Ein Foto vom Wegweiser des Waldlehrpfades Hermsdorf

Waldlehrpfad Hermsdorf

Waldlehrpfad Hermsdorf

Es ist Juli, die Sommerferien haben gerade begonnen und die meiste Zeit scheint die Sonne. Was passt da besser, als ein kleiner Ausflug in die Natur? Wenn du dich für den Wald interessierst und mehr über ihn lernen möchtest oder sogar Waldtiere von nahem sehen willst, dann ist der Waldlehrpfad im Hermsdorfer Forst genau das Richtige für dich!

Der Rundweg ist 2,5 km lang und hält sowohl für Kinder als auch für Erwachsene einiges bereit. So haben auch wir, drei Freiwillige der Berliner Waldschulen, uns aufgemacht, um den Pfad zu erkunden. Er führt durch einen schönen und dichten Mischwald und ist teilweise hügelig, aber trotzdem gut begehbar.

Foto: Beliner Forsten



Auf unserer Suche nach dem Anfang des Pfades sind wir auf einen schönen, großen Waldspielplatz gestoßen, wo Kinder sich vor oder nach der kleinen Wanderung einmal richtig austoben können.

Gleich hinter dem Spielplatz beginnt der Weg und wird durch regelmäßige Wegweiser gut gekennzeichnet.


Es geht los…

Hier wurde uns auch der Eichelhäher vorgestellt, der dich auf deinem Weg begleiten wird.

Habt ihr gewusst, dass Eichelhäher, wie Eichhörnchen, Nüsse für den Winter im Boden verstecken und durch ihre Vergesslichkeit so neue Bäume pflanzen?

Das war nur der erste spannende Fakt über die Tier- und Pflanzenwelt des dortigen Waldes, der auf den vielen Schautafeln zu finden waren.

Teste dein Waldwissen!


Auf dem weiteren Weg kann man immer wieder Schilder entdecken, die zum Beispiel viele verschiedene Baumarten vorstellen.

Außerdem gibt es auch interaktive Quizschilder, mit denen man neu erlernte oder vorher schon bekannte Pflanzen und Tiere spielerisch abfragen kann.


Aber nicht nur die Schilder sind interessant, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht, findet sich immer etwas, was sich zum näheren Betrachten, Rätseln und Staunen anbietet. Wir haben auf dem Weg zwei faszinierende Wespennester, wunderschöne Spinnennetze und Buchfinken gesehen. Ganz zu schweigen von den vielen Vögeln, die wir gehört haben. Was das wohl für welche waren? Und wer wohl die Ulme komplett kahlgefressen hat?

Abwechslung gab es außerdem durch einige liegende Baumstämme (perfekt zum Balancieren), aber auch extra gebaute Klettergeräte, auf denen wir viel Spaß hatten.


Gegen Ende des Pfades sind wir zu unserem persönlichen Highlight gekommen: den Wildtiergehegen.

Auf den ersten Blick schienen sie leer zu sein, aber bei genauerem Hinsehen haben wir Wildschweine und Frischlinge beobachten können. In den anderen Gehegen sind Rot- und Damwild zu Hause. Der kleine Pavillon neben den Gehegen ist ideal für eine kleine Essenspause.

Gut gelaunt von diesem Erlebnis und unserem Tag im Wald sind wir nach ca. zwei Stunden wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Den Pfad können wir allen empfehlen, die sich für den Wald interessieren. Gut geeignet ist er vor allem für Familien mit Kindern, aber auch uns als junge Erwachsene hat er Spaß gemacht. Also Waldfreunde allen Alters, auf in den Hermsdorfer Forst!


Anfahrt

Der Waldlehrpfad ist gut mit Google Maps zu finden: Einfach Waldlehrpfad Hermsdorf eingeben, der Ort ist ziemlich präzise angegeben.

Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Der Startpunkt der Wanderung ist in Laufentfernung der Bushaltestellen Dohnensteig (125) und Forstamt Tegel (124). Die nächste Bahnstation ist U-Alt-Tegel (U6). Von da kann man gut den Bus nehmen.

Die Anfahrt ist alternativ auch mit Auto möglich, in der Nähe des Waldlehrpfades gibt es auch einen Waldparkplatz.

Text, Fotos und Zeichnung:
Teilnehmer:innen des Freiwilligen Ökologischen Jahres 2021/2022
Teresa Bruhn (Waldschule Zehlendorf), Luca Scanlan (Waldschule Plänterwald), Luna Voigt (Waldschule Bucher Forst)

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Wilma Wusel entdeckt einen neuen Waldspielplatz

Hallo du,

na, bist du jetzt auch so oft wie möglich im kühlenden Wald unterwegs? Sommertemperaturen sind ja ganz schön, aber wenn es zur Hitze ausartet, dann suche ich gern schattige Plätze auf. Ja und einer meiner Lieblingswälder in Berlin, der Plänterwald, hat viele alte Laubbäume, die mir Kühlung und Sonnenschutz bieten.

eine große Buche

Mein letzter Waldbesuch endete aber nicht wie geplant, denn als ich es mir gerade unter einer großen Buche gemütlich machen wollte, schreckte ich auf.

Laute Motorgeräusche, kräftige Hammerschläge und lärmende Sägen störten mich in meiner Mittagsruhe.

Das machte mich neugierig und ich eilte dem Krach entgegen. 

saftig grüne Buchenblätter
Für einen Spielplatz wird viel Holz gebraucht

Wow- ich entdeckte eine richtig große Baustelle und das mitten im Wald!!! Ja sogar ein Bagger war da! Doch die dort arbeitenden Menschen sahen nicht wie Bauarbeiter*innen aus, sondern erinnerten mich eher an Forstleute.

Und richtig, es waren Mitarbeiter*innen der Berliner Forsten. Sie erzählten mir, dass hier einer der größten Waldspielplätze von Berlin entstehen soll.

Manche Stämme werden tief in den Boden eingegraben

Deshalb sind sie so emsig: sie sägen viele Bretter, vermessen Balancierbalken und gestalten neue Spielgeräte.
Und das Holz, das sie verarbeiten, stammt von Bäumen, die sie im Berliner Wald ausgesucht und dann gefällt haben.

Eine Forstwirtin meinte: „Wir brauchen nämlich für die Spielgeräte hartes und festes Holz. Dafür eignen sich besonders Eichen und Robinien!“ 
Sie zeigte mir einen Robinienstamm und machte sich gleich an die Arbeit. Ich staunte, denn sie schälte diesen wie ich eine Karotte.  
„Die Rinde muss ab, damit das Holz länger hält und geschliffen werden kann.“ Ich versuchte, ihr zu helfen, musste aber bald merken, dass solch ein Entrinden sehr anstrengend ist! Puh!! Aber die frische Rinde roch toll…  

Mit diesem Schaber wird die Rinde abgemacht

Da der Spielplatz Anfang Juli eröffnet werden soll, hielt ich die fleißigen Forstwirt*innen nicht mehr mit meinen Fragen auf, sondern bewunderte schon die ersten Spielmöglichkeiten. Na, das wird ein Spaß, wenn wieder alle Kinder den Waldspielplatz nutzen dürfen! 

Auf meinem Rückweg zur alten Buche stutzte ich: „Nanu, die Rinde kenn‘ ich doch? Die habe ich doch auf der Spielplatzbaustelle von Stamm geschält. Ist das etwa eine Robinie? Ach, da sind ja auch ihre Blätter! Die kenn‘ ich doch! Die nehme ich öfter mal für meine Abzählspiele!“  

Bei meinem Abzählspiel zupfe ich mit jedem Begriff ein Blättchen ab und der Begriff am letzten Blättchen geht in Erfüllung (oder auch nicht😊)
z. B. für die Wettervorhersage für mein Geburtstag nutze ich: „Sonne, Wolken, Regen“, für meine Teilnahme am nächsten Wildschweinrennen zähle ich: „Sieg, Mittelfeld, Letzte“ oder für mein Blick in die Zukunft nehme ich ”Professorin, Bäckerin, Ingenieurin oder Schriftstellerin”. 

Als ich weiterging kam ich zu einem Platz mit ganz vielem alten Holz und tollen Stöcken. Der Platz erinnerte mich sofort an die Wald-Baustelle. Da kam mir eine Idee: Ich bau mir einen eigenen Waldspielplatz mit Hütte, Wippe und Balancierstrecke. Das wird toll!!!

Werde doch auch du bei deinem nächsten Waldaufenthalt ein*e Spielplatzerbauer*in!!!


Spannende Links

Die Berliner Waldspielplätze
(Link zu berlin.de)

Bauanleitungen für deinen eigenen Waldspielplatz:

Turm im Wald
(Link zu youtube.de)

Kugelbahn
(Link zu wanderverband.de)

Waldhütte bauen
(Link zu geo.de)


Detektivblatt „Waldspielzeug“

Drucke Dir hier dein Detktivblatt aus und fange sofort an zu spielen.