Wilma Wusel hilft

Wilma Wusel hilft

Hallo du,

puh, dieser Sommer hat es ja in sich- fast 40 Grad im Schatten!
Da hilft nur, viel zu trinken und für so manche andere Abkühlung zu sorgen!
Als ich wieder mal einen kräftigen Zug aus meiner Flasche nahm, kam mir ein Gedanke:
Ich kann jederzeit zur Flasche greifen und auch den Pflanzen auf dem Balkon, vor dem Haus oder im Garten kann mit Gießen geholfen werden.

Aber was machen die Tiere? Die Großen können sich an den Teichen, Seen oder Flüssen laben. Doch was ist mit den Kleineren wie den Insekten? Pfützen, feuchtes Moos oder Holz gibt es ja aufgrund der Hitze und Trockenheit nicht?
Ich habe mal gelesen, dass viele Insekten das offene Wasser meiden. Ist eigentlich auch logisch, denn sie könnten ja reinfallen, was ihren Tod bedeuten würde.

Deshalb sollen auch Regentonnen und mit Wasser gefüllte Gießkannen abgedeckt werden. Bei den Kannen geht das ganz einfach, denn die Brause passt genau auf die Öffnung- einfach nur cool!
Wenn du dich ausreichend in deinem Planschbecken oder eurem Pool erfrischt hast, kannst du dann Holzstücke, Stöcke oder etwas anderes Schwimmendes als kleine Rettungsinseln für Insekten reintun.
So können die durstigen Tiere ans Wasser gelangen und notfalls schnell rausklettern. Einfacher kann doch Tierschutz nicht sein!

Ich nahm mir vor, noch mehr für die Insekten zu tun, schließlich sind diese für alle anderen Lebewesen unentbehrlich. Ob nun als Bestäuber für Pflanzen, als Futter für Tiere oder Honiglieferanten für Menschen.


Da heißt es erstmal die Blumen auf dem Balkon zu gießen, damit die nektarsammelnden Tiere Nahrung finden.

Dann werde ich noch Insektentränken bauen. Die einfachste Variante ist genial:
Mehrere Korken in eine Schüssel geben, mit Wasser füllen und ein Küchentuch auflegen und schon ist die Nottränke für durstige Insekten fertig.

Besser geht es aber immer. Deshalb sammelte ich auf meinen letzten Streifzügen Naturmaterial: Rindenstücke, einen Baumpilz, ein altes Schneckenhaus und etwas Moos. Zu Hause fand ich noch Steine und Muscheln vom letzten Strandurlaub.
Ich ordnete alles auf einem Blumenuntersetzter an, goss Wasser rauf und fertig war meine natürliche Insektenbar! Da sich Pilz, Rinde und Moos mit Wasser vollsaugen, nehmen die Insekten auch noch wichtige Mineralstoffe auf, wenn sie daran trinken.
Wichtig ist nun, die Tränke stets mit Wasser zu füllen, damit die Insekten sie nicht umsonst anfliegen! Das hatte ich leider schon mal vergessen.

Darum kam mir noch eine Idee. Damit der Wasservorrat länger anhält, nahm ich ein leeres Honigglas. Das passt supergut, kann ich doch nun den fleißigen Bienen als Dank für den leckeren Honig was zurückgeben…

Mit Hammer und Nagel schlug ich Löcher in den Deckel, füllte dann Wasser in das Glas, schraubte den Deckel rauf und stellte dann das Glas kopfüber, etwas schräg auf ein kleines Rindenstückchen in den Blumenuntersetzer.
So ist der Nachfluss garantiert und ich muss nun das Wasser je nach Witterung erst alle 1- 3 Tage nachfüllen.

Ich bin richtig stolz auf meine Minilandschaft, die ganz gewiss auch den Insekten gefallen wird.
Werde doch auch Insektenfreund:in und Lebensretter:in! Gestalte eine Tränke für die vielen Käfer, Schmetterlinge und anderen fliegenden Wesen!
Glaube mir, es macht Spaß, sie zu beobachten und sich um sie zu kümmern. Und vielleicht hast du auch bald solch eine schöne Begegnung wie ich neulich…

Weiteres zum Thema:
Materialien zu Wildbienen & Co
Hinweis auf Insekten App vom Nabu
Warum sollen wir Insekten schützen? (WOOZLE GOOZLE)


Wilma Wusel entdeckt einen Himmelsstürmer

Wilma Wusel entdeckt einen Himmelsstürmer


Nun ist der Sommer vorbei! Gewiss warst du viel draußen, um die warmen Temperaturen und die Natur zu genießen!
Auch ich war oft im Wald unterwegs. Einmal fühlte ich mich wie in einem Dschungel, denn die Bäume waren oben bis unten bewachsen. Ich konnte kaum den Stamm erkennen! Das wunderte mich sehr. „Was das wohl sein mag?“ Nun wollte ich dieses Rätsel erforschen:


Dazu musste ich mich durch einen grünen Teppich am Waldboden begeben. Nanu- das waren ja alles grüne Blätter, die aber nicht von den Bäumen stammen! Sie wuchsen so dicht, dass ich darin fast verschwand. Außerdem musste ich aufpassen, dass ich nicht stolperte. Wie Schlingpflanzen schlängelte sich das Blättermeer am Boden entlang.

Als ich an dann an einem dieser „grünen“ Bäume stand, machte ich eine Entdeckung. Einige dieser Blätterschlangen vom Boden kletterten am Stamm des Baumes hoch! Das ist komisch- erst wachsen sie am dunklen Waldboden und dann strecken sie sich der Sonnen entgegen? Dann dient der Baum wohl als Klettergerüst dieser Pflanze, denn ohne ihn könnte solche eine Blätterschlange nie hoch hinaus.

Nun betrachtete ich die Blätter genauer. Mal hatten sie drei Blattzipfel, mal waren es fünf. Sie waren auch nicht so weich, wie die Blätter der Kastanie oder anderer Laubbäume. Ja, sie fühlten sich eher ledrig an. Dann stutzte ich- irgendwie kam mir die Blattform bekannt vor…
Wo hatte ich sie denn schon mal gesehen?
Grübelnd stolperte ich zum Waldweg zurück. Dabei verschluckte ich was und musste husten.

Jetzt fiel es mir ein. Der Hustensaft, den ich neulich einnahm, hatte solch ein Blatt auf dem Etikett. Es war EFEU-Hustensaft!
Aha, die Blätterschlangen sind der EFEU!!! Nun interessierte mich, wie der Hustensaft hergestellt wird, denn dann könnte ich mir diesen bei Bedarf selbst herstellen!
Ich ermittelte im Internet. Ein Rezept gefiel mir besonders:

Nun interessierte mich, wie man denn das Alter vom Efeu bestimmen kann. Aha, es ändert sich nicht nur die Wuchsform, sondern auch die Blattform! Erst sind sie herzförmig mit Zipfeln und nach 8-10 Jahren werden sie eiförmig.
Dann erst bildet der Efeu auch Blüten, aus denen dunkelblaue Beeren werden. Diese sind für Menschen giftig, für Vögel aber eine wichtige Futterquelle im Winter.

Tage später war ich wieder unterwegs. Da hörte ich über mir ein Brummen. Ich schaute hin und entdeckte ein großes blühendes Gewächs.
„Hey, hier steht ja ein alter Efeu! Wow, der wird ja umschwärmt!“
Das ist ja auch kein Wunder, denn viele Blumen sind im Spätsommer verblüht, so dass der Efeu jetzt ein toller Nahrungsort für Insekten ist.

Ein umschwärmter Efeu

Ich bewunderte noch einige Zeit das geschäftige Treiben und konnte dabei die unterschiedlichsten Bienen entdecken.
Dann erntete ich ein paar Blätter für den Hustensaft und einige Efeutriebe vom Boden, um mir einen Kranz zu flechten.

Fleißige Biene

Außerdem wollte ich noch ein Waschmittel aus Efeublättern herstellen. Das hatte ich nämlich auch noch ermittelt und fand das sehr interessant, mal Seife aus der Natur und nicht aus der Drogerie zu nutzen!
Hier ist das Rezept dazu:
1 Handvoll Efeublätter (ca. 30 g) zerschneiden und in ein Schraubglas geben.  Heißes Wasser (300 ml) aufkochen, über die Blätter gießen, das Glas verschließen und mehrere Stunden ziehen lassen. Wenn sich bei einer Schüttelprobe Schaum bildet, ist die Waschlauge fürs Hände- oder Wäschewaschen fertig.
Versuche es doch auch einmal!

Wow, der Efeu ist ja ein richtiger Tausendsassa:
Er ist Bodenkriecher, aber auch Kletterkünstler, verändert im Alter seine Blätter, dient den Insekten im Spätsommer als Nahrungsquelle, gibt den Vögeln Nist- und Versteckmöglichkeiten und wertvolles Winterfutter. Die Menschen nutzen ihn als Heil- und Waschmittel, zum Dekorieren sowie als natürlichen Hausschmuck oder Sichtschutz, denn er hat nämlich noch eine Besonderheit- er ist IMMERGRÜN!

Übrigens- der Efeu schadet den Fassaden, Zäunen und gesunden Bäumen nicht.  Im Gegenteil- doch höre selbst: 😊

Die 2. Große Grunewald-Challenge

Die 2. Große Grunewald-Challenge

Die Grunewald-Challenge 2025

Zum zweiten Mal dürfen 5. Klassen von Berliner Schulen vom 16.09. bis 26.09.2025 durch den Grunewald streifen und sich der große Grunewald-Challenge stellen. Die Klassen durchlaufen in kleinen Teams eine markierte, wunderschöne Waldstrecke und dürfen auf ihrem Weg an sechs Stationen unterschiedliche Herausforderungen bewältigen. Einige Stationen erfordern Geschicklichkeit, Naturwissen oder Fantasie – und manchmal auch die Fähigkeit, sich mit allen Sinnen „einzuwalden“. An den Stationen erspielen die Gruppen Haselnüsse. Pro 3 Haselnüsse pflanzen die Waldschulen in Kooperation mit den Berliner Forsten einen Baum oder einen Strauch.

Durchgeführt wird die Grunewald-Challenge von den Waldschulen des Jugend in Berliner Wäldern e.V. (Waldschule Zehlendorf, Waldschule Spandau & Rucksack-Waldschule Mistkäfer) anlässlich der Deutschen Waldtage 2025, welche unter dem Motto „Gemeinsam! für den Wald.“ stehen.

Austragungsort ist der südliche Grunewald am S-Bhf Nikolassee. Vom Waldeingang, der ca 7 Gehminuten vom S-Bhf entfernt ist, führt die Strecke bis zum Havel-Strand am Großen Fenster. Von dort aus fährt der Bus 218 die Teilnehmenden wieder zurück in die Stadt.


Einladung für alle interessierten Berliner Schulklassen der Klassenstufe 5

Im folgenden Dokument findet ihr alle wichtigen Informationen zur Anmeldung für die Grunewald-Challenge. Anmelden könnt ihr euch am 25.06.2025.


Eindrücke von der 1. Grunewald-Challenge 2024

Wunderbare Eindrücke aus 2024 von der Alt-Lankwitzer Grundschule und der Grundschule am Bürgerpark.

Und Wilma Wusel hat die Grunewald-Challenge natürlich auch besucht und ein paar Eindrücke auf Instagram mit euch geteilt:

Pilzparty im Keller: So einfach züchtest du deine eigenen Speisepilze

Pilzparty im Keller: So einfach züchtest du deine eigenen Speisepilze

Pilze sind faszinierende Lebewesen, die oft im Schatten ihrer auffälligeren pflanzlichen und tierischen Nachbarn stehen. Doch ihre Bedeutung für unser Ökosystem ist immens und wird von den meisten Menschen gänzlich unterschätzt. Sie sind nicht nur unersetzliche Recycler, die organisches Material abbauen und Nährstoffe zurück in den Boden bringen, sondern auch wichtige Symbiosepartner für Pflanzen, wobei sie diese z.B. bei ihrem Wachstum unterstützen. Zudem sind sie eine nachhaltige Nahrungsquelle, alternative Medizin und finden schon lange Einsatz in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen. Das Potential ist riesig! Wir waren schon immer mit Pilzen verbunden und werden auch in Zukunft mit ihnen kooperieren. Zeit, auf Tuchfühlung zu gehen mit diesen wundersamen Kreaturen!

Pilzzucht-Workshop im MaHalla

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, können wir viel von Pilzen lernen. Darum machten wir uns als FÖJ-Gruppe (Freies ökologisches Jahr) der Berliner Waldschulen auf den Weg ins MaHalla nach Oberschönweide in Berlin, um dort an einem Pilzzucht-Workshop im Labor der „Mycelionaires“ teilzunehmen. Früh morgens traf sich unsere Gruppe mit leeren Gastroeimern und Pappkarton auf dem Gelände. Zur Begrüßung gab es erstmal – man könnte es vermuten – einen selbstgemachten, würzig-leckeren Reishi-Pilztee, der uns bei den doch noch recht frostigen Temperaturen aufwärmte. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde stellten wir schnell fest, dass unsere bisherigen Erfahrungen mit Pilzen recht unterschiedlich ausfielen. Waren manchen Pilzen bisher nur auf der Pizza begegnet, erwiesen sich andere von uns als eifrige Sammler und Kenner. Anschließend betraten wir über einen Keller das Pilzzuchtlabor, wo unser eigentlicher Workshop startete. 

Die geheimnisvolle Welt der Pilze: Überraschende Enthüllungen

Zunächst erfuhren wir, dass das, was die meisten Menschen gemeinhin und umgangssprachlich unter Pilzen verstehen, gar nicht die eigentlichen Pilze sind. Vielmehr ist der für uns sichtbare oberirdische Teil, der gerne gesammelt und verspeist wird, lediglich der Fruchtkörper des Pilzes. Also in etwa das, was der Apfel des Apfelbaumes ist. Der eigentliche Pilz befindet sich unter der Erde und besteht aus dem sogenannten „Myzel“.

Dieser vegetative Teil des Pilzes besteht aus vielen fadenförmigen Zellen, den „Hyphen“. Sie sind mit 1/100 mm so klein, das wir sie nur in der Gesamtheit erkennen können. Das Myzel durchzieht jeden Millimeter unseres Bodens, nistet sich in Holz ein oder zersetzt andere organische Materialien. Über ihre feinen Zellfäden sondern sie komplizierte chemische Substanzen ab – Enzyme und Säuren zerlegen komplexe Stoffe. Der Pilz nimmt dann Nährstoffe und Wasser auf und versorgt sich so mit überlebenswichtigen Stoffen, die mitunter für das Wachstum relevant sind. Pilze wachsen also in ihre Lieblingsnahrung hinein, ein schöner Gedanke! Doch das ist noch nicht alles: In einer Welt voller Mikroben müssen sie sich stets behaupten, um zu überleben. Mit ihrem Arsenal an komplexen Säuren und Enzymen sind sie die wohl besten Chemiker und kommen so auch bei der Entgiftung verseuchter Landschaften immer häufiger zum Einsatz.

Myzel – Wunderwerk der Natur!

Viele Pilze sind Saprobionten, das heißt, sie ernähren sich von totem organischem Material.  Ihr Myzel spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von komplexen organischen Verbindungen wie beispielsweise die im Holz vorkommenden Stoffe Cellulose und Lignin. Dabei werden Nährstoffe recycelt, was wiederum den Böden zugutekommt.

Andere Pilze wiederum stehen zudem mit Pflanzen in symbiotischen Beziehungen. Dabei tauschen der Pilz und die Pflanze Nährstoffe, wobei der Pilz Wasser und Mineralstoffe wie Phosphor an die Pflanze liefert und im Gegenzug Kohlenhydrate, also die Photosyntheseprodukte der Pflanze, erhält. Diese Art der Symbiose wird auch Mykorrhiza (altgr. mýkēs ‚Pilz‘ und rhiza ‚Wurzel´) genannt. Gerade bei Wasserknappheit oder in trockenen Böden kommt den Pflanzen das großflächig verzweigte Myzelnetzwerk der Pilze zugute. Doch auch für den Pilz zahlt sich diese Verbindung aus, da er selbst keine Photosynthese betreiben kann. Ohne die Symbiose würden ihm sonst die nötigen Kohlenhydrate für das Wachstum und die Reproduktion fehlen. 95 % aller Pflanzen sind mit Pilzen vergesellschaftet! Darunter fallen Steinpilze, Pfifferlinge, aber auch Fliegenpilze und viele mehr. Für die Gesamtheit des Ökosystems und dessen Gleichgewicht sind die Myzelnetzwerke von großer Relevanz. So bilden sie eine wichtige Barriere gegen Krankheitserreger und Mikroorganismen, indem sie diese im Boden bekämpfen und so ihren Pflanzenpartner beschützen. Außerdem halten sie Bodenaggregate zusammen, verdauen alles was so anfällt und sind selbst wieder Teil der Nahrungskette.

Mykorrhiza © Rita Lüder

Apropos verspeisen: Der sichtbare Fruchtkörper ist ganz genau gesehen das Fortpflanzungsorgan eines Pilzes. Sind die Pilzsporen einmal aus dem Fruchtkörper entlassen, keimen sie unter günstigen Bedingungen zunächst aus. Es entsteht ein sogenanntes Primärmyzel, also eine feinen Hyphe. Jede Hyphenzelle trägt in sich einen halben Chromosomensatz. Sind zwei Primärmyzele kompatibel, so verschmelzen sie miteinander. Dabei vereinigen sich zwar die Zellfäden, aber nicht die Zellkerne. Dies geschieht wiederum erst in der Fruchtschicht (Röhren, Lamellen, Stacheln, Poren, etc.) eines Fruchtkörpers. Doch vorerst erscheinen stecknadelgroße Knubbel oder Zellknoten, sogenannte Primordien. Darin ist die Struktur der Pilzfrucht schon vorangelegt. Die Pilzfrucht entsteht dann durch Streckung . Dabei wird viel Wasser in die Zellen eingelagert. Die Knoten werden voll Wasser gepumpt, schwellen an und es entstehen die uns bekannten Fruchtkörper in ihrer ganzen Schönheit. Schon gewusst? Pilze bestehen aus bis zu 90 Prozent Wasser. Die stabilen Zellwände sind jedoch aus dem komplizierten Polysacharid Chitin aufgebaut, demselben Stoff wie die der Krustentiere! Ganz hartes Zeug …

Pilz-Kunst

Bei dem Rundgang fiel uns recht schnell auf: Im Labor wachsen zwar viele Speise- und Medizinalpilze, aber das ist nicht alles was Pilze ausmacht. Wir finden, sie haben eine ganz besondere Ästethik! So konnten wir etwa eine Mycel–Skulptur bestaunen. Dabei lässt man Pilzmyzel in Substrat durch bestimmte Formen wachsen, um ein skulpturales Werk zu schaffen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos! So entstehen beispielsweise Möbel, Lampen, Lederersatz, Verpackungs- oder Baumaterial, alles auf der Basis von Reststoffen, nachhaltig und natürlich abbaubar. Aber auch als reines Kunstwerk können die Pilze mit ihren faszinierenden Geweben dienen. Sie sind hübsche Fotomotive. Die „innere Schönheit“ lässt sich durch einen Trick sichtbar machen. So zaubern Pilzsporen einzigartige Abdrücke auf Papier oder Stoff.

Sporenabdruck auf Papier
© Micha Alt
© Mycelionaires

Wie züchtet man Pilze?

Nach dem Bestaunen der unterschiedlichen Pilzobjekte und den vielen verschiedenen Zuchtpilzen ging es für uns ans Eingemachte – also an das Zuchtverfahren.

Hierfür hatten wir alle Eimer mitgebracht, in denen wir unsere eigenen Speisepilze züchten wollten. Wir erfuhren nach und nach, wie man eigenhändig Pilze züchten kann und auf was man besonders achten sollte. Dabei bekamen wir Einblicke in die verschiedenen Phasen der Pilzzucht und konnten die einzelnen Schritte an praktischen Beispielen nachvollziehen. Für unseren ersten Zuchtversuch wählten wir eine Austernseitlingskultur, da diese besonders gut für Anfänger geeignet ist. Das Myzel dieses Pilzes wird in der Pilzzucht auf Getreide oder Sägemehl kultiviert. Mit dieser sogenannten „Pilzbrut“ kann man dann ganz einfach ein Substrat beimpfen.

Phasen der Pilzzuchtkultivierung © Franziska Huber

Das Substrat bezeichnet sozusagen die Nahrung für die Pilzkultur. Es gibt die verschiedensten Substratrezepte mit vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die auf hohe Pilzerträge optimiert sind. Jedoch kann man Austernseitlinge auf einfachsten Substraten ziehen. Sie wachsen am besten und schnellsten auf Stroh und/oder Kaffeesatz. Praktisch, dass man also einfach Reststoffe, z.B. aus der Gastronomie (Kaffee, Pappe) oder Industrie (Holzspäne, Biertreber, etc.), als Substrat verwenden kann. Es liefert die notwendigen Nährstoffe für das Pilzwachstum, wie Kohlenhydrate, Proteine und Mineralien. Stroh mit seiner einzigartigen Struktur hält den Substratmix luftig. Letzteres solltet ihr allerdings vor dem Einsatz durch Hitze pasteurisieren, so dass vorhandene Keime reduziert werden. Eine gute Alternative zu Stroh sind daher Strohpellets, die ihr im Kleintierhandel mühelos bekommt. Der Vorteil ist, dass diese bereits besonders keimarm sind. Unser Substrat bestand aus Pappe und Strohpellets. Zur Sicherheit haben wir unsere Mischung trotzdem mit heißem Wasser übergossen. Wichtig: Je höher der Nährstoffgehalt des Substrats, desto sauberer muss es aufbereitet werden! Bei der Sterilisation wird das Substrat in einem Dampfdrucktopf für etwa 90 Minuten bei 121 Grad keimfrei. Doch eine vitale Austernseitlingskultur nimmt es ohne weiteren Probleme mit Strohpellets und Pappe auf. Ausschlaggebend ist vor allem der richtige Feuchtigkeitsgehalt für das Wachstum der Pilze, da Staunässe die Vermehrung von Bakterien begünstigt. In unsere Eimer bohrten wir anschließend mehrere Löcher und klebten sie mit Vliespflaster (z.B. von Mikropore aus der Apotheke) ab. So bekommen die Pilze Sauerstoff. Aus den einzelnen Löchern wachsen dann später die Fruchtkörper. Um dem Pilz ein sauberes Zuhause bieten zu können, wischten wir die Eimer mit Alkohol aus. Als das Substrat auf Raumtemperatur abgekühlt war, haben wir es mit der Körnerbrut beimpft und in die Eimer eingefüllt. Beim gesamten Vorgang solltet ihr unbedingt auf sauberes Arbeiten (Hände waschen & desinfizieren) achten, um etwaige Kontaminationen zu vermeiden.

Warten auf die Ernte

Am Ende des Workshops konnten wir unsere Eimer dann mit nach Hause nehmen und sie an einem geeigneten Platz abstellen. Am besten sucht ihr euch eine passende Stelle, an der sowohl etwas Luftfeuchtigkeit, als auch ein wenig Licht (keine direkte Sonneneinstrahlung) vorhanden sind. Danach dauert es etwa zwei bis vier Wochen bis das Myzel das Substrat vollständig durchwächst. Bleibt alles weiß und der Eimer verströmt einen angenehm süßlichen Geruch läuft eurer Pilzexperiment bestens! Anschließend braucht es meist noch etwa ein bis zwei Wochen, bis die ersten Mini-Fruchtkörper erscheinen. Diese stecknadelgroßen „Primordien“ entwickeln sich innerhalb weniger Tage zu ausgewachsenen Fruchtkörpern. Der beste Erntezeitpunkt ist, bevor sich der Hutrand glatt ausrollt. Da wir innerhalb unserer Gruppe die Pilze jeweils an recht unterschiedlichen Orten, mit anderer Luftfeuchtigkeit und Helligkeit platzieren, dauerte die Zeit bis zur Ernte bei manchen länger als bei anderen.

Dennoch konnten alle Teilnehmenden des Pilzworkshops am Ende Austernseitlinge ernten – ein voller Erfolg also! In unser Gruppe tauschten wir uns immer wieder untereinander aus und gaben uns gegenseitig Tipps. Besonders cool: Viele Pilze können mehrere Erntezyklen auf demselben Substrat durchlaufen, das heißt ihr könnt euch gleich mehrfach über eine reiche Pilzernte freuen. Das verbrauchte Substrat kann zudem kompostiert und als Dünger verwendet werden. Unsere ersten Pilzzuchtversuche haben ungeheuren Spaß gemacht. Auf den ersten Blick erscheint die Pilzzucht zwar komplex, doch unsere Erfahrung zeigt: Jeder kann erfolgreich Speisepilze zu Hause anbauen. Also warum wagt nicht auch ihr den ersten Schritt? Macht einen Pilzworkshop wie wir bei den Jungs von den „Mycelionaires„ oder recherchiert im Internet und legt einfach los. Fangt mit einfachen Sorten wie Austernpilzen an und lasst euch von der Faszination der Pilzwelt mitreißen.

Wir wünschen viel Erfolg und einen guten Appetit!

Habt ihr Lust eure eigenen Vital- oder Speisepilze zu züchten? Dann ab ins MaHalla zu den „Mycelionaires“: https://www.instagram.com/mycelionaires/

Wollt ihr mehr über Pilze wissen? Lest euch unseren anderen Blogartikel durch!
Pilze – Wer oder Was seid ihr eigentlich? – WaldentdeckenBerlin

Wilma Wusel entdeckt Spechte

Wilma Wusel entdeckt Spechte

Hallo du,

na, ist es dir auch schon aufgefallen? Der Wald wird wieder munterer! Neulich hörte ich schon zaghafte Melodien von Meisen und Rotkehlchen. Und letztens kam ein neues Geräusch dazu! Ein regelrechter Trommelwirbel ertönte im Wald…

Waren es besonders fleißige Forstleute? Oder Sind die Spechte etwa schon in Klopflaune?

Wieder war es zu hören und auf einmal hämmerte es noch aus einer anderen Richtung! War das ein Echo??? Ich schlich mich an. Immer wieder blieb ich stehen und lauschte. Das Hämmern wurde lauter – die Fährte stimmte also. Noch ein Stück näher schleichen und siehe da, ein Specht klopfte hoch oben an einem toten Ast. Da dieser keine Rinde mehr hatte, war der Trommelwirbel wirklich laut zu hören.

Ganz vorsichtig schlich ich mich zu diesem Baum und legte ein Ohr an den Stamm. Der Specht trommelte wieder. Wow, war das laut! Ich konnte dem Trommelwirbel noch zweimal lauschen, dann flog der Specht davon.

Ich fand es sehr interessant zu sehen, WIE er wegflog! Es sah aus, als ob er auf Wellen fliegt:

Erst machte der Specht ein paar kräftige Flügelschläge, dann legt er die Flügel an seinen Körper. Dadurch flog er ein Stück ohne Kraftaufwand, verlor aber an Flughöhe. Deshalb musste er wieder seine Flügel ausbreiten.

Quelle: NABU-Heft „Spechte brauchen Höhlenräume“ 1992


Nach meinem Spechterlebnis wollte ich noch mehr über diesen Vogel erfahren.

Aha, die Spechte haben unterschiedliche Klopfweisen! Die Trommelwirbel sollen Weibchen anlocken und Konkurrenten vertreiben. Bei der Futtersuche am Stamm klopfen sie viel langsamer, aber gezielter. Es gibt auch nicht nur DEN Specht, sondern zahlreiche Arten auf der Welt.

Allein in Deutschland gibt es neun Spechtarten. Die Bekanntesten sind Buntspecht, Grünspecht, Schwarzspecht und Mittelspecht.



Manche haben wegen ihres Aussehens noch einen Zweitnamen, wie Fliegender Pumuckel oder Fliegender Zorro. Ich musste ganz genau hinschauen, um die beiden Namen den Spechtarten richtig zuordnen zu können. Schaffst du es auch?“
(Die Lösung steht am Ende des Beitrages.)


Frische Spechtringe

Kennst du auch die Namen Schluckspecht oder Süßschnabel? Diese stammen von dem besonderen Verhalten einiger Spechtarten (Buntspecht, Mittelspecht). Im Frühjahr zapfen sie nämlich Birken, Ahorne oder andere Laubbäume an, um deren süßen Saft zu schlecken. Sie hacken kleine Löcher in die Rinde, aus denen der Baumsaft läuft. Nach den Spechten nutzen noch andere Vögel und Insekten die vorgebohrten Löcher und bedienen sich an dieser Köstlichkeit. 

Wenn du im März/April durch den Wald gehst, kannst du gewiss solche „Waldbars“ entdecken, denn die nassen/ dunklen Stellen an den Stämmen verraten die Zapfstellen der Spechte.

Alte Spechtringe
Fichtenzapfen an einer Kiefer?




Den Spechten werden aber noch weitere Berufe zugeschrieben, denn sie sind nicht nur Trommler und Barkeeper, sondern auch noch Schmied und Zimmermann.
So nutzt der Buntspecht gern borkige Rinde, um seine Spechtschmiede einzurichten.
Das hatte ich ja bereits vor einiger Zeit erforscht.

Solche Naturrätsel verursachen Spechte.




Bestimmt weißt du schon, dass sich Spechte in jedem Jahr neue Baumhöhlen bauen. Vielleicht kannst du mal einen dabei beobachten. Ich werde es jedenfalls versuchen, zumal ich eine sogenannte Spechtflöte gefunden habe. Dieser Baum scheint für den Wohnungsbau besonders geeignet zu sein. Deshalb hoffe ich, dass auch in diesem Frühjahr dort ein Specht seine neue Wohnung zimmert.

Quelle: NABU-Heft „Spechte brauchen Höhlenräume“ 1992

Schwarzspecht beim Höhlenbau

Wenn die Baumhöhlen dann verlassen sind, folgen tierische Nachmieter wie Eichhörnchen, Siebenschläfer, Fledermäuse, Vögel und Insekten. Deshalb sind Wälder, in denen Spechte wohnen, besonders artenreich.


Nun aber schnell raus in den Wald, denn jetzt ist die beste Gelegenheit, Spechte ausfindig zu machen! Ihre Trommelwirbel sind weit zu hören und die Bäume haben noch nicht so viele Blätter. Da kann man die Spechte gut sehen!

Vielleicht hast du ja Lust, meine Spielidee umzusetzen: Als ich mit Opa Wusel unterwegs war, suchte ich mir zwei Stöcke und versteckte mich. In meinem Versteck schlug ich die Stöcke aufeinander und Opa Wusel musste mich nun suchen. Das hat ganz schön lange gedauert, bis er mich fand.

Später nutzte ich trockene Stöcke, die keine Rinde hatten. Da war Opa Wusels Suche schneller zu Ende. Wenn du es auch ausprobierst, dann wirst du gewiss herausfinden, woran das lag…

Und wenn du die Stöcke zu Haus trocknen lässt, dann hast du bald richtige Klanghölzer und kannst dich beim Singen begleiten😊 .

Lösung des kleinen Spechträtsels:
Der fliegende PUMUCKEL ist der Mittelspecht (1. Bild von rechts) und der fliegende ZORRO ist der Grünspecht (2. Bild von links).

Übrigens, die Waldschule Bucher Forst lädt am 15.03.2025 zu Spechtbeobachtungen ein.

Hier gibt es noch weitere Links zum Thema:
Warum trommeln Spechte?
28 Fakten zum Buntspecht
Hier werden einige Spechte näher vorgestellt

Hast du Lust für Spechtbasteleien?
Ein Specht für die Hand
Ein Specht als Türklopfer

Die Mehlbeere – Baum des Jahres und noch vieles mehr!

Die Mehlbeere – Baum des Jahres und noch vieles mehr!

Die Mehlbeere (Sorbus aria), auch als Echter Mehlbeerbaum oder Elsbeere bekannt, ist ein bemerkenswerter Baum, der sowohl in der Botanik als auch in der Forstwirtschaft einen bedeutenden Platz einnimmt. Dieser Text beleuchtet die Herkunft, Verbreitung, Nutzungsmöglichkeiten und erklärt zudem warum es die Mehlbeere mehr als verdient hat Baum des Jahres 2024 zu werden.

Die auf dem Bild gezeigte Mehlbeere (rechts) stellt eine der wenigen in Berlin beheimateten Exemplare dar. Daher war es mir leider nicht möglich eigene Aufnahmen einer älteren und damit größeren Mehlbeere zu fotografieren.

Mehlbeere aus dem Späth-Arboretum

Herkunft und Verbreitung

Die Mehlbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Europa heimisch. Sie ist in weiten Teilen des Kontinents verbreitet, wobei ihr Verbreitungsgebiet von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in den Kaukasus reicht. Besonders häufig findet man sie in den Alpen, den Pyrenäen und anderen Gebirgsregionen. Der Baum bevorzugt kalkreiche, trockene und sonnige Standorte und gedeiht gut auf felsigen Hängen und in lichten Wäldern.

In Deutschland ist die Mehlbeere vor allem in Süddeutschland verbreitet, wo sie in wärmeren und trockeneren Gebieten wie der Schwäbischen Alb, dem Frankenjura und dem Thüringer Becken zu finden ist. Sie gilt als Pionierbaumart, die sich auch auf kargen Böden behaupten kann und häufig in Mischwäldern anzutreffen ist.

Woran erkennt man eine Mehlbeere?

Die Mehlbeere ist ein mittelgroßer Baum, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen kann. Sie zeichnet sich durch ihre rundliche bis eiförmige Krone und die graue bis braune, glatt bis schuppige Borke aus. Die Blätter sind eiförmig bis elliptisch, wechselständig und haben eine leicht ledrige Konsistenz. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend, während die Unterseite aufgrund dichter, weißer Behaarung mehlig aussieht, was der Mehlbeere ihren Namen gegeben hat.

Im Frühjahr, meist im Mai, bildet der Baum weiße, doldenartige Blütenstände, die aus zahlreichen kleinen Einzelblüten bestehen. Diese Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Im Herbst entwickeln sich daraus die charakteristischen Früchte – kleine, runde bis eiförmige Beeren, die anfangs grün und später leuchtend rot-orange gefärbt sind.

Wie vielseitig ist die Mehlbeere?

Die Mehlbeere hat eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, die sie zu einem vielseitigen Baum machen. Historisch gesehen wurden ihre Früchte, die reich an Vitamin C und anderen Nährstoffen sind, in Notzeiten als Nahrungsmittel genutzt. Sie können roh verzehrt oder zu Mus, Marmelade, Saft oder Likör verarbeitet werden. Allerdings sind die Früchte im rohen Zustand leicht bitter und werden daher oft nach dem ersten Frost geerntet, da sie dann süßer und schmackhafter sind.

Sollte dich der Text zum Nachahmen ermutigt haben, ist hier ein kleines Rezept für die Herstellung von Mehlbeerenmarmelade.

In der modernen Küche finden die Früchte der Mehlbeere vor allem in regionalen Spezialitäten Verwendung. Als Beispiel hierfür lassen sich die getrockneten Mehlbeeren aus Afghanistan aufführen, welche als Delikatesse und vorranging während des Neujahrsfestes gegessen werden.
Zudem wird das Holz der Mehlbeere wegen seiner Härte und Feinkörnigkeit geschätzt. Es eignet sich gut für Drechslerarbeiten, Möbelbau und die Herstellung von Werkzeuggriffen.

Darüber hinaus hat die Mehlbeere auch einen hohen ökologischen Wert. Sie bietet Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insekten, Vögel und Säugetiere. Ihre Blüten locken Bienen und Schmetterlinge an, während die Früchte im Herbst eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen.

Warum ist die Mehlbeere so wichtig?

Die Mehlbeere ist nicht nur wegen ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wertvoll, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie dient als Pionierpflanze, die karge und gestörte Böden besiedelt und dadurch die Bodenbildung und -stabilisierung fördert. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem trägt zur Verbesserung der Bodenstruktur und zur Vermeidung von Erosion bei.

In der Landschaftsgestaltung wird die Mehlbeere wegen ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit geschätzt. Sie ist relativ pflegeleicht, verträgt Trockenheit und ist resistent gegen viele Krankheiten und Schädlinge. Dies macht sie zu einer idealen Wahl für städtische Begrünungsprojekte, Parks und naturnahe Gärten.

Fazit

Die Mehlbeere ist ein vielseitiger Baum mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte, ihre ökologischen Vorteile und ihre attraktiven Blüten und Früchte machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für Gärten, Parks und natürliche Landschaften. Mit ihren vielfältigen Verwendungszwecken, von der Nahrungsmittelproduktion bis zur Holzverarbeitung, ist die Mehlbeere ein wahrer Alleskönner unter den heimischen Gehölzen.

Ein besonderer Dank gilt zudem dem Späth Arboretum in Berlin-Baumschulenweg. Hier hatte ich zum Einen die Möglichkeit Bilder von der Mehlbeere machen zu dürfen und zum Anderen die Gelegenheit mich mit den zahlreichen weiteren Baum-/ und Pflanzenarten, welche das Späth Arboretum zu bieten hat auseinandersetzen.
Das Späth Arboretum ist sowohl am Mittwoch und Donnerstag als auch am Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr für Besucherverkehr geöffnet und ist eine persönliche Empfehlung für jeden Natur- und Pflanzenliebhaber.

Dieser Blogbeitrag wurde von Vincent Haubold (FÖJler 2023/2024) erstellt.