Wilma Wusel entdeckt Reste vom Feste/ 2

Wilma Wusel entdeckt Reste vom Feste/2

Hallo du,

wow, das neue Jahr begann ja großartig- so viel Schnee gab es in Berlin schon lange nicht mehr!
Gewiss warst du auch so oft draußen wie ich, warst rodeln oder hattest einen Schneemann gebaut. Ich konnte sogar Tierspuren entdecken.

Leider war die weiße Pracht bald vorbei.
Deshalb hatte ich wieder Zeit, um die letzten Spuren vom Weihnachtsfest zu beseitigen. Dabei fiel mir auf, dass viele Kerzen nicht restlos abgebrannt waren. Das war schade!
Doch ich hatte schon eine Idee, was ich damit machen werde: Neue Kerzen herstellen!
Ich suchte alle Dinge zusammen, welche ich dafür brauchte:
1 Topf, mind. 1 Konservendose, 1 Brettchen, 1 scharfes Messer, Arbeitsunterlage (alte Zeitung oder Pappe), alte Teelichthüllen oder Gläser


Nun zerkleinerte ich die Kerzenreste, in dem ich möglichst kleine Stücke von der alten Kerze abschnitt. Puh, das war ganz schön anstrengend. Ich musste gut aufpassen, dass die Wachsreste nicht wegsprangen.
Das nächste Mal versuche ich es mal mit einem Hammer. Ich werde die Wachsreste in ein Tuch einwickeln und dann einfach draufschlagen. Geht bestimmt leichter!

Ich hatte nun den Dochrest freigelegt, der für die neue Kerze nutzlos ist.
Aber ich brauchte einen neuen Docht. Dafür nutzte ich Klopapier. Juteschnur oder runde Schürsenkel sollen dafür aber auch gut geeignet sein.  
Ich füllte den Topf halbvoll mit Wasser und die Konservendose mit den Wachsresten. Die Dose stellte ich nun in den Topf und erhitze das Wasser, damit der Wachs schmilzt.
Da die Dose fast randvoll mit Wachs war, entschied ich mich zum Kerzen ziehen

Zunächst tauchte ich den Docht so tief wie möglich in das heiße Wachs. Dann zog ich diesen wieder raus, damit er erstarrte.
Eigentlich soll man so lange warten, bis der Wachs an der Kerze hart ist, um einen neuen Tauchgang beginnen zu können. Das kann aber dauern und da ich sehr ungeduldig bin, hatte ich mir einen Trick ausgedacht:
Ich tauchte meine Kerze nach jedem Wachstauchgang in kaltes Wasser. So erstarrte sie schnell. Wichtig ist dabei aber, dass die Kerze danach mit einem kleinen Tuch gut abgetrocknet wird.
Das Wasser würde sonst wie eine Sperrschicht wirken und die nächste Wachsschicht kann sich dann nicht mit der alten verbinden.
So wurde meine Kerze dicker und dicker. Abschließend schnitt ich meine Kerze bis zum Dochtende ab, bog sie noch gerade und gab sie zum endgültigen Erstarren ins Wasserbad.
Ich war sehr stolz auf meine erste Kerze!

Da ich noch Wachs übrig hatte, versuchte ich mich dann im Kerzen gießen.
Ich hatte Hüllen und sogar noch Dochthalterungen von alten Teelichtern. Dort befestigte ich meinen neuen Docht, den ich noch an einen Zahnstocher band. Somit blieb der Docht schön mittig, als ich dann das flüssige Wachs hineingoss.

Dann goss ich noch eine Insektenkerze, denn der nächste Sommer kommt bestimmt.
Ich goss das flüssige Wachs mit 2 Teelöffeln Kaffee und 6 Gewürznelken in ein Glas. Mit einem Hölzchen vermischte ich die Masse und gab den Docht dazu.
Diesmal nutzte ich einen Schnürsenkel als Docht, den ich mit Klammern fixierte.

Fertig ist meine Kerze für den Garten von Opa Wusel, deren Duft Mücken und Wespen vertreiben soll! Das freut mich umso mehr, weil mein Opa bald Geburtstag hat und ich damit ein tolles Geschenk für ihn habe.
Meine Kerze roch so gut, dass ich sie gleich mal ausprobieren musste. Schließlich soll ja mein Geschenk auch funktionieren und Opa Wusel wird das auch verstehen! :))
Also, ich habe jetzt ein neues Hobby- versuche es doch auch einmal! Lass dir aber am Anfang von deinen älteren Geschwistern, Mama, Papa oder Großeltern helfen, denn das Wachs wird ganz schön heiß…

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