Wilma Wusel entdeckt einen Himmelsstürmer

Wilma Wusel entdeckt einen Himmelsstürmer


Nun ist der Sommer vorbei! Gewiss warst du viel draußen, um die warmen Temperaturen und die Natur zu genießen!
Auch ich war oft im Wald unterwegs. Einmal fühlte ich mich wie in einem Dschungel, denn die Bäume waren oben bis unten bewachsen. Ich konnte kaum den Stamm erkennen! Das wunderte mich sehr. „Was das wohl sein mag?“ Nun wollte ich dieses Rätsel erforschen:


Dazu musste ich mich durch einen grünen Teppich am Waldboden begeben. Nanu- das waren ja alles grüne Blätter, die aber nicht von den Bäumen stammen! Sie wuchsen so dicht, dass ich darin fast verschwand. Außerdem musste ich aufpassen, dass ich nicht stolperte. Wie Schlingpflanzen schlängelte sich das Blättermeer am Boden entlang.

Als ich an dann an einem dieser „grünen“ Bäume stand, machte ich eine Entdeckung. Einige dieser Blätterschlangen vom Boden kletterten am Stamm des Baumes hoch! Das ist komisch- erst wachsen sie am dunklen Waldboden und dann strecken sie sich der Sonnen entgegen? Dann dient der Baum wohl als Klettergerüst dieser Pflanze, denn ohne ihn könnte solche eine Blätterschlange nie hoch hinaus.

Nun betrachtete ich die Blätter genauer. Mal hatten sie drei Blattzipfel, mal waren es fünf. Sie waren auch nicht so weich, wie die Blätter der Kastanie oder anderer Laubbäume. Ja, sie fühlten sich eher ledrig an. Dann stutzte ich- irgendwie kam mir die Blattform bekannt vor…
Wo hatte ich sie denn schon mal gesehen?
Grübelnd stolperte ich zum Waldweg zurück. Dabei verschluckte ich was und musste husten.

Jetzt fiel es mir ein. Der Hustensaft, den ich neulich einnahm, hatte solch ein Blatt auf dem Etikett. Es war EFEU-Hustensaft!
Aha, die Blätterschlangen sind der EFEU!!! Nun interessierte mich, wie der Hustensaft hergestellt wird, denn dann könnte ich mir diesen bei Bedarf selbst herstellen!
Ich ermittelte im Internet. Ein Rezept gefiel mir besonders:

Nun interessierte mich, wie man denn das Alter vom Efeu bestimmen kann. Aha, es ändert sich nicht nur die Wuchsform, sondern auch die Blattform! Erst sind sie herzförmig mit Zipfeln und nach 8-10 Jahren werden sie eiförmig.
Dann erst bildet der Efeu auch Blüten, aus denen dunkelblaue Beeren werden. Diese sind für Menschen giftig, für Vögel aber eine wichtige Futterquelle im Winter.

Tage später war ich wieder unterwegs. Da hörte ich über mir ein Brummen. Ich schaute hin und entdeckte ein großes blühendes Gewächs.
„Hey, hier steht ja ein alter Efeu! Wow, der wird ja umschwärmt!“
Das ist ja auch kein Wunder, denn viele Blumen sind im Spätsommer verblüht, so dass der Efeu jetzt ein toller Nahrungsort für Insekten ist.

Ein umschwärmter Efeu

Ich bewunderte noch einige Zeit das geschäftige Treiben und konnte dabei die unterschiedlichsten Bienen entdecken.
Dann erntete ich ein paar Blätter für den Hustensaft und einige Efeutriebe vom Boden, um mir einen Kranz zu flechten.

Fleißige Biene

Außerdem wollte ich noch ein Waschmittel aus Efeublättern herstellen. Das hatte ich nämlich auch noch ermittelt und fand das sehr interessant, mal Seife aus der Natur und nicht aus der Drogerie zu nutzen!
Hier ist das Rezept dazu:
1 Handvoll Efeublätter (ca. 30 g) zerschneiden und in ein Schraubglas geben.  Heißes Wasser (300 ml) aufkochen, über die Blätter gießen, das Glas verschließen und mehrere Stunden ziehen lassen. Wenn sich bei einer Schüttelprobe Schaum bildet, ist die Waschlauge fürs Hände- oder Wäschewaschen fertig.
Versuche es doch auch einmal!

Wow, der Efeu ist ja ein richtiger Tausendsassa:
Er ist Bodenkriecher, aber auch Kletterkünstler, verändert im Alter seine Blätter, dient den Insekten im Spätsommer als Nahrungsquelle, gibt den Vögeln Nist- und Versteckmöglichkeiten und wertvolles Winterfutter. Die Menschen nutzen ihn als Heil- und Waschmittel, zum Dekorieren sowie als natürlichen Hausschmuck oder Sichtschutz, denn er hat nämlich noch eine Besonderheit- er ist IMMERGRÜN!

Übrigens- der Efeu schadet den Fassaden, Zäunen und gesunden Bäumen nicht.  Im Gegenteil- doch höre selbst: 😊

Wilma Wusel entdeckt Spechte

Wilma Wusel entdeckt Spechte

Hallo du,

na, ist es dir auch schon aufgefallen? Der Wald wird wieder munterer! Neulich hörte ich schon zaghafte Melodien von Meisen und Rotkehlchen. Und letztens kam ein neues Geräusch dazu! Ein regelrechter Trommelwirbel ertönte im Wald…

Waren es besonders fleißige Forstleute? Oder Sind die Spechte etwa schon in Klopflaune?

Wieder war es zu hören und auf einmal hämmerte es noch aus einer anderen Richtung! War das ein Echo??? Ich schlich mich an. Immer wieder blieb ich stehen und lauschte. Das Hämmern wurde lauter – die Fährte stimmte also. Noch ein Stück näher schleichen und siehe da, ein Specht klopfte hoch oben an einem toten Ast. Da dieser keine Rinde mehr hatte, war der Trommelwirbel wirklich laut zu hören.

Ganz vorsichtig schlich ich mich zu diesem Baum und legte ein Ohr an den Stamm. Der Specht trommelte wieder. Wow, war das laut! Ich konnte dem Trommelwirbel noch zweimal lauschen, dann flog der Specht davon.

Ich fand es sehr interessant zu sehen, WIE er wegflog! Es sah aus, als ob er auf Wellen fliegt:

Erst machte der Specht ein paar kräftige Flügelschläge, dann legt er die Flügel an seinen Körper. Dadurch flog er ein Stück ohne Kraftaufwand, verlor aber an Flughöhe. Deshalb musste er wieder seine Flügel ausbreiten.

Quelle: NABU-Heft „Spechte brauchen Höhlenräume“ 1992


Nach meinem Spechterlebnis wollte ich noch mehr über diesen Vogel erfahren.

Aha, die Spechte haben unterschiedliche Klopfweisen! Die Trommelwirbel sollen Weibchen anlocken und Konkurrenten vertreiben. Bei der Futtersuche am Stamm klopfen sie viel langsamer, aber gezielter. Es gibt auch nicht nur DEN Specht, sondern zahlreiche Arten auf der Welt.

Allein in Deutschland gibt es neun Spechtarten. Die Bekanntesten sind Buntspecht, Grünspecht, Schwarzspecht und Mittelspecht.



Manche haben wegen ihres Aussehens noch einen Zweitnamen, wie Fliegender Pumuckel oder Fliegender Zorro. Ich musste ganz genau hinschauen, um die beiden Namen den Spechtarten richtig zuordnen zu können. Schaffst du es auch?“
(Die Lösung steht am Ende des Beitrages.)


Frische Spechtringe

Kennst du auch die Namen Schluckspecht oder Süßschnabel? Diese stammen von dem besonderen Verhalten einiger Spechtarten (Buntspecht, Mittelspecht). Im Frühjahr zapfen sie nämlich Birken, Ahorne oder andere Laubbäume an, um deren süßen Saft zu schlecken. Sie hacken kleine Löcher in die Rinde, aus denen der Baumsaft läuft. Nach den Spechten nutzen noch andere Vögel und Insekten die vorgebohrten Löcher und bedienen sich an dieser Köstlichkeit. 

Wenn du im März/April durch den Wald gehst, kannst du gewiss solche „Waldbars“ entdecken, denn die nassen/ dunklen Stellen an den Stämmen verraten die Zapfstellen der Spechte.

Alte Spechtringe
Fichtenzapfen an einer Kiefer?




Den Spechten werden aber noch weitere Berufe zugeschrieben, denn sie sind nicht nur Trommler und Barkeeper, sondern auch noch Schmied und Zimmermann.
So nutzt der Buntspecht gern borkige Rinde, um seine Spechtschmiede einzurichten.
Das hatte ich ja bereits vor einiger Zeit erforscht.

Solche Naturrätsel verursachen Spechte.




Bestimmt weißt du schon, dass sich Spechte in jedem Jahr neue Baumhöhlen bauen. Vielleicht kannst du mal einen dabei beobachten. Ich werde es jedenfalls versuchen, zumal ich eine sogenannte Spechtflöte gefunden habe. Dieser Baum scheint für den Wohnungsbau besonders geeignet zu sein. Deshalb hoffe ich, dass auch in diesem Frühjahr dort ein Specht seine neue Wohnung zimmert.

Quelle: NABU-Heft „Spechte brauchen Höhlenräume“ 1992

Schwarzspecht beim Höhlenbau

Wenn die Baumhöhlen dann verlassen sind, folgen tierische Nachmieter wie Eichhörnchen, Siebenschläfer, Fledermäuse, Vögel und Insekten. Deshalb sind Wälder, in denen Spechte wohnen, besonders artenreich.


Nun aber schnell raus in den Wald, denn jetzt ist die beste Gelegenheit, Spechte ausfindig zu machen! Ihre Trommelwirbel sind weit zu hören und die Bäume haben noch nicht so viele Blätter. Da kann man die Spechte gut sehen!

Vielleicht hast du ja Lust, meine Spielidee umzusetzen: Als ich mit Opa Wusel unterwegs war, suchte ich mir zwei Stöcke und versteckte mich. In meinem Versteck schlug ich die Stöcke aufeinander und Opa Wusel musste mich nun suchen. Das hat ganz schön lange gedauert, bis er mich fand.

Später nutzte ich trockene Stöcke, die keine Rinde hatten. Da war Opa Wusels Suche schneller zu Ende. Wenn du es auch ausprobierst, dann wirst du gewiss herausfinden, woran das lag…

Und wenn du die Stöcke zu Haus trocknen lässt, dann hast du bald richtige Klanghölzer und kannst dich beim Singen begleiten😊 .

Lösung des kleinen Spechträtsels:
Der fliegende PUMUCKEL ist der Mittelspecht (1. Bild von rechts) und der fliegende ZORRO ist der Grünspecht (2. Bild von links).

Übrigens, die Waldschule Bucher Forst lädt am 15.03.2025 zu Spechtbeobachtungen ein.

Hier gibt es noch weitere Links zum Thema:
Warum trommeln Spechte?
28 Fakten zum Buntspecht
Hier werden einige Spechte näher vorgestellt

Hast du Lust für Spechtbasteleien?
Ein Specht für die Hand
Ein Specht als Türklopfer

Wilma Wusel löst einen Waldkrimi

Wilma Wusel löst einen Waldkrimi

Hallo du,

ich bin ganz aufgeregt, denn im kleinsten Wald Berlins, dem Plänterwald, ist ein Kriminalfall zu lösen! Mein Opa Wusel erzählte mir die ganze Story:

Seit Tagen geschehen im Plänterwald geheimnisvolle Dinge! Des Nachts sind knackende Geräusche zu hören und tags darauf sieht man überall frisch aufgewühlte Stellen im Herbstlaub. Und das Schlimmste an allem ist; es gibt immer weniger Eicheln im Plänterwald!

Die Tiere befragten sich gegenseitig, doch niemand von ihnen konnte diese Geheimnisse klären. Sie fassten einen Entschluss: „Fenja, unsere kleine Füchsin soll der Sache auf den Grund gehen. Füchse sind schließlich schlaue Tiere. So sagt man jedenfalls!“ Gesagt, getan. Fenja machte sich auf den Weg, um die rätselhaften Spuren zu lesen und somit Antwort auf die Frage „Wer schleicht denn durch den Wald?“ zu finden.

Ich begab mich auf die Spur der kleinen Füchsin und konnte auch alle Indizien finden, die sie mit ihrem Spürsinn entdeckte:

An der einzigen Kiefer des Plänterwaldes fand Fenja solche angeknabberten Zapfen? Sie wunderte sich: „Komisch, diese waren doch gestern noch nicht hier. Wer hat wohl hier gespeist?“

                                             Maus (A)                                             Wildschwein (C)                                             Specht (B)

So richtig klar war es ihr nicht, also trottete sie grübelnd weiter.

Unterwegs begann es zu regnen. Fenja verkroch sich schnell in ein Erdloch. Erst als die Sonne wieder lachte, begab sie sich erneut auf Schnüffeltour. Und da, unweit von ihrem Unterschlupf, war eine unbekannte Spur im Waldboden zu sehen. „Von wem stammt die denn?“ überlegte Fenja

     Hase (O)                    Reh (E)                    Wolf (B)

Da sie diese Frage nicht eindeutig beantworten konnte, dachte Fenja: „Ach, das ist bestimmt unwichtig!“ und ging weiter.

Ein wenig verärgert über ihre Unfähigkeit, nicht mal Fährten richtig lesen zu können, lief sie durch den Wald und blickt nicht nach rechts und links. Plötzlich fiel ihr ein Blatt auf die Schnauze. Sie schaute es genauer an und wunderte sich: „Nanu, dieses Blatt ist nicht von den hier stehenden Kiefern und Eichen. Von welchem Baum ist das wohl“?

     Birke (C)                    Ahorn (K)                    Linde (B)

Sie nahm das Blatt mit, um diese Frage unterwegs zu klären. Immer noch tief in Gedanken, stolperte Fenja fast über eine Geweihstange. „Ups, was ist denn das?“

Sie schnupperte. „Oh, das riecht ja nach Rothirsch!“ (E)

Fenja schnüffelte noch mal: „Oh, nein doch eher nach Damhirsch! (C)

Oder vielleicht nach Reh????“ (O)

Die kleine Füchsin war jetzt ganz verunsichert. „Mein Schnupfen von letzter Woche ist eben doch noch nicht richtig weg. Sonst hätte ich es bestimmt ganz sicher herausriechen können“, dachte sie und lief weiter.


Plötzlich blieb Fenja stehen. Was war das? Raschelte da nicht eine Maus? „Mmmh, das wäre lecker!“ dachte sie und verhielt sich ganz still. Da!!! Fenja sprang in‘s Laub und … spuckte mühevoll die vielen alten Blätter aus dem Maul. „War wohl nichts“, ärgerte sie sich. Doch dann fiel ihr die eigenartige Gestalt der Blätter auf. ´Wer sind denn die, die so was anknabbern?` dachte sie verächtlich!

                                             Eichhörnchen (C)                                              Kaninchen (B)                                            Kellerassel (A)


Doch weitere Gedanken darüber verschwendete sie nicht, denn ihr Jagdinstinkt führte sie weiter. Schließlich muss es doch irgendwo Mäuse geben!

Fenjas Jagd war erfolgreich! Gesättigt legte sie sich unter diesen Baum, um in Ruhe zu verschnaufen. Doch was war das? Über ihr begann ein lautes Gezwitscher und Gezeter. Verwundert schaute Fenja hoch. Dort sah sie einen Kasten, aus dem der Krach ertönte. „Nanu, wer wohnt denn in so einem kleinen Haus?“ fragte sich Fenja.

Amsel (B)                   Taube (O)                    Meise (A)

Ach was, hier finde ich ja doch keine Ruhe.“ Ärgerlich stand Fenja auf und setzte ihren Streifzug fort. Die kleine Füchsin blieb neugierig stehen. „Was hängt denn hier für ein Papier?“




Wildschwein (O) 

Maulwurf (A)       

Wühlmaus (B)

 

„Ach so, ist ja bloß eine Nachricht für die Zweibeiner. Für meinen Fall also uninteressant!“ stellte Fenja fest.



„Au, was piekt mich denn hier?“ Fenja leckte ihre rechte Pfote. Missmutig untersuchte sie die stachlige Baumfrucht. „Also, ein Igel ist es nicht. Doch was ist es dann?“

Kastanie (E) 

Eichel (B)   
   
Buchecker (C)

Grübelnd humpelte Fenja weiter.


Auf ihrem Streifzug kam die kleine Füchsin an eine sehr interessante Stelle:“ Hier riecht es ja lecker! Ob die wohl schmecken werden?“


Pfifferling (C)             

Fliegenpilz (O)    

Riesenschirmpilz (E)

Fenja schnupperte mehrmals an den Pilzen, konnte sich aber nicht entschließen hineinzubeißen. „Vielleicht bekommen sie mir nicht?“, überlegte sie.“ Ach, ich lass‘ sie stehen. Eigentlich habe ich auch gar keinen Hunger!“ Sie roch noch einmal an den appetitlich riechenden Pilzen und machte wieder sich auf den Weg.




Der Baum hat ja viele Löcher. Der sieht ja wie der Käse aus dem Papierkorb aus, den ich letzte Woche gegessen habe!“ Fenja lief um den Baum herum und grübelte:

„Ob der Förster die gemacht hat? Oder doch jemand anderes?


Buntspecht (K)

Falke (O)                               

Eichhörnchen (B)

„Also, viel schlauer bin ich eigentlich noch nicht.“ stellte Fenja traurig fest. „Ich schaff‘ es wohl doch nicht allein?“


Plötzlich sah sie etwas schillern. „Das ist ja eine schöne Feder! So blau, wie das Licht von der Polizei. Vielleicht ist sie von einem Polizisten?“

Buchfink (B)

Eichelhäher (A)


Elster (C)

Fenja nahm die Feder mit, um den „Polizisten des Waldes“ zu suchen und sie ihm wiederzugeben, denn schließlich ist diese aus seiner Uniform! Und wer weiß, möglicherweise kann er ihr auch weiterhelfen?…


Betrübt trottete Fenja durch den Wald. Sie war müde, fand den Polizisten nicht und hat das Rätsel noch nicht gelöst. Die kleine Füchsin wollte sich ein stilles Plätzchen zum Ausruhen und Nachdenken suchen. Doch als sie sich ausstreckte, schrak sie auf: „Ihh, hier stinkt’s!! Wer hat denn hier hingemacht?“

„Jetzt reicht’s mir. Ich hab‘ die Nase voll! Sollen doch andere den Fall lösen!“ Wütend lief Fenja davon, dabei stolperte sie in ein frisch gescharrtes Loch. „Auch das noch!“, schimpfte sie. Sie rappelte sich auf, verkroch sich in ihren Bau und ließ sich tagelang nicht blicken.

Das war ja auch kein Wunder, schließlich konnte sie die Frage der Fragen „Wer schleicht denn durch den Wald?“ nicht beantworten.

Dachs (B)                    Hirsch (E)                    Baummarder (O)




Aber ich konnte den Eicheldieb ermitteln und du kannst es bestimmt auch!

Löse die einzelnen Waldrätsel und notiere die richtigen Buchstaben. Nun musst du nur noch das Rätselblatt ausdrucken und die Felder mit den ermittelten Buchstaben rot ausmalen.


Dann weißt du, wer im Plänterwald die Löcher scharrt, knackende Geräusche macht und Eicheln stibitzt!
Viel Spaß!

Die Berliner Wälder im Taschenformat

Die Berliner Wälder im Taschenformat

Unser Maskottchen Wilma Wusel ist ganz stolz, denn sie ist die Titelfigur des neuen Entdeckeheftes „Berliner Wälder“.

Diese Borschüre entwickelte das kreative Team vom Pindactica e.V. in Zusammenarbeit mit den Berliner Waldschulen. Darin wird der grüne Schatz unserer Stadt mal ganz anders vorstellt. Es werden z.B. solche Fragen geklärt wie
Was leistet ein Wald?
Welche Baumarten wachsen in unseren Wäldern?
Wieviel Wald hat Berlin?

Mit Rätseln, Experimenten und Spielanregungen lädt das Heft zum Handeln und somit aktiven Lernen ein. Unsere Wilma Wusel animiert dabei zu Aktionen und erklärt spannende Details des Waldes.
Um so manche Knobelaufgabe lösen zu können, müssen die Waldentdecker*innen rechnen und schreiben können. Daher ist das Entdeckeheft „Berliner Wälder“ für Kinder ab 10 Jahren geeignet, aber auch jüngere Kinder werden sich an der liebevollen Gestaltung der Broschüre erfreuen. Sie müssen dann gegebenenfalls nach Hilfe fragen…

Sollte Wilma Wusel und die Berliner Wälder euer Interesse geweckt haben und ihr Lust auf euer eigenes Entdeckeheft habt, dann schaut gerne auf der Webseite von Pindactica vorbei oder besucht unsere Waldschulen.

Wilma Wusel entdeckt die Reste vom Feste

Wilma Wusel entdeckt die Reste vom Feste

Hallo Du,

ist es dir auch schon aufgefallen? Zurzeit liegt in Berlin fast ein ganzer Wald auf den Straßen. Bestimmt sieht es in anderen Großstädten ähnlich aus.

Ja, nun ist Weihnachten vorbei und der zuvor festlich geschmückte Baum liegt zur Abholung bereit. Doch was passiert eigentlich mit den vielen Bäumen?

Ich fragte einen der fleißigen Männer, die die Bäume aufluden und erfuhr, dass diese uns demnächst Wärme und Strom geben, weil sie im Kraftwerk verbrannt werden.

‚Hmm‘ dachte ich., ‚Es gibt doch bestimmt auch noch andere Möglichkeiten, den Baum oder wenigstens einen Teil von ihm zu nutzen.‘

Da fiel mir ein, dass mein Opa Wusel aus alten Weihnachtsbäumen Quirle für die Küche geschnitzt hatte. Er hat mir dafür sogar eine Anleitung geschenkt! Ich las sie durch und bekam sofort große Lust, das mal selbst auszuprobieren.


Ich suchte mir also eine schöne Weihnachtsbaumspitze und knipste sie mit einer Rosenschere unter der ersten Verzweigung ab. Das sieht ja wie ein Propeller aus!

Dann kürzte ich die Spitze auf 15-17 cm und die Seitentriebe auf ungefähr 3 cm und schabte mit einem Schnitzmesser die Rinde von meinem zukünftigen Quirl ab.


Dieser muss nun trocknen, damit ich ihn mit Schleifpapier bearbeiten kann! Wenn er dann richtig glatt ist, soll ich den Quirl einmal abkochen. Das hat mein Opa Wusel empfohlen, um eventuelle Keime und den harzigen Geruch zu beseitigen.

Danach werde ich ihn an den Verzweigungen noch mit Speiseöl einstreichen und schon ist mein neuer Rührstock fertig! Der wird bestimmt auch so schön wie der von meinem Opa.

Und wenn ich dann den Teig für den Eichelmehlkuchen mit meinem eigenen Quirl anrühre, so wird mir dieser bestimmt besonders gut schmecken!


Weißt du eigentlich, dass man die Abzweigungen der Nadelbäume ebenfalls als Quirle bezeichnet und dass man daran auch das Alter der Nadelbäume bestimmen kann??

Es gilt:  1 Quirl = 1 Jahr. Da ein kleiner Nadelbaum noch keine sichtbaren Abzweigungen entwickelt, soll man zu den gezählten Quirlen noch 2-4 Jahre zuzählen und schon hat man das Alter des Nadelbaumes ermittelt. Der Baum auf der Zeichnung ist also 8-10 Jahre alt (6 Quirle plus 2-4 Jahre)



Versuche doch mal hier das Alter der Kiefer zu bestimmen! Achte aber darauf, dass der untere Quirl nicht mehr vollständig ist!

Hier ist die Lösung!


Wenn du jetzt mit deiner Familie, deinen Freund*innen oder auch allein in den Wald oder Park gehst, kannst du mit ihnen das Alter von weiteren Nadelbäumen bestimmen.

Bei alten Bäumen wird es aber ziemlich schwierig. Denn bei denen sind die unteren, also alten Verzweigungen, nicht mehr gut erkennbar. Sie sind nur noch dunkle Stellen und Buckel an der Rinde. Trotzdem lohnt es sich, diese knifflige Aufgabe anzugehen…

VIEL SPASS UND ERFOLG!

Zu guter Letzt ein kleines Video zum Nachmachen:

Wilma Wusel entdeckt Greifvögel

Wilma Wusel entdeckt Greifvögel

Hallo du,

na, hast du die Wintersonne auch besonders gern? Es ist schon großartig, in einen blauen Himmel zu blicken und dabei die knorrigen Baumkronen bewundern zu können!

Neulich war ich wieder mal unterwegs. Da hörte ich laute, kräftige Vogelrufe. Das waren diesmal nicht das Krächzen der Krähen, sondern ganz andere Rufe…

Die klangen so kraftvoll, dass mir sofort klar war: Dieser Vogel muss größer als eine Krähe sein! Wieder schmetterte der Vogel seinen eindringlichen Ruf und ich folgte ihm.

Gespannt schaute ich in die kahlen Baumkronen, so dass ich fast über einen Maulwurfhügel gestolpert wäre. Ich blieb stehen und lauschte. Da – der Ruf kam von gar nicht so weit weg! Dort in den Buchen, da muss der Vogel sitzen!!! Ich ging weiter und da entdeckte ich…

… zwar nicht den Rufer, aber sein Zuhause. Ein Nest hoch oben auf einer alten Buche! Wow, das ist ja groß! Nun war ich klüger, denn ich wusste, dass solche großen Nester von Greifvögeln gebaut und in Fachkreisen als HORSTE bezeichnet werden. Also ist der Krakeeler in meinem Wald ein Greifvogel! Wieder schallte es laut durch den Wald – es war ganz nah! Und da sah ich ihn – er saß im Nachbarbaum: Größer als eine Krähe, gräuliches Gefieder! Ach, zu gern hätte ich ihn von Nahem betrachtet…



Auf dem Heimweg machte ich noch eine Entdeckung. Viele Federn lagen auf dem Waldboden verstreut. Die waren eindeutig von einer Taube.

Sollte etwa der Greifvogel etwas damit zu tun haben? Ich schaute mir die Federkiele genauer an. Wenn sie nämlich abgeknabbert sind, dann wurde die Taube von einem Fuchs oder Marder gefressen und wenn die Kiele unversehrt sind, dann hat ein Greifvogel zugeschlagen und gerupft.

Aha, diese Taube wurde von (m)einem Greifvogel erbeutet!

Zu Hause forschte ich mit Buch und Laptop weiter und dann war ich mir sicher, mein geheimnisvoller Vogel ist ein  . . . . . . . . . . . . . .

Ich erfuhr außerdem, dass Habichte, Mäusebussarde und andere Greifvögel im Februar mit ihrer Paarungszeit, die auch Balzzeit genannt wird, beginnen. Deshalb kann man die Vögel nun oft hören und bei ihren Balzflügen gut beobachten.

Ab sofort ging ich auf Habichtpirsch! Ich hörte meinen Habicht nun häufig.

Manchmal konnte ich ihn auch entdecken und mit meinem Fernglas genauer betrachten.

Doch so richtig nah kam ich ihm nie. Naja, er ist eben ein Wildtier!



Da kam mir die Idee! Ich besuche eine Falknerei, dort kann ich gewiss den Greifvögeln auch ohne Fernglas begegnen und noch so manches Wissenswertes über sie erfahren.

Gedacht – getan! Schon machte ich mich auf den Weg zum Falkenhof Potsdam am Ravensberg.

Ich wurde von der Leiterin, Ilka Simm-Schönholz und ihrem Günni herzlich empfangen. Da staunte ich: Ein Huhn auf dem Falkenhof? Lebt es dort nicht gefährlich? Schließlich gibt es Greifvögel, die andere Vögel fressen. Ich denke da nur an (m)einen Habicht. Doch Ilka beruhigte mich: „Nein. Günni lebt in unserem Streichelzoo und ist eins von unseren vielen zutraulichen Tieren.“


Doch nun zum eigentlichen Anlass meines Besuches: Greifvögel aus der Nähe betrachten! Ich folgte Ilkas Einladung, einige ihrer derzeit 42 Vögel anzuschauen. Wow, ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Ob es nun die Turmfalken, Wüstenbussarde oder Truthahngeier waren, jeder Vogel war sehenswert! Dabei erfuhr ich auch sehr viel Interessantes:

Wusstest du, dass der Turmfalke in vielen Berliner Rathäusern brütet oder dass der Wüstenbussard in Gruppen jagt? Dabei nehmen die Vögel verschiedene Rollen ein, fast so ähnlich wie bei Wölfen! Auch die Truthahngeier sind in Trupps unterwegs. Sie jagen aber nicht, sondern lauern auf tierische Verkehrsopfer.


Ilka führte mich auch noch zu ihren Eulenvögeln. Sie erzählte mir, dass weibliche Schneeeulen niemals weiß werden. Aha, da war also Harry Potters gefiederte Freundin Hedwig in den Filmen eigentlich ein Henry oder Herbert. Oder ist es bei Zaubereulen vielleicht anders?

Besonders beeindruckend war es für mich, dem Uhu in seine bernsteinfarbenen Augen zu schauen.

Und wie groß und schön er ist!

Dann präsentierte mir Ilka stolz ihren größten Greifvogel, den Weißkopfseeadler – das Wahrzeichen der USA.

Leider war am Tag meines Besuches kein Flugwetter, so dass ich die Vögel nicht in Aktion sehen konnte.

Aber Ilka tröstete mich und lud mich zu einer ihrer Vorführungen ein, in denen viele Greifvögel im Freiflug präsentiert werden.

Ich dankte Ilka recht herzlich und freue mich schon auf den nächsten Ausflug auf den Ravensberg. Vielleicht sehen wir uns ja, denn ein Ausflug zum Falkenhof Potsdam ist immer reizvoll, für die ganze Familie geeignet und super mit den Öffis zu erreichen!


Hier findet ihr unser Forscherblatt.

Es gibt aber auch noch weiteren Möglichkeiten, den Greifvögeln nahe zu sein:

Adler- und Jagdfalkenhof im Spreewald

Flämingfalknerei

Falknerei im Wildpark Johannismühle

Vogel-Flugshow im Tierpark Berlin

…. und noch mehr spannende Links:

Rufe und Lied des Habichts
(Link zu Deutsche Vogelstimmen.de)

Rufe des Mäusebussards
(Link zu Deutsche Vogelstimmen.de)

Paarung von Habichten mit Besuch von einem mutigen Eichhörnchen
(Link zu YouTube)