Wilma Wusel hilft

Wilma Wusel hilft

Hallo du,

puh, dieser Sommer hat es ja in sich- fast 40 Grad im Schatten!
Da hilft nur, viel zu trinken und für so manche andere Abkühlung zu sorgen!
Als ich wieder mal einen kräftigen Zug aus meiner Flasche nahm, kam mir ein Gedanke:
Ich kann jederzeit zur Flasche greifen und auch den Pflanzen auf dem Balkon, vor dem Haus oder im Garten kann mit Gießen geholfen werden.

Aber was machen die Tiere? Die Großen können sich an den Teichen, Seen oder Flüssen laben. Doch was ist mit den Kleineren wie den Insekten? Pfützen, feuchtes Moos oder Holz gibt es ja aufgrund der Hitze und Trockenheit nicht?
Ich habe mal gelesen, dass viele Insekten das offene Wasser meiden. Ist eigentlich auch logisch, denn sie könnten ja reinfallen, was ihren Tod bedeuten würde.

Deshalb sollen auch Regentonnen und mit Wasser gefüllte Gießkannen abgedeckt werden. Bei den Kannen geht das ganz einfach, denn die Brause passt genau auf die Öffnung- einfach nur cool!
Wenn du dich ausreichend in deinem Planschbecken oder eurem Pool erfrischt hast, kannst du dann Holzstücke, Stöcke oder etwas anderes Schwimmendes als kleine Rettungsinseln für Insekten reintun.
So können die durstigen Tiere ans Wasser gelangen und notfalls schnell rausklettern. Einfacher kann doch Tierschutz nicht sein!

Ich nahm mir vor, noch mehr für die Insekten zu tun, schließlich sind diese für alle anderen Lebewesen unentbehrlich. Ob nun als Bestäuber für Pflanzen, als Futter für Tiere oder Honiglieferanten für Menschen.


Da heißt es erstmal die Blumen auf dem Balkon zu gießen, damit die nektarsammelnden Tiere Nahrung finden.

Dann werde ich noch Insektentränken bauen. Die einfachste Variante ist genial:
Mehrere Korken in eine Schüssel geben, mit Wasser füllen und ein Küchentuch auflegen und schon ist die Nottränke für durstige Insekten fertig.

Besser geht es aber immer. Deshalb sammelte ich auf meinen letzten Streifzügen Naturmaterial: Rindenstücke, einen Baumpilz, ein altes Schneckenhaus und etwas Moos. Zu Hause fand ich noch Steine und Muscheln vom letzten Strandurlaub.
Ich ordnete alles auf einem Blumenuntersetzter an, goss Wasser rauf und fertig war meine natürliche Insektenbar! Da sich Pilz, Rinde und Moos mit Wasser vollsaugen, nehmen die Insekten auch noch wichtige Mineralstoffe auf, wenn sie daran trinken.
Wichtig ist nun, die Tränke stets mit Wasser zu füllen, damit die Insekten sie nicht umsonst anfliegen! Das hatte ich leider schon mal vergessen.

Darum kam mir noch eine Idee. Damit der Wasservorrat länger anhält, nahm ich ein leeres Honigglas. Das passt supergut, kann ich doch nun den fleißigen Bienen als Dank für den leckeren Honig was zurückgeben…

Mit Hammer und Nagel schlug ich Löcher in den Deckel, füllte dann Wasser in das Glas, schraubte den Deckel rauf und stellte dann das Glas kopfüber, etwas schräg auf ein kleines Rindenstückchen in den Blumenuntersetzer.
So ist der Nachfluss garantiert und ich muss nun das Wasser je nach Witterung erst alle 1- 3 Tage nachfüllen.

Ich bin richtig stolz auf meine Minilandschaft, die ganz gewiss auch den Insekten gefallen wird.
Werde doch auch Insektenfreund:in und Lebensretter:in! Gestalte eine Tränke für die vielen Käfer, Schmetterlinge und anderen fliegenden Wesen!
Glaube mir, es macht Spaß, sie zu beobachten und sich um sie zu kümmern. Und vielleicht hast du auch bald solch eine schöne Begegnung wie ich neulich…

Weiteres zum Thema:
Materialien zu Wildbienen & Co
Hinweis auf Insekten App vom Nabu
Warum sollen wir Insekten schützen? (WOOZLE GOOZLE)


Wilma Wusel entdeckt Feuerwanzen

Wilma Wusel entdeckt Feuerwanzen

Hallo du,
neulich kam mir wieder eines meiner Lieblingslieder in den Sinn. Ich hatte es von meinem Opa Wusel gelernt. Das Lied heißt „Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt `ne kleine Wanze …“ und es macht mir immer noch ganz viel Spaß, es zu singen.
Kennst du das Lied auch?


Doch dann überlegte ich: „Was ist eigentlich eine Wanze? Ist sie eine Spinne oder ein Käfer? Oder vielleicht ganz was anderes?“ Ich schnappte mir mein Tablet.
Aha, Wanzen sind eine Insektengruppe und in Deutschland gibt es sogar knapp 1000 Arten! Wow, das ist ja interessant:  Ich kann sie im Garten, im Wald und auch im oder auf dem Wasser finden!
Auch der Wasserläufer, den ich schon oft bewunderte, weil er auf dem Wasser laufen kann, gehört zu den Wanzen!
Ja, selbst meine Lieblingskrabbeltiere, die ich im Frühjahr zuhauf an Bäumen, auf Steinen oder Mauern entdecken konnte, sind Wanzen- FEUERWANZEN.

Ich dachte immer, sie heißen Feuerkäfer, bis ich herausbekam, dass es zwischen Wanzen und Käfer, so einige Unterschiede gibt:

Feuerwanze
Feuerkäfer




Auch das Dreieck, dass viele Wanzen in der Mitte ihres Rückens haben, ist ein gutes Merkmal für diese Insektengruppe! Es wird Schildchen genannt.
Quelle der Zeichnung

Nun interessierte mich, wie denn so ein typisches Feuerwanzenjahr abläuft:

März/April- Aufwachen aus der Winterstarre

Die Feuerwanzen krabbeln aus ihren Winterverstecken (Laubstreu, Rinden) und tanken erstmal Sonne. Meistens sind die kleinen Krabbler auf den Stämmen ihrer Lieblingsbäume wie Linde, Robinie oder Ulme zu entdecken, denn deren grobe Rinden bieten genügend Schlupflöcher für den Winter. Außerdem mögen die Feuerwanzen auch die Früchte dieser Bäume

Rinde der Linde
Blatt der Linde
Rinde der Robinie
Blatt der Robinie
Rinde der Ulme
Blatt der Ulme

Mai – Paarung und Eiablage


Die etwas größeren Weibchen locken mit ihren Duftdrüsen die Männchen an. Beide verpaaren sich mit ihren Hinterleibern und das Männchen zieht das Weibchen hinter sich her. Das kann bis zu 30 Stunden dauern und sieht lustig aus!


Probiere es doch auch mal: Suche eine Freundin oder einen Freund und stellt euch Rücken an Rücken. Nun verhakt ihr eure Arme ineinander und versucht so eine Strecke zurückzulegen. Wechselt euch bei der Führung ab. Und wenn ihr mehrere Paare seid, so könnt ihr ja auch Wettrennen veranstalten…

Nach der Paarung legt das Weibchen bis 50-100 Eier in Rinden oder im Erdboden ab und sorgt dafür, dass die Eier vor Fressfeinden wie Vögeln oder Spinnen geschützt bleiben. Sie halten ihre Eier stets feucht und kümmern sich nach dem Schlupf um die Jungtiere.
Das machen übrigens auch andere Wanzenarten, z.B. die Brutwanze

Ab Juni – Schlupf der Nymphen



Die Feuerwanzenbabys schlüpfen. Sie werden Nymphen genannt und sonnen sich auch gern. Darum sind sie, ähnlich wie die großen Feuerwanzen im Frühjahr, in großen Mengen zu beobachten. Außerdem sind sie noch recht unbeweglich und deshalb auf die Unterstützung der Mutter angewiesen.

Die jungen Feuerwanzen häuten sie sich fünfmal und verändern dadurch jedes Mal ihr Aussehen. Nach ungefähr 40 Tagen sind sie dann ausgewachsene Feuerwanzen:

Futter der Feuerwanzen



Ich frage mich, was Feuerwanzen eigentlich fressen, damit sie groß und stark werden?
Oh, der Speiseplan von Feuerwanzen ist recht abwechslungsreich:
heruntergefallene und abgestorbene Samen, Blätter und andere Pflanzenreste, kleine Insekten (z.B. Blattläuse), tote Tiere, Insekten- und Schneckeneier.
Der für Wanzen typische Rüssel dient den Feuerwanzen zum Stechen und Saugen. Er ist sogar zwei geteilt, denn aus einem Röhrchen wird Verdauungssaft in das Futter geleitet und mit dem anderen Röhrchen das Futter aufgesaugt. Weil dieses Vorgehen für ein einzelnes Tier sehr kraftraubend ist, saugen im Anschluss meist weitere Tiere aus der vorbereiteten Futterquelle. So sparen sie ihre Kräfte.





Ihren Gemeinschaftssinn leben die Feuerwanzen auch anderweitig aus. Sie teilen gern ihre Futter- und Schlafstellen mit anderen. Ja, sie informieren sich mit ihren Duftstoffen untereinander, wo es schöne Orte zum Teilen gibt. Der Vorteil des Gruppenkuschelns:
Wenn viele Tiere nebeneinander sind, wirkt die schwarz-rote Färbung für andere Tiere noch abschreckender, weil die Fläche der Warntracht größer ist.

Gemeinsamkeit ist toll und nützt jedem Einzelnen!

Ich las noch viele andere spannende Dinge über Feuerwanzen, z.B. dass diese Tiere von Wissenschaftler*innen erforscht werden und sie somit schon großartige Erkenntnisse für Medizin und andere Forschungsgebiete erhalten haben.
Außerdem wurden bei den Feuerwanzen unterschiedliche Eigenschaften beobachtet. Es gibt mutige, neugierige, schüchterne oder vorsichtige Tiere in der Feuerwanzengemeinschaft.

Na, da gab es für mich kein Halten mehr! Ich wollte auch Feuerwanzenforscherin werden und machte mich gleich auf die Suche nach diesen großartigen Tieren! Da ich nun weiß, dass Feuerwanzen bestimmte Bäume lieben, begann ich meine Feuerwanzen-Safari an einer dicken Linde. Und siehe da- ich war erfolgreich!

Seitdem habe ich das Wanzenlied umgedichtet und singe nun „Auf der Rinde einer Linde sitzt `ne Feuerwanze…“ 😊

Schau dich doch auch mal um, denn jetzt kannst du bestimmt schon den Nachwuchs der Feuerwanzen oder auch andere Wanzen entdecken. Hier findest du die häufigsten Wanzenarten:

Diese Übersicht kannst du dir runterladen

Weitere interessante Links :
Pindatica- Bastelbogen
https://www.pindactica.de/selbermachen/kaefer-wanzen-spiel/

Feuerwanze einfach erklärt:
https://kiwithek.kidsweb.at/index.php/Feuerwanze

 Fakten zur Feuerwanze:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/wanzen/34703.html

Welt der Wanzen:
https://www.planet-wissen.de/natur/insekten_und_spinnentiere/wanzen/pwiediewundersameweltderwanzen100.html

Wanzenvielfalt
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/wanzen/07313.html

Wilma Wusel entdeckt Fledermäuse

Wilma Wusel entdeckt Fledermäuse

Hallo du, neulich entdeckte ich auf meinen Streifzügen einen ganz besonderen Baum! Es war eine Buche und an sich nicht einzigartig – im Gegenteil, um sie herum waren noch viele andere Buchen. Was an ihr außergewöhnlich war, war ihre Rindenfärbung – grünlich, weißlich, schwarz… Noch etwas fiel mir auf! Über dem Rindenmuster war ein Kasten und über dem Kasten sah die Buche wie die anderen Bäume um sie herum aus.

Hmm – wieder ein Waldrätsel, das ich diesmal aber gleich vor Ort lösen konnte!

Ich ging näher zu dem Baum und hörte ganz zartes Zwitschern. Das kam doch aus dem Kasten! Und unten hatte der ja auch einen Schlitz! Ich schaute mich weiter um und sah auf dem Waldboden noch ganz viele kleine schwarze Würstchen.

Aha!!! Diese Kotspuren, die ungewöhnliche Rindenfärbung und die Kastenlaute können nur von einer Tierart stammen – Fledermäusen!




Ich überlegte: Die kleinen Flattertiere machen vielleicht das Gleiche wie wir, bevor sie schlafen gehen – sie gehen noch mal auf Toilette😊. Das Rindenmuster ist dann also frischer und getrockneter Fledermausurin und die Würstchen das große Geschäft! Naja, und die Geräusche aus dem Kasten sind dann vielleicht träumende Fledermäuse…


Egal, ich hatte jedenfalls sofort eine Idee! Ich würde mich am Abend auf die Lauer legen, denn ich wollte wissen, wie viele Tiere dort drin sind. Der schwarze Fleck des frischen Fledermausurins und die Laute verrieten mir schon, dass es mehrere sein müssten.


Ich suchte mir also in der Dämmerung ein gemütliches Plätzchen und musste gar nicht lange warten bis die erste Fledermaus erschien. Dann wurde es spannend! Eine Fledermaus nach der anderen flog in den dunklen Wald. Das ging so schnell, dass ich mit dem Zählen aufpassen musste. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren 39 Fledermäuse in dem Kasten. Dabei fiel mir auf, dass die meisten von ihnen beim Abflug die gleiche Route nahmen, praktisch wie eine Startbahn auf dem Flugplatz. Wow, das war ein ganz besonderes Erlebnis!


Nun fragte ich mich aber, welche Fledermäuse schon am frühen Abend unterwegs sind, denn ich dachte immer, dass die Flattertiere nur in der Nacht fliegen.

Deshalb schaute ich in einem Fachbuch nach und…

…musste erst mal laut lachen. Denn Fledermäuse haben ganz lustige Namen: Mopsfledermaus, Hufeisennase, Mückenfledermaus, Zwergfledermaus, Abendsegler!

Moment mal… ABENDsegler! Könnte das nicht die Fledermausart sein, die ich gestern beobachtete?


Ja, richtig! Ich las, dass Abendsegler praktisch die Frühaufsteher unter den Fledermäusen sind, da sie als erste in die beginnende Nacht starten. Nun hatte ich ein Rätsel gelöst, doch es entstanden direkt neue Fragen: Wie groß ist eine Zwergfledermaus? Was fressen Fledermäuse eigentlich? Wo schlafen sie, wenn keine Kästen im Wald hängen?

Bereits am nächsten Tag hatte ich das große Glück, Fledermausforscher zu treffen und sie auch begleiten zu dürfen. Das war super interessant! Sie untersuchten wo, wie viele und welche Fledermäuse im Wald schlafen.

Dazu schauten sie auch in die Fledermauskästen und konnten dort kleine und große Arten entdecken.


Dabei sah ich, dass die Zwergfledermaus wirklich sehr klein ist. Sie würde sogar in eine Streichholzschachtel passen! Und als ich die spitzen Zähne vom Abendsegler sah, erklärten mir die Fledermausforscher, dass diese Art am liebsten Käfer frisst. Sie knacken diese wie wir Nüsse oder Bonbons. Andere Fledermausarten bevorzugen Mücken und Motten, um satt zu werden.


Wir gingen weiter… Wow – eine Höhle oder richtiger, ein Bunker mitten im Wald!  Die Fledermausforscher luden mich ein, hineinzukrabbeln. Dort können Fledermäuse sogar ihren Winterschlaf halten! Aber auch im Sommer fühlt sich hier die ein oder andere Fledermaus wohl, denn sie können in den vielen Ritzen und löchrigen Steinen genügend Platz für ein Schläfchen finden.

Ich konnte sogar eine Fledermaus entdecken!

Fotos Fledermäuse in Bunker: Marie Heise


Meine Begleiter sagten mir, dass sich viele Fledermäuse auch Schlafplätze suchen, die von Menschen geschaffen wurden. So nutzen sie Kirchtürme, Dachstühle, Brücken, aber auch Jalousienkästen und andere kleine Schlupflöcher an Häusern als Sommerquartiere.

Nach dem Ausstieg aus dem Bunker wollte ich weiter auf Fledermaussuche gehen. Doch die Fledermausforscher hatten dazu keine Zeit, denn sie mussten ihre erfassten Daten noch auswerten. Das bedauerte ich sehr, hatte ich doch jetzt erst recht noch viele Fragen.

Sie gaben mir aber zum Abschied noch einen Tipp: „Geh‘ zu einer der vielen Fledermausexkursionen, die im August angeboten werden! Am letzten Augustwochenende begehen Fledermausfreundinnen und -freunde die Internationale Batnight. Damit wollen sie noch viele Menschen für die faszinierenden Tiere begeistern.“

Au ja, das werde ich machen! Du auch?


Spannende Links zum Thema

Hört euch auch unseren Podcast zum Thema an.
Wir fanden es so spannend und hatten so viele Infos, dass es diesmal gleich zwei Teile geworden sind.

Fledermausführungen in Berlin
(Link zum NABU)

Batnight Aktivitäten
(Link zum NABU)

Fledermausforschung bei Nacht
(Link zu YouTube)

Lebensweise der Fledermäuse
(Link zu SWR Kindernetz)

Sendung mit der Maus zu Fledermäusen
(Link zu YouTube)

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Hallo du,

na, bist du jetzt auch so oft wie möglich im kühlenden Wald unterwegs? Sommertemperaturen sind ja ganz schön, aber wenn es zur Hitze ausartet, dann suche ich gern schattige Plätze auf. Ja und einer meiner Lieblingswälder in Berlin, der Plänterwald, hat viele alte Laubbäume, die mir Kühlung und Sonnenschutz bieten.

eine große Buche

Mein letzter Waldbesuch endete aber nicht wie geplant, denn als ich es mir gerade unter einer großen Buche gemütlich machen wollte, schreckte ich auf.

Laute Motorgeräusche, kräftige Hammerschläge und lärmende Sägen störten mich in meiner Mittagsruhe.

Das machte mich neugierig und ich eilte dem Krach entgegen. 

saftig grüne Buchenblätter
Für einen Spielplatz wird viel Holz gebraucht

Wow- ich entdeckte eine richtig große Baustelle und das mitten im Wald!!! Ja sogar ein Bagger war da! Doch die dort arbeitenden Menschen sahen nicht wie Bauarbeiter*innen aus, sondern erinnerten mich eher an Forstleute.

Und richtig, es waren Mitarbeiter*innen der Berliner Forsten. Sie erzählten mir, dass hier einer der größten Waldspielplätze von Berlin entstehen soll.

Manche Stämme werden tief in den Boden eingegraben

Deshalb sind sie so emsig: sie sägen viele Bretter, vermessen Balancierbalken und gestalten neue Spielgeräte.
Und das Holz, das sie verarbeiten, stammt von Bäumen, die sie im Berliner Wald ausgesucht und dann gefällt haben.

Eine Forstwirtin meinte: „Wir brauchen nämlich für die Spielgeräte hartes und festes Holz. Dafür eignen sich besonders Eichen und Robinien!“ 
Sie zeigte mir einen Robinienstamm und machte sich gleich an die Arbeit. Ich staunte, denn sie schälte diesen wie ich eine Karotte.  
„Die Rinde muss ab, damit das Holz länger hält und geschliffen werden kann.“ Ich versuchte, ihr zu helfen, musste aber bald merken, dass solch ein Entrinden sehr anstrengend ist! Puh!! Aber die frische Rinde roch toll…  

Mit diesem Schaber wird die Rinde abgemacht

Da der Spielplatz Anfang Juli eröffnet werden soll, hielt ich die fleißigen Forstwirt*innen nicht mehr mit meinen Fragen auf, sondern bewunderte schon die ersten Spielmöglichkeiten. Na, das wird ein Spaß, wenn wieder alle Kinder den Waldspielplatz nutzen dürfen! 

Auf meinem Rückweg zur alten Buche stutzte ich: „Nanu, die Rinde kenn‘ ich doch? Die habe ich doch auf der Spielplatzbaustelle von Stamm geschält. Ist das etwa eine Robinie? Ach, da sind ja auch ihre Blätter! Die kenn‘ ich doch! Die nehme ich öfter mal für meine Abzählspiele!“  

Bei meinem Abzählspiel zupfe ich mit jedem Begriff ein Blättchen ab und der Begriff am letzten Blättchen geht in Erfüllung (oder auch nicht😊)
z. B. für die Wettervorhersage für mein Geburtstag nutze ich: „Sonne, Wolken, Regen“, für meine Teilnahme am nächsten Wildschweinrennen zähle ich: „Sieg, Mittelfeld, Letzte“ oder für mein Blick in die Zukunft nehme ich ”Professorin, Bäckerin, Ingenieurin oder Schriftstellerin”. 

Als ich weiterging kam ich zu einem Platz mit ganz vielem alten Holz und tollen Stöcken. Der Platz erinnerte mich sofort an die Wald-Baustelle. Da kam mir eine Idee: Ich bau mir einen eigenen Waldspielplatz mit Hütte, Wippe und Balancierstrecke. Das wird toll!!!

Werde doch auch du bei deinem nächsten Waldaufenthalt ein*e Spielplatzerbauer*in!!!


Spannende Links

Die Berliner Waldspielplätze
(Link zu berlin.de)

Bauanleitungen für deinen eigenen Waldspielplatz:

Turm im Wald
(Link zu youtube.de)

Kugelbahn
(Link zu wanderverband.de)

Waldhütte bauen
(Link zu geo.de)


Detektivblatt „Waldspielzeug“

Drucke Dir hier dein Detktivblatt aus und fange sofort an zu spielen.


Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Hallo du,

weißt du noch, im vorigen Sommer war ich die Hauptperson in einem Comic und in diesem Jahr gab’s sogar noch eine Steigerung – ich wurde ein Filmstar! Naja, für Hollywood wird es noch nicht reichen, aber es war sehr aufregend und hat ganz viel Spaß gemacht!
Ich wurde nämlich bei meinen Erkundungen mit der Kamera begleitet. Der Regisseur und Kameramann Felix filmte mich, wie ich die Umgebung einer Waldschule erforschte, dabei ein Naturrätsel entdeckte und auch löste.


Wilma Wusels Film

Wilma beim Interview mit Felix

Nach den Dreharbeiten dufte ich Felix interviewen, denn ich wollte wissen, was er sonst so macht, wenn er nicht gerade filmt.


Hallo Felix, warum bist du hier?
Ich bin Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Waldschule Plänterwald, eine der 9 Berliner Waldschulen.


Was kann man da machen?
Ich begleite Kita-Gruppen und Schulklassen in den Wald um mit ihnen gemeinsam die Natur zu entdecken und zu erforschen. Dabei leite ich Waldspiele an oder suche mit den Kindern nach Krabbeltieren und anderen spannenden Dingen.


Aha, dann weißt du bestimmt viel über die Natur!
Naja jetzt schon, denn ich habe so einiges über den Wald gelernt und sogar mit anderen im Wald übernachtet! Das war cool!


Wow, das klingt ja spannend! Da kommt mir sofort eine Idee: Ich werde dich mal bei deinen Abenteuern begleiten und vielleicht entsteht dabei auch ein Film…



kostenlose App für Stop-motions-Trickfilme:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cateater.stopmotionstudio&hl=de&gl=US

Freiwilliges Ökologisches Jahr an Berliner Waldschulen:
https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/freiwilliges-oekologisches-jahr/
https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/foej/was-ist-das-foej
https://vjf.de/foej/
https://www.jao-berlin.de/de/topic/159.f%C3%B6j-berlin.html

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Hach, ist das schön! Alles grünt und blüht, brummt und fliegt, krabbelt und kriecht. Es gibt zurzeit vieles zu entdecken, vor allem sind jetzt viele bunte Falter zu sehen.



Es ist noch gar nicht allzu lange her, da habe ich eine interessante Raupe entdeckt und beobachten können.

Wo die Raupe wohl hin will?

Ich forschte nach, welcher Schmetterling sich daraus wohl entwickeln würde.

Wow, wie viele Raupen es gibt und wie unterschiedlich sie aussehen – einige wie Monster und andere wie bunte Flaschenbürsten!!! Und die längste Raupe der Welt kann sogar über 11 cm groß werden!



Raupen sehen nicht nur verschieden aus, sondern bewegen sich auch unterschiedlich. Manche krabbeln, so wie meine Raupe oben im Video. Andere ziehen ihr Hinterteil so nach vorn, dass sich ein Bogen bildet. Danch erst bewegt sich das Vorderteil der Raupe zusammen mit den vorderen Beinpaaren – das sieht besonders lustig aus!

Versuche doch auch mal, dich so zu bewegen! Nimm zwei kleine Matten oder Kissen und stelle dich auf diese in den Vierfüßlerstand. Nun rutschst du mit deinen Händen nach vorn, bis du fast auf dem Bauch liegst und dann ziehst du deine Beine bis zu deinen Händen ran.

Oder bastle dir Papierraupen und veranstalte Raupenrennen mit deiner Familie oder deinen Freund:innen.


Ich finde Raupen ja an sich schon sehr spannend, aber später fand ich noch ein komisches Gebilde, das mit den Raupen zusammenhängt und Puppe genannt wird. Dort drin findet ein richtiges Naturwunder statt, denn hier wird aus einer Raupe ein Schmetterling – einfach phantastisch!



Um mich noch mehr über die bunte Falter-welt zu informieren, besuchte ich den „Schmetterlingshorst“ in Berlin Köpenick.

Dort schaute ich mir eine der größten Schmetterlingssammlungen Deutschlands an. Das war beeindruckend!

Ich fand sogar den Falter, der sich aus der größten Raupe der Welt entwickelt: den Atlasspinner.

Aber auch den Schmetterling von meiner Raupe konnte ich entdecken… Aus ihr wurde nämlich ein Distelfalter, der als Schmetterling solch wohlduftende Blumen wie die Ackerdistel bevorzugt.


Wenn du aber lieber flatternde Schmetterlinge beobachten möchtest, dann solltest du eines der vielen Schmetterlingshäuser Deutschlands aufsuchen oder besser noch, raus in die Natur gehen.

Für Berliner Schmetterlingsforscher:innen ist das Tempelhofer Feld ein lohnenswertes Ziel, denn hier können sie viele Falter und mit etwas Glück sogar den seltenen Schwalbenschwanz entdecken.

Doch auch woanders lohnt es sich für dich, nach Schmetterlingen Ausschau zu halten, denn zurzeit blühen viele Blumen, die den bunten Tagfaltern Nektar geben.


Der Sommerflieder wird auch Schmetterlingsstrauch genannt. Warum er so heißt, kannst du erleben, wenn du den Strauch in Parks und Gartenanlagen findest.

Geh also auf Schmetterlingssuche und beobachte die kleinen fliegenden Sommerfarbtupfer am Sommerflieder oder auf bunten Sommerwiesen!

Du wirst staunen wie vielfältig die Schmetterlingswelt ist!

Schaffst du es in diesem Sommer 5 verschiedene Schmetterlinge zu entdecken?

Die Auswahl ist groß, denn in Deutschland gibt es etwa 3.700 Arten, von denen ca. 200 Tagfalter sind.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg auf deiner Schmetterlingssafari!


Raupenforschung

Welcher Falter wird das? Eine Raupenübersicht nach Monaten sortiert…
(Link zu schmetterling-raupe.de)

Vom Ei zum Schmetterling

Wie wird eine Raupe zum Falter?
(Link zum Video auf Planet-Schule.de)

Im Garten der Schmetterlinge
(Link zu „Anna und die wilden Tiere“ auf Kika.de)

Basteln

Drehscheibe zur Entwicklung eines Schmetterlings
(Link zu Pindactica.de)

Origami – Schmetterlinge falten
(Link zu YouTube)

Ausflugsziel

Schmetterlingshaus der Biosphäre Potsdam
(Link zur Seite der Bioshäre Potsdam)


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine tolle Übersicht über unsere einheimische Schmetterlingswelt
und könnt euren eigenen Schmetterlinge entwerfen
.