Die Berliner Waldschulen und der Evangelische Friedhofverband Berlin Stadtmitte Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern, sowie Erwachsene dazu ein, eine Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Auf dem St.Elisabeth Friedhof II lauschen wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang dem schönen Vogelkonzert.
Bei den insgesamt 6 Veranstaltungen von Ende April bis Anfang Juni begleiten erfahrene Waldpädagog*innen der Berliner Waldschulen die Gäste auf dem Friedhofsgelände. Welche Vögel leben hier, wie und was kommunizieren sie und wie können wir ihre Stimmen erkennen?
Im Abendprogramm werden die Teilnehmenden auf das Zwitschern, Tirilieren und Trällern der gefiederten Tenöre und Sopranisten vorbereitet und erfahren Spannendes aus der Welt der Vögel. Nach einer gemütlichen Runde an der Feuerschale geht es in den Schlafsack. Schlafen kann man in der Kapelle, auf der Veranda oder auch unter den Bäumen – in jedem Fall aber, wenn nötig, überdacht.
Sei der erste Vogel: Vor dem ersten Morgengrauen werden die Teilnehmenden behutsam geweckt und begeben sich in die dichter bewachsenen Bereiche des Friedhofs. Der Versuch: Vor dem ersten Vogelgeräusch an Ort und Stelle zu sein! Während des Lauschens wird möglichst wenig gesprochen, um das Konzert der Vögel nicht zu stören und um den Moment genießen zu können. Abschließend drehen wir eine kleine Vogellausch-Runde über den Friedhof und „fliegen“ nach einer gemeinsamen Abschluss wieder in die Richtungen aus denen wir gekommen sind.
Eine Gruppe besteht aus maximal 20 Teilnehmenden pro Veranstaltung. Isomatten, Schlafsäcke und Taschenlampen können freundlicherweise bei der Stiftung Naturschutz auf Anfrage ausgeliehen werden. Gebt uns dazu bitte bei eurer Anmeldung Bescheid.
Anmelden könnt ihr euch über den Umweltkalender. Dort findet ihr auch die Termine und weitere Infos zur Veranstaltung.
Wir freuen uns auf Euch! – eure Berliner Waldschulen & der evangelische Friedhofsverband Stadtmitte Berlin
Heute reisen wir mit Christina und Gustav in die riesige und geheimnisvolle Welt unter unseren Füßen. Traut euch mit uns in die Dunkelheit! Wen treffen wir da alles und was machen die da unten eigentlich den ganzen langen Tag?
Pilzparty im Keller: So einfach züchtest du deine eigenen Speisepilze
Pilze sind faszinierende Lebewesen, die oft im Schatten ihrer auffälligeren pflanzlichen und tierischen Nachbarn stehen. Doch ihre Bedeutung für unser Ökosystem ist immens und wird von den meisten Menschen gänzlich unterschätzt. Sie sind nicht nur unersetzliche Recycler, die organisches Material abbauen und Nährstoffe zurück in den Boden bringen, sondern auch wichtige Symbiosepartner für Pflanzen, wobei sie diese z.B. bei ihrem Wachstum unterstützen. Zudem sind sie eine nachhaltige Nahrungsquelle, alternative Medizin und finden schon lange Einsatz in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen. Das Potential ist riesig! Wir waren schon immer mit Pilzen verbunden und werden auch in Zukunft mit ihnen kooperieren. Zeit, auf Tuchfühlung zu gehen mit diesen wundersamen Kreaturen!
Pilzzucht-Workshop im MaHalla
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger werden, können wir viel von Pilzen lernen. Darum machten wir uns als FÖJ-Gruppe (Freies ökologisches Jahr) der Berliner Waldschulenauf den Weg ins MaHalla nach Oberschönweide in Berlin, um dort an einem Pilzzucht-Workshop im Labor der „Mycelionaires“ teilzunehmen. Früh morgens traf sich unsere Gruppe mit leeren Gastroeimern und Pappkarton auf dem Gelände. Zur Begrüßung gab es erstmal – man könnte es vermuten – einen selbstgemachten, würzig-leckeren Reishi-Pilztee, der uns bei den doch noch recht frostigen Temperaturen aufwärmte. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde stellten wir schnell fest, dass unsere bisherigen Erfahrungen mit Pilzen recht unterschiedlich ausfielen. Waren manchen Pilzen bisher nur auf der Pizza begegnet, erwiesen sich andere von uns als eifrige Sammler und Kenner. Anschließend betraten wir über einen Keller das Pilzzuchtlabor, wo unser eigentlicher Workshop startete.
Die geheimnisvolle Welt der Pilze: Überraschende Enthüllungen
Zunächst erfuhren wir, dass das, was die meisten Menschen gemeinhin und umgangssprachlich unter Pilzen verstehen, gar nicht die eigentlichen Pilze sind. Vielmehr ist der für uns sichtbare oberirdische Teil, der gerne gesammelt und verspeist wird, lediglich der Fruchtkörper des Pilzes. Also in etwa das, was der Apfel des Apfelbaumes ist. Der eigentliche Pilz befindet sich unter der Erde und besteht aus dem sogenannten „Myzel“.
Dieser vegetative Teil des Pilzes besteht aus vielen fadenförmigen Zellen, den „Hyphen“. Sie sind mit 1/100 mm so klein, das wir sie nur in der Gesamtheit erkennen können. Das Myzel durchzieht jeden Millimeter unseres Bodens, nistet sich in Holz ein oder zersetzt andere organische Materialien. Über ihre feinen Zellfäden sondern sie komplizierte chemische Substanzen ab – Enzyme und Säuren zerlegen komplexe Stoffe. Der Pilz nimmt dann Nährstoffe und Wasser auf und versorgt sich so mit überlebenswichtigen Stoffen, die mitunter für das Wachstum relevant sind. Pilze wachsen also in ihre Lieblingsnahrung hinein, ein schöner Gedanke! Doch das ist noch nicht alles: In einer Welt voller Mikroben müssen sie sich stets behaupten, um zu überleben. Mit ihrem Arsenal an komplexen Säuren und Enzymen sind sie die wohl besten Chemiker und kommen so auch bei der Entgiftung verseuchter Landschaften immer häufiger zum Einsatz.
Viele Pilze sind Saprobionten, das heißt, sie ernähren sich von totem organischem Material. Ihr Myzel spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von komplexen organischen Verbindungen wie beispielsweise die im Holz vorkommenden Stoffe Cellulose und Lignin. Dabei werden Nährstoffe recycelt, was wiederum den Böden zugutekommt.
Andere Pilze wiederum stehen zudem mit Pflanzen in symbiotischen Beziehungen. Dabei tauschen der Pilz und die Pflanze Nährstoffe, wobei der Pilz Wasser und Mineralstoffe wie Phosphor an die Pflanze liefert und im Gegenzug Kohlenhydrate, also die Photosyntheseprodukte der Pflanze, erhält. Diese Art der Symbiose wird auch Mykorrhiza (altgr.mýkēs ‚Pilz‘ und rhiza ‚Wurzel´) genannt. Gerade bei Wasserknappheit oder in trockenen Böden kommt den Pflanzen das großflächig verzweigte Myzelnetzwerk der Pilze zugute. Doch auch für den Pilz zahlt sich diese Verbindung aus, da er selbst keine Photosynthese betreiben kann. Ohne die Symbiose würden ihm sonst die nötigen Kohlenhydrate für das Wachstum und die Reproduktion fehlen. 95 % aller Pflanzen sind mit Pilzen vergesellschaftet! Darunter fallen Steinpilze, Pfifferlinge, aber auch Fliegenpilze und viele mehr. Für die Gesamtheit des Ökosystems und dessen Gleichgewicht sind die Myzelnetzwerke von großer Relevanz. So bilden sie eine wichtige Barriere gegen Krankheitserreger und Mikroorganismen, indem sie diese im Boden bekämpfen und so ihren Pflanzenpartner beschützen. Außerdem halten sie Bodenaggregate zusammen, verdauen alles was so anfällt und sind selbst wieder Teil der Nahrungskette.
Apropos verspeisen: Der sichtbare Fruchtkörper ist ganz genau gesehen das Fortpflanzungsorgan eines Pilzes. Sind die Pilzsporen einmal aus dem Fruchtkörper entlassen, keimen sie unter günstigen Bedingungen zunächst aus. Es entsteht ein sogenanntes Primärmyzel, also eine feinen Hyphe. Jede Hyphenzelle trägt in sich einen halben Chromosomensatz. Sind zwei Primärmyzele kompatibel, so verschmelzen sie miteinander. Dabei vereinigen sich zwar die Zellfäden, aber nicht die Zellkerne. Dies geschieht wiederum erst in der Fruchtschicht (Röhren, Lamellen, Stacheln, Poren, etc.) eines Fruchtkörpers. Doch vorerst erscheinen stecknadelgroße Knubbel oder Zellknoten, sogenannte Primordien. Darin ist die Struktur der Pilzfrucht schon vorangelegt. Die Pilzfrucht entsteht dann durch Streckung . Dabei wird viel Wasser in die Zellen eingelagert. Die Knoten werden voll Wasser gepumpt, schwellen an und es entstehen die uns bekannten Fruchtkörper in ihrer ganzen Schönheit. Schon gewusst? Pilze bestehen aus bis zu 90 Prozent Wasser. Die stabilen Zellwände sind jedoch aus dem komplizierten Polysacharid Chitin aufgebaut, demselben Stoff wie die der Krustentiere! Ganz hartes Zeug …
Pilz-Kunst
Bei dem Rundgang fiel uns recht schnell auf: Im Labor wachsen zwar viele Speise- und Medizinalpilze, aber das ist nicht alles was Pilze ausmacht. Wir finden, sie haben eine ganz besondere Ästethik! So konnten wir etwa eine Mycel–Skulptur bestaunen. Dabei lässt man Pilzmyzel in Substrat durch bestimmte Formen wachsen, um ein skulpturales Werk zu schaffen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos! So entstehen beispielsweise Möbel, Lampen, Lederersatz, Verpackungs- oder Baumaterial, alles auf der Basis von Reststoffen, nachhaltig und natürlich abbaubar. Aber auch als reines Kunstwerk können die Pilze mit ihren faszinierenden Geweben dienen. Sie sind hübsche Fotomotive. Die „innere Schönheit“ lässt sich durch einen Trick sichtbar machen. So zaubern Pilzsporen einzigartige Abdrücke auf Papier oder Stoff.
Nach dem Bestaunen der unterschiedlichen Pilzobjekte und den vielen verschiedenen Zuchtpilzen ging es für uns ans Eingemachte – also an das Zuchtverfahren.
Hierfür hatten wir alle Eimer mitgebracht, in denen wir unsere eigenen Speisepilze züchten wollten. Wir erfuhren nach und nach, wie man eigenhändig Pilze züchten kann und auf was man besonders achten sollte. Dabei bekamen wir Einblicke in die verschiedenen Phasen der Pilzzucht und konnten die einzelnen Schritte an praktischen Beispielen nachvollziehen. Für unseren ersten Zuchtversuch wählten wir eine Austernseitlingskultur, da diese besonders gut für Anfänger geeignet ist. Das Myzel dieses Pilzes wird in der Pilzzucht auf Getreide oder Sägemehl kultiviert. Mit dieser sogenannten „Pilzbrut“ kann man dann ganz einfach ein Substrat beimpfen.
Das Substrat bezeichnet sozusagen die Nahrung für die Pilzkultur. Es gibt die verschiedensten Substratrezepte mit vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die auf hohe Pilzerträge optimiert sind. Jedoch kann man Austernseitlinge auf einfachsten Substraten ziehen. Sie wachsen am besten und schnellsten auf Stroh und/oder Kaffeesatz. Praktisch, dass man also einfach Reststoffe, z.B. aus der Gastronomie (Kaffee, Pappe) oder Industrie (Holzspäne, Biertreber, etc.), als Substrat verwenden kann. Es liefert die notwendigen Nährstoffe für das Pilzwachstum, wie Kohlenhydrate, Proteine und Mineralien. Stroh mit seiner einzigartigen Struktur hält den Substratmix luftig. Letzteres solltet ihr allerdings vor dem Einsatz durch Hitze pasteurisieren, so dass vorhandene Keime reduziert werden. Eine gute Alternative zu Stroh sind daher Strohpellets, die ihr im Kleintierhandel mühelos bekommt. Der Vorteil ist, dass diese bereits besonders keimarm sind. Unser Substrat bestand aus Pappe und Strohpellets. Zur Sicherheit haben wir unsere Mischung trotzdem mit heißem Wasser übergossen. Wichtig: Je höher der Nährstoffgehalt des Substrats, desto sauberer muss es aufbereitet werden! Bei der Sterilisation wird das Substrat in einem Dampfdrucktopf für etwa 90 Minuten bei 121 Grad keimfrei. Doch eine vitale Austernseitlingskultur nimmt es ohne weiteren Probleme mit Strohpellets und Pappe auf. Ausschlaggebend ist vor allem der richtige Feuchtigkeitsgehalt für das Wachstum der Pilze, da Staunässe die Vermehrung von Bakterien begünstigt. In unsere Eimer bohrten wir anschließend mehrere Löcher und klebten sie mit Vliespflaster (z.B. von Mikropore aus der Apotheke) ab. So bekommen die Pilze Sauerstoff. Aus den einzelnen Löchern wachsen dann später die Fruchtkörper. Um dem Pilz ein sauberes Zuhause bieten zu können, wischten wir die Eimer mit Alkohol aus. Als das Substrat auf Raumtemperatur abgekühlt war, haben wir es mit der Körnerbrut beimpft und in die Eimer eingefüllt. Beim gesamten Vorgang solltet ihr unbedingt auf sauberes Arbeiten (Hände waschen & desinfizieren) achten, um etwaige Kontaminationen zu vermeiden.
Pappen-PartyEimer vorbereitenSubstrat mit Pilzbrut mixen
Warten auf die Ernte
Am Ende des Workshops konnten wir unsere Eimer dann mit nach Hause nehmen und sie an einem geeigneten Platz abstellen. Am besten sucht ihr euch eine passende Stelle, an der sowohl etwas Luftfeuchtigkeit, als auch ein wenig Licht (keine direkte Sonneneinstrahlung) vorhanden sind. Danach dauert es etwa zwei bis vier Wochenbis das Myzel das Substrat vollständig durchwächst. Bleibt alles weiß und der Eimer verströmt einen angenehm süßlichen Geruch läuft eurer Pilzexperiment bestens! Anschließend braucht es meist noch etwa ein bis zwei Wochen, bis die ersten Mini-Fruchtkörper erscheinen. Diese stecknadelgroßen „Primordien“ entwickeln sich innerhalb weniger Tage zu ausgewachsenen Fruchtkörpern. Der beste Erntezeitpunkt ist, bevor sich der Hutrand glatt ausrollt. Da wir innerhalb unserer Gruppe die Pilze jeweils an recht unterschiedlichen Orten, mit anderer Luftfeuchtigkeit und Helligkeit platzieren, dauerte die Zeit bis zur Ernte bei manchen länger als bei anderen.
Dennoch konnten alle Teilnehmenden des Pilzworkshops am Ende Austernseitlinge ernten – ein voller Erfolg also! In unser Gruppe tauschten wir uns immer wieder untereinander aus und gaben uns gegenseitig Tipps. Besonders cool: Viele Pilze können mehrere Erntezyklen auf demselben Substrat durchlaufen, das heißt ihr könnt euch gleich mehrfach über eine reiche Pilzernte freuen. Das verbrauchte Substrat kann zudem kompostiert und als Dünger verwendet werden. Unsere ersten Pilzzuchtversuche haben ungeheuren Spaß gemacht. Auf den ersten Blick erscheint die Pilzzucht zwar komplex, doch unsere Erfahrung zeigt: Jeder kann erfolgreich Speisepilze zu Hause anbauen. Also warum wagt nicht auch ihr den ersten Schritt? Macht einen Pilzworkshop wie wir bei den Jungs von den „Mycelionaires„ oder recherchiert im Internet und legt einfach los. Fangt mit einfachen Sorten wie Austernpilzen an und lasst euch von der Faszination der Pilzwelt mitreißen.
na, ist es dir auch schon aufgefallen? Der Wald wird wieder munterer! Neulich hörte ich schon zaghafte Melodien von Meisen und Rotkehlchen. Und letztens kam ein neues Geräusch dazu! Ein regelrechter Trommelwirbel ertönte im Wald…
Waren es besonders fleißige Forstleute? Oder Sind die Spechte etwa schon in Klopflaune?
Wieder war es zu hören und auf einmal hämmerte es noch aus einer anderen Richtung! War das ein Echo??? Ich schlich mich an. Immer wieder blieb ich stehen und lauschte. Das Hämmern wurde lauter – die Fährte stimmte also. Noch ein Stück näher schleichen und siehe da, ein Specht klopfte hoch oben an einem toten Ast. Da dieser keine Rinde mehr hatte, war der Trommelwirbel wirklich laut zu hören.
Ganz vorsichtig schlich ich mich zu diesem Baum und legte ein Ohr an den Stamm. Der Specht trommelte wieder. Wow, war das laut! Ich konnte dem Trommelwirbel noch zweimal lauschen, dann flog der Specht davon.
Ich fand es sehr interessant zu sehen, WIE er wegflog! Es sah aus, als ob er auf Wellen fliegt:
Erst machte der Specht ein paar kräftige Flügelschläge, dann legt er die Flügel an seinen Körper. Dadurch flog er ein Stück ohne Kraftaufwand, verlor aber an Flughöhe. Deshalb musste er wieder seine Flügel ausbreiten.
Nach meinem Spechterlebnis wollte ich noch mehr über diesen Vogel erfahren.
Aha, die Spechte haben unterschiedliche Klopfweisen! Die Trommelwirbel sollen Weibchen anlocken und Konkurrenten vertreiben. Bei der Futtersuche am Stamm klopfen sie viel langsamer, aber gezielter. Es gibt auch nicht nur DEN Specht, sondern zahlreiche Arten auf der Welt.
Allein in Deutschland gibt esneun Spechtarten. Die Bekanntesten sind Buntspecht, Grünspecht, Schwarzspecht und Mittelspecht.
Manche haben wegen ihres Aussehens noch einen Zweitnamen, wie Fliegender Pumuckel oder Fliegender Zorro. Ich musste ganz genau hinschauen, um die beiden Namen den Spechtarten richtig zuordnen zu können. Schaffst du es auch?“ (Die Lösung steht am Ende des Beitrages.)
Frische Spechtringe
Kennst du auch die Namen Schluckspecht oder Süßschnabel? Diese stammen von dem besonderen Verhalten einiger Spechtarten (Buntspecht, Mittelspecht). Im Frühjahr zapfen sie nämlich Birken, Ahorne oder andere Laubbäume an, um deren süßen Saft zu schlecken. Sie hacken kleine Löcher in die Rinde, aus denen der Baumsaft läuft. Nach den Spechten nutzen noch andere Vögel und Insekten die vorgebohrten Löcher und bedienen sich an dieser Köstlichkeit.
Wenn du im März/April durch den Wald gehst, kannst du gewiss solche „Waldbars“ entdecken, denn die nassen/ dunklen Stellen an den Stämmen verraten die Zapfstellen der Spechte.
Alte Spechtringe
Fichtenzapfen an einer Kiefer?
Den Spechten werden aber noch weitere Berufe zugeschrieben, denn sie sind nicht nur Trommler und Barkeeper, sondern auch noch Schmied und Zimmermann. So nutzt der Buntspecht gern borkige Rinde, um seine Spechtschmiede einzurichten. Das hatte ich ja bereits vor einiger Zeit erforscht.
Solche Naturrätsel verursachen Spechte.
Bestimmt weißt du schon, dass sich Spechte in jedem Jahr neue Baumhöhlen bauen. Vielleicht kannst du mal einen dabei beobachten. Ich werde es jedenfalls versuchen, zumal ich eine sogenannte Spechtflöte gefunden habe. Dieser Baum scheint für den Wohnungsbau besonders geeignet zu sein. Deshalb hoffe ich, dass auch in diesem Frühjahr dort ein Specht seine neue Wohnung zimmert.
Wenn die Baumhöhlen dann verlassen sind, folgen tierische Nachmieter wieEichhörnchen, Siebenschläfer, Fledermäuse, Vögel und Insekten. Deshalb sind Wälder, in denen Spechte wohnen, besonders artenreich.
Nun aber schnell raus in den Wald, denn jetzt ist die beste Gelegenheit, Spechte ausfindig zu machen! Ihre Trommelwirbel sind weit zu hören und die Bäume haben noch nicht so viele Blätter. Da kann man die Spechte gut sehen!
Vielleicht hast du ja Lust, meine Spielidee umzusetzen: Als ich mit Opa Wusel unterwegs war, suchte ich mir zwei Stöcke und versteckte mich. In meinem Versteck schlug ich die Stöcke aufeinander und Opa Wusel musste mich nun suchen. Das hat ganz schön lange gedauert, bis er mich fand.
Später nutzte ich trockene Stöcke, die keine Rinde hatten. Da war Opa Wusels Suche schneller zu Ende. Wenn du es auch ausprobierst, dann wirst du gewiss herausfinden, woran das lag…
Und wenn du die Stöcke zu Haus trocknen lässt, dann hast du bald richtige Klanghölzer und kannst dich beim Singen begleiten😊 .
Lösung des kleinen Spechträtsels: Der fliegende PUMUCKEL ist der Mittelspecht (1. Bild von rechts) und der fliegende ZORRO ist der Grünspecht (2. Bild von links).
Übrigens, die Waldschule Bucher Forst lädt am 15.03.2025 zu Spechtbeobachtungen ein.
Die Mehlbeere – Baum des Jahres und noch vieles mehr!
Die Mehlbeere (Sorbus aria), auch als Echter Mehlbeerbaum oder Elsbeere bekannt, ist ein bemerkenswerter Baum, der sowohl in der Botanik als auch in der Forstwirtschaft einen bedeutenden Platz einnimmt. Dieser Text beleuchtet die Herkunft, Verbreitung, Nutzungsmöglichkeiten und erklärt zudem warum es die Mehlbeere mehr als verdient hat Baum des Jahres 2024 zu werden.
Die auf dem Bild gezeigte Mehlbeere (rechts) stellt eine der wenigen in Berlin beheimateten Exemplare dar. Daher war es mir leider nicht möglich eigene Aufnahmen einer älteren und damit größeren Mehlbeere zu fotografieren.
Die Mehlbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Europa heimisch. Sie ist in weiten Teilen des Kontinents verbreitet, wobei ihr Verbreitungsgebiet von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in den Kaukasus reicht. Besonders häufig findet man sie in den Alpen, den Pyrenäen und anderen Gebirgsregionen. Der Baum bevorzugt kalkreiche, trockene und sonnige Standorte und gedeiht gut auf felsigen Hängen und in lichten Wäldern.
In Deutschland ist die Mehlbeere vor allem in Süddeutschland verbreitet, wo sie in wärmeren und trockeneren Gebieten wie der Schwäbischen Alb, dem Frankenjura und dem Thüringer Becken zu finden ist. Sie gilt als Pionierbaumart, die sich auch auf kargen Böden behaupten kann und häufig in Mischwäldern anzutreffen ist.
Woran erkennt man eine Mehlbeere?
Die Mehlbeere ist ein mittelgroßer Baum, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen kann. Sie zeichnet sich durch ihre rundliche bis eiförmige Krone und die graue bis braune, glatt bis schuppige Borke aus. Die Blätter sind eiförmig bis elliptisch, wechselständig und haben eine leicht ledrige Konsistenz. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und glänzend, während die Unterseite aufgrund dichter, weißer Behaarung mehlig aussieht, was der Mehlbeere ihren Namen gegeben hat.
Im Frühjahr, meist im Mai, bildet der Baum weiße, doldenartige Blütenstände, die aus zahlreichen kleinen Einzelblüten bestehen. Diese Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Im Herbst entwickeln sich daraus die charakteristischen Früchte – kleine, runde bis eiförmige Beeren, die anfangs grün und später leuchtend rot-orange gefärbt sind.
Die Mehlbeere hat eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, die sie zu einem vielseitigen Baum machen. Historisch gesehen wurden ihre Früchte, die reich an Vitamin C und anderen Nährstoffen sind, in Notzeiten als Nahrungsmittel genutzt. Sie können roh verzehrt oder zu Mus, Marmelade, Saft oder Likör verarbeitet werden. Allerdings sind die Früchte im rohen Zustand leicht bitter und werden daher oft nach dem ersten Frost geerntet, da sie dann süßer und schmackhafter sind.
Sollte dich der Text zum Nachahmen ermutigt haben, ist hier ein kleines Rezept für die Herstellung von Mehlbeerenmarmelade.
In der modernen Küche finden die Früchte der Mehlbeere vor allem in regionalen Spezialitäten Verwendung. Als Beispiel hierfür lassen sich die getrockneten Mehlbeeren aus Afghanistan aufführen, welche als Delikatesse und vorranging während des Neujahrsfestes gegessen werden. Zudem wird das Holz der Mehlbeere wegen seiner Härte und Feinkörnigkeit geschätzt. Es eignet sich gut für Drechslerarbeiten, Möbelbau und die Herstellung von Werkzeuggriffen.
Darüber hinaus hat die Mehlbeere auch einen hohen ökologischen Wert. Sie bietet Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insekten, Vögel und Säugetiere. Ihre Blüten locken Bienen und Schmetterlinge an, während die Früchte im Herbst eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen.
Die Mehlbeere ist nicht nur wegen ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wertvoll, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie dient als Pionierpflanze, die karge und gestörte Böden besiedelt und dadurch die Bodenbildung und -stabilisierung fördert. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem trägt zur Verbesserung der Bodenstruktur und zur Vermeidung von Erosion bei.
In der Landschaftsgestaltung wird die Mehlbeere wegen ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit geschätzt. Sie ist relativ pflegeleicht, verträgt Trockenheit und ist resistent gegen viele Krankheiten und Schädlinge. Dies macht sie zu einer idealen Wahl für städtische Begrünungsprojekte, Parks und naturnahe Gärten.
Fazit
Die Mehlbeere ist ein vielseitiger Baum mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte, ihre ökologischen Vorteile und ihre attraktiven Blüten und Früchte machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für Gärten, Parks und natürliche Landschaften. Mit ihren vielfältigen Verwendungszwecken, von der Nahrungsmittelproduktion bis zur Holzverarbeitung, ist die Mehlbeere ein wahrer Alleskönner unter den heimischen Gehölzen.
Ein besonderer Dank gilt zudem dem Späth Arboretum in Berlin-Baumschulenweg. Hier hatte ich zum Einen die Möglichkeit Bilder von der Mehlbeere machen zu dürfen und zum Anderen die Gelegenheit mich mit den zahlreichen weiteren Baum-/ und Pflanzenarten, welche das Späth Arboretum zu bieten hat auseinandersetzen. Das Späth Arboretum ist sowohl am Mittwoch und Donnerstag als auch am Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr für Besucherverkehr geöffnet und ist eine persönliche Empfehlung für jeden Natur- und Pflanzenliebhaber.
Dieser Blogbeitrag wurde von Vincent Haubold (FÖJler 2023/2024) erstellt.
Im folgenden Blogbeitrag werden wir nicht nur auf den Aufbau und die Strukturen des Waldbodens, sondern auch auf die zahlreichen Bewohner eines so System relevanten Ökosystems eingehen.
Zunächst haben wir einige Kinder gefragt, welche Bedeutung der Waldboden für sie hat:
„Boden ist für mich alles was krabbelt!“ Emma (7 Jahre) „Waldboden ist für mich ein Weg, auf dem wir durch den Wald rennen können!“ – Antonia (6 Jahre) „Boden? Ist doch langweilig!“ – Yusuf (4 Jahre)
Auch Arthur und ich haben uns die gleiche Frage gestellt:
Arthur: „Der Waldboden ist mir wichtig, denn er beherbergt viele relevante Organismen, welchen zum Beispiel leckeren Walderdbeeren das Leben ermöglichen. Außerdem filtert er unser Grundwasser!“ Vincent: „Der Waldboden bildet die Grundlage für einen gesunden Wald!“
Jetzt wisst ihr zumindest welche Bedeutung wir dem Waldboden geben. Um den Waldboden als Ökosystem allerdings besser verstehen zu können müssen wir zunächst den allgemeinen Aufbau des Bodens begreifen.
Der Aufbau des Waldbodens
Der Waldboden lässt sich vereinfacht in 4 Schichten gliedern, jedoch ist es wichtig zu verstehen, dass nicht jeder Waldboden gleich ist, sondern unterschiedlich aufgebaut sein kann, abhängig von Klima, Standort und vorhandenen Baumarten.
Schauen wir uns nun einen herkömmlichen, deutschen Waldboden an Auf der Abbildung rechts sind 4 sogenannte Horizonte bzw. Schichten zu erkennen.
Der O-Horizont beschreibt die Schicht des Bodens auf der wir laufen können. Diese Schicht besteht hauptsächlich aus abgestorbenen Pflanzenteilen wie Blättern, Zweigen, Nadeln und Früchten, die von den Bäumen und Sträuchern abgeworfen werden. Diese Streuschicht dient als Schutz vor Erosion, reguliert die Temperatur und Feuchtigkeit des Bodens und stellt organische Substanz für die Zersetzung bereit.
Der darunter liegende A-Horizont ist meist dunkler gefärbt und bildet die klassische braune Erde ab. Dieser Teil des Waldbodens besteht aus einer Mischung von organischem Material und mineralischem Boden und ist reich an Nährstoffen und Humus. Der A-Horizont ist normalerweise der fruchtbarste Teil des Bodens und bildet die Basis für das Pflanzenwachstum.
Noch tiefer im Erdreich liegt der B-Horizont, diese Schicht erfüllt den Zweck der Wasserspeicherung.
Hierbei ist der B-Horizont, jedoch nicht nur für die Speicherung, sondern auch für die langsame Abgabe des Wassers an darüberliegende Schichten zuständig und reguliert so den Wasserhaushalt des Waldes. Zusätzlich befinden sich im B-Horizont zahlreiche überlebenswichtige Mineralstoffe für Tier- und Pflanzenwelt. Eine weitere wichtige Aufgabe dieser Schicht ist die Schadstofffilterung. Denn durch die dichte Struktur dieses Horizonts ist das Zurückhalten bzw. Speichern von schwer löslichen Stoffen möglich, was wiederum die Qualität unseres Grundwassers erheblich verbessert.
Da die unterste Schicht (C-Horizont) des Waldbodens hauptsächlich aus relativ festem und nicht-verwittertem Gestein besteht, wird diese Schicht auch Grundgerüst des Bodens genannt. Dieses Grundgerüst sorgt für einen festen Halt des Bodens und schützt vor Erosionen bzw. dem Abrutschen des Waldbodens (zum Beispiel bei Starkregen oder in Hanglage). Auch in der untersten Bodenschicht sind zahlreiche Mineralstoffe gespeichert, welche über lange Zeit an die oberen Schichten abgegeben werden. Wir wissen nun also in welche Schichten der Boden aufgeteilt ist und welche Funktionen die jeweiligen Schichten im Ökosystem Boden haben.
Das Schüttel-Experiment
Um die Vielfältigkeit des Bodens weiter zu veranschaulichen stellen wir nun das „Schüttel-Experiment“ vor, die Idee für dieses Experiment stammt aus dem „Entdecke-Kalender“, „Bodenforschen 2024“. Hierfür braucht man einen großen Löffel, ein Schraubglas, Waldboden, etwas Wasser und ein bisschen Geduld:
Nachdem alles Nötige zusammengesucht worden ist, gibt man nun einige Esslöffel Erde in das Schraubglas, gibt Wasser hinzu und schüttelt kräftig. Die ersten verschiedenen Schichten sollten bereits nach ca. einer halben Stunde erkennbar sein. Wenn das Glas noch ein paar Tage stehen bleibt sieht man nun die Schichten noch deutlicher.
direkt nach dem Schütteln
eine halbe Stunde nach dem Schütteln
zwei Tage nach dem Schütteln
Lebewesen im Waldboden
Ich habe ein Zitat für euch: Boden will Leben schaffen. Aus ihm wachsen die Pflanzen, welche dem gesamten Ökosystem Nahrung geben. Durch Wurzeln ziehen Pflanzen das Wasser und Nährstoffe aus tiefen Schichten des Bodens und können an der Oberfläche daraus mithilfe von Sonnenlicht und Luft Energie bzw. Nahrung herstellen. Dieses Phänomen nennt man Fotosynthese.
Der Boden bietet auch ganz vielen Tieren einen Lebensraum. Hier knabbern Käfer, Asseln und noch ganz viele weitere Krabbeltiere an zu Boden gefallenen Blättern, Stöckern oder auch Tierhaaren und zerkleinern das Material. Tiere wie z.B. der Regenwurm räumen den ganzen Tag den Wald auf, fressen sich durch den Boden und scheiden anschließend nährstoffreichen Humus aus. Er heißt übrigens Regenwurm, weil er den ganzen Tag rege mit Fressen beschäftigt ist und dabei gräbt er Löcher bis zu 3m Tiefe.
Bakterien und Pilze haben die wichtige Funktion, das zerkleinerte Material am Ende zu Mineralisieren. Sie wandeln organische Stoffe in energiearme anorganische Stoffe, was den Pflanzen nun wieder als Nährstoff dient. Das Ökosystem Boden ist also ein Kreislauf von Produktion und Zersetzung, welches von alleine lebt.
Und dabei unterstützen sich die Lebensformen auch gegenseitig. In den Mägen der Insekten leben z.B. Bakterien, welche sie bei der Zersetzung von unverdaulichem Holz unterstützen. Und auch die Bäume und Pilze gehen eine Partnerschaft ein. Die Pilze bilden nämlich durch den gesamten Boden ein dichtes Netz aus Mycel und können so von überall her Nährstoffe beziehen. Dies macht sich die Pflanze, indem sie über eine Verbindungsstelle Nährstoffe vom Pilzgeflecht bekommt und dafür energiereichen Zucker an den Pilz abgibt. Wir nennen es Mykorrhiza und das gibt es bei den meisten Pflanzen im Wald. Steinpilze und Fliegenpilze z.B. sind Mykorrhiza-Pilze.
Im Wald gibt es sehr viel zu entdecken und noch Rätsel, die gelüftet werden können. Für einen etwas längeren Besuch im Wald möchte ich euch nun erklären, wie ihr einen Wasserfilter baut, damit ihr auch gut mit Trinkwasser versorgt seid.
Für die Konstruktion benötigen wir:
eine leere Einwegflasche mit Deckel
einen 1 Meter langen Faden
ein Messer
einen Stock
und ein Gefäß zum Trinken.
Zum Filtern benötigen wir:
Wasser
ein verbranntes Holz von einem Lagerfeuer (Holzkohle)
saubere, raue Steine
feinen Sand
grünes Gras
und ein Stück Stoff.
Schneide zusammen mit einem Erwachsenen den Boden der Flasche ab. Dann machst du an diesem Rand zwei gegenüberliegende Löcher, sodass du später dort die Flasche mit Deckel nach unten aufhängen kannst. In den Deckel schneidest du auch noch ein kleines Loch.
Jetzt befüllen wir die Flasche. Die Flasche steht so, dass der Deckel nach unten zeigt. Unten legt ihr ein Stück Stoff hinein. Dann nehmen wir die Kohle und bröseln sie in die Flasche. Achtet darauf, dass möglichst wenig vom Füllinhalt am Stück Stoff vorbeifällt. Dann befüllen wir in folgender Reihenfolge die Flasche mit feinem Sand, Gras und Steinen. Mit dem Stock drücken wir in der Flasche umher, um den Filter zu verdichten.
Als letztes müssen wir noch ein Band durch die beiden oberen Löcher ziehen, damit wir die Konstruktion aufhängen können.
Wenn ihr nun oben dreckiges Wasser hineinfüllt, sollte unten aus dem Deckelloch Wasser ohne Schwebstoffe tropfen. Je langsamer es tropft, umso besser wird das Wasser gefiltert. Die Holzkohle soll Bakterien und Schadstoffe herausfiltern. Wenn ihr wisst, dass das Wasser mit Schadstoffen belastet ist wie z.B. in der Nähe von Feldern mit Pestizideinsatz, solltet ihr davon die Finger lassen. Ansonsten könnt ihr das gefilterte Wasser probieren und solltet euch auf euren Geschmackssinn verlassen, ob es genießbar ist.
Der Wasserfilter soll zeigen, wie die verschiedenen Schichten des Bodens Flüssigkeiten filtern können, damit sauberes Grundwasser entsteht. Und das saubere Grundwasser nutzen wir täglich zum Duschen, Spülen oder auch zum Trinken.
Autoren: Arthur Specht und Vincent Haubold (Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres 2023/2024)