Be the first bird – Konzertrezension

Be the first bird – Konzertrezension

Vogellauschen in St. Elisabeth II

Vielen Dank für die schönen Konzerte!

Wie schön es doch wieder einmal war! Insgesamt konnten wir 5 wunderschönen Vogelkonzerten Abends sowie Morgens lauschen. Mit dabei waren 85 Teilnehmer*innen mit 170 Ohren von Jung bis Alt, die auch dieses Jahr wieder eine Nacht auf dem St. Elisabeth Friedhof II verbringen konnten. Vielen herzlichen Dank noch einmal an die Evangelische Friedhofsverwaltung Mitte für diese tolle Möglichkeit und an die Stiftung Naturschutz, die uns wieder Schlafsäcke, Isomatten und Stirnlampen bereitstellte. Auch der RBB war dieses Jahr mit dabei und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich für den Live-Mitschnitt bei der Sendung „Der Tag“ bedanken! Und das Wichtigste zum Schluss: Vielen Dank an alle die teilgenommen haben, denn ohne euch würde diese Veranstaltung gar nicht stattfinden.

Ditditditditditditdit Dit is mein Baum, hey!

Gemeinsam haben wir genauer hingehört. Wie klingt dieser Gesang eigentlich? Ist er voll, dünn, zart? Dunkel oder hoch? Fröhlich schmetternd, flötend verspielt oder leicht melancholisch? Wird das Motiv wiederholt oder jedesmal variiert? Ist der Gesang melodisch oder eher rhytmisch? Durchs Fragen stellen lernen, das funktioniert sehr gut! Und trotzdem: Wie können wir uns die verschiedenen Gesänge am besten einprägen? Durch witzige Merksätze und Bilder haben wir alle schnell gelernt und ein paar neue Vogelstimmen ins Ohr bekommen. Auch den Körper haben wir zum Gesang bewegt – so schöne verspielte Bewegungen – Vielen Dank für eure kreativen Ideen!

Wer war der Erste?

Auch dieses Jahr haben wir mitgeschrieben, wer so schön gesungen hat. Je nach Sitzplatz und Termin varriert das Ranking der Frühaufsteher. So stimmte der Gartenrotschwanz am 18.04. um 4:20 Uhr sein Lied an, während er am 30.05. bereits um 3:30 Uhr begann, zu zwitschern. Gar nicht so einfach davor aufzustehen, aber wir haben es auch dieses Mal geschafft.

Nach und nach kamen weitere Stimmen dazu: Amsel, Singdrossel, Nebelkrähe, Kohlmeise, Fitis, Zilpzalp, Buchfink, Blaumeise, Sommergoldhähnchen, Ringeltaube, Gartenbaumläufer, Mönchsgrasmücke, Star und das Rotkehlchen. Zusammen besangen sie den Friedhof und zauberten eine friedliche und schöne Atmosphäre.

Flugshows, Brutgeschäfte, Romanzen, Streitigkeiten, Dramen

Wie es oft so ist, die schönsten Momente kommen unerwartet und so wurden wir Zeugen einzigartiger Momente:

Ein sich sonnender Grünspecht in der morgendlichen Abschlussrunde oder mal beim morgendlichen Ameisen-Snacken, tollkühne Flugmanöver hell schreiender Mauersegler, verliebte, sich jagende Spechte, stetig nach Futter bettelnde Küken und auf Ästen den Schnabel weit aufsperrende Jungvögel, eine aufgedrehte Nachtigall beim nächtlichen Klogang, ein lachender Sperber, Flugatacken von Nebelkrähen auf Mäusebussarde, durchs Geäst aufmerksam und leise ziehende Eichelhäher und verspielte Eichhörnchen auf Vogelnestsuche… und so viel mehr…!

Frisch gebadet-und nun in Erwartung eines „Brautgeschenks“? Foto: Micha Alt

Ausgetzwischert?

Und nun, war´s das? Zugegeben, die meisten Gesänge lassen nach, denn viele Vögel sind mit ihrer Partnersuche durch. Das Revier ist abgesteckt und die Brut ist fertig. Dennoch gibt es Vögel, die noch keinen Partner gefunden haben oder bereits für eine zweite Brut werben. Jetzt aber schnell, denn im August geht es für viele Teil- und Langstreckenzieher wieder in den Süden, um in wärmeren, nahrungsreicheren Gebieten zu überwintern.

Dennoch müssen wir auf die schönen Vogelklänge nicht verzichten! Rotkehlchen, Männchen sowie Weibchen, besingen ihre Reviere auch im Winter. Kohlmeisen, Blaumeisen und Buchfinken ziehen zusammen in Trupps durch die Gegend auf der Suche nach Futter.

Richtig los geht es dann wieder Anfang März und so haben wir auch wieder vor, im nächsten Jahr den Vögeln bei ihrem abendlichen und morgendlichen Konzert zu lauschen und uns daran zu erfreuen. Seid ihr mit dabei? Für 2027 wagen wir uns in neue Welten. Wenn wir Neuigkeiten haben, erfahrt ihr es auf unserer Seite.

Wir freuen uns auf euch und auf Kommentare von den mutigen Teilnehmer*innen diesen Jahres und sind gespannt was ihr mitgenommen habt :).

Bleibt gesund und behaltet euren Vogel, denn ihr wisst ja:

Mit Leuten die einen Vogel haben, kann man an ungewöhnliche Orte fliegen!

Eure Berliner Waldschulen

Be the first bird – Konzertrezension

Be the first bird – Konzertrezension

Vogellauschen in St. Elisabeth II

Vielen Dank für die schönen Konzerte!

Wie schön es doch wieder einmal war! Insgesamt konnten wir 5 wunderschönen Vogelkonzerten Abends sowie Morgens lauschen. Mit dabei waren 85 Teilnehmer*innen mit 170 Ohren von Jung bis Alt, die auch dieses Jahr wieder eine Nacht auf dem Elisabeth Friedhof II verbringen konnten. Vielen herzlichen Dank noch einmal an die Evangelische Friedhofsverwaltung Mitte für diese tolle Möglichkeit und an die Stiftung Naturschutz, die uns wieder Schlafsäcke, Isomatten und Stirnlampen bereitstellte. Auch der RBB war dieses Jahr mit dabei und wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich für den Live-Mitschnitt bei der Sendung „Der Tag“ bedanken! Und das Wichtigste zum Schluss: Vielen Dank an alle die teilgenommen haben, denn ohne euch würde diese Veranstaltung gar nicht stattfinden.

Ditditditditditditdit Dit is mein Baum, hey!

Gemeinsam haben wir genauer hingehört. Wie klingt dieser Gesang eigentlich? Ist er voll, dünn, zart? Dunkel oder hoch? Fröhlich schmetternd, flötend verspielt oder leicht melancholisch? Wird das Motiv wiederholt oder jedesmal variiert? Ist der Gesang melodisch oder eher rhytmisch? Durchs Fragen stellen lernen, das funktioniert sehr gut! Und trotzdem: Wie können wir uns die verschiedenen Gesänge am besten einprägen? Durch witzige Merksätze und Bilder haben wir alle schnell gelernt und ein paar neue Vogelstimmen ins Ohr bekommen. Auch den Körper haben wir zum Gesang bewegt – so schöne verspielte Bewegungen – Vielen Dank für eure kreativen Ideen!

Wer war der Erste?

Auch dieses Jahr haben wir mitgeschrieben, wer so schön gesungen hat. Je nach Sitzplatz und Termin varriert das Ranking der Frühaufsteher. So stimmte der Gartenrotschwanz am 18.04. um 4:20 Uhr sein Lied an, während er am 30.05. bereits um 3:30 Uhr begann, zu zwitschern. Gar nicht so einfach davor aufzustehen, aber wir haben es auch dieses Mal geschafft.

Nach und nach kamen weitere Stimmen dazu: Amsel, Singdrossel, Nebelkrähe, Kohlmeise, Fitis, Zilpzalp, Buchfink, Blaumeise, Sommergoldhähnchen, Ringeltaube, Gartenbaumläufer, Mönchsgrasmücke, Star und das Rotkehlchen. Zusammen besangen sie den Friedhof und zauberten eine friedliche und schöne Atmosphäre.

Flugshows, Brutgeschäfte, Romanzen, Streitigkeiten, Dramen

Frisch gebadet und nun in Erwartung eines „Brautgeschenks“? Foto: Mich

Ausgetzwischert?

Und nun, war´s das? Zugegeben, die meisten Gesänge lassen nach, denn viele Vögel sind mit ihrer Partnersuche durch. Das Revier ist abgesteckt und die Brut ist fertig. Dennoch gibt es Vögel, die noch keinen Partner gefunden haben oder bereits für eine zweite Brut werben. Jetzt aber schnell, denn im August geht es für viele Teil- und Langstreckenzieher wieder in den Süden, um in wärmeren, nahrungsreicheren Gebieten zu überwintern.

Dennoch müssen wir auf die schönen Vogelklänge nicht verzichten! Rotkehlchen, Männchen sowie Weibchen, besingen ihre Reviere auch im Winter. Kohlmeisen, Blaumeisen und Buchfinken ziehen zusammen in Trupps durch die Gegend auf der Suche nach Futter.

Richtig los geht es dann wieder Anfang März und so haben wir auch wieder vor, im nächsten Jahr den Vögeln bei ihrem abendlichen und morgendlichen Konzert zu lauschen und uns daran zu erfreuen. Seid ihr mit dabei? Für 2027 wagen wir uns in neue Welten. Wenn wir Neuigkeiten haben, erfahrt ihr es auf unserer Seite.

Wir freuen uns auf euch und auf Kommentare von den mutigen Teilnehmer*innen diesen Jahres und sind gespannt was ihr mitgenommen habt :).

Bleibt gesund und behaltet euren Vogel, denn ihr wisst ja:

Mit Leuten die einen Vogel haben, kann man an ungewöhnliche Orte fliegen!

Eure Berliner Waldschulen

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Vogellauschen in St. Elisabeth II

Auch dieses Jahr gilt: Spitzt die Ohren!

Die Berliner Waldschulen und der Evangelische Friedhofverband Berlin Stadtmitte Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern, sowie Erwachsene dazu ein, eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Auf dem St.Elisabeth Friedhof II lauschen wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang dem schönen Vogelkonzert.

Bei den insgesamt 6 Veranstaltungen von Mitte April bis Ende Mai begleiten erfahrene Waldpädagog*innen der Berliner Waldschulen die Gäste auf dem Friedhofsgelände. Welche Vögel leben hier, wie und was kommunizieren sie und wie können wir ihre Stimmen erkennen?

Amselmännchen auf Grabstein © Micha Alt

Im Abendprogramm werden die Teilnehmenden auf das Zwitschern, Tirilieren und Trällern der gefiederten Tenöre und Sopranisten vorbereitet und erfahren Spannendes aus der Welt der Vögel. Nach einer gemütlichen Runde an der Feuerschale geht es in den Schlafsack. Schlafen kann man in der Kapelle, auf der Veranda oder auch unter den Bäumen – in jedem Fall aber, wenn nötig, überdacht.

Sei der erste Vogel: Vor dem ersten Morgengrauen werden die Teilnehmenden behutsam geweckt und begeben sich in die dichter bewachsenen Bereiche des Friedhofs. Der Versuch: Vor dem ersten Vogelgeräusch an Ort und Stelle zu sein! Während des Lauschens wird möglichst wenig gesprochen, um das Konzert der Vögel nicht zu stören und um den Moment genießen zu können. Abschließend drehen wir eine kleine Vogellausch-Runde über den Friedhof und „fliegen“ nach einem gemeinsamen Abschluss wieder in die Richtungen aus denen wir gekommen sind.

Isomatten, Schlafsäcke und Taschenlampen können freundlicherweise von der Stiftung Naturschutz auf Anfrage ausgeliehen werden. Gebt uns dazu bitte bei eurer Anmeldung Bescheid.

Anmelden könnt ihr euch über den Umweltkalender. Dort findet ihr auch alle Termine und weitere Infos zur Veranstaltung.

Wir freuen uns auf Euch! – eure Berliner Waldschulen & der evangelische Friedhofsverband Stadtmitte Berlin

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Vogellauschen in St. Elisabeth II

Auch dieses Jahr gilt: Spitzt die Ohren!

Die Berliner Waldschulen und der Evangelische Friedhofverband Berlin Stadtmitte Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern, sowie Erwachsene dazu ein, eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Auf dem St.Elisabeth Friedhof II lauschen wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang dem schönen Vogelkonzert.

Bei den insgesamt 6 Veranstaltungen von Ende April bis Anfang Juni begleiten erfahrene Waldpädagog*innen der Berliner Waldschulen die Gäste auf dem Friedhofsgelände. Welche Vögel leben hier, wie und was kommunizieren sie und wie können wir ihre Stimmen erkennen?

Amselmännchen auf Grabstein © Micha Alt

Im Abendprogramm werden die Teilnehmenden auf das Zwitschern, Tirilieren und Trällern der gefiederten Tenöre und Sopranisten vorbereitet und erfahren Spannendes aus der Welt der Vögel. Nach einer gemütlichen Runde an der Feuerschale geht es in den Schlafsack. Schlafen kann man in der Kapelle, auf der Veranda oder auch unter den Bäumen – in jedem Fall aber, wenn nötig, überdacht.

Sei der erste Vogel: Vor dem ersten Morgengrauen werden die Teilnehmenden behutsam geweckt und begeben sich in die dichter bewachsenen Bereiche des Friedhofs. Der Versuch: Vor dem ersten Vogelgeräusch an Ort und Stelle zu sein! Während des Lauschens wird möglichst wenig gesprochen, um das Konzert der Vögel nicht zu stören und um den Moment genießen zu können. Abschließend drehen wir eine kleine Vogellausch-Runde über den Friedhof und „fliegen“ nach einer gemeinsamen Abschluss wieder in die Richtungen aus denen wir gekommen sind.

Eine Gruppe besteht aus maximal 20 Teilnehmenden pro Veranstaltung. Isomatten, Schlafsäcke und Taschenlampen können freundlicherweise bei der Stiftung Naturschutz auf Anfrage ausgeliehen werden. Gebt uns dazu bitte bei eurer Anmeldung Bescheid.

Anmelden könnt ihr euch über den Umweltkalender. Dort findet ihr auch die Termine und weitere Infos zur Veranstaltung.

Wir freuen uns auf Euch! – eure Berliner Waldschulen & der evangelische Friedhofsverband Stadtmitte Berlin

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Be the first bird – Sei der erste Vogel

Vogellauschen in St. Elisabeth II

Spitzt die Ohren!

Die Berliner Waldschulen, der Evangelische Friedhofverband Berlin Mitte und die Stiftung Naturschutz laden Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern, aber auch Erwachsene dazu ein, eine Nacht bei der Friedhofskapelle St. Elisabeth in Berlin-Mitte zu verbringen, um bei Sonnenaufgang die frühen Vögel singen zu hören.

Bei den insgesamt 6 Veranstaltungen von Mai bis Anfang Juni begleiten erfahrene Waldpädagog*innen der Berliner Waldschulen die Gäste auf dem Friedhofsgelände. Im Abendprogramm werden die Teilnehmenden auf das Zwitschern, Tirilieren und Trällern der gefiederten Tenöre und Sopranisten vorbereitet und erfahren Spannendes aus der Welt der Vögel.

Sei der erste Vogel: Vor dem ersten Morgengrauen werden die Teilnehmenden leise und behutsam geweckt und begeben sich in die dichter bewachsenen Bereiche des Friedhofs. Der Versuch: Vor dem ersten Vogelgeräusch an Ort und Stelle zu sein! Während des Lauschens wird möglichst wenig gesprochen, um das Konzert der Vögel nicht zu stören und um den Moment genießen zu können. Eine Gruppe besteht aus maximal 20 Teilnehmenden pro Veranstaltung. Isomatten, Schlafsäcke und Taschenlampen können auf Anfrage ausgeliehen werden.

Weitere Infos zum Projekt, zur Anmeldung und vor allem zu den Daten findet ihr hier im Umweltkalender und auf der Seite der stiftung naturschutz berlin. Wir freuen uns auf Euch!

Der Kiebitz – Vogel des Jahres 2024

Der Kiebitz – Vogel des Jahres 2024

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) wurde nun schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres gekürt. Das ist zunächst einmal tatsächlich eine traurige Neuigkeit. Meist erhalten Vögel diesen Titel, die selten werden und zum Beispiel besonders vom Lebensraumverlust durch den Menschen betroffen sind. Die Kiebitzbestände sind in den letzten Jahrzehnten um 88% zurückgegangen und die Art gilt als stark gefährdet.

Schillernder Sympathieträger

Auf den ersten Blick ist der Kiebitz schwarz-weiß gefärbt. Bei genauerem Hinsehen schimmern die dunklen Schwingfedern allerdings metallisch grün und violett. Unterhalb des Schwanzes ist er beige bis hellorange gefärbt und hat rötliche, relativ kurze Beine.

Vom schwarzen Schnabel aus zieht sich ein eleganter dunkler Streifen unter dem Auge entlang. Sowohl Männchen als auch Weibchen tragen einen tollen Federschmuck auf dem Kopf, die sogenannte „Federholle“, eine Haube aus zwei langen Federzipfeln. Bei den Weibchen ist diese allerdings meist nicht ganz so lang und die Brust oft eher gescheckt und nicht durchgängig schwarz. Mit etwa 30 Zentimetern sind Kiebitze ungefähr so groß wie eine Taube.

Foto: Dirk Vegelahn

Charakterstark! Das ist typisch für den Kiebitz…

Im Flug oder als Alarmruf lässt der Vogel ein lautes „kie-wit“ oder „wit-wit-wit“ erklingen. Diese charakteristischen Lautäußerungen haben dem Kiebitz übrigens zu seinem Namen verholfen. Auch der akrobatisch schaukelnde Flugstil während der Balz (so nennt man die Paarungszeit bei Vögeln) ist typisch für die Art. Deshalb wird der Kiebitz manchmal auch als „Tänzer der Lüfte“ bezeichnet.

Foto: Dirk Vegelahn

Die Balz beginnt bereits im März, wenn die Vögel wieder aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren, welche in West- und Südwesteuropa und rund um das Mittelmeer liegen. Weil die Winter hier bei uns immer milder werden, ziehen allerdings gar nicht mehr alle Kiebitze in wärmere Regionen, sondern ein Teil der Population bleibt den Winter über hier. Deshalb gelten Kiebitze als Teilzieher.

Der Kiebitz mag offene Flächen mit niedrigem Bewuchs. Man findet ihn bevorzugt auf Moor- und Feuchtwiesen, aber auch auf Weiden und Äckern. Diese bieten das perfekte Nahrungsangebot und Brutmöglichkeiten. Kiebitze ernähren sich hauptsächlich von Insekten und ihren Larven sowie anderen Wirbellosen. Manchmal fressen sie dazu auch Samen und Früchte.

So beginnt ein Kiebitzleben

Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter: das Männchen macht mit seinem Brustkorb gleich mehrere Kuhlen (Nestmulden) in den Boden, von denen das Weibchen eine auswählt. In diese Kuhle legt sie 3-4 olivgrün-gesprenkelte Eier. Nach ungefähr 25 Tagen schlüpfen die kleinen, braun-beige gescheckten und flauschigen Küken, die sofort das Nest verlassen und mit ihren Eltern auf Futtersuche gehen. In den ersten Tagen müssen die Kleinen noch von den Eltern gewärmt werden, können sich aber schon selbstständig fortbewegen und Futter aufnehmen. Jungtiere, die sich so verhalten, nennt man übrigens auch Nestflüchter.

Foto: Thomas Herbig
Foto: Thomas Herbig

Nach 35 Tagen ist das Federkleid der Jungvögel vollständig ausgebildet und sie können endlich in die Lüfte abheben. Insgesamt 5 Wochen dauert es, bis die Jungen erwachsen (bei Vögeln nennt man das auch flügge) sind und keine Betreuung mehr brauchen.

Gefährdung durch den Menschen

Durch die zunehmend intensive Landwirtschaft und starken Pestizid- und Insektizideinsatz gehen die Flächen und auch das Nahrungsangebot, das ja weitestgehend aus Insekten besteht, dramatisch zurück! Die Vögel können nicht mehr ungestört und sicher brüten und finden weniger zu essen. Deshalb gibt es leider auch immer weniger Kiebitze. Davon sind auch andere Feldarten und Bodenbrüter betroffen, wie zum Beispiel die Feldlerche, das Rebhuhn oder die Wachtel.

Geholfen werden kann dem Kiebitz zum Beispiel durch die Einrichtung von unbewirtschafteten „Inseln“ auf den Ackerflächen oder die (Wieder)Vernässung von Grünlandflächen.

Foto: Dirk Vegelahn

Wenn ihr noch mehr wissen möchtet:

Steckbrief des Kiebitzes auf birding-germany.de
NABU – Der Kiebitz – Vogel des Jahres 1996 und 2024
Der Kiebitz – Brodorowski Fotografie
Möglichkeiten zum Schutz der Kiebitze (YouTube)