Wilma Wusel entdeckt Greifvögel

Wilma Wusel entdeckt Greifvögel

Hallo du,

na, hast du die Wintersonne auch besonders gern? Es ist schon großartig, in einen blauen Himmel zu blicken und dabei die knorrigen Baumkronen bewundern zu können!

Neulich war ich wieder mal unterwegs. Da hörte ich laute, kräftige Vogelrufe. Das waren diesmal nicht das Krächzen der Krähen, sondern ganz andere Rufe…

Die klangen so kraftvoll, dass mir sofort klar war: Dieser Vogel muss größer als eine Krähe sein! Wieder schmetterte der Vogel seinen eindringlichen Ruf und ich folgte ihm.

Gespannt schaute ich in die kahlen Baumkronen, so dass ich fast über einen Maulwurfhügel gestolpert wäre. Ich blieb stehen und lauschte. Da – der Ruf kam von gar nicht so weit weg! Dort in den Buchen, da muss der Vogel sitzen!!! Ich ging weiter und da entdeckte ich…

… zwar nicht den Rufer, aber sein Zuhause. Ein Nest hoch oben auf einer alten Buche! Wow, das ist ja groß! Nun war ich klüger, denn ich wusste, dass solche großen Nester von Greifvögeln gebaut und in Fachkreisen als HORSTE bezeichnet werden. Also ist der Krakeeler in meinem Wald ein Greifvogel! Wieder schallte es laut durch den Wald – es war ganz nah! Und da sah ich ihn – er saß im Nachbarbaum: Größer als eine Krähe, gräuliches Gefieder! Ach, zu gern hätte ich ihn von Nahem betrachtet…



Auf dem Heimweg machte ich noch eine Entdeckung. Viele Federn lagen auf dem Waldboden verstreut. Die waren eindeutig von einer Taube.

Sollte etwa der Greifvogel etwas damit zu tun haben? Ich schaute mir die Federkiele genauer an. Wenn sie nämlich abgeknabbert sind, dann wurde die Taube von einem Fuchs oder Marder gefressen und wenn die Kiele unversehrt sind, dann hat ein Greifvogel zugeschlagen und gerupft.

Aha, diese Taube wurde von (m)einem Greifvogel erbeutet!

Zu Hause forschte ich mit Buch und Laptop weiter und dann war ich mir sicher, mein geheimnisvoller Vogel ist ein  . . . . . . . . . . . . . .

Ich erfuhr außerdem, dass Habichte, Mäusebussarde und andere Greifvögel im Februar mit ihrer Paarungszeit, die auch Balzzeit genannt wird, beginnen. Deshalb kann man die Vögel nun oft hören und bei ihren Balzflügen gut beobachten.

Ab sofort ging ich auf Habichtpirsch! Ich hörte meinen Habicht nun häufig.

Manchmal konnte ich ihn auch entdecken und mit meinem Fernglas genauer betrachten.

Doch so richtig nah kam ich ihm nie. Naja, er ist eben ein Wildtier!



Da kam mir die Idee! Ich besuche eine Falknerei, dort kann ich gewiss den Greifvögeln auch ohne Fernglas begegnen und noch so manches Wissenswertes über sie erfahren.

Gedacht – getan! Schon machte ich mich auf den Weg zum Falkenhof Potsdam am Ravensberg.

Ich wurde von der Leiterin, Ilka Simm-Schönholz und ihrem Günni herzlich empfangen. Da staunte ich: Ein Huhn auf dem Falkenhof? Lebt es dort nicht gefährlich? Schließlich gibt es Greifvögel, die andere Vögel fressen. Ich denke da nur an (m)einen Habicht. Doch Ilka beruhigte mich: „Nein. Günni lebt in unserem Streichelzoo und ist eins von unseren vielen zutraulichen Tieren.“


Doch nun zum eigentlichen Anlass meines Besuches: Greifvögel aus der Nähe betrachten! Ich folgte Ilkas Einladung, einige ihrer derzeit 42 Vögel anzuschauen. Wow, ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Ob es nun die Turmfalken, Wüstenbussarde oder Truthahngeier waren, jeder Vogel war sehenswert! Dabei erfuhr ich auch sehr viel Interessantes:

Wusstest du, dass der Turmfalke in vielen Berliner Rathäusern brütet oder dass der Wüstenbussard in Gruppen jagt? Dabei nehmen die Vögel verschiedene Rollen ein, fast so ähnlich wie bei Wölfen! Auch die Truthahngeier sind in Trupps unterwegs. Sie jagen aber nicht, sondern lauern auf tierische Verkehrsopfer.


Ilka führte mich auch noch zu ihren Eulenvögeln. Sie erzählte mir, dass weibliche Schneeeulen niemals weiß werden. Aha, da war also Harry Potters gefiederte Freundin Hedwig in den Filmen eigentlich ein Henry oder Herbert. Oder ist es bei Zaubereulen vielleicht anders?

Besonders beeindruckend war es für mich, dem Uhu in seine bernsteinfarbenen Augen zu schauen.

Und wie groß und schön er ist!

Dann präsentierte mir Ilka stolz ihren größten Greifvogel, den Weißkopfseeadler – das Wahrzeichen der USA.

Leider war am Tag meines Besuches kein Flugwetter, so dass ich die Vögel nicht in Aktion sehen konnte.

Aber Ilka tröstete mich und lud mich zu einer ihrer Vorführungen ein, in denen viele Greifvögel im Freiflug präsentiert werden.

Ich dankte Ilka recht herzlich und freue mich schon auf den nächsten Ausflug auf den Ravensberg. Vielleicht sehen wir uns ja, denn ein Ausflug zum Falkenhof Potsdam ist immer reizvoll, für die ganze Familie geeignet und super mit den Öffis zu erreichen!


Hier findet ihr unser Forscherblatt.

Es gibt aber auch noch weiteren Möglichkeiten, den Greifvögeln nahe zu sein:

Adler- und Jagdfalkenhof im Spreewald

Flämingfalknerei

Falknerei im Wildpark Johannismühle

Vogel-Flugshow im Tierpark Berlin

…. und noch mehr spannende Links:

Rufe und Lied des Habichts
(Link zu Deutsche Vogelstimmen.de)

Rufe des Mäusebussards
(Link zu Deutsche Vogelstimmen.de)

Paarung von Habichten mit Besuch von einem mutigen Eichhörnchen
(Link zu YouTube)

Die Wildvogelstation des NABU Berlin

Die Wildvogelstation des NABU Berlin

Marc Engler – Leiter der NABU Wildvogelstation Berlin
Foto: Alexandre Courtiol


Noch ist es ruhig in der Wildvogelstation des Naturschutzbundes Berlin, denn in den letzten Tagen wurde „nur“ ein Waldkauz gesund gepflegt und kann demnächst an seinem Fundort entlassen werden.

Trotzdem hat das Team unter der Leitung von Marc Engler viel zu tun, denn es nutzt die „Ruhe vor dem Sturm“ um die Gehege neu einzurichten, sie umzubauen oder instand zu setzen. Denn ihre wieder in großer Zahl zu erwartenden Pfleglinge sollen möglichst kurze Zeit in der Wildvogelstation verbleiben und deshalb müssen die „Krankenzimmer“ bedarfsgerecht gestaltet sein, damit die Genesung schnell erfolgen kann.

Spätestens mit Beginn der Brutzeit der Stockenten, die bereits Ende März anfängt, wird die Fachkompetenz der Mitarbeiter:innen mehr und mehr gefragt sein.

Vom Balkon ins Wasser

Denn die Berliner Stockenten haben immer mehr den urbanen Bereich für die Aufzucht ihrer Nachwuchses erobert. So kommt es häufig vor, dass die Stockenten Balkone (auch im 15. Stock) als Brutplatz auswählen. Hier sind sie vor natürlichen Feinden (z.B. Füchsen) geschützt und können die Fürsorge ihrer „Herbergseltern“ genießen.

Damit diese temporäre Verbindung zwischen Mensch & Tier eine für alle Beteiligten friedliche Zeit wird, hat die Wildvogelstation einen Ratgeber veröffentlicht: Stockentennest auf dem Balkon – was tun?

Doch spätestens mit dem Schlupf der Küken kommen dann die Expert:innen ins Spiel, denn nun heißt es, den Entennachwuchs inkl. Entenmama an einen nahe gelegenes Gewässer zu bringen, da die Kleinen sonst den Gefahren des städtischen Lebens oder des Verhungerns ausgeliefert wären.

Stockentenjunge mit Mutter
Foto: C. Fabian

Mit Beginn der Balz- und Brutzeit sowie der Wiederkehr der Zugvögel müssen die Mitarbeiter:innen um Herrn Engler im wahrsten Sinne des Wortes ein offenes Ohr haben. Sie werden wieder sehr oft zum Telefonhörer greifen, um die vielen Fragen bzw. Hilfeersuchen der Berliner Vogelfreund:innen entgegen zu nehmen. So registrierten sie im letzten Jahr ca. 4.350 Telefonate, welche hauptsächlich zwischen April und September geführt wurden. Das sind in der Saison grob geschätzt ca. 30 Anrufe/ Werktag!

Und genau in diesem Zeitraum füllen sich auch die Volieren mit verletzten oder hilflosen Vögeln, um die sich die Expert:innen auch kümmern müssen. 2021 wurden von ihnen 1.177 Wildvögel aus 37 Arten versorgt. Die häufigsten Ursachen für die Einlieferung in die Pflegestation sind Verletzungen, die durch Scheibenanflug, Kollision mit Fahrzeugen und Angriffe von freilaufenden Katzen verursacht werden.


Doch was passiert mit einem gefundenen, verletzten Wildvogel?

Pflegestation für Greifvögel
Volieren für Krähenvögel – gerade im Umbau
Fotos: C. Fabian


Es wird in der Tierklinik der FU Berlin tierärztlich versorgt und die Chancen auf erfolgreiche Wiederauswilderung eingeschätzt. Dann übernehmen die Tierpflegerinnen der Wildvogelstation alles Weitere.

Die Aufenthalte der Vögel sind dort sehr individuell organisiert, um die Heilungschancen optimal auszuschöpfen. Greifvögel werden zum Beispiel blickgeschützt untergebracht, um das Stresslevel so gering wie möglich zu halten. Eine Kameraüberwachung gewährleistet 24h Einblicke und somit ein bedarfsgerechtes Handeln bei den Pfleglingen.

Krähenvögel hingegen werden in offener gestalteten Volieren gehalten, damit sie mit der umliegenden Krähenpopulation kommunizieren können, um ihre Position in dieser Gemeinschaft schon vor dem Freiflug klären zu können.

Bei sensiblen Vogelarten, wie z.B. dem Mauersegler, ist eine Handaufzucht hilfsbedürftiger Jungtiere sehr kompliziert. Deshalb favorisiert das Team hier das sogenannte Adoptionsverfahren. Hierfür wurden spezielle Nisthilfen für Mauersegler entwickelt, die ein Zusetzen von Nestlingen ermöglicht. Eine Erfolgsgeschichte ist hier nachzulesen.

Doch egal um welche Vogelart es sich handelt, eines gilt für alle Pfleglinge: Erst wenn der Vogel selbständig fressen und fliegen kann, wird er wieder frei gelassen und das kann schon mal 3-4 Wochen dauern…


Einfache Maßnahmen, die helfen

Neben der Pflege der Vögel, ist vor allem die Beratung für ein gemeinsames Miteinander zwischen Mensch & Tier, Aufklärung von Irrtümern – Nein, Rabeneltern lassen ihre Kinder nicht im Stich! – und Vermittlung von Hilfsangeboten am wichtigsten. Denn darin sehen sie einen fundamentalen Beitrag für die Förderung von Naturverständnis und -verbindung bei der Berliner Bevölkerung.

So gibt es beispielsweise eine Handvoll an Vogelschutzmaßnahmen, die jede/r beachten und umsetzen kann:

  • verwilderte Ecken und/oder dornenbehaftete Sträucher im Garten belassen
  • Futter- und Wasserstellen für Vögel katzensicher aufstellen/-hängen
  • Hauskatzen im Frühjahr zumindest nicht in den Morgenstunden und auch nicht unbeaufsichtig rauslassen
  • bei großen Fenstern Vogelschutzfolien anbringen (die bekannten Vogelsilhouetten helfen nicht)
  • am besten im Frühjahr (während der Balzzeit) keine Fenster putzen
  • wenn ein scheinbar hilfloser Vogel gesichtet wird, dann erst beobachten, denn viele Vogeleltern kümmern sich auch außerhalb des Nestes liebevoll um den „Nestflüchter“

Gemäß dem Motto „Verletzte Wildtiere gehören in Expertenhand“ soll man auf gar keinen Fall unüberlegt das Fundtier in eigene Obhut nehmen, sondern die entsprechenden Stellen kontaktieren und die Beobachtungen über die Beeinträchtigungen des Tieres mitteilen:

Wildvogelstation: 030 54 71 28 92
Kleintierklinik Düppel:
Oertzenweg 19b
14163 Berlin Zehlendorf

Bitte beachten: Die Abgabe sollte nach Möglichkeit von Montag bis Freitag von 8:30 – 15:30 Uhr erfolgen, da in dieser Zeit spezialisiertes Personal anwesend ist. Alle anderen Zeiten sollten Ausnahmen sein. Bitte planen Sie Wartezeit ein, da die Klinik eine der wenigen Kliniken Berlins ist, in der entsprechend viele Notfälle behandelt werden, so dass es sein kann, dass eine unmittelbare Untersuchung Ihres Findlings ggf. nicht immer möglich ist.

Für Stadt-/Haustauben: Tierheim Berlin

Zur Einschätzung der Fundsituation und Einleitung entsprechender Maßnahmen ist das von der Wildvogelstation erarbeitete Schema hilfreich: Wildvogel gefunden – was tun?

Die Einhaltung der Vorschläge für den Vogelschutz sowie Tipps bei Fund eines Tieres helfen den Tierschützer:innen der Wildvogelstation ungemein. Aber auch eine finanzielle Unterstützung in Form von Spenden und der Übernahme einer symbolischen Patenschaft entlastet das Team sehr, denn dadurch können Futtermittelbesorgung, Um-/Ausbauten von Volieren, Gestaltung des Geländes und ähnliches viel entspannter geplant und realisiert werden.

Freilassung eines Sperbers aus der Wildvogelstation
Foto: Alexandra Delor

Marc Engler und seine Kolleginnen bedanken sich schon jetzt für jegliche Unterstützung und sehen der kommenden Saison sehr zuversichtlich entgegen!


Wildvogelstation
Zum Forsthaus 7
12 683 Berlin
Tel.: (030) 54 71 28 92 oder (030) 50 96 77 66

Die Wildvogelstation erreicht stündlich eine Vielzahl an Anrufen, die das Team nicht alle gleichzeitig beantworten kann. Bitte hinterlassen Sie daher eine Nachricht mit Ihrem Namen, Telefonnummer, Adresse und Ihrem Anliegen, die Mitarbeiter*innen melden sich schnellstmöglich zurück.

Bitte beachten Sie: Bringen Sie Wildvögel nicht ohne vorherigen telefonischen Kontakt in die Wildvogelstation! Eine vorherige Beratung ist dringend nötig um abzuklären, wie dem Tier auf dem schnellsten Weg geholfen werden kann. Eine tierärztliche Versorgung und Diagnose sind in der Wildvogelstation nicht möglich. Erreichbarkeit: Mo-Fr, 9-17 Uhr | Am Wochenende: eingeschränkte Erreichbarkeit für Notfälle

Buntspecht frisst Vogelfutter

Wilma Wusels Beobachtungen am Futterplatz

Wilma Wusels Beobachtungen am Futterplatz

Hallo du,

na, hast du auch schon Futter für unsere Wintervögel bereitgestellt?

Dann wirst du mir bestimmt Recht geben, dass so `ne Futterstelle eine ganz spannende Angelegenheit ist.

An meinem Futterplatz ist ständig was los, mal kommt eine Blaumeise, dann wieder ein Kleiber. Ja, auch die Spechte kreuzen hier auf, um etwas von den Leckerbissen zu naschen.

Manchmal erscheinen so viele Vögel, dass sie regelrecht warten müssen, bis sie ans Futter kommen.

Der Kleiber macht den Anfang.

Es folgen die Spechte…
…Buntspecht…
…und Mittelspecht.

Blaumeise frisst selbstgemachtes Vogelfutter
Blaumeise…
Kohlmeise frisst Vogelfutter
…Kohlmeise…
Schwanzmeise frisst Vogelfutter
…und Schwanzmeise lassen es sich auch schmecken.

Ich konnte sogar 2 Videos von den Vögeln an der Futterstelle aufnehmen.

Blaumeise an der Futterstelle
Schwanzmeise an der Futterstelle

Nun heißt es aber; ständig für Nachschub zu sorgen, denn die kleinen Piepmätze haben sich an den Platz gewöhnt und werden diesen immer wieder aufsuchen.

Wenn dann dort keine Nahrung mehr zu finden ist, wäre das für die Vögel sehr lebensbedrohlich, da sie ihre Kräfte vergeudet haben und diese für die weitere Nahrungssuche nicht mehr ausreichen könnten. Also, auf in die Futterküche!


Vielleicht siehst du an deiner Futterstelle Blaumeise, Rotkehlchen oder Spatz. Diese zählen nämlich mit sieben weiteren Vogelarten zu den Vögeln, von denen du einen zum „Vogel des Jahres“ wählen kannst. Mach mit.


Detektivblatt zu Wintervögeln für euch zum Herunterladen

(pdf zum Herunterladen)

Wilma Wusel liest konzentriert ein handgeschriebenes Rezept für Vogelfutter.

Wilma Wusel entdeckt Wintervögel

Wilma Wusel entdeckt Wintervögel

Oder was hat frischgepresster Orangensaft mit Piepmätzen zu tun?

Hallo du,

letztens fühlte ich mich nicht mehr nur als Vogeldetektivin, sondern so richtig als Wissenschaftlerin! Ich zählte nämlich Wintervögel und notierte meine Sichtungen auf einem Beobachtungsbogen vom Naturschutzbund Deutschland.

Eine ganze Stunde lang saß ich am Fenster und war erstaunt, wie viele verschiedene Vogelarten ich in unserem grünen Hof entdecken konnte. Ich sah Nebelkrähen, Spatzen, Rotkehlchen, Kohlmeise, Amseln und gegen Ende meiner Forschungszeit kreiste sogar noch ein Greifvogel am Himmel…

Die Vögel benahmen sich recht unterschiedlich, sie hüpften oder liefen auf dem Rasen, flatterten auf oder flogen vorbei oder sie saßen auf einem Ast oder hockten im Strauch. Ich glaube, eins aber hatten sie gemeinsam – sie waren alle auf Futtersuche.

Da kam ich auf eine Idee… Ich werde eine Futterstelle einrichten! Dann finden meine Wintervögel schneller etwas zu fressen und ich kann sie gut beobachten – denn das macht wirklich ganz viel Spaß!


Bevor ich mir dazu weitere Gedanken machte, erfrischte ich mich erst mal an einem selbst gemachten Orangensaft. Als ich die Orangenhälften wegschmeißen wollte, überlegte ich: „Die sind doch eigentlich ganz gut für mein erstes Futterangebot geeignet!“

Schnell noch nach einem Vogelfutterrezept gesucht, die Zutaten eingekauft und schon begann ich, in meiner Vogelfutterküche zu experimentieren. Meine erste Futtermischung goss ich in die Orangenhälften und in einige Muffinförmchen.

Dann ließ ich die Futtermischung im Topf erkalten und schmierte sie auf Kiefernrinde und Kiefernzapfen, die ich von meinem letzten Waldbesuch mitgenommen hatte. Den Rest füllte ich in Teile von Klopapierrollen.



Draußen fand ich schnell katzensichere Plätze für meine Futterstellen. Dabei achtete ich, dass sie nahe an einem Zweig hingen oder Sitzmöglichkeiten haben, damit die Vögel gut an die leckeren Speisen kommen können.


Na, das wird ein Fest für die Vögel, aber auch für mich!!! Denn jetzt können die Piepmätze Schmackhaftes fressen und ich kann bestimmt wieder tolle Beobachtungen machen.

Vielleicht sehe ich dann auch wieder Blaumeise, Rotkehlchen oder Spatz. Diese zählen nämlich mit sieben weiteren Vogelarten zu den Top Ten für die Wahl zu „Germany’s Next Top Bird“, oder auf Deutsch gesagt „Vogel des Jahres“.

Ich werde deshalb ganz genau hinsehen, wie die Blaumeise herumturnt, ob die orangerote Brust vom Rotkehlchen leuchtet oder wie munter der Spatz umher hüpft. Aber vielleicht gebe ich meine Stimme auch einem ganz anderen Vogel. Jaja, wer die Wahl hat, hat die Qual! Jetzt bin ich also nicht nur eine Vogeldetektivin, sondern auch noch Jurorin bei einem bedeutenden Ereignis, der Wahl zum GNTB …

Wintervögel vorgestellt
(Link zum YouTube-Kanal des Landesbundes für Vogelschutz e.V.)

Welche Vögel kann man in Berlin auch im Winter sehen?
(ein Aktionsblatt von pindactica.de)

Vogelfutterrezepte zum Selbermachen

Julian auf „Mission Grün“ erklärt wie’s geht
(Link zu YouTube)

Vogelfutter im Blumentopf
(Link zu GEOlino)

Meisenknödel aus Austechförmchen oder alten Tassen
(Link zu Familienkost.de)


Detektivblatt zu Wintervögeln für euch zum Herunterladen

Forscherblatt Wintervögel
(pdf zum Herunterladen)

Mach mit: Wahl zum Vogel des Jahres

Mach mit und wähle „Germany’s Next Top Bird“

Alljährlich bestimmt der NABU e.V. den „Vogel des Jahres“, um auf Lebensweise, Besonderheiten oder Gefährdung einer Vogelart aufmerksam zu machen.
2021 ist es jedoch anders, denn alle Vogelfreund*innen sind nun aufgerufen, an der Wahl des diesjährigen „Germany’s Next Top Bird“ (GNTB) mitzuwirken.

Es gehen zehn Vogelarten an den Start, welche bereits in einer Vorauswahl von 307 Arten die meisten Stimmen erhalten haben. Darunter sind solche gewöhnlichen Vogelarten wie die Stadttaube und exotisch anmutende, weil sehr selten gewordene Vogelarten, wie der Goldregenpfeifer.

Im Zeitraum vom 18. Januar bis zum 19. März können nun alle Interessierten ihren Favoriten auswählen, damit der jeweilige Liebling durch diese Aktion populärer und seine Anhängerschaft größer wird. Das wiederum tut der Art und ihrer Fangemeinschaft gut…

Weitere Information zur Teilnahme an der GNTB-Wahl und zu den teilnehmenden Vogelarten unter:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/wahl-2021/29108.html

Macht mit: Stunde der Wintervögel

Macht mit:
die Stunde und Schulstunde der Wintervögel

Eine Stunde lang Vögel zählen.
Ein großer Spaß für alle Vogelfans, Familien und Schulklassen.

Die Stunde der Wintervögel

Vom 8. bis 10. Januar 2021 findet zum elften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) und des LBV (Landesbund für Vogelschutz) statt.

Auch ihr könnt dabei sein und eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und melden. Dafür müsst ihr keine großen Vogelexpert*innen sein, denn ihr könnt ganz einfach mit der Zählhilfe des NABU arbeiten.

Meldet eure Zählungen online, per App, telefonisch oder per Post bis zum 18. Januar 2021 an den NABU und helft unsere Vogelwelt besser zu verstehen und zu schützen. Und vielleicht könnt ihr auch einen der tollen Preise gewinnen.

Kleiber (Franz Buchholz)

Schulstunde der Wintervögel

Vom 11. – 15. Januar 2021 gibt es außerdem die „Schulstunde der Wintervögel„ des NAJU für Schulklassen und Kindergruppen. Vielleicht ja eine schöne Anregung für den Unterricht von zuhause aus.

Auf der Broschüre des NAJU wird einfach erklärt wie die Vögel gezählt werden sollen. Außerdem gibt es zu jeder Vogelart ein Bild, so dass die Kinder diese leicht erkennen können. Sie können sich die Broschüre ausdrucken oder im NABU-Shop bestellen.

Wichtig: Jede Zählung muss unbedingt einzeln gemeldet werden.

Meldet eure Ergebnisse bis zum 18. Januar 2021 per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) oder direkt online. Und mit etwas Glück könnt ihr vielleicht auch einen der tollen Preise gewinnen.

Weitere Anregungen der NAJU zum Thema Wintervögel und vieles mehr findet ihr hier.

Blaumeise (Franz Buchholz)