Wilma Wusel entdeckt angenagte Bäume

Wilma Wusel geht baden und entdeckt angenagte Bäume

Horidojoho.

Ich darf endlich wieder durch den Wald stromern so viel ich will.  Bin ich echt froh.

Und ihr wisst es vielleicht gar nicht, aber in Berlin kann man super in Seen und Flüssen schwimmen gehen!

Neulich, als es warm genug war, bin ich los zur Havel. Ihr werdet staunen, was ich da entdeckt habe. Schaut euch das an! Alles angeknabbert.

Das waren sicher meine Freunde Babette und Benni die Biber und ihre Familie.

Habt ihr mal auf ein Stück Holz gebissen? Achtung, Vorsicht! Wenn ihr es probiert, es ist sehr hart.

Selbst das Holz von Weiden, welches die Biber besonders lecker finden und das man Weichholz nennt…von wegen weich!

Auf jeden Fall fällen die Biber alleine mit ihren Zähnen richtige große harte Bäume. Sie können in einer einzigen Nacht sogar einen bis zu 15 cm dicken Baum umnagen.

Ihre Zähne sind vorne ganz orange, weil da Eisen mit eingebaut ist, um sie stabil und hart zu machen. Ich staune immer, was es in der Natur so alles gibt.  

Ihr müsst unbedingt in Berlin mal am Wasser entlang gehen. Sogar im Tiergarten und im Park des Schloss Charlottenburg wohnen Biber und im Plänterwald an der Spree kann man Knabberspuren finden!

Ihr wisst sicher, dass Biber Dämme bauen können, aber hier in Berlin fällen sie Bäume, um an die Rinde und das frische Grün zu kommen. Sie sind nämlich Vegetarier!

Ich habe mich dann mal abends nah an ihr Haus die „Biberburg“ gesetzt, um Babette und Benni zu begrüßen und bevor es soweit war, konnte ich aber am Wasser schon viele andere Freunde sehen wie Schwan, Ente und Mücke. Es war die ganze Zeit sehr spannend. 



Und was sag ich Euch, als die Sonne untergangen ist, kam ein Biber rausgeschwommen.

Um aus ihrer Burg zu kommen, müssen sie immer tauchen, denn der Eingang ist unter Wasser und ob es Babette oder Benni war, konnte ich so gar nicht unterscheiden, die sehen sich so ähnlich! 

Ahoi an alle Wasserratten, ich hoffe, wir treffen uns mal beim Baden! Und vielleicht dürft ihr mal lange aufbleiben und an unseren tollen Gewässern mit euren Eltern auf Biberpirsch gehen. Es sind ja schließlich Ferien! 


Biber im Plänterwald

Kinderinfo
(Link zu Klexikon.zum.de)

Toller kurzer Biberfilm
(Link zu WDR Sendung mit der Maus)

Infos Biber in Berlin I
(Link zu bund-berlin.de)

Infos Biber in Berlin II
(Link zu berlin.nabu.de)

Infos Biber in Berlin III
(Link zu stadtwildtier.de)

Und hier könnt ihr die Berliner Badestellen und die Wasserqualität finden
(Link zu berlin.de)

Der Biber im Plänterwald

Neues von der Waldschule Plänterwald: Der Biber in Berlin

Hallo,

wir sind Jule und Kira aus der Waldschule im Plänterwald.
Wir sind Teilnehmerinnen des Freiwillen Ökologischen Jahres und machen gerne mal einen Spaziergang in unserem „Revier“.

Letztens sind wir dabei sogar bis zur Spree gelaufen und haben dort eine komische Entdeckung gemacht. Die Bäume waren kaputt, als hätte sie jemand angefressen!

Aber welches Tier hat so starke lange Zähne, um Bäume anzufressen?
Da kamen wir auf den Biber!

Als wir uns dann im Internet und bei der Unteren Naturschutzbehörde über den Biber schlau machten, haben wir folgendes über das Tier herausgefunden:

Im Jahre 2004 wurden in Berliner Gewässern die ersten Biber entdeckt. Eine der ersten Biberburgen fand man 2006 auf der Pfaueninsel im Südwesten Berlins, zur selben Zeit sah man erste Biber auf dem Müggelsee im Südosten

Heute schätzt man rund 80 Biberfamilien, die in 50 verschiedenen Revieren in ganz Berlin leben.

Am beliebtesten sind die Gegenden an der Havel oder an Spree und Dahme im Bezirk Treptow-Köpenick, den man heute schon als „Biberland“ bezeichnen kann.

Da fällt uns ein, dass wir letztes Wochenende im Treptower Park am Karpfenteich etwas entdeckt haben, was wie ein echter Biberbau aussah. Also hat sich auch dort schon eine Biberfamilie niedergelassen!

Aktuell macht eine Biberfamilie von der Spreeinsel Bullenbruch aus das Spreeufer unsicher und fällt zahlreiche Bäume des Plänterwaldes. Deshalb wurden viele Bäume „umzäunt“, um sie vor den starken Zähnen der Biber zu schützen.

Das Revier einer Biberfamilie umfasst einen bis drei Flusskilometer.

Biber brauchen dringend naturnahe Ufer, um rasten zu können, da sie nur kurze Zeit am Stück schwimmen können. Deshalb setzen sich in Berlin sogenannte Biberbeauftragte für die Erhaltung bzw. Ausbau naturnaher Ufer ein, um den Tieren einen möglichst angenehmen Lebensraum zu bieten.

Außerdem höhlen Biber Deiche und Dämme beim Bau ihrer Biberburgen aus, was sie nicht überall beliebt macht. Das kann beispielsweise den Hochwasserschutz gefährden.

Aber keine Sorge, die Tiere stehen unter strengem Schutz und dürfen nicht gefährdet werden.

Text und Fotos:
Kira Hamer und Jule Tolksdorf
FÖJ-Teilnehmerinnen 2019/2020

Zeichnungen:   
Kira Hamer

Noch mehr zum Biber:

Video Baumeister Biber (Youtube)

Kinderlexikon: der Biber
(Link zu Naturdetektive BfN)