Stell dir einen Pilz vor, der aussieht wie eine weiße Löwenmähne. Er wächst leise an alten beziehungsweise abgestorbenen Buchen und Eichen. Und er kann mehr, als nur satt machen. Der Igelstachelbart ist ein echtes Naturwunder. Er fasziniert Köche, Pilzzüchter und Heilkundler zugleich. Er schaffte es, 2026Pilz des Jahres zu werden. In diesem Artikel nehme ich dich mit in seine Welt: vom Wald über die Pfanne bis in die moderne Pilzkunde.
Ein Pilz mit vielen Namen
Der wissenschaftliche Name lautet Hericium erinaceus. Doch viel bekannter ist er unter seinen bildhaften Namen: Löwenmähne, Affenkopfpilz, Pom-Pom blanc oder Yamabushitake. Alle Namen beschreiben sein auffälliges Aussehen. Statt Hut und Lamellen trägt er lange, weiche Stacheln. Sie hängen wie Haare nach unten. Genau das macht ihn so unverwechselbar.
So erkennst du den außergewöhnlichen Waldbewohner
Der Fruchtkörper wirkt erst knollig. Später wächst er zu einer runden, dichten Kugel heran. Seine Farbe reicht von Reinweiß bis leicht Gelb. Typische Merkmale des Igelstachelbart sind ein Durchmesser von 10 bis zu 30 Zentimeter, Stacheln, die 2 bis 5 Zentimeter lang werden und Fruchtfleisch, welches weiß, fest und leicht faserig ist. Die Sporenpulverfarbe des Pilzes ist weiß. Wenn du ihn frisch erntest, fühlt er sich derb an. Beim Schneiden erinnert die Struktur fast an Fleisch. Genau das macht ihn in der Küche so beliebt.
Wo der Igelstachelbart wächst und warum er Schutz braucht
Der Igelstachelbart liebt Ruhe. Und er liebt alte Wälder. Du findest ihn fast nur an starkem, abgestorbenem Holz. Meist wächst er an Buchen oder Eichen. Er braucht Feuchte, Schatten und Zeit. Sein Verbreitungsgebiet ist groß. Er kommt in Europa, Nordamerika und Ostasien vor. Doch trotz dieser weiten Verbreitung ist er selten. In Deutschland gilt er als stark gefährdet. Die Rote Liste führt ihn in Kategorie 2. Besonders im Süden ist er kaum zu finden. Sichtbar wird er meist von September bis November. Wichtig ist: Bitte schone wilde Bestände! Sammle ihn nicht im Wald! Greife lieber zu Kulturpilzen aus Zuchtbetrieben!
Vom Wald in die Zucht
Zum Glück lässt sich der Igelstachelbart gut züchten. Immer mehr Betriebe bauen ihn kontrolliert an. So bleibt die Natur geschützt. Und du bekommst frische Qualität. Unter dem Namen Pom-Pom findest du ihn im Handel. Vor allem online oder im Feinkostladen. Der Preis liegt oft bei bis zu 30 Euro pro Kilo. Auch spannend: Es gibt Zuchtsets für zu Hause. Nach zwei bis drei Wochen kannst du bereits ernten. Die Fruchtkörper wachsen schnell und werden beeindruckend groß.
Geschmack, der überrascht
Viele vergleichen den Geschmack mit Hühnchen- mild, zart, leicht fruchtig. Der Igelstachelbart nimmt Gewürze gut auf. Er passt zu Pfannen, Suppen oder Bowls. Schneide den Pilz in Scheiben. Brate ihn in etwas Öl goldbraun an. Gib Salz, Pfeffer und frische Kräuter dazu. Fertig ist ein herrliches und sättigendes Gericht
Heilpilz mit langer Geschichte
In der traditionellen chinesischen Medizin spielt der Igelstachelbart seit Jahrhunderten eine Rolle. Dort schätzt man ihn für seine Wirkung auf Magen, Darm und Geist. Besonders spannend sind seine Inhaltsstoffe:
Hericenone
Erinacene Diese Stoffe stehen im Fokus moderner Forschung. Erste Studien zeigen Hinweise auf positive Effekte bei Nerven und Gehirn. Auch bei altersbedingten Prozessen rückt der Pilz in den Blick. Wichtig ist dabei Ehrlichkeit: In Europa gilt Hericium meist als Nahrungsergänzung. Nicht als Arznei. Ein klarer Wirknachweis ist nicht möglich. Trotzdem wächst das Interesse rasant.
Ein großer Markt und viele Fragen
Im Jahr 2024 lag der weltweite Umsatz mit Hericium-Produkten bei rund 270 Millionen US-Dollar. In Deutschland schätzt man den Anteil auf 30 bis 35 Millionen. Das zeigt: Der Igelstachelbart ist mehr als ein Trend. Er steht für den Wunsch nach natürlichen Wegen zu mehr Wohlbefinden. Tipps für dich: Achte auf Qualität! Informiere dich über Herkunft und Verarbeitung! Und erwarte keine Wunder über Nacht!
Warum der Igelstachelbart so gut in unsere Zeit passt
Dieser Pilz verbindet vieles: Naturschutz, Genuss, alte Lehren, neue Forschung. Er erinnert uns daran, wie wertvoll langsames Wachstum ist. Und wie klug es sein kann, Natur und Wissen zusammenzubringen. Wenn du neugierig bist, probiere ihn als Speisepilz. Oder informiere dich tiefer über seine Rolle als Heilpilz. Beides lohnt sich.
Fazit: Ein leiser Star mit großer Wirkung
Der Igelstachelbart ist kein lauter Pilz. Er drängt sich nicht auf. Doch wer ihn kennt, vergisst ihn nicht. Er sieht besonders aus. Er schmeckt überraschend gut. Und er erzählt eine Geschichte von Wald, Zeit und Balance. Vielleicht ist genau das der Grund, warum er heute so viele Menschen begeistert.
Wenn du noch mehr über den Igelstachelbart erfahren möchtest, dann schau dir doch gerne die Website und das Video von Rita und Frank Lüder an!
Verfasst von: Leonie Spannmann, Teilnehmerin des FÖJ 2025/26 in der Waldschule Bucher Forst
Pilzparty im Keller: So einfach züchtest du deine eigenen Speisepilze
Pilze sind faszinierende Lebewesen, die oft im Schatten ihrer auffälligeren pflanzlichen und tierischen Nachbarn stehen. Doch ihre Bedeutung für unser Ökosystem ist immens und wird von den meisten Menschen gänzlich unterschätzt. Sie sind nicht nur unersetzliche Recycler, die organisches Material abbauen und Nährstoffe zurück in den Boden bringen, sondern auch wichtige Symbiosepartner für Pflanzen, wobei sie diese z.B. bei ihrem Wachstum unterstützen. Zudem sind sie eine nachhaltige Nahrungsquelle, alternative Medizin und finden schon lange Einsatz in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen. Das Potential ist riesig! Wir waren schon immer mit Pilzen verbunden und werden auch in Zukunft mit ihnen kooperieren. Zeit, auf Tuchfühlung zu gehen mit diesen wundersamen Kreaturen!
Pilzzucht-Workshop im MaHalla
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, können wir viel von Pilzen lernen. Darum machten wir uns als FÖJ-Gruppe (Freies ökologisches Jahr) der Berliner Waldschulenauf den Weg ins MaHalla nach Oberschönweide in Berlin, um dort an einem Pilzzucht-Workshop im Labor der „Mycelionaires“ teilzunehmen. Früh morgens traf sich unsere Gruppe mit leeren Gastroeimern und Pappkarton auf dem Gelände. Zur Begrüßung gab es erstmal – man könnte es vermuten – einen selbstgemachten, würzig-leckeren Reishi-Pilztee, der uns bei den doch noch recht frostigen Temperaturen aufwärmte. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde stellten wir schnell fest, dass unsere bisherigen Erfahrungen mit Pilzen recht unterschiedlich ausfielen. Waren manchen Pilzen bisher nur auf der Pizza begegnet, erwiesen sich andere von uns als eifrige Sammler und Kenner. Anschließend betraten wir über einen Keller das Pilzzuchtlabor, wo unser eigentlicher Workshop startete.
Die geheimnisvolle Welt der Pilze: Überraschende Enthüllungen
Zunächst erfuhren wir, dass das, was die meisten Menschen gemeinhin und umgangssprachlich unter Pilzen verstehen, gar nicht die eigentlichen Pilze sind. Vielmehr ist der für uns sichtbare oberirdische Teil, der gerne gesammelt und verspeist wird, lediglich der Fruchtkörper des Pilzes. Also in etwa das, was der Apfel des Apfelbaumes ist. Der eigentliche Pilz befindet sich unter der Erde und besteht aus dem sogenannten „Myzel“.
Dieser vegetative Teil des Pilzes besteht aus vielen fadenförmigen Zellen, den „Hyphen“. Sie sind mit 1/100 mm so klein, das wir sie nur in der Gesamtheit erkennen können. Das Myzel durchzieht jeden Millimeter unseres Bodens, nistet sich in Holz ein oder zersetzt andere organische Materialien. Über ihre feinen Zellfäden sondern sie komplizierte chemische Substanzen ab – Enzyme und Säuren zerlegen komplexe Stoffe. Der Pilz nimmt dann Nährstoffe und Wasser auf und versorgt sich so mit überlebenswichtigen Stoffen, die mitunter für das Wachstum relevant sind. Pilze wachsen also in ihre Lieblingsnahrung hinein, ein schöner Gedanke! Doch das ist noch nicht alles: In einer Welt voller Mikroben müssen sie sich stets behaupten, um zu überleben. Mit ihrem Arsenal an komplexen Säuren und Enzymen sind sie die wohl besten Chemiker und kommen so auch bei der Entgiftung verseuchter Landschaften immer häufiger zum Einsatz.
Viele Pilze sind Saprobionten, das heißt, sie ernähren sich von totem organischem Material. Ihr Myzel spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von komplexen organischen Verbindungen wie beispielsweise die im Holz vorkommenden Stoffe Cellulose und Lignin. Dabei werden Nährstoffe recycelt, was wiederum den Böden zugutekommt.
Andere Pilze wiederum stehen zudem mit Pflanzen in symbiotischen Beziehungen. Dabei tauschen der Pilz und die Pflanze Nährstoffe, wobei der Pilz Wasser und Mineralstoffe wie Phosphor an die Pflanze liefert und im Gegenzug Kohlenhydrate, also die Photosyntheseprodukte der Pflanze, erhält. Diese Art der Symbiose wird auch Mykorrhiza (altgr.mýkēs ‚Pilz‘ und rhiza ‚Wurzel´) genannt. Gerade bei Wasserknappheit oder in trockenen Böden kommt den Pflanzen das großflächig verzweigte Myzelnetzwerk der Pilze zugute. Doch auch für den Pilz zahlt sich diese Verbindung aus, da er selbst keine Photosynthese betreiben kann. Ohne die Symbiose würden ihm sonst die nötigen Kohlenhydrate für das Wachstum und die Reproduktion fehlen. 95 % aller Pflanzen sind mit Pilzen vergesellschaftet! Darunter fallen Steinpilze, Pfifferlinge, aber auch Fliegenpilze und viele mehr. Für die Gesamtheit des Ökosystems und dessen Gleichgewicht sind die Myzelnetzwerke von großer Relevanz. So bilden sie eine wichtige Barriere gegen Krankheitserreger und Mikroorganismen, indem sie diese im Boden bekämpfen und so ihren Pflanzenpartner beschützen. Außerdem halten sie Bodenaggregate zusammen, verdauen alles was so anfällt und sind selbst wieder Teil der Nahrungskette.
Apropos verspeisen: Der sichtbare Fruchtkörper ist ganz genau gesehen das Fortpflanzungsorgan eines Pilzes. Sind die Pilzsporen einmal aus dem Fruchtkörper entlassen, keimen sie unter günstigen Bedingungen zunächst aus. Es entsteht ein sogenanntes Primärmyzel, also eine feinen Hyphe. Jede Hyphenzelle trägt in sich einen halben Chromosomensatz. Sind zwei Primärmyzele kompatibel, so verschmelzen sie miteinander. Dabei vereinigen sich zwar die Zellfäden, aber nicht die Zellkerne. Dies geschieht wiederum erst in der Fruchtschicht (Röhren, Lamellen, Stacheln, Poren, etc.) eines Fruchtkörpers. Doch vorerst erscheinen stecknadelgroße Knubbel oder Zellknoten, sogenannte Primordien. Darin ist die Struktur der Pilzfrucht schon vorangelegt. Die Pilzfrucht entsteht dann durch Streckung . Dabei wird viel Wasser in die Zellen eingelagert. Die Knoten werden voll Wasser gepumpt, schwellen an und es entstehen die uns bekannten Fruchtkörper in ihrer ganzen Schönheit. Schon gewusst? Pilze bestehen aus bis zu 90 Prozent Wasser. Die stabilen Zellwände sind jedoch aus dem komplizierten Polysacharid Chitin aufgebaut, demselben Stoff wie die der Krustentiere! Ganz hartes Zeug …
Pilz-Kunst
Bei dem Rundgang fiel uns recht schnell auf: Im Labor wachsen zwar viele Speise- und Medizinalpilze, aber das ist nicht alles was Pilze ausmacht. Wir finden, sie haben eine ganz besondere Ästethik! So konnten wir etwa eine Mycel–Skulptur bestaunen. Dabei lässt man Pilzmyzel in Substrat durch bestimmte Formen wachsen, um ein skulpturales Werk zu schaffen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos! So entstehen beispielsweise Möbel, Lampen, Lederersatz, Verpackungs- oder Baumaterial, alles auf der Basis von Reststoffen, nachhaltig und natürlich abbaubar. Aber auch als reines Kunstwerk können die Pilze mit ihren faszinierenden Geweben dienen. Sie sind hübsche Fotomotive. Die „innere Schönheit“ lässt sich durch einen Trick sichtbar machen. So zaubern Pilzsporen einzigartige Abdrücke auf Papier oder Stoff.
Nach dem Bestaunen der unterschiedlichen Pilzobjekte und den vielen verschiedenen Zuchtpilzen ging es für uns ans Eingemachte – also an das Zuchtverfahren.
Hierfür hatten wir alle Eimer mitgebracht, in denen wir unsere eigenen Speisepilze züchten wollten. Wir erfuhren nach und nach, wie man eigenhändig Pilze züchten kann und auf was man besonders achten sollte. Dabei bekamen wir Einblicke in die verschiedenen Phasen der Pilzzucht und konnten die einzelnen Schritte an praktischen Beispielen nachvollziehen. Für unseren ersten Zuchtversuch wählten wir eine Austernseitlingskultur, da diese besonders gut für Anfänger geeignet ist. Das Myzel dieses Pilzes wird in der Pilzzucht auf Getreide oder Sägemehl kultiviert. Mit dieser sogenannten „Pilzbrut“ kann man dann ganz einfach ein Substrat beimpfen.
Das Substrat bezeichnet sozusagen die Nahrung für die Pilzkultur. Es gibt die verschiedensten Substratrezepte mit vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die auf hohe Pilzerträge optimiert sind. Jedoch kann man Austernseitlinge auf einfachsten Substraten ziehen. Sie wachsen am besten und schnellsten auf Stroh und/oder Kaffeesatz. Praktisch, dass man also einfach Reststoffe, z.B. aus der Gastronomie (Kaffee, Pappe) oder Industrie (Holzspäne, Biertreber, etc.), als Substrat verwenden kann. Es liefert die notwendigen Nährstoffe für das Pilzwachstum, wie Kohlenhydrate, Proteine und Mineralien. Stroh mit seiner einzigartigen Struktur hält den Substratmix luftig. Letzteres solltet ihr allerdings vor dem Einsatz durch Hitze pasteurisieren, so dass vorhandene Keime reduziert werden. Eine gute Alternative zu Stroh sind daher Strohpellets, die ihr im Kleintierhandel mühelos bekommt. Der Vorteil ist, dass diese bereits besonders keimarm sind. Unser Substrat bestand aus Pappe und Strohpellets. Zur Sicherheit haben wir unsere Mischung trotzdem mit heißem Wasser übergossen. Wichtig: Je höher der Nährstoffgehalt des Substrats, desto sauberer muss es aufbereitet werden! Bei der Sterilisation wird das Substrat in einem Dampfdrucktopf für etwa 90 Minuten bei 121 Grad keimfrei. Doch eine vitale Austernseitlingskultur nimmt es ohne weiteren Probleme mit Strohpellets und Pappe auf. Ausschlaggebend ist vor allem der richtige Feuchtigkeitsgehalt für das Wachstum der Pilze, da Staunässe die Vermehrung von Bakterien begünstigt. In unsere Eimer bohrten wir anschließend mehrere Löcher und klebten sie mit Vliespflaster (z.B. von Mikropore aus der Apotheke) ab. So bekommen die Pilze Sauerstoff. Aus den einzelnen Löchern wachsen dann später die Fruchtkörper. Um dem Pilz ein sauberes Zuhause bieten zu können, wischten wir die Eimer mit Alkohol aus. Als das Substrat auf Raumtemperatur abgekühlt war, haben wir es mit der Körnerbrut beimpft und in die Eimer eingefüllt. Beim gesamten Vorgang solltet ihr unbedingt auf sauberes Arbeiten (Hände waschen & desinfizieren) achten, um etwaige Kontaminationen zu vermeiden.
Pappen-PartyEimer vorbereitenSubstrat mit Pilzbrut mixen
Warten auf die Ernte
Am Ende des Workshops konnten wir unsere Eimer dann mit nach Hause nehmen und sie an einem geeigneten Platz abstellen. Am besten sucht ihr euch eine passende Stelle, an der sowohl etwas Luftfeuchtigkeit, als auch ein wenig Licht (keine direkte Sonneneinstrahlung) vorhanden sind. Danach dauert es etwa zwei bis vier Wochenbis das Myzel das Substrat vollständig durchwächst. Bleibt alles weiß und der Eimer verströmt einen angenehm süßlichen Geruch läuft eurer Pilzexperiment bestens! Anschließend braucht es meist noch etwa ein bis zwei Wochen, bis die ersten Mini-Fruchtkörper erscheinen. Diese stecknadelgroßen „Primordien“ entwickeln sich innerhalb weniger Tage zu ausgewachsenen Fruchtkörpern. Der beste Erntezeitpunkt ist, bevor sich der Hutrand glatt ausrollt. Da wir innerhalb unserer Gruppe die Pilze jeweils an recht unterschiedlichen Orten, mit anderer Luftfeuchtigkeit und Helligkeit platzieren, dauerte die Zeit bis zur Ernte bei manchen länger als bei anderen.
Dennoch konnten alle Teilnehmenden des Pilzworkshops am Ende Austernseitlinge ernten – ein voller Erfolg also! In unser Gruppe tauschten wir uns immer wieder untereinander aus und gaben uns gegenseitig Tipps. Besonders cool: Viele Pilze können mehrere Erntezyklen auf demselben Substrat durchlaufen, das heißt ihr könnt euch gleich mehrfach über eine reiche Pilzernte freuen. Das verbrauchte Substrat kann zudem kompostiert und als Dünger verwendet werden. Unsere ersten Pilzzuchtversuche haben ungeheuren Spaß gemacht. Auf den ersten Blick erscheint die Pilzzucht zwar komplex, doch unsere Erfahrung zeigt: Jeder kann erfolgreich Speisepilze zu Hause anbauen. Also warum wagt nicht auch ihr den ersten Schritt? Macht einen Pilzworkshop wie wir bei den Jungs von den „Mycelionaires„ oder recherchiert im Internet und legt einfach los. Fangt mit einfachen Sorten wie Austernpilzen an und lasst euch von der Faszination der Pilzwelt mitreißen.
Was haben Ochsenzunge, Schweinsohr und Ziegenbart gemeinsam? Keine Ahnung?
Diese skurrilen Namen beschreiben oft bizarre Formen und Farben von wundersamen Organismen, die allgegenwärtig unter uns sind. Zugegeben sind Frauentäubling und Austernseitling vielen unter uns bekannter und spätestens bei Maronen, Pfifferlingen und Champignons lüftet sich der Schleier.
Willkommen im Reich der Pilze! Ein eigenes Reich? Ja, und das vollkommen zurecht! Lange genug waren Pilze im Reich der Pflanzen eingegliedert, da sie wie Farne auch Sporen für ihre Vermehrung nutzen. Jedoch fehlt Pilzen das Blattgrün und so können sie keine Photosynthese betreiben. Sie müssen also fressen!
Aufgrund ihrer Ernährungsweise stehen sie den Tieren also viel näher und neueste DNA-Forschungen bestätigen dies.
Pilze – ein eigenes Rech (von Rita Lüder)
Was wir manchmal bei einem Waldspaziergang an der Oberfläche entdecken können, sind nur die Früchte eines weitaus größeren Lebewesens. Dereigentliche Pilz lebt die meiste Zeit für unsere Augen versteckt im dunklen Untergrund oder in den verschiedensten Substraten.
Myzel an Holz und Laub
Auf der Suche nach Nahrung wächst das vernetzte spinnenwebenartige weiße Geflecht (Myzel), welches den eigentlichen Pilz bildet, stetig weiter, teils bis zu gigantischen Ausmaßen. Wie zum Beispiel im Bundesstaat Oregon. Im Malheur National Forest ist der dunkle Hallimasch mit einem Alter von ca. 2400 Jahren und einer Ausdehnung von 9 km² das größte Lebewesen der Erde.
Pilze besitzen im Gegensatz zu Tieren keine Zellmembran, sondern eine hauchdünne aber feste Zellwand. Der komplexe Stoff Chitin, aus dem auch Insektenpanzer bestehen, verstärkt diese. Innerhalb einer jeden Zelle finden sich zwei haploide Zellkerne, also Zellkerne mit je einem einfachen Chromosomensatz. Ganz schön eigen oder?
Recyclingspezialisten, Feinschmecker, Mediziner und Ingenieure
Ein harter Auftrag? Kein Problem für die Zersetzerpilze (Saprobionten), denn sie sind für alles gerüstet.
So hat jeder eine andere Vorliebe. Tote Pflanzen, Früchte, Samen, Insekten, ja sogar Säugetiere und deren Hinterlassenschaften. In der Natur findet alles einen Abnehmer!
Dabei zerlegen Pilze unterschiedliche komplexe organische Verbindungen mit Hilfe von Säuren und Enzymen die sie über hauchdünne Zellfäden (Hyphen) absondern. Die Nahrung wird äußerlich vorverdaut und dann durch Osmose zu sich genommen. Dabei entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser. Mit den gewonnenen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten bauen sie ihren Körper auf und wachsen weiter und weiter.
Holzzersetzer zaubern dabei verschiedene Farben ins Holz und manche von ihnen spalten neben Cellulose sogar den komplexen Stoff Lignin.
Kreislauf des Lebens (von Rita Lüder)
Vor etwa 360 Millionen Jahren lagerte sich dieser Stoff in der pflanzlichen Zellwand ein und bewirkte dadurch ein Verholzen der Zelle, was wiederum zu Druck und Standfestigkeit führte. Damit waren Pflanzen zum ersten Mal in der Evolution befähigt, in die Höhe zu wachsen.
Und wenn sie einmal fallen, dann räumt ja zum Glück jemand auf! Da Pilze alles Organische verwerten und in seine Bestandteile zerlegen können, schaffen sie optimale Bedingungen für neues Leben. Sie ernähren andere Mitglieder des Ökosystems und sind somit ein unersetzbares Bindeglied im ewigen Stoffkreislauf.
Ihr Appetit auf allerlei Organisches wird im professionellen Pilzanbau sehr geschätzt und sie bereichern unsere Speisekarte: Während Austernseitlinge auf Stroh und Holzschnipseln gut gedeihen, fühlen sich Kultur-Champignons in Pferdemist besonders wohl.
Aber auch Heil- und Medizinalpilze wie Shitake, Reishi und viele andere werden auf verschiedenen Substraten angebaut und können unser Immunsystem stärken und Heilungsprozesse unterstützen. Durch ihre chemisch komplexen und hochwirksamen Verbindungen werden Heilpilze beispielsweise begleitend bei Krebstherapien eingesetzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind sie seit Jahrtausenden hoch geschätzt.
Austernseitlinge auf Stroh
Auch in unseren Breiten lassen sich hervorragende Heilpilze unter den Zersetzern finden. Während der Birkenporling bei Magen-Darm-Beschwerden Linderung verschafft, stärkt die Schmetterlingstramete das natürliche Immunsystem, indem sie die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöht.
Da Pilze wahre Recyclingspezialisten sind, werden sie von Wissenschaftlern außerdem im Rahmen der biologischen Sanierung angewandt. Kontaminierte Böden oder Gewässer können nach Umweltkatastrophen durch Pilze bereinigt werden, indem sie giftige Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) zu unschädlichen Substanzen abbauen.
„Parasiten“ oder Wächter des Ökosystems?
Hallimasch
Bestimmte Pilze gefährden aber auch das Leben ihrer Wirtsbäume. So sind beispielsweise für viele der Zunderschwamm oder der Hallimasch gefürchtete Pilze, da sie in und an lebenden Bäumen wachsen und diese zersetzen.
In der Natur spielen sogenannten „Parasiten“ eine wichtige Rolle in der Regulation von Ökosystemen. Nicht angepasste und/oder durch Umwelteinflüsse geschädigte Individuen werden mit Hilfe diese Pilze aus dem Ökosystem entfernt. So sehen wir manche Saprobionten oft missverständlich als parasitär an.
Denn sie nützen andere Lebewesen, da ein in im Zerfall stehender Baum letztendlich mehr Lebewesen Nahrung sowie ein Zuhause bietet als ein vitaler.
Wir Menschen nehmen die Rolle von Zunderschwamm und Hallimasch aus der ökonomischen Perspektive oft ganz anders wahr. Jährlich entstehen in der Forst- und Landwirtschaft Milliardenschäden durch pathogene Pilze.
Jedoch sollten wir immer im Auge behalten, dass sich die sogenannten „Krankheitserreger“ vor allem in solchen Systemen ausbreiten, welche sich im Ungleichgewicht befinden und nicht an den jeweiligen Standort angepasst sind.
Hier können Pilze ein natürliches Gleichgewicht wiederherstellen und sind unbestreitbar die Grundlage für neues Leben. Der gefürchtete Hallimasch im Malheur National Forest in Oregon verrichtet vielleicht einfach nur seine Aufgabe?
Letztendlich bieten diese Pilze auch eine neue Chance für die Entwicklung eines intakten Ökosystem, indem sich Pflanzengesellschaften ansiedeln, welche mit den Standortbedingungen besser zurechtkommen
Zunderschwamm an Birke
Innige Partnerschaft
Eine weitere Gruppe von Pilzen hat sich eine andere Taktik überlegt, um an den lebenswichtigen Zucker zu kommen. Sie besitzen zwar auch Enzyme und Säuren, mit denen sie Organisches zerlegen können, bauen aber zusätzlich auf einen starken Pflanzenpartner.
Dabei verbindet sich das unterirdische Fadengeflecht mit den Feinwurzeln der Bäume. Ungefähr 90 % aller Pflanzen sind im wahrsten Sinne des Wortes vernetzt und profitieren von dieser Symbiose, der sogenannten Mykorrhiza (altgr. mýkēs, Pilz und rhiza, Wurzel).
Dies ist keine neue Überlebensstrategie. Bereits vor 460 Millionen Jahren gingen Pilze mit den ersten Landpflanzen eine innige Beziehung ein. So fand man in fossilisierten Wurzeln von Bärlappgewächsen und auch in der Gattung der Urfarne erste gesicherte Beweise einer Mykorrhiza. Somit hat diese symbiotische Beziehung den Landgang der ersten Pflanzen wohl überhaupt möglich gemacht.
Mykorrhiza – Partnerschaft zwischen Baumwurzel und Pilz (von Rita Lüder)
Um den richtigen Lebenspartner ausfindig zu machen und Heiratsschwindler auszuschließen, kommunizieren die beiden Partner vorab durch den Austausch von Hormonen und besonderen Molekülen. Stimmt alles, treffen beide Partner wichtige Vorbereitungen und es kommt zur einvernehmlichen Vereinigung.
Dabei unterscheidet man zwei Arten. In mitteleuropäischen Wäldern ist die häufigste Form die Ektomykorrhiza. Dabei umschlingt das Hyphengeflecht die Feinwurzeln der Bäume mantelartig und verzweigt sich zusätzlich zwischen den Wurzelzellen der Rinde. Noch inniger geht es bei der Endomykorrhiza zu. Hierbei darf die hauchdünne Pilzhyphe sogar bis in die Wurzelzellen hineinwachsen und bildet bäumchenartige Strukturen aus.
Das Tauschgeschäft
Doch was für Vorteile ziehen die beiden Partner aus der innigen Beziehung?
Indem Pilze mit ihren feinen Hyphen bis in die kleinsten Poren des Erdreichs vordringen, vergrößern sie die potentielle Wurzeloberfläche ihres Partners um das Vielfache. Das lebenswichtige Nass und die begehrten Nährstoffe übergeben sie dann ihrem Pflanzenpartner. Symbiotische Pilze unterstützen also das Wachstum ihrer Partner durch eine gute Versorgung, was sich wiederum auf deren Gesundheit positiv auswirkt und das Immunsystem stärkt.
Zudem bildet der Pilz eine Art Barriere vor vielen Krankheiten und kann sogar schädliche Stoffe wie Schwermetalle oder andere Umweltgifte herausfiltern. Ganz schönes Komplettpaket, oder?
So beträchtliche Dienstleistungen wollen natürlich gut honoriert werden. Bis zu 25 Prozent der produzierten Glukose erhält der Pilz für seine Bemühungen. Energie, die der Pilz für seinen Stoffwechsel und Zellaufbau gut gebrauchen kann.
Auf diesen attraktiven Tauschhandel gehen übrigens etwa ein Drittel der 6000 Großpilze in Deutschland ein. Alle Röhrenpilze, wie zum Beispiel Steinpilze oder Maronen, und viele essbare als auch giftige Blätterpilze (Fliegenpilze, Knollenblätterpilze) pflegen so eine Partnerschaft.
Vor allem Nadelbäume auf nährstoffarmen Standorten freuen sich über einen innigen Austausch. Wie herrlich, Zusammenleben kann so schön sein!
Ein bisschen Abwechslung in der Beziehung darf es übrigens auch geben, denn oft besitzt ein Baum gleich mehrere Pilzpartner!
Mykorrhiza – Pflanzen und ihre Pilzpartner (von Rita Lüder)
Mehr als nur Wachsen
Der Waldboden unter unseren Füßen ist dadurch von kilometerlangen Myzelfäden durchzogen und bildet ein gigantisches unterirdisches Netzwerk. In harten trockenen Zeiten darf das Nährstoffreservoir auch mal angezapft werden und junge wie auch alte Bäume werden darüber mitversorgt, innerartlich als auch unter verschiedenen Baumarten.
Das Hyphengeflecht ist aber keineswegs nur ein reiner Umschlagplatz für Nährstoffe. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass neben Nährstoffen auch Nachrichten ausgetauscht werden. Bei Insektenangriffen verschicken Bäume über das Netzwerk chemische Botenstoffe. So werden andere Individuen in weniger als 6 Stunden informiert und können ihre Verteidigungsstrategien vorbereiten. Ein Grund mehr einen verlässlichen Pilzpartner auf seiner Seite zu haben.
Dieses Netzwerk ist heutzutage vielen von uns unter dem Namen „Wood Wide Web“ bekannt und der weltweit anerkannt Mykologe Paul Stamets spricht sogar vom „neurologischen Netzwerk der Natur“.
Pilze reagieren sehr empfindlich auf Bodenverdichtung, Stickstoffeinträge, Versauerung und Umweltgifte. Diese Umwelteinflüsse beeinträchtigen das Wachstum der Pilze und dadurch auch die der Bäume bzw. des ganzen Waldes.
Eines ist klar: Ohne Pilze wäre ein Überleben auf unserem Planeten nicht möglich gewesen. Sie spielten in der Evolution des Planeten und unserer Menschheitsgeschichte eine große Bedeutung und werden auch in Zukunft wichtige Helfer für uns sein. Umso wichtiger ist ein respektvoller und achtsamer Umgang mit diesen geheimnisvollen Kreaturen.
Vielen lieben Dank an Rita Lüder für die Bereitstellung ihrer wunderbaren Illustrationen und die vielen tollen Bücher von Rita und Frank Lüder, zu Pilzen und anderen Themen, mit welchen wir so gern arbeiten.
Igitt! Was riecht hier so? Die Stinkmorchel – Pilz des Jahres 2020
Immer der Nase nach…
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es im Wald manchmal ganz schön stinkt?
So richtig doll und irgendwie nach totem Tier?
Wenn ich diesen seltsamen und etwas ekligen Geruch wahrnehme, mache ich mich am liebsten sofort auf die Suche…..
Wo kommt der Wind her, der mir diesen Geruch zuträgt? Vorsichtig – damit ich nichts zertrete – schleiche ich mich in diese Richtung und – aha! – da steht sie auch schon in voller Pracht: die Stinkmorchel!
Und ich muss feststellen: andere waren viel schneller als ich. Schnecke, Fliegen, Mist- und andere Käfer sind bereits kräftig am Futtern.
Tierischer Transport
Die Fliegen – das sehe ich – mögen am liebsten diese komische grüne Glibberschicht, mit der das glockenförmige Hütchen bedeckt ist. Und genau das beabsichigt die stinkende Morchel!
Diese übelriechende, grüne Masse beinhaltet nämlich die Sporen des Pilzes, die durch aasliebende Insekten wie diese Fliege weit verbreitet werden.
Irgendwoanders wächst aus diesen Sporen im Boden ein neues Geflecht von „Pilzmycel“ oder „Pilzwürzelchen“ heran. Und daraus entsteht bei günstigen Bedingungen vielleicht wieder eine neue Stinkmorchel…
Bei den meisten Pilzen sorgt der Wind für die Verbreitung der Sporen.
Die Stinkmorchel hat da ihre eigene Strategie entwickelt. Funktioniert offensichtlich ganz prima.
Hexeneier
Aber eigentlich suche ich noch etwas anderes! Und tatsächlich: nahe dem fertigen Pilz sind Laub und Moos auffällig aufgewölbt und es schimmert etwas Weisses durch. Vorsichtig grabe ich es aus, das HEXENEI!
Es ist ungefähr so groß wie ein grosses Hühnerei. Gleich einen halben Meter weiter finde ich noch eines! Das reicht mir aber auch, ich will ja den Tieren nicht ihr Essen wegnehmen.
Diese „Hexeneier“ sind die noch ganz jungen Stinkmorcheln. Und die riechen gar nicht – bestenfalls ein wenig nach frischer Erde mit einem Hauch von Rettich. Der Stiel und die grüne Sporenschicht sind in diesem Ei noch ganz fest und klein und von einer Hülle umgeben, die mich an Gelatine erinnert.
Diese Hülle schützt das empfindliche Innere vor Wasser und Luft. Denn erst wenn der Pilz schön gross ist, soll sich der typische „Duft“ an der Luft entfalten und all die sporentransportierenden Tierchen anlocken. Die Stinkmorchel wächst nämlich ganz schön schnell. Morgens noch als Ei im Boden, steht sie mittags aufgerichtet da und ist nachmittags bereits fast aufgefressen.
Nicht nur für Fliegen genießbar!
Und letzteres – nämlich das Aufessen – ist auch mein Plan.
Zuhause pelle ich die Gallertschicht sauber ab, schneide das Innere in dünne Scheiben und belege mein Butterbrot damit. Eine Prise Salz darüber – fertig ist meine Brotzeit.
Schmeckt ein bißchen nach knackigen, zarten Radieschen.
Ich finde, Hexeneier sind eine kleine Delikatesse. Man sollte sie nur ganz frisch essen und erst gar nicht in den Kühlschrank legen. Man sie auch in Scheiben schneiden und in der Pfanne braten. Auch lecker!
Die Stinkmorchel wird in der Naturheilkunde und auch der traditionellen Chinesischen Medizin als Heilpilz zur Behandlung von Gicht und Rheumatismus betrachtet. Im Volksmund nennt man sie deshalb auch „Gichtmorchel“.
Wegen Form und Geruch heißt sie manchmal „Leichenfinger“. Wächst sie auf einem Grabhügel, soll der Verstorbene seine ungesühnten Untaten mit ins Grab genommen haben.
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. wählte die Stinkmorchel zum Pilz des Jahres 2020 – auch, um mit diesem beeindruckenden Pilz auf das Insektensterben aufmerksam zu machen!
Mit der Speisemorchel ist sie übrigens nicht verwandt, die beiden sehen sich nur entfernt ähnlich.