noch weihnachtlich!

Bei meinen Nachforschungen erfuhr ich aber noch etwas Wichtiges:
Die Blätter und Früchte der Stechpalme sind für Menschen GIFTIG! Also lieber Finger waschen nach dem Basteln.

Da die Steckpalme ja schon eine Weile Baum des Jahres ist, habe ich natürlich bei meinen Berliner forstlichen Streifzügen das ganze Jahr besonders auf sie geachtet. Im Sommer ist sie wirklich nicht so leicht zu entdecken, weil es doch eher ein kleiner stacheliger Baum ist und sich zwischen den anderen Bäumen gut versteckt. Aber jetzt könnt ihr sie gut finden, weil die liebe Stechpalme ihre grünen Blätter im Winter nicht verliert. Deswegen eignen sie sich ja so gut für Adventsgestecke.

Warum die Stechpalme sticht

Mir ist auch noch was ganz Besonderes aufgefallen. Die Ränder der unteren Blätter am Baum haben Spitzen. Das ist logisch, denn der Baum heißt ja STECHpalme. Aber die Ränder der oberen Blätter haben keine Spitzen, sie sind ganz glatt!

Ein neues Naturrätsel, das ich natürlich gleich lösen wollte:
Wow, die Stechpalme ist ja clever, denn die Spitzen an den unteren Blättern schützen sie vorm Gefressen werden. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Rehe und Hirsche die stachligen Blätter nicht mögen. Weiter oben kommen die Tiere nicht mehr ran und die Blätter brauchen keine Stacheln zum Schutz. Einfach nur genial! Deshalb gilt die Hülse auch als besonders weise. „Der Baum der weisen Voraussicht“.

Vogelfutter

Da fällt mir ein, dass ich die Reste meines Zweiges noch gar nicht verbraucht habe. Ich überlegte: „Die Vogelbeeren sind doch auch rot, da werden die Vögel vielleicht auch die Früchte der Stechpalme mögen.“ Ich nahm den Zweig und steckt ihn in meinen Balkonkasten und siehe da, es dauerte gar nicht so lange bis eine Amsel landete.

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Hallo du,

nun ist der Herbst schon in vollem Gange, denn einige Laubbäume sind bereits kahl.
Doch viele Früchte des Waldes, ob am Strauch oder am Baum, trotzen den Herbstwinden und bleiben dort wo sie sind, ob am Stängel oder am Zweig.
Auf meinen Touren durch den Wald entdeckte ich verschiedene Beeren. Mal waren sie nahe am Boden, mal wuchsen sie auf Augenhöhe oder hingen hoch oben in Büscheln an einem Baum. Aber eins hatten sie alle gemeinsam- ihre Farbe war ROT.
Natürlich stöberte ich wieder in meinen Büchern, um mehr über diese Früchte zu erfahren.


Die Hagebutte

Später entdeckte ich noch eine rote Frucht, welche ich bereits kannte: die Hagebutte!

Bestimmt kennst du sie auch schon, zumal ja das bekannte Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ (Link zu youtube.de) diese Frucht beschreibt.

Aber weißt du eigentlich, was die Hagebutte ist? Genau- sie ist die Frucht der Rose. Das habe ich auf einem Spaziergang durch Berlin herausgefunden! Dabei musste ich sehr aufpassen, dass ich mich nicht an den Stacheln verletze, welche die Rosen zum Schutz vor „Naschkatzen“ unter den Tieren haben.

Hagebuttentee

Da ich sehr gern Hagebuttentee trinke, hatte ich die Idee mal einen Tee aus frischen Hagebutten zu machen.

Dazu nutzte ich die Früchte von einer Wildrose aus dem Wald. Ich suchte mir weiche Hagebutten aus, denn nur diese sind reif, schnitt sie auf und überbrühte sie mit heißem Wasser. Ich konnte es kaum abwarten, meinen ersten selbst hergestellten Tee zu trinken. Mmmh – einfach nur lecker!!!!

Hier ist mein Teerezept zum Nachkochen:
6-8 weiche Hagebutten aufschneiden, in einen Teefilterbeutel stecken und mit 250 ml heißem Wasser überbrühen.
Den Tee für ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Wohl bekomm‘s!

Hagebuttenmarmelade

Auch Hagebuttenmarmelade kannst du selber machen.

Hast du auch schon mal Hagebuttenmarmelade gegessen? Ich durfte sie neulich probieren und ich muss sagen, die schmeckt super gut! Außerdem ist sie auch noch richtig gesund, denn Hagebutten haben ganz viel Vitamin C und auch andere gesunde Inhaltsstoffe!

Meistens stellt man die Marmelade aus den etwas größeren Früchten der Kartoffelrose (Link zu Wikipedia.de) her. Diese haben mehr Fruchtfleisch. Deshalb ist es nicht so mühevoll ist, ausreichend Hagebuttenmark für ein Glas Marmelade zu gewinnen.

Haarige Kerne

Ich schaute mir auch mal die Kerne der Hagebutte genauer an. Die kleinen Härchen an den Kernen sollen die Zubereitung von solch leckeren Marmeladen und anderen Speisen schwer machen. Einige Leute schwören auf das Durchsieben des gekochten Breis, andere beseitigen die Kerne vor dem weiteren Verarbeiten der Hagebutten.
Puh, ich stelle mir beides anstrengend vor und deshalb genieße ich umso mehr meine Hagebuttenmarmelade.

Früher waren die Kerne besonders bei Kindern sehr beliebt, denn sie nutzten diese als Juckpulver. Sie steckten die Kerne jemandem in den Kragen und warteten ab. Bald bewegte sich die Person komisch, denn sie wendete sich hin und her und versuchte sich am Rücken zu kratzen. Die Kerne rutschen nämlich den Rücken runter und dabei wirken die Härchen wie Juckpulver. (Link: zu labbe.de)
Frag‘ mal deine Eltern oder Großeltern, ob sie diesen Streich aus ihrer Kinderzeit kennen. Sie werden deine Frage gewiss mit JA und einem verschmitzten Lächeln beantworten.

Die Hagebutte ist schon eine tolle Frucht und deshalb auch nicht umsonst bei den Vögeln und anderen Tieren sehr beliebt. Mich wird sie jedenfalls als Tee oder Marmelade durch die kalte Jahreszeit begleiten und auch dir rate ich zu einem heißen Trunk aus dieser gesunden Frucht! Wohl bekomm`s.


weitere Informationen:
https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/pflanzen/rosen-stachelige-schoenheiten.html
https://www.gartenjournal.net/wildrose-vermehren

Mandala:
https://www.kigaportal.com/de/downloads/mandalas/fruechte-mandalas/hagebutten-mandala/


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine kleine Rätselaufgabe und ein Ausmalbild zur Rose und Hagebutte.