Mit dem Wald – für ein klimaneutrales Berlin bis 2030

Mit dem Wald – für ein klimaneutrales Berlin bis 2030

Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen – dem Berliner Wald geht es zunehmend schlechter! Wir Waldpädagoginnen und Waldpädagogen sehen es jeden Tag, denn wir sind ständig mit unseren Gruppen in den Stadtwäldern unterwegs.

Stürme, Sommerhitze und fehlende Niederschläge haben in den letzten Jahren zugenommen, mit gravierenden Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Die Bäume leiden unter Trockenstress. Als Folge verlieren sie u.a. vorzeitig ihre Blätter und werfen mitunter ganze Äste ab. Darüber hinaus zeigen viele Bäume unterschiedliche komplexe Krankheiten wie z.B. den Buchenschleimfluss oder die Rußrindenkrankheit.

Natürlich gehört es zum natürlichen Zyklus im Wald, das alte Bäume umstürzen und so Platz für den Jungwuchs machen. Doch es sterben aktuell so viele ältere Bäume ab, dass viele Lebewesen ihr Zuhause verlieren und der Jungwuchs nicht mehr hinterherkommt.

Ökosystem Wald – ein komplexes Beziehungsmuster

Während die Auswirkungen von Dürre und Trockenheit für uns primär an den Bäumen deutlich sichtbar sind, leiden aber auch die Bewohner des Waldes unter dem Wassermangel. Besonders die verborgenen Lebewesen wie Insekten, kleine Bodentiere und Pilznetzwerke, welche auf den ersten Blick unsichtbar scheinen, sind betroffen.

Je kleiner und versteckter die Organismen, desto schwieriger und komplexer wird es für uns die Auswirkungen des Klimawandels und deren Wirkungskette im Ökosystem abzuschätzen. Geht es den Pilzpartnern der Bäume schlecht, so werden die Bäume nicht mehr richtig mit Wasser und Nährstoffen versorgt, was sie wiederum schwächt. In der Folge treten immer öfter sogenannte „Schadorganismen“ in Massen auf und schädigen unsere Wälder zunehmend.

Ohne Wald keine Lebensqualität

Unser Wald versorgt uns täglich mit frischer Luft, da er  Fein-, und Schadstoffpartikel filtert. Lebenswichtig, genau wie das saubere Trinkwasser, welches zum Großteil aus unseren umliegenden Wäldern kommt. In heißen Sommern werden extreme Temperaturschwankungen von ihnen ausgeglichen und unsere Stadt gekühlt.

In einer grünen Großstadt wie Berlin spielt die Stadtnatur auch für unsere Erholung eine bedeutende Rolle.

Wir Umweltbildner*innen wollen die Menschen auch in Zukunft sicher in die Wälder begleiten und mit ihnen gemeinsam die Natur entdecken.

Klimaneutrales Berlin erst 2045?

Warum das denn? Es ist genug Zeit verstrichen! Wir müssen jetzt handeln und alles Mögliche in Bewegung setzen!

Beteilige und engagiere dich für unsere Stadtwälder.

Ein erstes politisches Zeichen kannst du am 26 März beim Volksentscheid für ein „klimaneutrales Berlin bis 2030“ mit deiner Stimme setzen.

Alle Infos zum Volksentscheid findest du hier!

Überschriftsfoto: Ponte1112, CC BY-SA 4.0

Podcast Folge 18: „Wilde Schwestern“

Podcast Folge 18: „Wilde Schwestern“

Heute geht es mit Lucas und Michael ab in den Wald. Jetzt wo es wieder wärmer wird, erwacht dieser aus seinem Winterschlaf und das Leben beginnt von neuem.

Wen treffen die beiden wohl heute?

Liedtext „Ich möcht so gerne fliegen“ – zum Download

Links

Warum sind Insekten so wichtig für die Natur?
(Link zu NaturDetektive des Bundesamts für Naturschutz)

Welche Wildbienenarten gibt es eigentlich?
(Link zu deutschlandsummt.de)

Projekt: Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf!
(Link zu wildbieben.org)

Darum sind Wildbienen wichtiger als Honigbienen
(Link zu quarks.de)

Biene Majas wilde Schwestern
(Dokumentarfilm von ARTE über Wildbienen auf YouTube)

Studentische Praktika an Berliner Waldschulen

Studentische Praktika an Berliner Waldschulen

Das Waldpädagogikzertifikat – Wie wird man eigentlich Waldpädagog:in?

Ich wusste schon seit meinem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ), dass ich Waldpädagogin werden möchte, so wie die Mitarbeiter:innen der Berliner Waldschulen. Für mich ist es der schönste Job der Welt. Man darf mit Menschen in den Wald gehen, gemeinsam lernen, Spaß haben und wird auch noch dafür bezahlt. Was gibt es Schöneres? Aber wie wird man eigentlich Waldpädagoge bzw. Waldpädagogin?

Für den Beruf muss eine Art Weiterbildung, namentlich das staatlich anerkannte „Waldpädagogikzertifikat„, abgeschlossen werden. Das baut auf einer vorangegangenen Ausbildung auf, wie z.B. als Erzieher:in, Lehrer:in oder Förster:in.

ACHTUNG: Deutschlandweit unterscheiden sich die Zugangsvorrausetzungen für die Weiterbildung. In Berlin wird zurzeit keine Zertifikatsausbildung angeboten. In Brandenburg dürfen nur Personen mit einem forstlichen Hintergrund das Zertifikat machen. In Hessen dürfen sowohl Förster:innen als auch Pädagog:innen daran teilnehmen.

Unter anderem deshalb habe ich an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Studium der internationalen Forstwirtschaft (IFEM) angefangen. Hier ist das Besondere, dass die Landesforstverwaltung ihre Pflicht der Zertifikatsumsetzung an die HNEE abgegeben hat. Somit können sich in Brandenburg Personen der Forstverwaltung, Studierende der forstlichen Studiengänge und Externe seit 2011 als Waldpädagogin und Waldpädagoge weiterbilden lassen.

Das Zertifikat besteht aus mehreren Modulen, einem Pflichtpraktikum und einer Abschlussprüfung. Die Module (an der HNEE) sind Bestandteile der forstlichen Studiengänge und kosten den Studierenden nichts! Nur für die Abschlussprüfung muss eine einmalige Gebühr von 200€ gezahlt werden. Das ist ein Riesenvorteil für die Studierenden, den man wissen sollte, denn eine externe Person bezahlt für den gleichen Lehrgang 1600€!


Wo soll das Praktikum gemacht werden und wie kommt man dort ran? 

Das Praktikum muss an einer anerkannten Praktikumsstelle durchgeführt werden. In Berlin gehören alle Waldschulen dazu: die 7 Waldschulen mit einem festen Standort und die 2 mobilen Rucksackwaldschulen. 

Ich habe mir die nächst-gelegene Waldschule herausgesucht, angerufen und nach einem kurzen Gespräch eine Bewerbung mit Motivationsschreiben und den Lebenslauf geschickt. Dann ging alles ganz einfach und Schwupp hat es im März auch schon begonnen. 

Die Wahl des Praktikumsplatzes kann auch nach der Altersstufe erfolgen. So finden in der Waldschule Plänterwald und Bucher Forst v.a. Waldführungen mit der 1 bis 4 Klasse statt, andere Waldschulen empfangen auch Oberstufenschüler:innen. 


Und das Praktikum beginnt! 

Insgesamt habe ich zwei Wochen (80 Stunden) bei Katja und Harald in der Waldschule Bucher Forst verbracht. Für mich war es damals eine Herausforderung zwei Wochen am Stück frei zu bekommen. Hier konnte die Praktikumszeit ohne Probleme individuell abgesprochen werden.

In der Zeit kam jeden Tag eine neue Gruppe zwischen der ersten bis siebten Klasse zu uns, um einen klassischen Waldtag zu erleben. Am Anfang bin ich als stille Begleiterin mitgegangen und konnte in die Rolle der Besucher:innen schlüpfen. Dabei habe ich alle tollen Waldaktionen mitgemacht und bin z.B. mit auf Baumstämmen balanciert, geklettert, habe Hütten gebaut, mit Standlupen gearbeitet oder Waldspiele erlebt. 


Was „muss“ man alles im Praktikum machen? 

Man muss für ein erfolgreiches Praktikum eigene waldpädagogische Aktionen (Führungen, Projekte) planen und umsetzen.

Wenn man noch nie mit Kindern gearbeitet hat, kann ein mehrstündiger Waldtag eine große Herausforderung sein. Damit der eigene Anteil angerechnet wird, reicht es meistens auch aus, einen Teil des Waldtages oder einzelne Spiele umzusetzen. 

Bei mir wuchs schon nach ein paar Tagen das Selbstvertrauen und ich wollte selber aktiv werden. Das Praktikum ist eine super Gelegenheit, um eigene Ideen und Theoretisches auszuprobieren. Es ist immer ein:e kompetente:r Waldpädagog:in als Unterstützung dabei, falls es brenzlig wird. 

Traut euch also eigene Erfahrungen zu machen! Man muss nichts, darf aber ganz viel.  Die Zeit ist das was du daraus machst und die Pädagog:innen stehen dir mit Rat und Tat zur Seite.


Was kann man an einem Waldtag behandeln und wie kann eine Waldführung aussehen?

Als Thema bietet sich alles real Erlebbare/Jahreszeitliche an: Im wunderschönen Bucher Laubmischwald gibt es vieles zu erleben wie die Feuchtwiesen, den „Geheimpfad“ durch den Erlenbruch oder das Naturschutzgebiet. Im März hört man saisonal aber auch den Buntspecht seine Brutplätze bauen, die Amseln bei ihren Balzgesängen oder sieht den Kleiber kopfunter den Baum klettern. 

Nach einer Einarbeitungszeit habe ich einen eigenen Waldtag geplant. In dieser 3-4 stündigen Buntspecht-Führung mit einer 2. Klasse haben wir uns alles rund um die Lebensweise des Spechtes angeschaut und nachgespielt. Die 23 Kinder wurden mithilfe eines Fühlbeutels (angefressene Zapfen des Buntspechtes & Eichhörnchens) geteilt. Sie konnten dann wie Spechte klettern, durch Trommelklänge miteinander reden und im lustigen „Specht-Höhle-Spiel“ von Höhle zu Höhle fliegen. Im Naturschutzgebiet (ACHTUNG striktes Wegegebot) haben wir eine Schatzsuche mit umgebauten Eierbechern gemacht. Zum Schluss gab es ein Feuer und leckeres Stockbrot-Backen als Ausklang. 


Nach den zwei Wochen habe ich mich als echte Spechtexpertin gefühlt, weil nicht nur die Kinder, sondern auch ich viel dazu gelernt haben. Die Spiele habe ich durch die Hochschul-Module, die Waldpädagog:innen, die Bücher der Waldschul-Bibliothek oder aus dem Internet kennengelernt.


Ziel … Ziel … Zielgruppenorientierung

Pädagog:innen, auch die im Wald, arbeiten „zielgruppenorientiert“ (wie es in der Fachsprache heißt). Die Spiele und Erlebnisse werden an das Alter und die jeweilige Gruppe angepasst d.h. die Menschen werden dort mitgenommen, wo sie gerade sind. Das fordert Spontanität während der Waldführung und kann einem nicht „beigebracht“ werden. Spontanität muss geübt sein, auch dafür ist das Praktikum eine tolle Gelegenheit. Ich habe gelernt von meinen starren Konzepten abzuweichen und auf die momentanen Bedürfnisse der Gruppe einzugehen. Wenn die Kinder sich lieber mit einer Pfütze beschäftigen oder freispielen wollen, dann brauchen sie genau das gerade (und kein übergestülptes Waldspiel).  Wenn den Kindern kalt ist, dann muss auch mal im Zickzack gerannt werden.

Auf dem Foto (links) sieht man z.B. ein Baumteil, welches die Kinder entdeckt haben. Wir waren alle ganz fasziniert und haben den Ursprungsort gesucht. Wisst ihr um welchen Baum es sich handelt?

In den zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit verschiedene Zielgruppen mit ihren spezifischen Anforderungen und Herausforderungen kennenzulernen. Ich bin nicht nur den Schülergruppen der ersten bis siebten Klasse begegnet, sondern habe auch bei einer Familienveranstaltung assistiert. Die Familienführungen waren besonders anspruchsvoll, da verschiedene Altersgruppen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen aufeinandergetroffen sind. So musste der hohe Spiel- und Bewegungsdrang der Kinder mit dem Wissens- und Erzähldurst der Erwachsenen zusammengebracht werden. 


Das Ende der Waldführung

Nachdem jede Gruppe uns verlassen hatte, sind wir als Team zusammengekommen. Wir haben uns bei einer Tasse Tee ausgetauscht und reflektiert: Was ist gut gelaufen? Was hat nicht so gut funktioniert? Was hat uns Spaß gemacht? Was kann das nächste Mal besser gemacht werden?

Ich wurde von Anfang an als vollständiger Teil des Teams aufgenommen. Am Morgen vor der Führung haben wir gemeinsam den Tag geplant und ihn am Nachmittag gemeinsam beendet. Ich wurde als ganzer Mensch gesehen und durfte auch als Praktikantin mit Kopf, Herz und Hand lernen. Alles darf so sein, wie man sich selber wohlfühlt. Eigene Ideen und Vorschläge für die Waldtage sind immer willkommen und erwünscht gewesen. 


Für mich war eines der größten Geschenke des Praktikums die eigenen Erlebnisse, als angehende Waldpädagogin, gemeinsam mit den erfahrenen Waldpädagog:innen zu reflektieren. Ich konnte auf ihren reichen Wissensschatz zurückgreifen und meine eigene „innere Schatzkiste“ füllen.


Interessante Links

Waldspiele-Sammlung
(Link zu Waldmeister.hausdeswaldes.de)

Anpsrechpartnerin Fr. Dr. Astrid Schilling für das Waldpädagogikzertifikat an der HNEE 
(Link zu hnee.de)

Text:
Jasmin Snoussi – Studentin an der HNEE und frisch gebackene Waldpädagogin

Wilma Wusel entdeckt Spinnen

Wilma Wusel entdeckt Spinnen

Hallo du,
der Herbst beginnt!!! Und wenn ein Herbstanfang schöne sonnige Tage hat, dann nennt man ihn auch Altweibersommer. Das hast du sicher schon einmal gehört. Aber wieso heißt er so?

An sonnigen Tagen kannst du jetzt nämlich viele weiße Fäden zwischen den Pflanzen entdecken und diese erinnern angeblich an die weißen Haare von alten Frauen. Hihi – eine schöne Vorstellung: Alte Frauen kämmen sich, säubern dann ihre Bürsten und lassen ihre langen weißen Haare vom Winde verwehen…

Aber in Wirklichkeit sind ja Spinnen für den zarten Zauber verantwortlich. Denn zum Herbstanfang spannen besonders viele Spinnen ihre Netze. Ihre Spinnfäden schweben dann in der Luft oder sind an Gräsern und Büschen zu sehen.


Erst neulich habe ich ein schönes Netz einer Spinne entdecken können: Wow, das sah im Morgenlicht besonders schön aus!!

Solche kleinen Tiere können solche wunderbaren Gebilde zustande bringen. Wie machen die das bloß??? Und verheddern sie sich nicht mit ihren acht Beinen?

Zu Hause fand ich eine super Erklärung für meine Frage.

Später entdeckte ich noch andere Spinnennetze, die gar nicht rund waren. Das Gespinst von einigen war fast so dicht wie Stoff…

Aha, es gibt also verschiedene Netzformen bei den Spinnen! Und die Art ihrer Netze ist namensgebend für die verschiedenen Spinnengruppen. Es gibt z.B. Winkelspinnen, Baldachinspinnen, Radnetzspinnen und Dreiecksspinnen.


Na, erkennst du welche Netze von welcher Spinnengruppe gebaut wurde?


Nun hatte ich aber auch von Wolfsspinnen gehört.

Bauen die etwa keine Fangnetze? Jagen die ihre Beute am Boden? Und wenn ja, verfolgen sie die wie Wölfe?

Ich machte mich also auf die Suche nach diesen Bodenspinnen. So richtig Glück hatte ich leider nicht. Ich entdeckte zwar eine kleine Spinne, die im Laub winzig kleine Netze webte, und auch einen langbeinigen Weberknecht – doch eine Wolfsspinne fand ich nicht.


Deshalb baute ich eine Bodenfalle. Ich buddelte ein Loch für eine Schale. Dann klopfte ich die Erde am Rand der Schale fest und achtete darauf, dass der Schalenrand direkt mit dem Boden abschließt. Eine Abdeckung sollte vor Regen schützen. Am nächsten Tag schaute ich nach und …
… war enttäuscht ☹. Es waren zwar einige Krabbeltiere in meine Falle gegangen, jedoch keine Wolfsspinne. Als ich die kleinen Tierchen freiließ, entdeckte ich, dass unter ihnen auch eine winzige Spinne war. Nach meinem Fangversuch beseitigte ich meine Bodenfalle und gestaltete alles wieder so, wie ich es vorgefunden hatte. Denn das ist wichtig, schließlich war es ja eine TierFALLE.


Nun gut, dann musste mir eben ein Spinnenbuch weiterhelfen. Ich las tolle Dinge über die Wolfsspinne. Es gibt ganz viele Arten von Wolfsspinnen. Sie jagen anderen Bodentiere mit ihren langen Beinen hinterher, springen diese dann an und töten sie mit einem Giftbiss. Ist doch so ähnlich wie bei Wölfen, oder?

Ich erfuhr aber auch noch andere interessante Dinge über Spinnen:

Wusstest du, dass Weberknechte ihre Beine abstoßen können, um ihre Fressfeinde zu irritieren?

Wusstest du, dass Spinnenfäden stärker als Stahl und trotzdem elastisch sind und dass lange daran geforscht wurde, um solch ein Material herstellen zu können?

Wusstest du, dass es von 100.000 Spinnentieren weltweit nur eine Wasserspinne gibt?

Wow – die Spinnenwelt ist ja super interessant!!! Von wegen PFUI SPINNE!


Obwohl, vor einem Spinnentier sollten wir uns alle in Acht nehmen. Weißt du wie es heißt?

Es heißt:  EKCEZ  


Hier erfährst du noch mehr über Spinnen

Was ist typisch für Spinnen? Kurz zusammengefasst…
(Link zu Löwenzahn)

Spinnenrettung leicht gemacht
(Link zu pindactica.de)

Eine Spinnenforscherin ist bei Fritz zu Gast
(Link zu Löwenzahn)

Anna und die wilden Tiere: Keine Angst vor Spinnen
(Link zu YouTube)

Lexika für Kinder:
Klexikon
Naturdetektive


Forscherblatt zum Thema Spinnen

Ein Foto vom Wegweiser des Waldlehrpfades Hermsdorf

Waldlehrpfad Hermsdorf

Waldlehrpfad Hermsdorf

Es ist Juli, die Sommerferien haben gerade begonnen und die meiste Zeit scheint die Sonne. Was passt da besser, als ein kleiner Ausflug in die Natur? Wenn du dich für den Wald interessierst und mehr über ihn lernen möchtest oder sogar Waldtiere von nahem sehen willst, dann ist der Waldlehrpfad im Hermsdorfer Forst genau das Richtige für dich!

Der Rundweg ist 2,5 km lang und hält sowohl für Kinder als auch für Erwachsene einiges bereit. So haben auch wir, drei Freiwillige der Berliner Waldschulen, uns aufgemacht, um den Pfad zu erkunden. Er führt durch einen schönen und dichten Mischwald und ist teilweise hügelig, aber trotzdem gut begehbar.

Foto: Beliner Forsten



Auf unserer Suche nach dem Anfang des Pfades sind wir auf einen schönen, großen Waldspielplatz gestoßen, wo Kinder sich vor oder nach der kleinen Wanderung einmal richtig austoben können.

Gleich hinter dem Spielplatz beginnt der Weg und wird durch regelmäßige Wegweiser gut gekennzeichnet.


Es geht los…

Hier wurde uns auch der Eichelhäher vorgestellt, der dich auf deinem Weg begleiten wird.

Habt ihr gewusst, dass Eichelhäher, wie Eichhörnchen, Nüsse für den Winter im Boden verstecken und durch ihre Vergesslichkeit so neue Bäume pflanzen?

Das war nur der erste spannende Fakt über die Tier- und Pflanzenwelt des dortigen Waldes, der auf den vielen Schautafeln zu finden waren.

Teste dein Waldwissen!


Auf dem weiteren Weg kann man immer wieder Schilder entdecken, die zum Beispiel viele verschiedene Baumarten vorstellen.

Außerdem gibt es auch interaktive Quizschilder, mit denen man neu erlernte oder vorher schon bekannte Pflanzen und Tiere spielerisch abfragen kann.


Aber nicht nur die Schilder sind interessant, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, findet sich immer etwas, was sich zum näheren Betrachten, Rätseln und Staunen anbietet. Wir haben auf dem Weg zwei faszinierende Wespennester, wunderschöne Spinnennetze und Buchfinken gesehen. Ganz zu schweigen von den vielen Vögeln, die wir gehört haben. Was das wohl für welche waren? Und wer wohl die Ulme komplett kahlgefressen hat?

Abwechslung gab es außerdem durch einige liegende Baumstämme (perfekt zum Balancieren), aber auch extra gebaute Klettergeräte, auf denen wir viel Spaß hatten.


Gegen Ende des Pfades sind wir zu unserem persönlichen Highlight gekommen: den Wildtiergehegen.

Auf den ersten Blick schienen sie leer zu sein, aber bei genauerem Hinsehen haben wir Wildschweine und Frischlinge beobachten können. In den anderen Gehegen sind Rot- und Damwild zu Hause. Der kleine Pavillon neben den Gehegen ist ideal für eine kleine Essenspause.

Gut gelaunt von diesem Erlebnis und unserem Tag im Wald sind wir nach ca. zwei Stunden wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Den Pfad können wir allen empfehlen, die sich für den Wald interessieren. Gut geeignet ist er vor allem für Familien mit Kindern, aber auch uns als junge Erwachsene hat er Spaß gemacht. Also Waldfreunde allen Alters, auf in den Hermsdorfer Forst!


Anfahrt

Der Waldlehrpfad ist gut mit Google Maps zu finden: Einfach Waldlehrpfad Hermsdorf eingeben, der Ort ist ziemlich präzise angegeben.

Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Der Startpunkt der Wanderung ist in Laufentfernung der Bushaltestellen Dohnensteig (125) und Forstamt Tegel (124). Die nächste Bahnstation ist U-Alt-Tegel (U6). Von da kann man gut den Bus nehmen.

Die Anfahrt ist alternativ auch mit Auto möglich, in der Nähe des Waldlehrpfades gibt es auch einen Waldparkplatz.

Text, Fotos und Zeichnung:
Teilnehmer:innen des Freiwilligen Ökologischen Jahres 2021/2022
Teresa Bruhn (Waldschule Zehlendorf), Luca Scanlan (Waldschule Plänterwald), Luna Voigt (Waldschule Bucher Forst)

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Hallo du,

na, bist du jetzt auch so oft wie möglich im kühlenden Wald unterwegs? Sommertemperaturen sind ja ganz schön, aber wenn es zur Hitze ausartet, dann suche ich gern schattige Plätze auf. Ja und einer meiner Lieblingswälder in Berlin, der Plänterwald, hat viele alte Laubbäume, die mir Kühlung und Sonnenschutz bieten.

eine große Buche

Mein letzter Waldbesuch endete aber nicht wie geplant, denn als ich es mir gerade unter einer großen Buche gemütlich machen wollte, schreckte ich auf.

Laute Motorgeräusche, kräftige Hammerschläge und lärmende Sägen störten mich in meiner Mittagsruhe.

Das machte mich neugierig und ich eilte dem Krach entgegen. 

saftig grüne Buchenblätter
Für einen Spielplatz wird viel Holz gebraucht

Wow- ich entdeckte eine richtig große Baustelle und das mitten im Wald!!! Ja sogar ein Bagger war da! Doch die dort arbeitenden Menschen sahen nicht wie Bauarbeiter*innen aus, sondern erinnerten mich eher an Forstleute.

Und richtig, es waren Mitarbeiter*innen der Berliner Forsten. Sie erzählten mir, dass hier einer der größten Waldspielplätze von Berlin entstehen soll.

Manche Stämme werden tief in den Boden eingegraben

Deshalb sind sie so emsig: sie sägen viele Bretter, vermessen Balancierbalken und gestalten neue Spielgeräte.
Und das Holz, das sie verarbeiten, stammt von Bäumen, die sie im Berliner Wald ausgesucht und dann gefällt haben.

Eine Forstwirtin meinte: „Wir brauchen nämlich für die Spielgeräte hartes und festes Holz. Dafür eignen sich besonders Eichen und Robinien!“ 
Sie zeigte mir einen Robinienstamm und machte sich gleich an die Arbeit. Ich staunte, denn sie schälte diesen wie ich eine Karotte.  
„Die Rinde muss ab, damit das Holz länger hält und geschliffen werden kann.“ Ich versuchte, ihr zu helfen, musste aber bald merken, dass solch ein Entrinden sehr anstrengend ist! Puh!! Aber die frische Rinde roch toll…  

Mit diesem Schaber wird die Rinde abgemacht

Da der Spielplatz Anfang Juli eröffnet werden soll, hielt ich die fleißigen Forstwirt*innen nicht mehr mit meinen Fragen auf, sondern bewunderte schon die ersten Spielmöglichkeiten. Na, das wird ein Spaß, wenn wieder alle Kinder den Waldspielplatz nutzen dürfen! 

Auf meinem Rückweg zur alten Buche stutzte ich: „Nanu, die Rinde kenn‘ ich doch? Die habe ich doch auf der Spielplatzbaustelle von Stamm geschält. Ist das etwa eine Robinie? Ach, da sind ja auch ihre Blätter! Die kenn‘ ich doch! Die nehme ich öfter mal für meine Abzählspiele!“  

Bei meinem Abzählspiel zupfe ich mit jedem Begriff ein Blättchen ab und der Begriff am letzten Blättchen geht in Erfüllung (oder auch nicht😊)
z. B. für die Wettervorhersage für mein Geburtstag nutze ich: „Sonne, Wolken, Regen“, für meine Teilnahme am nächsten Wildschweinrennen zähle ich: „Sieg, Mittelfeld, Letzte“ oder für mein Blick in die Zukunft nehme ich ”Professorin, Bäckerin, Ingenieurin oder Schriftstellerin”. 

Als ich weiterging kam ich zu einem Platz mit ganz vielem alten Holz und tollen Stöcken. Der Platz erinnerte mich sofort an die Wald-Baustelle. Da kam mir eine Idee: Ich bau mir einen eigenen Waldspielplatz mit Hütte, Wippe und Balancierstrecke. Das wird toll!!!

Werde doch auch du bei deinem nächsten Waldaufenthalt ein*e Spielplatzerbauer*in!!!


Spannende Links

Die Berliner Waldspielplätze
(Link zu berlin.de)

Bauanleitungen für deinen eigenen Waldspielplatz:

Turm im Wald
(Link zu youtube.de)

Kugelbahn
(Link zu wanderverband.de)

Waldhütte bauen
(Link zu geo.de)


Detektivblatt „Waldspielzeug“

Drucke Dir hier dein Detktivblatt aus und fange sofort an zu spielen.