Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Hallo du,

na, bist du jetzt auch so oft wie möglich im kühlenden Wald unterwegs? Sommertemperaturen sind ja ganz schön, aber wenn es zur Hitze ausartet, dann suche ich gern schattige Plätze auf. Ja und einer meiner Lieblingswälder in Berlin, der Plänterwald, hat viele alte Laubbäume, die mir Kühlung und Sonnenschutz bieten.

eine große Buche

Mein letzter Waldbesuch endete aber nicht wie geplant, denn als ich es mir gerade unter einer großen Buche gemütlich machen wollte, schreckte ich auf.

Laute Motorgeräusche, kräftige Hammerschläge und lärmende Sägen störten mich in meiner Mittagsruhe.

Das machte mich neugierig und ich eilte dem Krach entgegen. 

saftig grüne Buchenblätter
Für einen Spielplatz wird viel Holz gebraucht

Wow- ich entdeckte eine richtig große Baustelle und das mitten im Wald!!! Ja sogar ein Bagger war da! Doch die dort arbeitenden Menschen sahen nicht wie Bauarbeiter*innen aus, sondern erinnerten mich eher an Forstleute.

Und richtig, es waren Mitarbeiter*innen der Berliner Forsten. Sie erzählten mir, dass hier einer der größten Waldspielplätze von Berlin entstehen soll.

Manche Stämme werden tief in den Boden eingegraben

Deshalb sind sie so emsig: sie sägen viele Bretter, vermessen Balancierbalken und gestalten neue Spielgeräte.
Und das Holz, das sie verarbeiten, stammt von Bäumen, die sie im Berliner Wald ausgesucht und dann gefällt haben.

Eine Forstwirtin meinte: „Wir brauchen nämlich für die Spielgeräte hartes und festes Holz. Dafür eignen sich besonders Eichen und Robinien!“ 
Sie zeigte mir einen Robinienstamm und machte sich gleich an die Arbeit. Ich staunte, denn sie schälte diesen wie ich eine Karotte.  
„Die Rinde muss ab, damit das Holz länger hält und geschliffen werden kann.“ Ich versuchte, ihr zu helfen, musste aber bald merken, dass solch ein Entrinden sehr anstrengend ist! Puh!! Aber die frische Rinde roch toll…  

Mit diesem Schaber wird die Rinde abgemacht

Da der Spielplatz Anfang Juli eröffnet werden soll, hielt ich die fleißigen Forstwirt*innen nicht mehr mit meinen Fragen auf, sondern bewunderte schon die ersten Spielmöglichkeiten. Na, das wird ein Spaß, wenn wieder alle Kinder den Waldspielplatz nutzen dürfen! 

Auf meinem Rückweg zur alten Buche stutzte ich: „Nanu, die Rinde kenn‘ ich doch? Die habe ich doch auf der Spielplatzbaustelle von Stamm geschält. Ist das etwa eine Robinie? Ach, da sind ja auch ihre Blätter! Die kenn‘ ich doch! Die nehme ich öfter mal für meine Abzählspiele!“  

Bei meinem Abzählspiel zupfe ich mit jedem Begriff ein Blättchen ab und der Begriff am letzten Blättchen geht in Erfüllung (oder auch nicht😊)
z. B. für die Wettervorhersage für mein Geburtstag nutze ich: „Sonne, Wolken, Regen“, für meine Teilnahme am nächsten Wildschweinrennen zähle ich: „Sieg, Mittelfeld, Letzte“ oder für mein Blick in die Zukunft nehme ich ”Professorin, Bäckerin, Ingenieurin oder Schriftstellerin”. 

Als ich weiterging kam ich zu einem Platz mit ganz vielem alten Holz und tollen Stöcken. Der Platz erinnerte mich sofort an die Wald-Baustelle. Da kam mir eine Idee: Ich bau mir einen eigenen Waldspielplatz mit Hütte, Wippe und Balancierstrecke. Das wird toll!!!

Werde doch auch du bei deinem nächsten Waldaufenthalt ein*e Spielplatzerbauer*in!!!


Spannende Links

Die Berliner Waldspielplätze
(Link zu berlin.de)

Bauanleitungen für deinen eigenen Waldspielplatz:

Turm im Wald
(Link zu youtube.de)

Kugelbahn
(Link zu wanderverband.de)

Waldhütte bauen
(Link zu geo.de)


Detektivblatt „Waldspielzeug“

Drucke Dir hier dein Detktivblatt aus und fange sofort an zu spielen.


Wilma Wusel entdeckt Baumkinder

Wilma Wusel entdeckt Baumkinder

Hallo du, der Frühling ist da!!! Freust du dich auch so darüber wie ich? Überall blüht und zwitschert es – ich habe sogar auch schon eine Nachtigall gehört, die nun nach langem Flug aus dem Winterquartier auf Partnersuche ist. Hast du auch schon zurückgekehrte Zugvögel wie den Weißstorch, Kuckuck und die Schwalbe gesehen oder gehört?

Ja, ringsumher beginnt nun wieder neues Leben! Viele Vögel haben bereits ein Nest gebaut und bei einigen sind sogar schon kleine Vogelbabys geschlüpft.

Auf meinem letzten Spaziergang habe ich auch Babys entdeckt, und zwar Baumbabys! Doch es war mir erst gar nicht klar, dass es kleine Bäume waren. Sie sahen so ganz anders aus!

Das eine Baumbaby erinnerte mich an einen Propeller und das andere sah wie eine Muschelpflanze oder besser noch, wie eine Pflanze mit Elefantenohren aus!

Erst später erfuhr ich, dass diese Baumbabys Keimlinge genannt werden und ich sah dann auch, dass aus dem Propeller Spitzahornblätter wuchsen. Aha, so also begann auch das Leben von meinem Baumfreund Hartmut!!!

Wow, und aus der Muschelpflanze reckten sich dann Buchenblätter!

Jaja, auch ein großer, starker Baum fängt eben klein an und muss sich auch gedulden, bis er zu den Großen gehört!

Beim nächsten Erkundungsgang konnte ich sogar noch größere Geschwister meiner Baumbabys, oh pardon der Keimlinge, entdecken.
Daraus machte ich ein Spiel: Ich suchte zunächst ein Bäumchen was genauso groß war wie ich, dann schaute ich nach größeren, bis ich eines fand, unter das ich mich stellen konnte. Beim Spitzahorn fand ich schnell die verschiedenen Größen, ohne dass ich den Ort verlassen musste.

Bei der Buche musste ich länger suchen. Woran das wohl liegt???



Außerdem machte mich noch etwas stutzig; so viel ich auch suchte, ich fand in der Nähe der Spitzahornkinder nirgends einen großen Ahornbaum. Bei den Buchenkindern fand ich dagegen schnell die „Mutter“.

Ich überlegte: Ob das mit den Früchten der Bäume zu tun hat? Denn ich kann mich noch gut erinnern, dass die Ahornnasen beim letzten Herbststurm wie Propeller durch die Luft flogen (ach, deshalb sehen wohl auch die Keimlinge so aus). Und beim Pilze sammeln fiel mir eine Buchecker fast auf den Kopf!

Hm, da ist es wieder – ein neues Naturrätsel, was es zu lösen gibt!!!


Ich bin davon überzeugt, dass mir dies gelingen wird, doch jetzt werde ich erstmal die Frühlingstage genießen und mich an dem frischen Grün des Blätterdachs im Wald erfreuen. Kommst du mit?


Detektivblatt Baumkinder

Drucke dir das Detektivblatt aus und gehe auf Entdeckungstour im Wald.

Spannende Links:

Anna und der Ahorn (YouTube ab Minute 2:10)

Anna und die Buche (YouTube ab Minute 3:13)

Umfangreiche Fotosammlung von Baumkindern
(Website des Schulbiologiezentrums Hannover)

Basteln:

Wie passt das Buchenblatt in die Knospe und was ist eigentlich Bionik?
(Buchenblattfaltung auf pindactica.de)

Wilma Wusel entdeckt Knospen

Wilma Wusel entdeckt Knospen

Eine Maus in ihrem Versteck

Hallo du,

neulich war ich wieder mal im Wald unterwegs. Leider lag kein Schnee, doch auf einmal raschelte etwas im Laub. Ich schlich mich ran, denn ich wollte das Tier aufspüren. Im Fuchsgang (Link zu youtube) konnte ich mich ganz leise im Unterholz bewegen  und da entdeckte ich sie!

Eine kleine Maus war in ein Loch gehuscht und schaute mich daraus mit ihren Kulleraugen an.
Sie hatte bestimmt nach Eicheln oder Bucheckern gesucht, um ihren Hunger stillen zu können.

Ich wollte sie nicht weiter stören, deshalb schlich ich leise zurück. Da passierte es, denn ich piekste mich an einem Zweig.

Den schaute ich mir natürlich genauer an:  Waren das Stacheln oder Dornen, die mich ärgerten? Nee, so spitz wie die Dornen der Robinie waren diese nicht. Und abbrechen, wie die Stacheln vom Hagebuttenstrauch ließen sich die spitzten Dinger auch nicht. Hmm???

Wilma schaut sich den Buchen-Zweig genauer an.
Der Lindenzweig hat auch Auswüchse.

Ich schaute mich um, und da fiel mir auf, dass auch noch andere Zweige solche Auswüchse hatten, die aber ganz unterschiedlich aussahen. Sie hatten sogar verschiedene Farben: schwarz, grün, braun.

Ich überlegte: Sind das etwa die Knospen, aus denen im Frühling die Blätter wachsen? Und wenn sie so unterschiedlich aussehen, dann sind diese bestimmt auch von verschiedenen Baumarten.

Das wäre ja toll, dann brauch ich gar nicht zu warten, bis die Blätter wachsen, um den einen oder anderen Baum erkennen zu können.

Beim Ahorn sehen sie wieder ganz anders aus.

Zunächst dachte ich mir aber eigene Namen aus: Zickzackzweig, Zipfelmützenknospe, Tropfenknospe.
Na, kannst du diese Namen den Zweigen zuordnen?


Nun wollte ich es aber genau wissen und wieder einmal halfen mir Bestimmungsbücher weiter.

Tatsächlich! So vielfältig wie die Blätter einzelner Baumarten aussehen, so unterschiedlich sind auch die Knospen! In einem der Bücher fand ich eine coole Tabelle, wie ich die verschiedenen Knospen einordnen kann.
Aha, meine Tropfenknospe ist also von einer Kastanie…

Nun interessierte mich, was in einer Knospe ist und ich öffnete eine Buchenknospe.
Ich entfernte ganz vorsichtig Schuppe für Schuppe und siehe da, mit der Lupe und etwas Phantasie konnte ich bereits die kleinen Buchenblätter erkennen, welche auf den Frühling warten.

Ich hatte auch noch einige Spielideen:

Ich nahm mir einen Zweig aus meinem Zweigehaufen und versteckte die anderen Zweige unter einem Tuch. Nun versuchte ich unter dem Tuch den gleichen Zweig zu ertasten, der vor mir lag. Und es klappte prima- ich hatte nur einen Fehlversuch! 🙂

Darauf hin machte ich es mir noch schwerer – ich verband mir meine Augen und griff aus dem Zweighaufen ein Stück heraus und fühlte seine Besonderheiten mit der Wange. Ups, der Buchenzweig piekste ganz schön…

Diese und noch andere Spiele machen bestimmt zu zweit oder mit mehreren viel mehr Spaß, deshalb werde ich für meinen nächsten Spielenachmittag noch ganz viele Zweige sammeln.

Im Winter finden oftmals Baumfällungen im Wald und auch Baumpflegearbeiten auf dem Schulhof oder im Park statt. Dort werde ich gewiss viele Zweige zum Spielen finden.
Wenn du auf deiner nächsten Waldtour Kronenteile am Wegesrand entdeckst oder du noch Äste im Park findest, so schneide dir doch auch ein paar Zweige ab. Dann kannst du auch die Knospen erforschen und Tast- und Ratespiele machen.

Und nach dem Forschen und Spielen kannst du die Zweige ins Wasser und an einen hellen warmen Ort stellen. Dann hast du bald den Frühling im Haus. Das wird bestimmt spannend, ob und wie sich die einzelnen Knospen öffnen.
Ja, Winter macht Spaß, auch ohne Schnee!!!


Knospenbestimmung

https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/zweige

https://www.pflanzen-vielfalt.net/bestimmen-sammeln/baumbestimmungshilfe/knospenbestimmung/

https://www.suz-mitte.de/pdfs/naturforscher/winterbaum/fb20a_Knospen.pdf

Knospenquiz

https://www.geo.de/natur/naturquiz/20987-quiz-bilderquiz-erkennen-sie-den-baum-seiner-knospe


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Eine Stechpalme

Die Stechpalme

Ich hab‘ Hollywood entdeckt!! Lieber wäre mir natürlich gewesen, wenn ich von Hollywood entdeckt worden wäre, zumal ich ja schon Filmerfahrung habe😉

Ich erzähle euch mal wie es dazu kam:
Der Baum des Jahres für 2021 ist die Gewöhnliche Stechpalme auch Hülse oder Ilex genannt. Natürlich wollte ich über unseren Baum des Jahres mehr wissen und habe bei meinen intensiven Recherchen viel Interessantes erfahren: Es geht um Zauber, Weisheit, ewiges Leben und Schutz vor dem Bösem.

Hollywood

Die Stechpalme oder Hülse ist besonders in England weit verbreitet und sehr beliebt. Unsere Hülse wird dort Holly genannt.

Ja und im 19. Jahrhundert hatte ein amerikanischer Grundbesitzer eine Begegnung mit dem Fahrer eines Holztransporters, welcher wahrscheinlich Stechpalmenholz geladen hatte. Dieser Mann fühlte sich bei dem Gespräch an seine alte Heimat erinnert und nannte deshalb sein neues Land „Hollywood“ (Stechpalmenwald), obwohl dort weit und breit keine Stechpalme wuchs.

Das ist doch wahrlich eine filmreife Story mit den nötigen Irrungen und Verwirrungen, oder?

Wilma schaut sich Hollywood ganz genau an
Wilma mit Hedwig und Zauberstab

Stechpalmenholz

Apropos Film- wusstet ihr eigentlich, dass die Harry Potter- Filme in Hollywood gedreht wurden und viel wichtiger, dass der Zauberstab von Harry Potter aus Stechpalmenholz ist, „Stechpalme und Phönixfeder, 11 Zoll, handlich und geschmeidig“?  

Wegen der tollen Zauberkräfte der Stechpalme hat man sie früher schon gerne für Zauberstäbe verwendet. Und weil das Holz auch sonst als handlich und geschmeidig galt, also sich schön anfühlt, wurde es gerne für Spazierstöcke benutzt.

Noch so ein berühmter Typ, Johann Wolfgang von Goethe hat deshalb wohl zu seinem 70. Geburtstag einen Spazierstock aus Stechpalmenholz geschenkt bekommen.

Schutz gegen Böse geister und Blitzeinschläge

In der kalten Jahreszeit wurden früher gerne Stechpalmenzweige in die Stuben und Ställe gehängt, um böse Geister abzuschrecken und das Haus vor Blitzschlag zu schützen.
Bin ich froh, dass es heute Blitzableiter gibt, denn das hat sicher nicht so gut funktioniert.
Ehrlich gesagt, ich habe gegrinst, als ich über diesen Brauch gelesen habe. Doch dann fiel mir auf, dass heutzutage immer noch sehr gern die Adventskränze und Weihnachtsträuße mit den immergrünen Zweigen und den leuchtenden roten Früchten der Stechpalme geschmückt werden.
Da frage ich mich: Machen das die Leute, weil es hübsch aussieht oder wollen sie doch damit Böses vertreiben?

Wilmas Kerzenständer sind mit Stechpalmen-Beeren und Nelken verziert.

Winterliche Dekoration

Früher haben so viele Leute die Stechpalme für ihre Weihnachtsdekoration benutzt, dass sie ganz selten in unseren Wäldern geworden ist. Jetzt steht sie unter Naturschutz.

Also wenn ihr ein Adventsgesteck mit den hübschen Ästen der Stechpalme und lustigen roten Beeren dekorieren wollt, müsst ihr sie leider kaufen oder aus einem privaten Garten bekommen und dürft sie nicht einfach im Wald abpflücken, das ist schon lange verboten!

Ich habe mir also einen schönen Zweig gekauft:
Na wie gefällt dir meine Bastelidee? Ich habe die Clementine noch mit Gewürznelken verziert und nun sieht mein Kerzenständer nicht nur schön aus, sondern er duftet auch noch weihnachtlich!

Bei meinen Nachforschungen erfuhr ich aber noch etwas Wichtiges:
Die Blätter und Früchte der Stechpalme sind für Menschen GIFTIG! Also lieber Finger waschen nach dem Basteln.

Da die Steckpalme ja schon eine Weile Baum des Jahres ist, habe ich natürlich bei meinen Berliner forstlichen Streifzügen das ganze Jahr besonders auf sie geachtet. Im Sommer ist sie wirklich nicht so leicht zu entdecken, weil es doch eher ein kleiner stacheliger Baum ist und sich zwischen den anderen Bäumen gut versteckt. Aber jetzt könnt ihr sie gut finden, weil die liebe Stechpalme ihre grünen Blätter im Winter nicht verliert. Deswegen eignen sie sich ja so gut für Adventsgestecke.

Warum die Stechpalme sticht

Mir ist auch noch was ganz Besonderes aufgefallen. Die Ränder der unteren Blätter am Baum haben Spitzen. Das ist logisch, denn der Baum heißt ja STECHpalme. Aber die Ränder der oberen Blätter haben keine Spitzen, sie sind ganz glatt!

Ein neues Naturrätsel, das ich natürlich gleich lösen wollte:
Wow, die Stechpalme ist ja clever, denn die Spitzen an den unteren Blättern schützen sie vorm Gefressen werden. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Rehe und Hirsche die stachligen Blätter nicht mögen. Weiter oben kommen die Tiere nicht mehr ran und die Blätter brauchen keine Stacheln zum Schutz. Einfach nur genial! Deshalb gilt die Hülse auch als besonders weise. „Der Baum der weisen Voraussicht“.

Vogelfutter

Da fällt mir ein, dass ich die Reste meines Zweiges noch gar nicht verbraucht habe. Ich überlegte: „Die Vogelbeeren sind doch auch rot, da werden die Vögel vielleicht auch die Früchte der Stechpalme mögen.“ Ich nahm den Zweig und steckt ihn in meinen Balkonkasten und siehe da, es dauerte gar nicht so lange bis eine Amsel landete.

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Hallo du,

nun ist der Herbst schon in vollem Gange, denn einige Laubbäume sind bereits kahl.
Doch viele Früchte des Waldes, ob am Strauch oder am Baum, trotzen den Herbstwinden und bleiben dort wo sie sind, ob am Stängel oder am Zweig.
Auf meinen Touren durch den Wald entdeckte ich verschiedene Beeren. Mal waren sie nahe am Boden, mal wuchsen sie auf Augenhöhe oder hingen hoch oben in Büscheln an einem Baum. Aber eins hatten sie alle gemeinsam- ihre Farbe war ROT.
Natürlich stöberte ich wieder in meinen Büchern, um mehr über diese Früchte zu erfahren.


Die Hagebutte

Später entdeckte ich noch eine rote Frucht, welche ich bereits kannte: die Hagebutte!

Bestimmt kennst du sie auch schon, zumal ja das bekannte Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ (Link zu youtube.de) diese Frucht beschreibt.

Aber weißt du eigentlich, was die Hagebutte ist? Genau- sie ist die Frucht der Rose. Das habe ich auf einem Spaziergang durch Berlin herausgefunden! Dabei musste ich sehr aufpassen, dass ich mich nicht an den Stacheln verletze, welche die Rosen zum Schutz vor „Naschkatzen“ unter den Tieren haben.

Hagebuttentee

Da ich sehr gern Hagebuttentee trinke, hatte ich die Idee mal einen Tee aus frischen Hagebutten zu machen.

Dazu nutzte ich die Früchte von einer Wildrose aus dem Wald. Ich suchte mir weiche Hagebutten aus, denn nur diese sind reif, schnitt sie auf und überbrühte sie mit heißem Wasser. Ich konnte es kaum abwarten, meinen ersten selbst hergestellten Tee zu trinken. Mmmh – einfach nur lecker!!!!

Hier ist mein Teerezept zum Nachkochen:
6-8 weiche Hagebutten aufschneiden, in einen Teefilterbeutel stecken und mit 250 ml heißem Wasser überbrühen.
Den Tee für ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Wohl bekomm‘s!

Hagebuttenmarmelade

Auch Hagebuttenmarmelade kannst du selber machen.

Hast du auch schon mal Hagebuttenmarmelade gegessen? Ich durfte sie neulich probieren und ich muss sagen, die schmeckt super gut! Außerdem ist sie auch noch richtig gesund, denn Hagebutten haben ganz viel Vitamin C und auch andere gesunde Inhaltsstoffe!

Meistens stellt man die Marmelade aus den etwas größeren Früchten der Kartoffelrose (Link zu Wikipedia.de) her. Diese haben mehr Fruchtfleisch. Deshalb ist es nicht so mühevoll ist, ausreichend Hagebuttenmark für ein Glas Marmelade zu gewinnen.

Haarige Kerne

Ich schaute mir auch mal die Kerne der Hagebutte genauer an. Die kleinen Härchen an den Kernen sollen die Zubereitung von solch leckeren Marmeladen und anderen Speisen schwer machen. Einige Leute schwören auf das Durchsieben des gekochten Breis, andere beseitigen die Kerne vor dem weiteren Verarbeiten der Hagebutten.
Puh, ich stelle mir beides anstrengend vor und deshalb genieße ich umso mehr meine Hagebuttenmarmelade.

Früher waren die Kerne besonders bei Kindern sehr beliebt, denn sie nutzten diese als Juckpulver. Sie steckten die Kerne jemandem in den Kragen und warteten ab. Bald bewegte sich die Person komisch, denn sie wendete sich hin und her und versuchte sich am Rücken zu kratzen. Die Kerne rutschen nämlich den Rücken runter und dabei wirken die Härchen wie Juckpulver. (Link: zu labbe.de)
Frag‘ mal deine Eltern oder Großeltern, ob sie diesen Streich aus ihrer Kinderzeit kennen. Sie werden deine Frage gewiss mit JA und einem verschmitzten Lächeln beantworten.

Die Hagebutte ist schon eine tolle Frucht und deshalb auch nicht umsonst bei den Vögeln und anderen Tieren sehr beliebt. Mich wird sie jedenfalls als Tee oder Marmelade durch die kalte Jahreszeit begleiten und auch dir rate ich zu einem heißen Trunk aus dieser gesunden Frucht! Wohl bekomm`s.


weitere Informationen:
https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/pflanzen/rosen-stachelige-schoenheiten.html
https://www.gartenjournal.net/wildrose-vermehren

Mandala:
https://www.kigaportal.com/de/downloads/mandalas/fruechte-mandalas/hagebutten-mandala/


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine kleine Rätselaufgabe und ein Ausmalbild zur Rose und Hagebutte.


Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Hallo du,

weißt du noch, im vorigen Sommer war ich die Hauptperson in einem Comic und in diesem Jahr gab’s sogar noch eine Steigerung – ich wurde ein Filmstar! Naja, für Hollywood wird es noch nicht reichen, aber es war sehr aufregend und hat ganz viel Spaß gemacht!
Ich wurde nämlich bei meinen Erkundungen mit der Kamera begleitet. Der Regisseur und Kameramann Felix filmte mich, wie ich die Umgebung einer Waldschule erforschte, dabei ein Naturrätsel entdeckte und auch löste.


Wilma Wusels Film

Wilma beim Interview mit Felix

Nach den Dreharbeiten dufte ich Felix interviewen, denn ich wollte wissen, was er sonst so macht, wenn er nicht gerade filmt.


Hallo Felix, warum bist du hier?
Ich bin Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Waldschule Plänterwald, eine der 9 Berliner Waldschulen.


Was kann man da machen?
Ich begleite Kita-Gruppen und Schulklassen in den Wald um mit ihnen gemeinsam die Natur zu entdecken und zu erforschen. Dabei leite ich Waldspiele an oder suche mit den Kindern nach Krabbeltieren und anderen spannenden Dingen.


Aha, dann weißt du bestimmt viel über die Natur!
Naja jetzt schon, denn ich habe so einiges über den Wald gelernt und sogar mit anderen im Wald übernachtet! Das war cool!


Wow, das klingt ja spannend! Da kommt mir sofort eine Idee: Ich werde dich mal bei deinen Abenteuern begleiten und vielleicht entsteht dabei auch ein Film…



kostenlose App für Stop-motions-Trickfilme:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cateater.stopmotionstudio&hl=de&gl=US

Freiwilliges Ökologisches Jahr an Berliner Waldschulen:
https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/freiwilliges-oekologisches-jahr/
https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/foej/was-ist-das-foej
https://vjf.de/foej/
https://www.jao-berlin.de/de/topic/159.f%C3%B6j-berlin.html