Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Eine Stechpalme

Die Stechpalme

Ich hab‘ Hollywood entdeckt!! Lieber wäre mir natürlich gewesen, wenn ich von Hollywood entdeckt worden wäre, zumal ich ja schon Filmerfahrung habe😉

Ich erzähle euch mal wie es dazu kam:
Der Baum des Jahres für 2021 ist die Gewöhnliche Stechpalme auch Hülse oder Ilex genannt. Natürlich wollte ich über unseren Baum des Jahres mehr wissen und habe bei meinen intensiven Recherchen viel Interessantes erfahren: Es geht um Zauber, Weisheit, ewiges Leben und Schutz vor dem Bösem.

Hollywood

Die Stechpalme oder Hülse ist besonders in England weit verbreitet und sehr beliebt. Unsere Hülse wird dort Holly genannt.

Ja und im 19. Jahrhundert hatte ein amerikanischer Grundbesitzer eine Begegnung mit dem Fahrer eines Holztransporters, welcher wahrscheinlich Stechpalmenholz geladen hatte. Dieser Mann fühlte sich bei dem Gespräch an seine alte Heimat erinnert und nannte deshalb sein neues Land „Hollywood“ (Stechpalmenwald), obwohl dort weit und breit keine Stechpalme wuchs.

Das ist doch wahrlich eine filmreife Story mit den nötigen Irrungen und Verwirrungen, oder?

Wilma schaut sich Hollywood ganz genau an
Wilma mit Hedwig und Zauberstab

Stechpalmenholz

Apropos Film- wusstet ihr eigentlich, dass die Harry Potter- Filme in Hollywood gedreht wurden und viel wichtiger, dass der Zauberstab von Harry Potter aus Stechpalmenholz ist, „Stechpalme und Phönixfeder, 11 Zoll, handlich und geschmeidig“?  

Wegen der tollen Zauberkräfte der Stechpalme hat man sie früher schon gerne für Zauberstäbe verwendet. Und weil das Holz auch sonst als handlich und geschmeidig galt, also sich schön anfühlt, wurde es gerne für Spazierstöcke benutzt.

Noch so ein berühmter Typ, Johann Wolfgang von Goethe hat deshalb wohl zu seinem 70. Geburtstag einen Spazierstock aus Stechpalmenholz geschenkt bekommen.

Schutz gegen Böse geister und Blitzeinschläge

In der kalten Jahreszeit wurden früher gerne Stechpalmenzweige in die Stuben und Ställe gehängt, um böse Geister abzuschrecken und das Haus vor Blitzschlag zu schützen.
Bin ich froh, dass es heute Blitzableiter gibt, denn das hat sicher nicht so gut funktioniert.
Ehrlich gesagt, ich habe gegrinst, als ich über diesen Brauch gelesen habe. Doch dann fiel mir auf, dass heutzutage immer noch sehr gern die Adventskränze und Weihnachtsträuße mit den immergrünen Zweigen und den leuchtenden roten Früchten der Stechpalme geschmückt werden.
Da frage ich mich: Machen das die Leute, weil es hübsch aussieht oder wollen sie doch damit Böses vertreiben?

Wilmas Kerzenständer sind mit Stechpalmen-Beeren und Nelken verziert.

Winterliche Dekoration

Früher haben so viele Leute die Stechpalme für ihre Weihnachtsdekoration benutzt, dass sie ganz selten in unseren Wäldern geworden ist. Jetzt steht sie unter Naturschutz.

Also wenn ihr ein Adventsgesteck mit den hübschen Ästen der Stechpalme und lustigen roten Beeren dekorieren wollt, müsst ihr sie leider kaufen oder aus einem privaten Garten bekommen und dürft sie nicht einfach im Wald abpflücken, das ist schon lange verboten!

Ich habe mir also einen schönen Zweig gekauft:
Na wie gefällt dir meine Bastelidee? Ich habe die Clementine noch mit Gewürznelken verziert und nun sieht mein Kerzenständer nicht nur schön aus, sondern er duftet auch noch weihnachtlich!

Bei meinen Nachforschungen erfuhr ich aber noch etwas Wichtiges:
Die Blätter und Früchte der Stechpalme sind für Menschen GIFTIG! Also lieber Finger waschen nach dem Basteln.

Da die Steckpalme ja schon eine Weile Baum des Jahres ist, habe ich natürlich bei meinen Berliner forstlichen Streifzügen das ganze Jahr besonders auf sie geachtet. Im Sommer ist sie wirklich nicht so leicht zu entdecken, weil es doch eher ein kleiner stacheliger Baum ist und sich zwischen den anderen Bäumen gut versteckt. Aber jetzt könnt ihr sie gut finden, weil die liebe Stechpalme ihre grünen Blätter im Winter nicht verliert. Deswegen eignen sie sich ja so gut für Adventsgestecke.

Warum die Stechpalme sticht

Mir ist auch noch was ganz Besonderes aufgefallen. Die Ränder der unteren Blätter am Baum haben Spitzen. Das ist logisch, denn der Baum heißt ja STECHpalme. Aber die Ränder der oberen Blätter haben keine Spitzen, sie sind ganz glatt!

Ein neues Naturrätsel, das ich natürlich gleich lösen wollte:
Wow, die Stechpalme ist ja clever, denn die Spitzen an den unteren Blättern schützen sie vorm Gefressen werden. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Rehe und Hirsche die stachligen Blätter nicht mögen. Weiter oben kommen die Tiere nicht mehr ran und die Blätter brauchen keine Stacheln zum Schutz. Einfach nur genial! Deshalb gilt die Hülse auch als besonders weise. „Der Baum der weisen Voraussicht“.

Vogelfutter

Da fällt mir ein, dass ich die Reste meines Zweiges noch gar nicht verbraucht habe. Ich überlegte: „Die Vogelbeeren sind doch auch rot, da werden die Vögel vielleicht auch die Früchte der Stechpalme mögen.“ Ich nahm den Zweig und steckt ihn in meinen Balkonkasten und siehe da, es dauerte gar nicht so lange bis eine Amsel landete.

Detektei Wilma Wusel 2

Wilma, die Detektivin auf Spurensuche

Teil 2 – Löcher im Boden

Wilma mit ihrer Detektivausrüstung

Horidojoho.

Mein Detektivbüro ist jetzt schon eine Weile geöffnet und ich will dir hier immer mal von ein paar besonderen Fällen berichten.

Mit meiner Detektivausrüstung bin ich durch die Stadt gestreift und hab an verschieden Stellen große Löcher in der Erde gefunden. Im Wald, im Schlosspark Charlottenburg, im Tiergarten in Mitte und bei mir um die Ecke direkt hinter dem Zaun von einem Schulhof.

Löcher auf dem Schulhof

Welches freche Tier würde sich das denn trauen? Auf einem Schulhof zu wohnen!

Es muss ein Tier sein, das sehr gut buddeln kann! An einigen Stellen kann ich Sandhaufen vor den Löchern erkennen. Das Tier hat sich auch einen Tunnel unter dem Schulzaun hindurch gebaut.

Vor dem Zaun sehe ich Fußabdrücke, aber ich erkenne gleich: Trittsiegel vom Hund. Trittsiegel, das ist der Fachausdruck für Fußabdrücke.

Die Hunde der Umgebung finden diese Löcher also auch spannend. Aber wer hat die Löcher und den Tunnel denn nun wirklich gegraben?

Wie viele Löcher im Boden kannst du auf diesem Bild entdecken?

Ein paar Tage später hatte ich Glück, es schneite noch einmal. Wir Detektiv*innen brauchen einen ausgezeichneten Spürsinn, sehr gute Kenntnisse im Spurenlesen und immer auch Glück und eine große Portion Zufall. Und durch diesen Fall meiner Detektei habe ich gelernt: ich darf mich nicht zu schnell auf die Lösung eines Falls festlegen. Denn wenn ich ehrlich bin, war ich mir schon sicher wer in disem Bau lebt.

Als echte Detektivin habe ich immer eine Theorie, was wohl passiert ist. Ich finde Spuren, in diesem Fall die Löcher in der Erde, als Indizien oder Hinweise. 

Auf solche Indizien begründet sich meine Theorie. Die Theorie hier aufgrund von Bau und Löchergröße: Der Fuchs wohnt auf dem Schulhof!

Ein Fuchs im Düppeler Forst mit der Wildtierkamera fotografiert

Also bin ich am Sonntag, nachdem es geschneit hatte, nochmal zu der leeren Schule gelaufen, um Euch die Fußabdrücke als Beweise zu fotografieren. Ich war so gespannt. Doch was sehe ich da, zu meiner allergrößten Trackerinnen-Verwunderung? Tracking bedeutet Spurenlesen. Diese Spuren im Schnee:


Ich konnte es fast nicht glauben! Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, weil ich ja ein Fuchsfan bin, aber Kaninchen mag ich auch!


Bau im Tiergarten im Sommer

Löcher im Tiergarten

Es kamen mir aber auch Zweifel an meiner Einschätzung bei einem anderen Bau, den ich Sommer im Tiergarten in den Büschen entdeckt hatte. Bei diesem Bau habe ich auch gedacht, dass es ein Fuchsbau ist.

Montagmorgen habe ich mich gleich nochmals auf den Weg in den Tiergarten gemacht um meinen Verdacht zu überprüfen. Im Schnee um den Bau habe ich viele Spuren gefunden. Was glaubst Du wer hier unterwegs war?

Kannst du erkennen was hier passiert ist?
Gemeinsamer Bau von Kaninchen und Fuchs? Oder hungriger Fuchs schleicht am Kaninchbau vorbei? Spurenlesen ist wirklich aufregend.

Fortsetzung folgt. Du willst sicher noch mehr über die Spuren anderer Tiere erfahren.


Noch ein paar spannende Infos

Als ich wieder im Warmen war habe ich mich weiter über Füchse informiert:

Der Podcast „Auf leise Pfoten“ erklärt z.B. den Unterschied zwischen Fuchs- und Hundefußabdrücken (Trittsiegeln), wie Fuchslosung aussieht und wo man die Füchse gerade gut belauschen kann. Und einem tollen Film von einem Fuchs auf einem Schulhof-die gibt es also wirklich!- findest du da auch.

Und hier ein Film aus dem Düppeler Forst, wo die Fuchs-Waldschule Zehlendorf liegt:

Fuchsjunge am Bau, Frühling 2020

Die Seite zum Fuchs und Dachs aus dem Waldentdecker-Buch
(mit Infos zu Fuchs und Dachs und einem Ausmalbild)

Fuchsinfos
(Link zu frecherfuchs.de)

Buntspecht frisst Vogelfutter

Wilma Wusels Beobachtungen am Futterplatz

Wilma Wusels Beobachtungen am Futterplatz

Hallo du,

na, hast du auch schon Futter für unsere Wintervögel bereitgestellt?

Dann wirst du mir bestimmt Recht geben, dass so `ne Futterstelle eine ganz spannende Angelegenheit ist.

An meinem Futterplatz ist ständig was los, mal kommt eine Blaumeise, dann wieder ein Kleiber. Ja, auch die Spechte kreuzen hier auf, um etwas von den Leckerbissen zu naschen.

Manchmal erscheinen so viele Vögel, dass sie regelrecht warten müssen, bis sie ans Futter kommen.

Der Kleiber macht den Anfang.

Es folgen die Spechte…
…Buntspecht…
…und Mittelspecht.

Blaumeise frisst selbstgemachtes Vogelfutter
Blaumeise…
Kohlmeise frisst Vogelfutter
…Kohlmeise…
Schwanzmeise frisst Vogelfutter
…und Schwanzmeise lassen es sich auch schmecken.

Ich konnte sogar 2 Videos von den Vögeln an der Futterstelle aufnehmen.

Blaumeise an der Futterstelle
Schwanzmeise an der Futterstelle

Nun heißt es aber; ständig für Nachschub zu sorgen, denn die kleinen Piepmätze haben sich an den Platz gewöhnt und werden diesen immer wieder aufsuchen.

Wenn dann dort keine Nahrung mehr zu finden ist, wäre das für die Vögel sehr lebensbedrohlich, da sie ihre Kräfte vergeudet haben und diese für die weitere Nahrungssuche nicht mehr ausreichen könnten. Also, auf in die Futterküche!


Vielleicht siehst du an deiner Futterstelle Blaumeise, Rotkehlchen oder Spatz. Diese zählen nämlich mit sieben weiteren Vogelarten zu den Vögeln, von denen du einen zum „Vogel des Jahres“ wählen kannst. Mach mit.


Detektivblatt zu Wintervögeln für euch zum Herunterladen

(pdf zum Herunterladen)

Wilma Wusel liest konzentriert ein handgeschriebenes Rezept für Vogelfutter.

Wilma Wusel entdeckt Wintervögel

Wilma Wusel entdeckt Wintervögel

Oder was hat frischgepresster Orangensaft mit Piepmätzen zu tun?

Hallo du,

letztens fühlte ich mich nicht mehr nur als Vogeldetektivin, sondern so richtig als Wissenschaftlerin! Ich zählte nämlich Wintervögel und notierte meine Sichtungen auf einem Beobachtungsbogen vom Naturschutzbund Deutschland.

Eine ganze Stunde lang saß ich am Fenster und war erstaunt, wie viele verschiedene Vogelarten ich in unserem grünen Hof entdecken konnte. Ich sah Nebelkrähen, Spatzen, Rotkehlchen, Kohlmeise, Amseln und gegen Ende meiner Forschungszeit kreiste sogar noch ein Greifvogel am Himmel…

Die Vögel benahmen sich recht unterschiedlich, sie hüpften oder liefen auf dem Rasen, flatterten auf oder flogen vorbei oder sie saßen auf einem Ast oder hockten im Strauch. Ich glaube, eins aber hatten sie gemeinsam – sie waren alle auf Futtersuche.

Da kam ich auf eine Idee… Ich werde eine Futterstelle einrichten! Dann finden meine Wintervögel schneller etwas zu fressen und ich kann sie gut beobachten – denn das macht wirklich ganz viel Spaß!


Bevor ich mir dazu weitere Gedanken machte, erfrischte ich mich erst mal an einem selbst gemachten Orangensaft. Als ich die Orangenhälften wegschmeißen wollte, überlegte ich: „Die sind doch eigentlich ganz gut für mein erstes Futterangebot geeignet!“

Schnell noch nach einem Vogelfutterrezept gesucht, die Zutaten eingekauft und schon begann ich, in meiner Vogelfutterküche zu experimentieren. Meine erste Futtermischung goss ich in die Orangenhälften und in einige Muffinförmchen.

Dann ließ ich die Futtermischung im Topf erkalten und schmierte sie auf Kiefernrinde und Kiefernzapfen, die ich von meinem letzten Waldbesuch mitgenommen hatte. Den Rest füllte ich in Teile von Klopapierrollen.



Draußen fand ich schnell katzensichere Plätze für meine Futterstellen. Dabei achtete ich, dass sie nahe an einem Zweig hingen oder Sitzmöglichkeiten haben, damit die Vögel gut an die leckeren Speisen kommen können.


Na, das wird ein Fest für die Vögel, aber auch für mich!!! Denn jetzt können die Piepmätze Schmackhaftes fressen und ich kann bestimmt wieder tolle Beobachtungen machen.

Vielleicht sehe ich dann auch wieder Blaumeise, Rotkehlchen oder Spatz. Diese zählen nämlich mit sieben weiteren Vogelarten zu den Top Ten für die Wahl zu „Germany’s Next Top Bird“, oder auf Deutsch gesagt „Vogel des Jahres“.

Ich werde deshalb ganz genau hinsehen, wie die Blaumeise herumturnt, ob die orangerote Brust vom Rotkehlchen leuchtet oder wie munter der Spatz umher hüpft. Aber vielleicht gebe ich meine Stimme auch einem ganz anderen Vogel. Jaja, wer die Wahl hat, hat die Qual! Jetzt bin ich also nicht nur eine Vogeldetektivin, sondern auch noch Jurorin bei einem bedeutenden Ereignis, der Wahl zum GNTB …

Wintervögel vorgestellt
(Link zum YouTube-Kanal des Landesbundes für Vogelschutz e.V.)

Welche Vögel kann man in Berlin auch im Winter sehen?
(ein Aktionsblatt von pindactica.de)

Vogelfutterrezepte zum Selbermachen

Julian auf „Mission Grün“ erklärt wie’s geht
(Link zu YouTube)

Vogelfutter im Blumentopf
(Link zu GEOlino)

Meisenknödel aus Austechförmchen oder alten Tassen
(Link zu Familienkost.de)


Detektivblatt zu Wintervögeln für euch zum Herunterladen

Forscherblatt Wintervögel
(pdf zum Herunterladen)

Wildschwein Wilma Wusel sitzt vor einer Wilma Wusel aus Schnee. Diese ist ein ganzes Stück größer als sie.

Detektei Wilma Wusel

Wilma, die Detektivin auf Spurensuche

Teil 1 – Spuren im Schnee

Horidojoho, es hat geschneit. Ich habe mir gleich draußen all die tollen Schneefiguren und Schneetiere angeschaut, die die Berliner Kinder so kunstvoll gebaut haben.


Hast du auch etwas bauen können? Also, als ich so durch den Schnee stapfte und tollte und Schneeengel machte, ist mir einiges aufgefallen, was mich sehr neugierig gemacht hat.

Als ich genau hingesehen habe, gab es an vielen Stellen komische Abdrücke im Schnee.


Gleich habe ich ein Detektivbüro eröffnet und mir ein Türschild gebastelt:

Detektivbüro Wilma Wusel
Spurensuche und Tracking aller Art
Ich verfolge jede Fährte!

Danach hab ich mich mit meinen neuen Weihnachtsgeschenken Lupe, Lineal, Spurenbuch und rote Pudelmütze nochmals auf den Weg nach draußen gemacht.

Spuren suchen, Fährten verfolgen, herausfinden, wer da so alles unterwegs ist – im Schnee ist es besonders toll auf den Spurenklassiker, den Fußabdruck, zu achten! Da wollte ich mal zeigen, was ich gefunden habe und was du vielleicht auch finden kannst, wenn du nach draußen gehst.


Du kannst dir mal vor deinem Haus, wenn noch Schnee liegt, einen Schuhabdruck mit seinem speziellen Muster genau ansehen und versuchen, diesem Abdruck ein Stück zu folgen, so als Übung. Manchmal muss man sehr schnell sein, wegen der Schneeräum-Dienste.
Aber im nächsten Park ist es dann bestimmt schon einfacher.

Oder du kannst mit deiner Familie ein Ratespiel für Superdetektiv*innen machen „Wer war da unterwegs“? Dafür musst du dir vorher alle eure Sohlen genau ansehen. Oder eine/r von euch macht eine Spezial-Schneespur und ihr könnt dann gemeinsam raten, was hat sie/er wohl gemacht z.B. hüpfen, tanzen, auf einem Bein springen, trippeln oder rennen.


Bloß gut, dass das Wildschein nicht festgefroren ist!






Im Schnee kann man aber auch richtig gut sehen, wie viele meiner Freunde überall immer unterwegs sind.



Und mit etwas Übung kann man auch die Geschichten erkennen, die sie so erleben.

Vielleicht hat sich eine Maus aus ihrer Wohnung getraut und einen kleinen Samen zum Knabbern gefunden oder eine Meise ist vor einer schleichenden Katze weggeflogen.


Ich habe einzelne Abdrücke entdeckt und mir genau angeschaut, wieviel Zehen das Tier so hat und wie die Form der Füße aussieht.

An den Fährten kannst du sogar erkennen, wie das Tier so läuft… Ich habe richtige Fährten gefunden, die man zum Beispiel sehen kann, wenn ein Tier quer durch den Garten  oder über eine Wiese im Park gelaufen ist. Psssst – Marder, Katzen oder Krähen laufen auch gern über Autos.


Im Garten gab’s noch diese tollen Hinweise auf meine Freundin Käthe Krähe. Leider war sie schon weg.


So einen Tiergang kannst du auch versuchen, mal nachzumachen. Z. B. beim Schnüren – so nennt man die Laufweise des Fuchses – musst du die Füße (und Hände) immer genau auf einer Linie aufsetzen, so dass eine Abdruckskette entsteht. Oder den Hasensprung, bei dem die Füße immer die Hände überholen… Bei der letzten Spur würden wir Menschen uns sicher die Zähne ausbeißen. Von wem die wohl ist?

Hoffentlich schneit es bald mal wieder… Viel Spaß dir dann im Schnee!


Tolle und ausführliche Übersicht über Tierspuren im Schnee
(Link zum Gartenjournal)

Bei Löwenzahn gibt’s noch mehr Spuren im Schnee
(Link Kindersendung Löwenzahn vom ZDF)

Tierspuren und winterliche Unternehmungs-Tipps
(Link zur Seite von GEOlino)

Auf Spurensuche mit dem Wald-Entdecker-Buch der Waldschule Grunewald
(Link zum Wald-Entdecker-Buch)


Die Detektivblätter zum Ausrdrucken

Hier kannst du dir die kostenlosen Vorlagen für deine Detektivblätter runterladen und ausdrucken.

Detektivblatt zur Spurensuche

Wilma Wusel entdeckt die Kiefer

Wilma Wusel entdeckt die Kiefer

Hallo Du, neulich war ich auf meiner Waldschatzsuche und fand ganz tolle Dinge:

etwas kuschlig Weiches,

etwas leuchtend Rotes

und etwas sehr Pieksiges (Autsch).

Dann stromerte ich weiter und entdeckte einen Strauch, der mit braunen Nadeln behangen war.

„Seltsam, wie kommt das Waldlametta an den Busch?“

Ich blickte mich um -nach rechts, nach links, nach unten, nach oben- und dann hatte ich eine Vermutung. „Fallen die Nadeln etwa von den hohen Bäumen?



Nun sah ich genauer hin und staunte, denn auf dem Waldboden lagen nicht nur braune „Nadelzwillinge“, sondern auch viele Zapfen.

Ja, und als ich die Rinde eines der großen Bäume betrachtete, erkannte ich, dass der Wald voller Kiefern war.

Denn die Kiefer zählt zu meinen Lieblingsbäumen, nutze ich doch gern ihre raue Rinde als Bürste, um mein Fell vom Schlammbad zu säubern.

Ich bekam auch richtig Lust, mein Fell zu schubbern, doch bereits bei meinem ersten Versuch klebte ich beinahe fest.

Die Kiefer hatte nämlich weiß gewordenen Harz, mit dem sie eine Rindenverletzung schützte. Praktisch wie ein Pflaster!

Ich kam auf eine Idee: „Was meinem Lieblingsbaum hilft, hilft mir vielleicht auch!“ und schmierte mir ein klitzekleines bisschen Harz auf meine kleine Wunde von dem Stachelpieker.

Ich schnupperte an meinem Baumpflaster. Es roch sehr harzig.

Dann machte mich auf den Heimweg. Unterwegs sammelte ich noch ein paar Kiefernzapfen und überlegte: „Das Waldlametta stammt also von den Kiefern. Dann verliert demnach auch ein Nadelbaum seine Nadeln. Es wird nur nicht so deutlich wie bei den Laubbäumen, da sie immer noch viele ihrer Nadeln im Winter behalten!“.

Kaum hatte ich meine Überlegung zu Ende gedacht, erblickte ich wie zum Beweis eine kleine grüne Kiefer und etwas weiter weg ihre größeren „Geschwister“. Nun konnte ich endlich mal die Nadeln berühren, die wirklich wie Zwillinge, immer zu zweit, am Zweig wachsen. Ups, auch diese waren pieksig! Gut das mein Baumpflaster meine kleine Wunde schützt.

Außerdem entdeckte ich auch Kiefernzapfen, die auf dem ersten Blick wie kleine Äpfel aussehen. Deshalb nennen die Berliner*innen wohl die Zapfen auch Kienäppel?



Ein paar Tage später erinnerte ich mich an meine Zapfen und war verblüfft.
Die sahen nun ganz anders aus als die, die ich vom Waldboden sammelte.
Warum ist das so?

Kiefernzapfen direkt nach dem Sammeln
Kiefernzapfen nach ein paar Tagen im Zimmer

Und als ich die Zapfen sortierte, fiel mir noch etwas auf, denn in meiner Sammlung waren auch angeknabberte Kienäppel.
Doch wer frisst denn so was?

angeknabberte Kiefernzapfen

Jaja, so ist das oft: Habe ich ein Waldrätsel gelöst, entstehen sofort neue Fragen, die ich aber gewiss bald beantworten kann…

In der Weihnachtszeit:

Was hältst du von einer Weihnachtskiefer? Bei uns wachsen ja kaum Tannen.

Ich hab‘ mal mit etwas Unterstützung eine Kiefer bei mir im Wald dekoriert.

Vielleicht hast du auch mal Lust im Wald einen Baum zu schmücken? Du kannst ihn dann, wenn du magst auf Instagram mit mir teilen #wilmawuselsweihnachtsbaum.

Und nicht vergessen: hinterher alles, was nicht in den Wald gehört, wieder mit nach Hause nehmen!


Video „Anna und die Bäume“
(Link zu youtube)

lerne die Kiefer noch besser kennen
(Link zu baum.ph-karlsruhe.de)

Kiefernzapfen als Wetterstation
(Link zu science.lu)

Zapfenbasteleien
(Link zu clubcreo.com)


Die Detektivblätter zum Ausdrucken

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