Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Wilma Wusel entdeckt Hollywood

Eine Stechpalme

Die Stechpalme

Ich hab‘ Hollywood entdeckt!! Lieber wäre mir natürlich gewesen, wenn ich von Hollywood entdeckt worden wäre, zumal ich ja schon Filmerfahrung habe😉

Ich erzähle euch mal wie es dazu kam:
Der Baum des Jahres für 2021 ist die Gewöhnliche Stechpalme auch Hülse oder Ilex genannt. Natürlich wollte ich über unseren Baum des Jahres mehr wissen und habe bei meinen intensiven Recherchen viel Interessantes erfahren: Es geht um Zauber, Weisheit, ewiges Leben und Schutz vor dem Bösem.

Hollywood

Die Stechpalme oder Hülse ist besonders in England weit verbreitet und sehr beliebt. Unsere Hülse wird dort Holly genannt.

Ja und im 19. Jahrhundert hatte ein amerikanischer Grundbesitzer eine Begegnung mit dem Fahrer eines Holztransporters, welcher wahrscheinlich Stechpalmenholz geladen hatte. Dieser Mann fühlte sich bei dem Gespräch an seine alte Heimat erinnert und nannte deshalb sein neues Land „Hollywood“ (Stechpalmenwald), obwohl dort weit und breit keine Stechpalme wuchs.

Das ist doch wahrlich eine filmreife Story mit den nötigen Irrungen und Verwirrungen, oder?

Wilma schaut sich Hollywood ganz genau an
Wilma mit Hedwig und Zauberstab

Stechpalmenholz

Apropos Film- wusstet ihr eigentlich, dass die Harry Potter- Filme in Hollywood gedreht wurden und viel wichtiger, dass der Zauberstab von Harry Potter aus Stechpalmenholz ist, „Stechpalme und Phönixfeder, 11 Zoll, handlich und geschmeidig“?  

Wegen der tollen Zauberkräfte der Stechpalme hat man sie früher schon gerne für Zauberstäbe verwendet. Und weil das Holz auch sonst als handlich und geschmeidig galt, also sich schön anfühlt, wurde es gerne für Spazierstöcke benutzt.

Noch so ein berühmter Typ, Johann Wolfgang von Goethe hat deshalb wohl zu seinem 70. Geburtstag einen Spazierstock aus Stechpalmenholz geschenkt bekommen.

Schutz gegen Böse geister und Blitzeinschläge

In der kalten Jahreszeit wurden früher gerne Stechpalmenzweige in die Stuben und Ställe gehängt, um böse Geister abzuschrecken und das Haus vor Blitzschlag zu schützen.
Bin ich froh, dass es heute Blitzableiter gibt, denn das hat sicher nicht so gut funktioniert.
Ehrlich gesagt, ich habe gegrinst, als ich über diesen Brauch gelesen habe. Doch dann fiel mir auf, dass heutzutage immer noch sehr gern die Adventskränze und Weihnachtsträuße mit den immergrünen Zweigen und den leuchtenden roten Früchten der Stechpalme geschmückt werden.
Da frage ich mich: Machen das die Leute, weil es hübsch aussieht oder wollen sie doch damit Böses vertreiben?

Wilmas Kerzenständer sind mit Stechpalmen-Beeren und Nelken verziert.

Winterliche Dekoration

Früher haben so viele Leute die Stechpalme für ihre Weihnachtsdekoration benutzt, dass sie ganz selten in unseren Wäldern geworden ist. Jetzt steht sie unter Naturschutz.

Also wenn ihr ein Adventsgesteck mit den hübschen Ästen der Stechpalme und lustigen roten Beeren dekorieren wollt, müsst ihr sie leider kaufen oder aus einem privaten Garten bekommen und dürft sie nicht einfach im Wald abpflücken, das ist schon lange verboten!

Ich habe mir also einen schönen Zweig gekauft:
Na wie gefällt dir meine Bastelidee? Ich habe die Clementine noch mit Gewürznelken verziert und nun sieht mein Kerzenständer nicht nur schön aus, sondern er duftet auch noch weihnachtlich!

Bei meinen Nachforschungen erfuhr ich aber noch etwas Wichtiges:
Die Blätter und Früchte der Stechpalme sind für Menschen GIFTIG! Also lieber Finger waschen nach dem Basteln.

Da die Steckpalme ja schon eine Weile Baum des Jahres ist, habe ich natürlich bei meinen Berliner forstlichen Streifzügen das ganze Jahr besonders auf sie geachtet. Im Sommer ist sie wirklich nicht so leicht zu entdecken, weil es doch eher ein kleiner stacheliger Baum ist und sich zwischen den anderen Bäumen gut versteckt. Aber jetzt könnt ihr sie gut finden, weil die liebe Stechpalme ihre grünen Blätter im Winter nicht verliert. Deswegen eignen sie sich ja so gut für Adventsgestecke.

Warum die Stechpalme sticht

Mir ist auch noch was ganz Besonderes aufgefallen. Die Ränder der unteren Blätter am Baum haben Spitzen. Das ist logisch, denn der Baum heißt ja STECHpalme. Aber die Ränder der oberen Blätter haben keine Spitzen, sie sind ganz glatt!

Ein neues Naturrätsel, das ich natürlich gleich lösen wollte:
Wow, die Stechpalme ist ja clever, denn die Spitzen an den unteren Blättern schützen sie vorm Gefressen werden. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Rehe und Hirsche die stachligen Blätter nicht mögen. Weiter oben kommen die Tiere nicht mehr ran und die Blätter brauchen keine Stacheln zum Schutz. Einfach nur genial! Deshalb gilt die Hülse auch als besonders weise. „Der Baum der weisen Voraussicht“.

Vogelfutter

Da fällt mir ein, dass ich die Reste meines Zweiges noch gar nicht verbraucht habe. Ich überlegte: „Die Vogelbeeren sind doch auch rot, da werden die Vögel vielleicht auch die Früchte der Stechpalme mögen.“ Ich nahm den Zweig und steckt ihn in meinen Balkonkasten und siehe da, es dauerte gar nicht so lange bis eine Amsel landete.

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Wilma Wusel entdeckt rote Früchte

Hallo du,

nun ist der Herbst schon in vollem Gange, denn einige Laubbäume sind bereits kahl.
Doch viele Früchte des Waldes, ob am Strauch oder am Baum, trotzen den Herbstwinden und bleiben dort wo sie sind, ob am Stängel oder am Zweig.
Auf meinen Touren durch den Wald entdeckte ich verschiedene Beeren. Mal waren sie nahe am Boden, mal wuchsen sie auf Augenhöhe oder hingen hoch oben in Büscheln an einem Baum. Aber eins hatten sie alle gemeinsam- ihre Farbe war ROT.
Natürlich stöberte ich wieder in meinen Büchern, um mehr über diese Früchte zu erfahren.


Die Hagebutte

Später entdeckte ich noch eine rote Frucht, welche ich bereits kannte: die Hagebutte!

Bestimmt kennst du sie auch schon, zumal ja das bekannte Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ (Link zu youtube.de) diese Frucht beschreibt.

Aber weißt du eigentlich, was die Hagebutte ist? Genau- sie ist die Frucht der Rose. Das habe ich auf einem Spaziergang durch Berlin herausgefunden! Dabei musste ich sehr aufpassen, dass ich mich nicht an den Stacheln verletze, welche die Rosen zum Schutz vor „Naschkatzen“ unter den Tieren haben.

Hagebuttentee

Da ich sehr gern Hagebuttentee trinke, hatte ich die Idee mal einen Tee aus frischen Hagebutten zu machen.

Dazu nutzte ich die Früchte von einer Wildrose aus dem Wald. Ich suchte mir weiche Hagebutten aus, denn nur diese sind reif, schnitt sie auf und überbrühte sie mit heißem Wasser. Ich konnte es kaum abwarten, meinen ersten selbst hergestellten Tee zu trinken. Mmmh – einfach nur lecker!!!!

Hier ist mein Teerezept zum Nachkochen:
6-8 weiche Hagebutten aufschneiden, in einen Teefilterbeutel stecken und mit 250 ml heißem Wasser überbrühen.
Den Tee für ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Wohl bekomm‘s!

Hagebuttenmarmelade

Auch Hagebuttenmarmelade kannst du selber machen.

Hast du auch schon mal Hagebuttenmarmelade gegessen? Ich durfte sie neulich probieren und ich muss sagen, die schmeckt super gut! Außerdem ist sie auch noch richtig gesund, denn Hagebutten haben ganz viel Vitamin C und auch andere gesunde Inhaltsstoffe!

Meistens stellt man die Marmelade aus den etwas größeren Früchten der Kartoffelrose (Link zu Wikipedia.de) her. Diese haben mehr Fruchtfleisch. Deshalb ist es nicht so mühevoll ist, ausreichend Hagebuttenmark für ein Glas Marmelade zu gewinnen.

Haarige Kerne

Ich schaute mir auch mal die Kerne der Hagebutte genauer an. Die kleinen Härchen an den Kernen sollen die Zubereitung von solch leckeren Marmeladen und anderen Speisen schwer machen. Einige Leute schwören auf das Durchsieben des gekochten Breis, andere beseitigen die Kerne vor dem weiteren Verarbeiten der Hagebutten.
Puh, ich stelle mir beides anstrengend vor und deshalb genieße ich umso mehr meine Hagebuttenmarmelade.

Früher waren die Kerne besonders bei Kindern sehr beliebt, denn sie nutzten diese als Juckpulver. Sie steckten die Kerne jemandem in den Kragen und warteten ab. Bald bewegte sich die Person komisch, denn sie wendete sich hin und her und versuchte sich am Rücken zu kratzen. Die Kerne rutschen nämlich den Rücken runter und dabei wirken die Härchen wie Juckpulver. (Link: zu labbe.de)
Frag‘ mal deine Eltern oder Großeltern, ob sie diesen Streich aus ihrer Kinderzeit kennen. Sie werden deine Frage gewiss mit JA und einem verschmitzten Lächeln beantworten.

Die Hagebutte ist schon eine tolle Frucht und deshalb auch nicht umsonst bei den Vögeln und anderen Tieren sehr beliebt. Mich wird sie jedenfalls als Tee oder Marmelade durch die kalte Jahreszeit begleiten und auch dir rate ich zu einem heißen Trunk aus dieser gesunden Frucht! Wohl bekomm`s.


weitere Informationen:
https://naturdetektive.bfn.de/lexikon/pflanzen/rosen-stachelige-schoenheiten.html
https://www.gartenjournal.net/wildrose-vermehren

Mandala:
https://www.kigaportal.com/de/downloads/mandalas/fruechte-mandalas/hagebutten-mandala/


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine kleine Rätselaufgabe und ein Ausmalbild zur Rose und Hagebutte.


Der Berliner Klimapfad

Die Freiluftausstellung „Wald.Berlin.Klima.“
im Grunewald

~0,5 ha Wald können den CO2-Ausstoß einer Berliner:in ausgleichen

Die Klimakrise ist aktueller denn je. Die Zahl der Extremwetter-Ereignisse nimmt zu – die Auswirkungen des Klimawandels sind nun auch hier in Deutschland zu erkennen.

Es ist in diesem Kontext umso bedeutender, sich selbst mit Ökologie, der Natur und dementsprechend auch dem Wald auseinanderzusetzen. Das ist über viele verschiedene Wege möglich: Online oder durch Literatur, aber natürlich auch im Fernsehen. Es gibt aber auch den Weg in und durch den Wald, der im Rahmen der thematischen Auseinandersetzung oft vergessen wird.

Denn auf den ersten Blick erscheint es, als würde ein höherer Zeit- und Kraftaufwand entstehen, als sich von der wortwörtlich von der Couch zu informieren, was für viele aufgrund des hektischen (Stadt)Lebens lukrativ erscheint.

Es stimmt allerdings auch, dass wir uns eine ganz neue Welt eröffnen, wenn wir uns dann mal die Zeit für einen Ausflug in den Wald nehmen.  Denn der Wald ist seit jeher ein sehr friedvoller und entwaffnender Ort, wenn seine Besucher die nötige Zeit und Lust mitbringen.

Ich hatte das Glück, mich im Rahmen meines FÖJ’s* an der Waldschule Plänterwald mit dem Thema Wald – und in diesem Fall konkret mit der Ausstellung im Grunewald – auseinandersetzen zu dürfen.

Karte Klimapfad
Haupteingang des Klimapfades

Unweit vom Grunewaldturm lädt die Palisadenwand auf einen erholsamen, gleichzeitig aber auch sehr informativen Waldspaziergang ein.

Insgesamt 11 Stationen (über ungefähr 4 Kilometer) decken ein breites Spektrum an Themen ab, von Moorentstehungen und Waldfenstern bis zum generellen Ökosystem Wald und seiner Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel. 

Praktisch ausgewiesen mit orangenen Pfeilern, ist der Pfad auch für junge Interessent:innen geeignet, zudem wurde bei den Ausstellungsstationen viel Wert auf Inklusion gelegt.



Meine persönlichen Highlights des Waldspaziergangs sind der ,,Trinkwasserbrunnen“ und der ,,Kohlenstoffspeicher Baum“.  Ich möchte insgesamt festhalten, dass die Ausstellung ,,Wald.Berlin.Klima“ im Grunewald neben den generellen Berührungen mit dem Wald überhaupt, zusätzlich eine tolle Möglichkeit zur Umweltbildung mit Beispielen aus erster Hand darstellt.


Text und Fotos:

Jonah Schütz-Jalloh
*Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) 2021/22

Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Wilma Wusel entdeckt ihr Filmtalent

Hallo du,

weißt du noch, im vorigen Sommer war ich die Hauptperson in einem Comic und in diesem Jahr gab’s sogar noch eine Steigerung – ich wurde ein Filmstar! Naja, für Hollywood wird es noch nicht reichen, aber es war sehr aufregend und hat ganz viel Spaß gemacht!
Ich wurde nämlich bei meinen Erkundungen mit der Kamera begleitet. Der Regisseur und Kameramann Felix filmte mich, wie ich die Umgebung einer Waldschule erforschte, dabei ein Naturrätsel entdeckte und auch löste.


Wilma Wusels Film

Wilma beim Interview mit Felix

Nach den Dreharbeiten dufte ich Felix interviewen, denn ich wollte wissen, was er sonst so macht, wenn er nicht gerade filmt.


Hallo Felix, warum bist du hier?
Ich bin Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr in der Waldschule Plänterwald, eine der 9 Berliner Waldschulen.


Was kann man da machen?
Ich begleite Kita-Gruppen und Schulklassen in den Wald um mit ihnen gemeinsam die Natur zu entdecken und zu erforschen. Dabei leite ich Waldspiele an oder suche mit den Kindern nach Krabbeltieren und anderen spannenden Dingen.


Aha, dann weißt du bestimmt viel über die Natur!
Naja jetzt schon, denn ich habe so einiges über den Wald gelernt und sogar mit anderen im Wald übernachtet! Das war cool!


Wow, das klingt ja spannend! Da kommt mir sofort eine Idee: Ich werde dich mal bei deinen Abenteuern begleiten und vielleicht entsteht dabei auch ein Film…



kostenlose App für Stop-motions-Trickfilme:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cateater.stopmotionstudio&hl=de&gl=US

Freiwilliges Ökologisches Jahr an Berliner Waldschulen:
https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/freiwilliges-oekologisches-jahr/
https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/foej/was-ist-das-foej
https://vjf.de/foej/
https://www.jao-berlin.de/de/topic/159.f%C3%B6j-berlin.html

Waldbaden

Waldbaden

nur eine Modeerscheinung?

Ich gebe es zu, als ich das Wort „Waldbaden“ das erste Mal vernommen habe, musste ich grinsen: „Wieder so ein neumodisches Wort!“
Doch dann wurde mir bewusst, dass der Begriff schon viel Wahres in sich hat:
Der Wald ist ähnlich wie Wasser über mir, neben mir und um mich herum. Ich kann Düfte aufnehmen, Geräuschen lauschen, Waldbeeren naschen und meine Seele so richtig baumeln lassen- eben ähnlich wie bei einem erholsamen Wannenbad mit Badeschaum, Musik und einem Glas Wein…
Deshalb beschäftigte ich mich mehr mit dem Thema:

Ein Blick in die Baumkronen

„Nehmse jrün, dit hebt!“

Dieser alte berlinische Slogan könnte auch für`s Waldbaden stehen, denn ein Waldaufenthalt tut erwiesenermaßen nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut.

Was früher instinktiv gemacht wurde, wird heute in vielen wissenschaftlichen Studien belegt: Wald hält gesund!!

Die Untersuchungen ergaben detaillierte Erkenntnisse, wie Waldfarben, Walddüfte oder Waldgeräusche auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen einwirken können.

Mit Waldbaden wurde eine Methode entwickelt, welche diese Studienergebnisse berücksichtigt hat. Sie sollte vor allem im prophylaktischen Sinne angewandt werden, kann aber auch leichte gesundheitliche Irritationen lindern und Heilprozesse unterstützen.
Es wurden dementsprechend Übungen entwickelt, die sich teilweise an den asiatischen Fitnesssportarten wie Qi Gong, Pilates oder Yoga anlehnen. Das ist in gewisser Weise auch naheliegend, wurde doch das Waldbaden als Shinrin Yoku in Japan kreiert bzw. entwickelt.

Prinzipien des Waldbadens


Verweilen im Wald bei dem sich alle Sinne öffnen durch:

  • Absichtslosigkeit („Ich ging im Wald so für mich hin….“ J.W. Goethe)
  • Achtsamkeit (im Hier und Jetzt sein)
  • Langsamkeit (Schlendern)

Damit die vielfältigen Übungen und Aktivitäten fachgerecht und verantwortungsvoll umgesetzt werden können, bieten bereits mehrere Institutionen Ausbildungen zum/r „Waldbademeister:in“ an. Deren Absolvent:innen laden nun schon zu zahlreichen betreuten Waldaufenthalten ein.

Auch im Winter Badesaison

Achtsamkeitslehrpfad

Ein originelles Angebot kommt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie entwickelte einen Achtsamkeitspfad für jederzeit, überall und jede/n Interessierte/n.

Das „Waldbadeerlebnis der besonderen Art“ ist zum Downloaden und regt mit acht Übungen zur Sinnesschulung an. Es kann ausgewählt werden, ob die Anleitungen mit hoher oder tiefer Stimme gesprochen werden sollen.
https://www.sdw.de/wald-entdecken/aktivitaeten/achtsamkeitspfad/

Ich möchte hiermit alle Leser:innen dieses Beitrages einladen, sich auf solch ein ungewöhnliches Experiment einzulassen und den SDW- Achtsamkeitspfad auszuprobieren. Ich wünsche dabei viel Spaß, gute Erholung und einen entspannten Aufenthalt im Wald Ihrer Wahl!!

Carola Fabian
WS Plänterwald

„In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken, man jahrelang im Moos liegen könnte.“

Franz Kafka


Nähere Informationen zum Thema:


https://www.waldbaden-eifel.de/ueber-das-waldbaden/index.html

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/besuch-bei-dr-wald/

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/natur-tipps/27790.html

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Wilma Wusel entdeckt Schmetterlinge

Hach, ist das schön! Alles grünt und blüht, brummt und fliegt, krabbelt und kriecht. Es gibt zurzeit vieles zu entdecken, vor allem sind jetzt viele bunte Falter zu sehen.



Es ist noch gar nicht allzu lange her, da habe ich eine interessante Raupe entdeckt und beobachten können.

Wo die Raupe wohl hin will?

Ich forschte nach, welcher Schmetterling sich daraus wohl entwickeln würde.

Wow, wie viele Raupen es gibt und wie unterschiedlich sie aussehen – einige wie Monster und andere wie bunte Flaschenbürsten!!! Und die längste Raupe der Welt kann sogar über 11 cm groß werden!



Raupen sehen nicht nur verschieden aus, sondern bewegen sich auch unterschiedlich. Manche krabbeln, so wie meine Raupe oben im Video. Andere ziehen ihr Hinterteil so nach vorn, dass sich ein Bogen bildet. Danch erst bewegt sich das Vorderteil der Raupe zusammen mit den vorderen Beinpaaren – das sieht besonders lustig aus!

Versuche doch auch mal, dich so zu bewegen! Nimm zwei kleine Matten oder Kissen und stelle dich auf diese in den Vierfüßlerstand. Nun rutschst du mit deinen Händen nach vorn, bis du fast auf dem Bauch liegst und dann ziehst du deine Beine bis zu deinen Händen ran.

Oder bastle dir Papierraupen und veranstalte Raupenrennen mit deiner Familie oder deinen Freund:innen.


Ich finde Raupen ja an sich schon sehr spannend, aber später fand ich noch ein komisches Gebilde, das mit den Raupen zusammenhängt und Puppe genannt wird. Dort drin findet ein richtiges Naturwunder statt, denn hier wird aus einer Raupe ein Schmetterling – einfach phantastisch!



Um mich noch mehr über die bunte Falter-welt zu informieren, besuchte ich den „Schmetterlingshorst“ in Berlin Köpenick.

Dort schaute ich mir eine der größten Schmetterlingssammlungen Deutschlands an. Das war beeindruckend!

Ich fand sogar den Falter, der sich aus der größten Raupe der Welt entwickelt: den Atlasspinner.

Aber auch den Schmetterling von meiner Raupe konnte ich entdecken… Aus ihr wurde nämlich ein Distelfalter, der als Schmetterling solch wohlduftende Blumen wie die Ackerdistel bevorzugt.


Wenn du aber lieber flatternde Schmetterlinge beobachten möchtest, dann solltest du eines der vielen Schmetterlingshäuser Deutschlands aufsuchen oder besser noch, raus in die Natur gehen.

Für Berliner Schmetterlingsforscher:innen ist das Tempelhofer Feld ein lohnenswertes Ziel, denn hier können sie viele Falter und mit etwas Glück sogar den seltenen Schwalbenschwanz entdecken.

Doch auch woanders lohnt es sich für dich, nach Schmetterlingen Ausschau zu halten, denn zurzeit blühen viele Blumen, die den bunten Tagfaltern Nektar geben.


Der Sommerflieder wird auch Schmetterlingsstrauch genannt. Warum er so heißt, kannst du erleben, wenn du den Strauch in Parks und Gartenanlagen findest.

Geh also auf Schmetterlingssuche und beobachte die kleinen fliegenden Sommerfarbtupfer am Sommerflieder oder auf bunten Sommerwiesen!

Du wirst staunen wie vielfältig die Schmetterlingswelt ist!

Schaffst du es in diesem Sommer 5 verschiedene Schmetterlinge zu entdecken?

Die Auswahl ist groß, denn in Deutschland gibt es etwa 3.700 Arten, von denen ca. 200 Tagfalter sind.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg auf deiner Schmetterlingssafari!


Raupenforschung

Welcher Falter wird das? Eine Raupenübersicht nach Monaten sortiert…
(Link zu schmetterling-raupe.de)

Vom Ei zum Schmetterling

Wie wird eine Raupe zum Falter?
(Link zum Video auf Planet-Schule.de)

Im Garten der Schmetterlinge
(Link zu „Anna und die wilden Tiere“ auf Kika.de)

Basteln

Drehscheibe zur Entwicklung eines Schmetterlings
(Link zu Pindactica.de)

Origami – Schmetterlinge falten
(Link zu YouTube)

Ausflugsziel

Schmetterlingshaus der Biosphäre Potsdam
(Link zur Seite der Bioshäre Potsdam)


Detektiv- und Rätselblätter zum Ausdrucken

Hier findet ihr eine tolle Übersicht über unsere einheimische Schmetterlingswelt
und könnt euren eigenen Schmetterlinge entwerfen
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