Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Hallo du,

nun ist der Herbst schon in vollem Gange, denn einige Laubbäume sind bereits kahl.
Doch viele Früchte des Waldes, ob am Strauch oder am Baum, trotzen den Herbstwinden und bleiben dort wo sie sind, ob am Stängel oder am Zweig.
Auf meinen Touren durch den Wald entdeckte ich verschiedene Beeren. Mal waren sie nahe am Boden, mal wuchsen sie auf Augenhöhe oder hingen hoch oben in Büscheln an einem Baum. Aber eins hatten sie alle gemeinsam- ihre Farbe war ROT.
Natürlich stöberte ich wieder in meinen Büchern, um mehr über diese Früchte zu erfahren.


Die Hagebutte

Später entdeckte ich noch eine rote Frucht, welche ich bereits kannte: die Hagebutte!

Bestimmt kennst du sie auch schon, zumal ja das bekannte Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ (Link zu youtube.de) diese Frucht beschreibt.

Aber weißt du eigentlich, was die Hagebutte ist? Genau- sie ist die Frucht der Rose. Das habe ich auf einem Spaziergang durch Berlin herausgefunden! Dabei musste ich sehr aufpassen, dass ich mich nicht an den Stacheln verletze, welche die Rosen zum Schutz vor „Naschkatzen“ unter den Tieren haben.

Hagebuttentee

Da ich sehr gern Hagebuttentee trinke, hatte ich die Idee mal einen Tee aus frischen Hagebutten zu machen.

Dazu nutzte ich die Früchte von einer Wildrose aus dem Wald. Ich suchte mir weiche Hagebutten aus, denn nur diese sind reif, schnitt sie auf und überbrühte sie mit heißem Wasser. Ich konnte es kaum abwarten, meinen ersten selbst hergestellten Tee zu trinken. Mmmh – einfach nur lecker!!!!

Hier ist mein Teerezept zum Nachkochen:
6-8 weiche Hagebutten aufschneiden, in einen Teefilterbeutel stecken und mit 250 ml heißem Wasser überbrühen.
Den Tee für ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Wohl bekomm‘s!

Hagebuttenmarmelade

Auch Hagebuttenmarmelade kannst du selber machen.

Hast du auch schon mal Hagebuttenmarmelade gegessen? Ich durfte sie neulich probieren und ich muss sagen, die schmeckt super gut! Außerdem ist sie auch noch richtig gesund, denn Hagebutten haben ganz viel Vitamin C und auch andere gesunde Inhaltsstoffe!

Meistens stellt man die Marmelade aus den etwas größeren Früchten der Kartoffelrose (Link zu Wikipedia.de) her. Diese haben mehr Fruchtfleisch. Deshalb ist es nicht so mühevoll ist, ausreichend Hagebuttenmark für ein Glas Marmelade zu gewinnen.

Haarige Kerne

Ich schaute mir auch mal die Kerne der Hagebutte genauer an. Die kleinen Härchen an den Kernen sollen die Zubereitung von solch leckeren Marmeladen und anderen Speisen schwer machen. Einige Leute schwören auf das Durchsieben des gekochten Breis, andere beseitigen die Kerne vor dem weiteren Verarbeiten der Hagebutten.
Puh, ich stelle mir beides anstrengend vor und deshalb genieße ich umso mehr meine Hagebuttenmarmelade.

Früher waren die Kerne besonders bei Kindern sehr beliebt, denn sie nutzten diese als Juckpulver. Sie steckten die Kerne jemandem in den Kragen und warteten ab. Bald bewegte sich die Person komisch, denn sie wendete sich hin und her und versuchte sich am Rücken zu kratzen. Die Kerne rutschen nämlich den Rücken runter und dabei wirken die Härchen wie Juckpulver. (Link: zu labbe.de)
Frag‘ mal deine Eltern oder Großeltern, ob sie diesen Streich aus ihrer Kinderzeit kennen. Sie werden deine Frage gewiss mit JA und einem verschmitzten Lächeln beantworten.

Die Hagebutte ist schon eine tolle Frucht und deshalb auch nicht umsonst bei den Vögeln und anderen Tieren sehr beliebt. Mich wird sie jedenfalls als Tee oder Marmelade durch die kalte Jahreszeit begleiten und auch dir rate ich zu einem heißen Trunk aus dieser gesunden Frucht! Wohl bekomm`s.


Noch ein paar spannende Links

weitere Informationen:
https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/pflanzen/rosen-stachelige-schoenheiten.html
https://www.gartenjournal.net/wildrose-vermehren

Mandala:
https://www.kigaportal.com/de/downloads/mandalas/fruechte-mandalas/hagebutten-mandala/


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine kleine Rätselaufgabe und ein Ausmalbild zur Rose und Hagebutte.


Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Hallo du,

weißt du noch, im vorigen Sommer war ich die Hauptperson in einem Comic und in diesem Jahr gab’s sogar noch eine Steigerung – ich wurde ein Filmstar! Naja, für Hollywood wird es noch nicht reichen, aber es war sehr aufregend und hat ganz viel Spaß gemacht!
Ich wurde nämlich bei meinen Erkundungen mit der Kamera begleitet. Der Regisseur und Kameramann Felix filmte mich, wie ich die Umgebung einer Waldschule erforschte, dabei ein Naturrätsel entdeckte und auch löste.


Wilma Wusels Film

Wilma beim Interview mit Felix

Nach den Dreharbeiten dufte ich Felix interviewen, denn ich wollte wissen, was er sonst so macht, wenn er nicht gerade filmt.


Hallo Felix, warum bist du hier?
Ich bin Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Waldschule Plänterwald, eine der 9 Berliner Waldschulen.


Was kann man da machen?
Ich begleite Kita-Gruppen und Schulklassen in den Wald um mit ihnen gemeinsam die Natur zu entdecken und zu erforschen. Dabei leite ich Waldspiele an oder suche mit den Kindern nach Krabbeltieren und anderen spannenden Dingen.


Aha, dann weißt du bestimmt viel über die Natur!
Naja jetzt schon, denn ich habe so einiges über den Wald gelernt und sogar mit anderen im Wald übernachtet! Das war cool!


Wow, das klingt ja spannend! Da kommt mir sofort eine Idee: Ich werde dich mal bei deinen Abenteuern begleiten und vielleicht entsteht dabei auch ein Film…


Links


kostenlose App für Stop-motions-Trickfilme:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cateater.stopmotionstudio&hl=de&gl=US

Freiwilliges Ökologisches Jahr an Berliner Waldschulen:
https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/freiwilliges-oekologisches-jahr/
https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/foej/was-ist-das-foej
https://vjf.de/foej/
https://www.jao-berlin.de/de/topic/159.f%C3%B6j-berlin.html

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Hach, ist das schön! Alles grünt und blüht, brummt und fliegt, krabbelt und kriecht. Es gibt zurzeit vieles zu entdecken, vor allem sind jetzt viele bunte Falter zu sehen.



Es ist noch gar nicht allzu lange her, da habe ich eine interessante Raupe entdeckt und beobachten können.

Wo die Raupe wohl hin will?

Ich forschte nach, welcher Schmetterling sich daraus wohl entwickeln würde.

Wow, wie viele Raupen es gibt und wie unterschiedlich sie aussehen – einige wie Monster und andere wie bunte Flaschenbürsten!!! Und die längste Raupe der Welt kann sogar über 11 cm groß werden!



Raupen sehen nicht nur verschieden aus, sondern bewegen sich auch unterschiedlich. Manche krabbeln, so wie meine Raupe oben im Video. Andere ziehen ihr Hinterteil so nach vorn, dass sich ein Bogen bildet. Danch erst bewegt sich das Vorderteil der Raupe zusammen mit den vorderen Beinpaaren – das sieht besonders lustig aus!

Versuche doch auch mal, dich so zu bewegen! Nimm zwei kleine Matten oder Kissen und stelle dich auf diese in den Vierfüßlerstand. Nun rutschst du mit deinen Händen nach vorn, bis du fast auf dem Bauch liegst und dann ziehst du deine Beine bis zu deinen Händen ran.

Oder bastle dir Papierraupen und veranstalte Raupenrennen mit deiner Familie oder deinen Freund:innen.


Ich finde Raupen ja an sich schon sehr spannend, aber später fand ich noch ein komisches Gebilde, das mit den Raupen zusammenhängt und Puppe genannt wird. Dort drin findet ein richtiges Naturwunder statt, denn hier wird aus einer Raupe ein Schmetterling – einfach phantastisch!



Um mich noch mehr über die bunte Falter-welt zu informieren, besuchte ich den Schmetterlingshorst in Berlin Köpenick.

Dort schaute ich mir eine der größten Schmetterlingssammlungen Deutschlands an. Das war beeindruckend!

Ich fand sogar den Falter, der sich aus der größten Raupe der Welt entwickelt: den Atlasspinner.

Aber auch den Schmetterling von meiner Raupe konnte ich entdecken… Aus ihr wurde nämlich ein Distelfalter, der als Schmetterling solch wohlduftende Blumen wie die Ackerdistel bevorzugt.


Wenn du aber lieber flatternde Schmetterlinge beobachten möchtest, dann solltest du eines der vielen Schmetterlingshäuser Deutschlands aufsuchen oder besser noch, raus in die Natur gehen.

Für Berliner Schmetterlingsforscher:innen ist das Tempelhofer Feld ein lohnenswertes Ziel, denn hier können sie viele Falter und mit etwas Glück sogar den seltenen Schwalbenschwanz entdecken.

Doch auch woanders lohnt es sich für dich, nach Schmetterlingen Ausschau zu halten, denn zurzeit blühen viele Blumen, die den bunten Tagfaltern Nektar geben.


Der Sommerflieder wird auch Schmetterlingsstrauch genannt. Warum er so heißt, kannst du erleben, wenn du den Strauch in Parks und Gartenanlagen findest.

Geh also auf Schmetterlingssuche und beobachte die kleinen fliegenden Sommerfarbtupfer am Sommerflieder oder auf bunten Sommerwiesen!

Du wirst staunen wie vielfältig die Schmetterlingswelt ist!

Schaffst du es in diesem Sommer 5 verschiedene Schmetterlinge zu entdecken?

Die Auswahl ist groß, denn in Deutschland gibt es etwa 3.700 Arten, von denen ca. 200 Tagfalter sind.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg auf deiner Schmetterlingssafari!


Noch ein paar spannende Links

Raupenforschung

Welcher Falter wird das? Eine Raupenübersicht nach Monaten sortiert…
(Link zu schmetterling-raupe.de)

Vom Ei zum Schmetterling

Wie wird eine Raupe zum Falter?
(Link zum Video auf Planet-Schule.de)

Im Garten der Schmetterlinge
(Link zu „Anna und die wilden Tiere“ auf Kika.de)

Basteln

Drehscheibe zur Entwicklung eines Schmetterlings
(Link zu Pindactica.de)

Origami – Schmetterlinge falten
(Link zu YouTube)

Ausflugsziel

Schmetterlingshaus der Biosphäre Potsdam
(Link zur Seite der Bioshäre Potsdam)


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine tolle Übersicht über unsere einheimische Schmetterlingswelt
und könnt euren eigenen Schmetterlinge entwerfen
.


Wilma Wusel trifft zwei Frischlinge

Wilma Wusel trifft zwei Frischlinge

Wer ist wohl Rüssel und wer Borste?


Horidojaho,

heute bin ich richtg sau-wütend! Ich habe meine Cousinen Rüssel und Borste kennengelernt.

…und jetzt ich muss euch die traurige Geschichte erzählen, die den beiden passiert ist. Meine detektivischen Fähigkeiten waren diesmal nicht gefragt. Der Fall ist klar und lässt nur einen Schluss zu:

Hunde gehören im Wald und in Parkanlagen an die Leine! Auch die sehr Freundlichen…

Wie kommt es nun, dass ich Borste und Rüssel einfach mal so besuchen konnte und sie nicht zufällig im Wald getroffen habe?

Borste, Rüssel und ihr ganzer Wusel-Clan, also ihre Mutterbache und all die anderen nur ein paar Tage alten Frischlinge, waren in ihrem Kessel. So heißt die Wildschwein-Wochenstube – also der Ort, an dem die Bache ihre Frischlinge zur Welt bringt und säugt.

Außerdem waren im Wald noch zwei nette Menschen mit ihrem netten Familienhund Piffi unterwegs.

Der sonst wirklich nette Hund hat die Bache aufgescheucht und zusammen mit den Frischlingen, die am schnellsten laufen konnten, vertrieben. Vier Frischlinge haben es nicht geschafft, hinterherzukommen. Sie waren ja auch erst wenige Tage alt. Der sonst immer nette Hund Piffi hat dann zwei der Frischlinge totgebissen und Borste und Rüssel sehr schwer verletzt.

Hilfe für Borste und Rüssel


Die beiden netten Menschen waren sehr entsetzt und traurig über das Verhalten ihres Hundes. Sie haben dann endlich das einzig Richtige gemacht und Rüssel und Borste zur Tierärztin gebracht.

Erst war es nicht sicher, ob die beiden überleben würden, aber jetzt sind die Wunden fast geheilt und es geht ihnen gut. Sie sind richtig wilde, fröhliche Wildschweinbabys geworden.

Aber die beiden werden nie durch den wilden Wald streifen, weil sie nicht von der Bache, sondern nun von Menschen großgezogen werden. Und das heißt, sie sind auf Menschen geprägt und werden also, wenn sie etwas größer sind, in ein Gatter ziehen. Das alles macht mich schon sehr traurig.

Die Wunden sind gut verheilt

Erstes Beschnuffeln

Neue Freunde

Ich habe die beiden mit meiner Freundin Rosa besucht.  Wir haben uns erst mal anständig beschnuffelt und jetzt sind wir gute Freunde.

Borste und Rüssel lieben es nämlich in Gesellschaft von Freunden zu toben. In der Natur würden sie ja auch in einer Gruppe leben. Wenn sie alleine sind, kuscheln sie sich ganz platt und ruhig unter die Rotlicht-Lampe und tun so als wären sie gar nicht da.

Dieses Verhalten ist in der Natur sehr wichtig, damit sie nicht gefunden und gefressen werden, wenn die Bache ausnahmsweise nicht in der Nähe ist.


Borste und Rüssel erforschen alles mit ihren schon jetzt sehr kräftigen Nasen. Und graben können die beiden! Obwohl sie noch so klein sind.
Rosa durfte beim Füttern helfen. Borste und Rüssel brauchen alle 3 Stunden ein Fläschchen, auch nachts!

Hier könnt ihr ein paar Bilder sehen:


Das ist mir sehr wichtig…

Damit so etwas nicht wieder passiert: Hunde bitte an die Leine! Denn auch sonst freundliche Hunde haben eben einen Jagdinstinkt. Es geht nicht nur um die Frischlinge, sondern auch um andere Tierbabys, wie Rehkitze und all die Vögel, die, wie z.B. Enten, auf dem Waldboden brüten. Alle diese Tiere werden auch von wirklich netten Hunden sehr gestört!

Oh, und bevor ich es vergesse: Bitte nehmt auch keine Tierbabys mit nach Hause, auch wenn sie alleine sind. Meist ist die Mutter in der Nähe und sorgt sich sehr.

Das gilt auch für Küken, die verlassen scheinen. Wenn Tiere wirklich verletzt sind, sucht lieber bei Expert*innen Rat.

Ich wünsche Rüssel und Borste alles Gute und nöffnöff und werde Euch weiter berichten, was aus den Beiden wird!

Opa Wusel schaut nach dem Rechten


Schaut auch mal hier:

Anneli Noack hat ein tolles Buch geschrieben, in dem sie erzählt, wie sie drei verwaiste Frischlinge aufgezogen hat:
„Unter Wildschweinen. Meine Jahre als Frischlingsmutter im Schwarzwildrevier“

Und falls ihr noch mehr über das Leben von uns Wildschweinen in Berlin erfahren wollt, schaut mal hier ins Wald-Entdecker-Buch oder lest euch meine Erlebnisse mit meinen Artgenossen im Grunewald durch.


Wilma Wusel entdeckt die Kröten

Wilma Wusel entdeckt die Kröten

Der 3. Fall von Wilmas Detektivbüro



Horidojoho!

Endlich mal Regen! Ich habe die tollsten Wolken und verschiedene wunderschöne Regenbögen entdeckt.

Gut, dass ich so oft draußen bin, sonst würde ich viel verpassen! Meine Freunde die Amphibien- Frösche, Kröten und Molche freuen sich gerade besonders über den Regen. Die haben nämlich gerade Wanderzeit und am liebsten wandern sie, wenn es feucht ist.

Wilma Wusel gerät in eine Falle

Da muss ich euch von meinem neusten Fall erzählen:

Als ich neulich als Detektivin im Grunewald an der Havelchaussee unterwegs war, bin ich in eine komische Kiste gestolpert! Fast wäre ich komplett hineingerutscht!

„Eine Falle! Wilderer bei uns im Wald? Die kleine Frischlinge fangen wollen?“ habe ich überlegt und mich fürchterlich aufgeregt.

Aber dann habe ich mir als anständige Detektivin erstmal einen Überblick verschafft.

Wilma in der Falle.

Ich habe mich umgeschaut und ein Schild entdeckt, dass alles erklärt hat. Amphibienzaun stand da.

Das hat mich sehr neugierig gemacht. Ich hab’ entdeckt, dass an der Falle auch eine Plastikplane gespannt ist und ein Stück die Straße entlang waren Leute damit beschäftigt weitere Fallen einzugraben und Planen zu spannen….

Wilma am Amphibienzaun
Der Amphibienzaun

“Was ist denn hier los?” wollte ich wissen und hab mich natürlich gleich erkundigt.

Das habe ich gelernt:

Meine Freunde, die Amphibien, verbringen den Winter in Winterstarre, das heißt sie buddeln sich ein oder verstecken sich und werden ganz kalt und steif. Sie können sich erst wieder bewegen, wenn es wärmer wird. Aber dann müssen sie los!

Wilma bestaunt Molche

Teichmolche

Als ich vor drei Wochen zufällig vorbeikam, waren als erste die Teichmolche unterwegs. Da war sogar noch Eis auf dem Wasser der Havel!

Die Molche machen sich aus ihrem Versteck im Wald auf zum nächsten Gewässer, meist zu dem, wo sie selber aus dem Ei geschlüpft sind. 

Es ist sehr doof, wenn sie auf dem Weg eine Straße überqueren müssen, denn meine Freunde wissen nichts von „Links und Rechts gucken“.

Deshalb haben hier Menschen, die Frösche, Kröten und Molche lieben und sie schützen möchten, diesen Amphibienzaun mit den Fallen gebaut. Es gibt diese Holzfallen und andere, die sehen aus wie Plastikmülleimer mit Loch an der Seite.

Kröten

Stellt dir vor, jetzt ein paar Wochen später, ist es insgesamt ein wenig wärmer geworden. Kunigunde oder Kuno Kröte erwachen im Wald.

Jede Kröte macht sich nachts auf den Weg zum Wasser. Sie gelangt an die gespannte Plastikplane und kann natürlich nicht weiter in ihre Richtung. Also krabbelt sie entlang der Plane, um einen Durchgang zu finden und dann „Plop“ fällt sie nach einer Weile in die nächste Falle.

Zum Glück ist da unten etwas feuchtes Moos und Blätter und Erde drin. Aber Kunigunde oder Kuno Kröte werden sich schon sehr wundern, was passiert ist.

Kuno Kröte in der Falle

Manchmal treffen sie sich zufällig da unten oder andere Kröten, Frösche oder Molche sitzen schon in der Falle. Es kann sogar eng werden, wenn es eine wärmere, feuchte Nacht im März ist. Auf jeden Fall wissen sie alle nicht was los ist.

Damit sie nicht lange warten müssen, kommen jeden Morgen freundliche Menschen zu den Fallen, nehmen Kuno oder Kunigunde oder ihre Amphibienfreunde vorsichtig heraus, tragen sie in einem Eimer über die Straße -vorher schauen sie für die Kröten und sich selber, ob ein Auto kommt- und dann lassen sie alle Amphibien auf der anderen Straßenseite ihren Weg zum Wasser fortsetzten. Hier an der Havelchaussee wollen sie zur schönen Hechtwiese.


Warum wandern Amphibien zum Wasser?

Im Wasser haben alle Amphibien wichtige Dinge vor, die ohne Wasser nicht funktionieren: Sie wollen sich paaren und laichen, so nennt man das Eier legen. In den Eiern wachsen dann die Kaulquappen (Babys) heran, aus denen später kleine Kröten, Molche oder Frösche werden. Kaulquappen nennt man die schwimmenden Larven von Kröten und Fröschen. Die kann ich euch erst später im Jahr zeigen.

Ich wollte natürlich gleich mithelfen!

Erst beim Zaunbau und jetzt jede Woche einmal bei der Kontrolle der Fallen und beim Schleppen über die gefährliche Straße. Hier seht ihr mich in Aktion und außerdem ein paar Schnappschüsse mit mir und meinen Freunden. Ich habe ihnen auf der anderen Straßenseite „Alles Gute und viele lustige Kaulquappen“ gewünscht. Ich weiß ja, dass das Leben für Amphibien gerade richtig schwierig ist, weil es so trocken ist und ihre Laichgewässer immer mehr austrocknen. Also quappschwapp und toitoitoi.


Noch ein paar spannende Links

Amphibien
(Link zu klexikon.zum.de)

Kröte, Frosch und Moch
(Link zu naturdetektive.bfn.de)

Kröte, Frosch und Molch
(Link zu kindernetz.de)

Aktion Krötenwanderung NABU
(Link zu nabu.de)

Krötenwanderung
(Link zu tierchenwelt.de)

Krötenwanderung
(Link zu naturdetektive.bfn.de)

Krötenwanderung
(Link zu kinder.wdr.de)

Krötenwanderung erklärt von Kinder (Video/Audio)
(Link zu br.de)

Metamorphose und anderes
(Link zu tierchenwelt.de)

Videos
(Link zu youtube.de)

Wilma Wusel entdeckt Frühblüher

Wilma Wusel entdeckt Frühblüher

Hallo du,

na, genießt du auch die längeren Tage, die wärmeren Temperaturen, kurzum den beginnenden Frühling? Es ist nicht mehr zu übersehen und zu überhören – mit dem Frühling erwacht die Natur und das freut bestimmt nicht nur dich und mich!

Hast du auch schon die Schneeglöckchen und Krokusse in den Gärten bewundern können? Ich erfreue mich immer wieder an den zarten Blüten dieser ersten Blumen im Jahr. Aber auch im Wald konnte ich bereits bunte Tupfer am Waldboden entdecken, denn einige der Gartenblumen fühlen sich auch im Wald ganz wohl.


Neulich war ich in einem besonderen Wald unterwegs, in dem große Flächen von Märzenbechern zu bewundern waren. Das sah wie ein grüner Teppich mit weißen Tupfen aus. Und als ich sie mir näher betrachtete, war es umgekehrt, denn die Blüte war weiß mit grünen Tupfen.
Einfach nur schön!


Foto: Franz Buchholz

Später entdeckte ich noch ein zartes Blümchen: „Nanu, was ist das denn für ein seltenes Gewächs!“

Und ich war auch verwundert…. „Wie kann denn solch eine zierliche Pflanze schon jetzt wachsen?“

Ich machte mich auf den Heimweg, um meinen Fragen auf den Grund
zu gehen…

Zunächst ermittelte ich den Namen des Blümchens – aha, es heißt Leberblümchen!

Und später erfuhr ich auch warum Schneeglöckchen, Leberblümchen und Co bereits so früh wachsen können.

Sie nehmen ihre Kraft aus besonderen Knollen (den Zwiebeln) oder dicken Wurzeln (Rhizome). Bereits im Herbst haben sie ihre Wuchskraft in ihren Knollen eingespeichert, um mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ihre zarten Blumen entwickeln können. Das freut ganz besonders die Bienen, Hummeln und Käfer – denn die Frühblüher bieten diesen Insekten die erste Nahrung nach dem langen Winter.


Zwiebelexperiment Nummer 1

Also, eine Zwiebel kennst du bestimmt und Rhizome kannst du auch in der Gemüseabteilung finden, z. B. Ingwer und Kurkuma. Erst kürzlich habe ich eine Zwiebel mit einem grünen „Schwanz“ aus meiner Kammer geholt. „Hatte sie etwa auch noch Wuchskraft in sich?“ überlegte ich und

„Vielleicht kann ich ja auch eine Zwiebel wieder zum Wachsen bringen?“

Schnell setzte ich meine Idee in die Tat um. Ich besorgte mir einen großen Blumentopf, füllte ihn mit Erde und grub eine Zwiebel mit den „Stoppeln“ nach unten ein. Nun muss ich sie an einen sonnigen Platz stellen und regelmäßig gießen. Ich bin jetzt schon richtig gespannt, wann das erste Grün zu sehen ist und ob meine Zwiebel auch blühen kann.


Zwiebelexperiment Nummer 2

Als ich die anderen Zwiebeln für mein Lieblingsessen (Zwiebelkuchen mit Eicheln) zurechtschnitt, fiel mir auf, dass die Zwiebel innen grüner aussah als drum herum. „Ob das der Anfang der nächsten Pflanze ist?“

Das wollte ich nun genauer wissen und startete mein zweites Experiment: Ich füllte ein Glas mit Wasser und legte den Rest einer Zwiebel rein. Mal seh’n, wie sich diese Zwiebel entwickelt.

Ja, solche Pflanzenexperimente können wirklich sehr spannend und auch schmackhaft sein! Im letzten Jahr hatte ich mir schon Kresse und Möhrenkraut in meinem Wohnzimmerwald gezogen.

Warst du damals auch erfolgreich und konntest dir Kresse in deinen Tomatensalat streuen? Wenn mein diesjähriges Pflanzenexperiment auch wieder klappt, dann wird mir das Rührei mit selbst angebauten Zwiebellauch besonders gut schmecken…


Hier kannst du nachschauen, wenn du noch mehr erfahren möchtest:

Frühblüher

Was blüht denn da?
(Link zu Frühlingsblumen-Rästel auf der Kinderseite des Bayrischen Rundfunks)

Noch mehr Frühblüher
(Link zur NaturDetektive-Seite des BfN)

Das Wachstum von Schneeglöckchen und Winterlingen im Zeitraffer
(Link zu YouTube)

Pflanzenexperimente

ReGrow – neue Lebensmittel züchten aus Gemüseresten und älterem Obst
(Link zur Seite von real.de)

Gemüsereste wiederverwenden: Zwiebel, Sellerie und Co bewurzeln
(Link zur Seite des Plantura Magazins)


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Welche Frühlingsblumen verstecken sich hinter den Bilderrätseln?

Viel Spaß beim Knobeln…