Wilma Wusel hilft

Wilma Wusel hilft

Hallo du,

puh, dieser Sommer hat es ja in sich- fast 40 Grad im Schatten!
Da hilft nur, viel zu trinken und für so manche andere Abkühlung zu sorgen!
Als ich wieder mal einen kräftigen Zug aus meiner Flasche nahm, kam mir ein Gedanke:
Ich kann jederzeit zur Flasche greifen und auch den Pflanzen auf dem Balkon, vor dem Haus oder im Garten kann mit Gießen geholfen werden.

Aber was machen die Tiere? Die Großen können sich an den Teichen, Seen oder Flüssen laben. Doch was ist mit den Kleineren wie den Insekten? Pfützen, feuchtes Moos oder Holz gibt es ja aufgrund der Hitze und Trockenheit nicht?
Ich habe mal gelesen, dass viele Insekten das offene Wasser meiden. Ist eigentlich auch logisch, denn sie könnten ja reinfallen, was ihren Tod bedeuten würde.

Deshalb sollen auch Regentonnen und mit Wasser gefüllte Gießkannen abgedeckt werden. Bei den Kannen geht das ganz einfach, denn die Brause passt genau auf die Öffnung- einfach nur cool!
Wenn du dich ausreichend in deinem Planschbecken oder eurem Pool erfrischt hast, kannst du dann Holzstücke, Stöcke oder etwas anderes Schwimmendes als kleine Rettungsinseln für Insekten reintun.
So können die durstigen Tiere ans Wasser gelangen und notfalls schnell rausklettern. Einfacher kann doch Tierschutz nicht sein!

Ich nahm mir vor, noch mehr für die Insekten zu tun, schließlich sind diese für alle anderen Lebewesen unentbehrlich. Ob nun als Bestäuber für Pflanzen, als Futter für Tiere oder Honiglieferanten für Menschen.


Da heißt es erstmal die Blumen auf dem Balkon zu gießen, damit die nektarsammelnden Tiere Nahrung finden.

Dann werde ich noch Insektentränken bauen. Die einfachste Variante ist genial:
Mehrere Korken in eine Schüssel geben, mit Wasser füllen und ein Küchentuch auflegen und schon ist die Nottränke für durstige Insekten fertig.

Besser geht es aber immer. Deshalb sammelte ich auf meinen letzten Streifzügen Naturmaterial: Rindenstücke, einen Baumpilz, ein altes Schneckenhaus und etwas Moos. Zu Hause fand ich noch Steine und Muscheln vom letzten Strandurlaub.
Ich ordnete alles auf einem Blumenuntersetzter an, goss Wasser rauf und fertig war meine natürliche Insektenbar! Da sich Pilz, Rinde und Moos mit Wasser vollsaugen, nehmen die Insekten auch noch wichtige Mineralstoffe auf, wenn sie daran trinken.
Wichtig ist nun, die Tränke stets mit Wasser zu füllen, damit die Insekten sie nicht umsonst anfliegen! Das hatte ich leider schon mal vergessen.

Darum kam mir noch eine Idee. Damit der Wasservorrat länger anhält, nahm ich ein leeres Honigglas. Das passt supergut, kann ich doch nun den fleißigen Bienen als Dank für den leckeren Honig was zurückgeben…

Mit Hammer und Nagel schlug ich Löcher in den Deckel, füllte dann Wasser in das Glas, schraubte den Deckel rauf und stellte dann das Glas kopfüber, etwas schräg auf ein kleines Rindenstückchen in den Blumenuntersetzer.
So ist der Nachfluss garantiert und ich muss nun das Wasser je nach Witterung erst alle 1- 3 Tage nachfüllen.

Ich bin richtig stolz auf meine Minilandschaft, die ganz gewiss auch den Insekten gefallen wird.
Werde doch auch Insektenfreund:in und Lebensretter:in! Gestalte eine Tränke für die vielen Käfer, Schmetterlinge und anderen fliegenden Wesen!
Glaube mir, es macht Spaß, sie zu beobachten und sich um sie zu kümmern. Und vielleicht hast du auch bald solch eine schöne Begegnung wie ich neulich…

Weiteres zum Thema:
Materialien zu Wildbienen & Co
Hinweis auf Insekten App vom Nabu
Warum sollen wir Insekten schützen? (WOOZLE GOOZLE)


Macht mit: Blumen zum Geburtstag

MACHT MIT: BLUMEN ZUM GEBURTSTAG

Macht mit: sät im April Pflanzen aus und schickt uns ein Foto.
So entsteht übers Jahr unser ganz besonderer Geburtstags-Blumenstrauß.

Macht eure Straße bunter

Schon ein Jahr lang gibt es unseren Blog mit Wilma Wusel, Podcast, Aktuellem und Wissenswertem aus dem Wald.

Zu unserem Jubiläum haben wir einen Wunsch:
Lasst uns unsere Stadt gemeinsam etwas bunter machen und pflanzt oder sät ein paar Blumen, Kräuter oder was euch gefällt um euer Haus herum, auf der Fensterbank oder dem Balkon.

Es macht großen Spaß, darauf zu warten, dass die Samen keimen und die ersten kleinen Blätter zu sehen sind. Danach könnt ihr die Pflanze beim Wachsen beobachten, ihre Blüten bewundern und später wiederum die neuen Samen entdecken.

Doch es gibt noch viele andere Gründe dafür eine Pflanze zu säen:

Wilma hat schon fleißig gepflanzt
Ein Tagpfauenauge

Insekten-Helfer

Achtet bei eurem Saatgut gern darauf, dass die Pflanzen auch eine Futterquelle für Bienen und andere Insekten sind. Das steht oft auf der Packung oder ist mit einem kleinen Bienen-Symbol markiert. Dann sehen eure Pflanzen nicht nur schön aus, sondern ihr schützt auch die Insekten und helft ihnen, besser in unseren Städten leben zu können.

Straßenbaum-Paten

Vielleicht stehen vor eurem Haus auch ein paar Straßenbäume? Häufig ist um die Bäume herum ein Bereich mit Erde, auf dem aber gar nichts wächst. Das könnt ihr ändern! Wenn ihr um den Baum herum Pflanzen sät oder pflanzt, sieht das schön aus und ihr helft damit auch dem Baum. Denn wenn es, wie in den letzten Jahren, sehr wenig regnet und die Erde um den Baum herum ganz nackig ist, wird der Boden sehr schnell trocken und auch ganz fest. Wenn dort aber Pflanzen wachsen und ihren Schatten auf den Boden werfen und ihn mit ihren Blättern bedecken, bleibt das Wasser länger vor Ort und die Bäume haben länger etwas zu trinken. Darüber hinaus könnt ihr den Stadtbäumen in längeren Trockenzeiten helfen, indem ihr ihnen regelmäßig Wasser gebt.

Wenn ihr die Baumscheibe um euern Straßenbau bepflanzen wollt, müsst ihr vorher beim Straßen- und Grünflächenamt um Erlaubnis fragen und euch dann auch gut um das Beet kümmern.

Hier findet ihr noch mehr Informationen:
Was ihr beachten müsst, wenn ihr eine Baumscheibe bepflanzen wollt (Berlin.de)
Warum und wie Straßenbäumen bepflanzen (NABU Berlin)
Wie geht es den Stadtbäumen in Berlin: Berliner Baumreport (BUND Berlin)

Eine bepflanzte Baumscheibe
Städte brauchen Pflanzen, um nicht zu überhitzen

Unsere natürliche Klimaanlage

Die letzten Sommer waren sehr warm und trocken. Gerade große Städte, wie Berlin heizen sich dann sehr auf. Das liegt daran, dass viele Flächen aus Stein, Beton und anderen Materialien bestehen, die sich, wenn sie von der Sonne beschienen werden, erhitzen und diese Wärme dann auch speichern.

Pflanzen sind unsere natürliche Klimaanlage. Sie verhindern, dass sich andere Oberflächen stark erhitzen und kühlen die Luft. Das passiert, weil durch ihre Blätter Wasser verdunstet und sie Schatten spenden. Eine grüne Stadt hat also nicht nur bessere Luft, sondern auch ein besseres Klima.

Ihr seht, es gibt einige gute Gründe, unsere Stadt etwas grüner zu machen. Seid dabei und sät am Wochenende oder einem anderen Tag im April eine Pflanze aus und schickt uns ein Bild (vielleicht ein zweites, wenn sie blüht oder Früchte trägt) von eurem Teil des Blumenstraußes, der hoffentlich bald in ganz Berlin blüht an waldentdeckenberlin@posteo.de